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Archiv für die Kategorie „Artwork“

louvre: alles online

Ich bin ein Mensch, der gerne mal in ein Museum geht. In das berühmteste der Welt, das Louvre in Paris, habe ich es bisher noch nicht geschafft. Es besteht nach wie vor als ein kleines Lebensziel.

Bis es so weit ist (hoffentlich in naher und nicht ferner Zukunft), kann man die gesamte Sammlung des Louvre ab jetzt auch online besichtigen. Das ist brandneu und eine Weltpremiere, wegen Pandemiegedöns, wissen schon. Wenn ich das richtig verstanden habe, dann haben die Verantwortlichen wirklich alles online gestellt, ein kleiner Teaser:

Louvre: alles online ab jetzt

Wir sprechen hier von 482.000+ Werken…

Die URL ist nur ein klein wenig anders, als wie man sie bereits kannte:

https://collections.louvre.fr/. [via]

Surft man hier das erste Mal vorbei, eröffnet sich einem die Ansicht wie oben eingebunden. Es wirkt gut sortiert und mal abgesehen von „Themenalben“, sind das folgende Kategorien zum Durchstöbern:

  • * Gemälde
  • Skulpturen
  • Mobiliar
  • Textilien
  • Schmuck & Edelsteine
  • Schriften & Inschriften
  • Objekte

Die gesamte Sammlung beinhaltet neben den Werken des Louvre auch die des Musée national Eugène-Delacroix, die Skulpturen der Tuilerien, dem Carrousel-Garten, sowie „Werke, die nach dem Zweiten Weltkrieg geborgen und dem Louvre anvertraut wurden“. Die schier übermächtige Zahl, fast 500.000, lässt sich ein bisschen so erklären.

Wer davon überwältigt ist, der kann eine Suche nutzen. Oder eine interaktive Karte gibt es auch.

Sehr schön! Vorbildlich! Schade, dass zuerst eine epochale Naturkatastrophe über die Menschheit hereinbrechen musste, dass man sich hier bewegt hat. Karma-Punkte und viele neue Fans hätte man auf diese Weise sicher schon früher gefunden – und auch verdient gehabt.

Viel Spaß beim Stöbern über die Feiertage! Frohe Ostern!

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oscillon 40

Dieses Photo stammt von Ben Laposky:

Oscillon 40

Auf kreative Art benutzte er ein Oszilloskop, um elektrische Wellen auf eine Weise zu manipulieren, dass diese auf einem fluoreszierenden Bildschirm dargestellt werden konnten. Die so entstandenen Muster fotografierte er.

Dem Werk oben gab er den Namen Oscillon 40. Vielleicht, weil er davon 40 Stück zu einem einzigen vereinte.

Das war 1952.

Ben Laposky war wohl einer der ersten Künstler, der seine Kunst durch Hardware-Hacking erstellte. Chapeau!

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alternativen zu adobe

Als IT-Spezialist und F/OSS-Unterstützer werde ich in Diskussionen oft danach gefragt, was es an Alternativen zu proprietären Programmen gibt. Meist geht das sehr schnell, gelegentlich kann das aber auch ausarten.

Von daher begrüße derlei Grafiken sehr, veranschaulichen sie doch auf einen Blick Alternativen zu proprietären IT-Werkzeugen, in diesem Fall der Firma Adobe:

Alternativen zu Adobe

Die Grafik hier stammt von quze.co, einer E-Learning-Plattform. Sie stammt aus der „Windy City“ Chicago und wurde 2018 gegründet.

Solche Leistungen sind immer zu würdigen, jedoch nie einfach zu erstellen. Das weiß ich aus leidiger Erfahrung. Ich bin froh sie teilen zu können und sollte ich es nicht zwischendurch vergessen, reicht mir nun ein Link zu meinem eigenen Beitrag. 😀

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nvidia: gpu-evolution

Wirklich cool:

Die GPU-Evolution von Nvidia-Grafikkarten von 1995 bis 2020 in nur einem Video!

Das Erste, was auffällt, ist dass ab Ende der 90er eine Passivkühlung nicht mehr ausreicht. Die Grafikchips müssen so heiß geworden sein, dass auf der Platine standardmäßig ein eigener Lüfter für den GPU-Chip verbaut wird.

Auch wird der Lüfter selbst ab dem Jahr 2000 immer größer.

Ab 2007 verschwindet die Platine komplett unter Abdeckungen, meist aus simplem Plastik. Außer dem PCI(E)-Steckverbinder sieht man absolut nichts mehr von den Chips, Widerständen und Kondensatoren. Schade für Hardware-Fans. Selbst durch den Lüfter selbst sieht man meist nichts mehr.

Ich selbst besitze noch eine 7950GT AGP. Damals die stärkste AGP-Grafikkarte von Nvidia. Sie ist verbaut und läuft auch heute noch 1-2 Mal im Jahr in einem alten Desktop-PC (eigentlich mein allerletzter Desktop-PC) aus den Nuller-Jahren. Gebrauchte Exemplare gehen bei Ebay gerne für mehrere hundert Euro weg. Warum ist mir nicht bekannt.

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virtuelle ruhe von cyberpunk-granden entdeckt

In „Cyberpunk 2077“ gibt es eine kleine Nebenmission, wo man die Urne von R.J. Griffin vom Friedhof zurückholen muss. Der Friedhof nennt sich Columbarium, man kommt mit Fahrzeugen hier nicht rein. Er liegt etwas außerhalb, ist ziemlich futuristisch und ähnelt einem kleinen Labyrinth.

Die labyrinthische Anordnung hat meine Spielfigur durch Zufall direkt ins Zentrum geführt, schaut mal, wer hier seine ewige virtuelle Ruhe gefunden hat:

Cyberpunk2077_SydMeadGrab_MissionRJGriffinsUrne

Das ist das Grab von Cyberpunk-Legende Syd Mead! Komplett mit Hologramm und dem Epitaph „Erschaffer von Welten“. Passender könnte man es in drei Worten nicht zusammenfassen, wie ich finde.

Selbst virtuelle Legenden sind hier verewigt, direkt daneben:

Cyberpunk2077_RoyBattyGrab_MissionRJGriffinsUrne

Roy Batty, Antagonist von Harrison Ford im Cyberpunk-Klassiker „Blade Runner“ aus 1982! Sein Epitaph: „All diese Momente werden in der Zeit verloren gehen, wie Tränen im Regen“. Wer den Film kennt, weiß genau, wann und wo diese Zeile fiel, auch das Hologramm hier, die weiße Taube, ist ein Hinweis darauf.

Die Welt von Night City ist dermaßen detailliert und groß, es gibt Unmengen solcher Easter Eggs, die die Entwickler hier zum Entdecken liegen gelassen haben – nicht nur auf diesem Friedhof. Diese zwei hier lagen mir am Herzen zu zeigen zum einen, weil es reiner Zufall war, dass ich das Zentrum des Columbariums mir angelesen hatte. Zum anderen, weil ich es bemerkenswert fand, dass den Entwicklern solche Protagonisten des Genres doch sehr am Herzen gelegen haben müssen. Nach einer Ca$hkuh, die um jeden Preis gemolken werden muss, sieht mir das hier nicht aus.

Noch mehr Screenshots gibt es in der Galerie unseres Schwesterblogs zockerseele.com, 100 Stunden Spielzeit bisher, satte 778 davon: https://zockerseele.com/photos/index.php?/category/60.

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coronamania II

Zugegeben, ein bisschen gemein ist es schon das folgende Video mit der Coronapandemie zu assoziieren:

Dann halt heute mal kein TSA – Titel sagt alles. 😀

Das Video erscheint mir etwas älter, vielleicht 90er. Auch brachte mich eine Google-Suche nach @rashaad.singleton lediglich zu einem Basketballspieler. Quelle ist also „das Internet“, was auch immer das bedeutet. Aktualität hat es nicht eingebüßt, das war gute Arbeit.

Und nie vergessen: die Nachfrage bestimmt immer das Angebot. Das mit der Manie, in unserem heutigen Fall sogar der Massen, stimmt also in jedem Fall. COVID hin oder her, oder was auch immer noch kommt.

Macht euer eigenes Medium! Vielfalt schadet nie.

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die 10 regeln des biz

…erklärt mit Muscheln (ja, echt jetzt, Muscheln):

Künstler: Ren
Album: Money Game Pt. 2

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onlinedatenbank zu vr-kunst

Obwohl uns technisch die VR (Virtuelle Realität) bereits seit den 1980er Jahren begleitet, fristet die Technik bis heute ein Schattendasein. Dabei sind die Anwendungen damit sehr vielversprechend und die Immersion unschlagbar, selbst die Weltraumagentur NASA setzte zu Trainingszwecken sehr früh darauf.

Einzig, es fehlt bis heute, 40 Jahre nach der Premiere, nach wie vor „die Killer-Applikation“ dafür, die dieser Technologie zum Durchbruch verhilft.

Macht nichts, zumindest solange es solche Projekte wie „Radiance“ gibt:


Eigens erstellte MP4-Preview mit SimpleScreenRecorder und Firefox 84.0.2

Was „Radiance“ macht ist ein idealistisches Ziel und hat sehr viel damit zu tun, wie wir Internettechnologien allgemein in den 90ern betrachteten, lange vor der brutalen und sinnlosen Zerstörung durch „Smartphones“ und „soziale Medien“: es ist ein Kunst- und Forschungsprojekt und sammelt Künstler inklusive deren Werke, die „das Sichtbarmachen und die Zugänglichkeit der virtuellen Realität im Sinne schnellerer Adaption“ vorantreiben wollen (im englischsprachigen Original: „Its mission is to present artists working with VR from all over the world to create visibility and accessibility for VR art and for faster adoption of virtual technologies“).

Insofern verwundert es nicht, dass die aktuelle Datenbank gerade mal 165 Künstler aus nur 37 Ländern zurückliefert. Dennoch: es ist ein guter Anfang und ebenso ein Terrain mit noch viel (Star-)Potenzial.

Heute kosten VR-Geräte lediglich ein paar Hundert Euro, im Vergleich zu vielen Tausend vor 20 oder 30 Jahren. Durch Interoperabilität mit herkömmlichen PCs, z.B. durch universelle USB-Anschlüsse, ist das Aufnehmen und Weiterverbreiten in heutigen Zeiten ein Kinderspiel. Als Umgebungen bieten sich in Lockdown-Zeiten sogar die eigenen Räumlichkeiten an.

Insofern können wir wörtlich nehmen, was auf der Seite steht: „Radiance ist eine großartige und einzigartige Möglichkeit VR-Kunst und Museen zusammenzubringen“. Mir gefällt’s!

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diktatur innerhalb demokratie

Von Fatih Akin produziert für die taz. Eine Hommage an John Carpenters „They live“.

Schon dabei? Mir gehört das Berliner Blatt mit seit 2018. Für kritischen und unabhängigen Journalismus in Deutschland und Europa.

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ich geh jetzt schaukeln, anime-style

„Cyberpunk 2077“ funktioniert dann dieses Jahr auch nicht mit Eskapismus.
Andere Leute gehen jetzt draußen schaukeln. Ist ja gerade auch ziemlich verboten.
Ich hingegen flüchte mich nun in die gute alte und sehr schöne Zeit der Ästhetik des Animes der 80er- und 90er-Jahre:

Liste der hier verwendeten Animes, sind auch ohne Teaser absolute Must-Sees des Genres:

„Perfect Blue“
„Cowboy Bebop“
„Golden Boy“
„Akira“
„Ghost in the Shell“
„Dominio Anime“
„Goku Midnight Eye“
„Riding Bean“
„Cyber City“
„Black Magic M-66“
„Bubblegum Crisis“
„Neo Tokyo (1998)“
„Patlabor Movie 3“
„A.D.Police Files“
„Armitage III“
„Kite“
„GUNNM“
„Taiho Shichauzo“
„Parasite Dolls“
„Spriggan“
„The Super Dimension Fortress Macross“
„Patlabor“

Einen guten Rutsch, wünsche ich! Rutscht mir nicht aus. Ach ja, und 2020: danke für nix! .:.

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influencer aus 3d-drucker

Zeitgeistige Statue hier aus einem 3D-Drucker von el1as:

Gefällt nicht!? Hier mein Senf zum selben Thema oder iss‘ halt ’nen Hashtag!

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cyberpunk: bitte was!? teil III

Fast vergessen, heute ist _der_ Tag des Jahres:


Gameplay-Trailer, Altersprüfung erforderlich

Offizieller Tag der Veröffentlichung des Open-World-Epos „Cyberpunk 2077“! Aus der Feder eines europäischen(!) Entwicklerstudios, CD Projekt (u.a. „The Witcher“)!

Ein Videospiel, das mehr Textzeilen enthält als die Trilogie „Herr der Ringe“ plus „Der Hobbit“ sollte als Cyberpunk-Definition dann auch ziemlich komplett sein; wenn die Atmosphäre und Grafik das nicht nebenbei schon regeln. 🙂

Happy Gaming! Und ward für Monate nicht mehr gesehen…

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deine gpu, sonst nix

*…klaut die Stimme von Marsimoto, der sie von Quasimoto geklaut hat, am Ende ist es auch einfach nur eingeatmetes Helium, weil den Schallwellen gefällt das, und legt dann mal los…*

Keiner kümmert sich um GPUs/
Wie geht es deiner GPU/
Frag‘ dich: was macht Klicki-Bunti-Grafik/
Es ist deine GPU, sonst nix/

STRG+Escape, die GPU taucht da nicht auf/
wieso denkt der doofe Coder, dass ich GPU nicht brauch/
CPU, RAM, mein Benutzername, Tabellenansicht/
wieso sehe ich die Prozentzahl meiner GPU nicht/
meine GPU macht mir Grafik, das ist wichtig/
meinem Pinguin fehlt ohne GPU sein Gesicht/
CPU ist das Gehirn, GPU schiebt die Optik/
Pink und Rosa – GPU, sonst nix/

Keiner kümmert sich um GPUs/
Wie geht es deiner GPU/
Frag‘ dich: was macht Klicki-Bunti-Grafik/
Es ist deine GPU, sonst nix/

Windows, Linux, Unix – alles braucht hier Grafik/
wieso sehe ich nach Reboot GPU-Temperatur nicht/
Was heißt „off“, wieso hier Reload mit rechter Maustaste/
ohne GPU nützt mir Temperatur-Widget nix/
Treiber-Treiber, immer Treiber, offen oder proprietär/
Hauptsache „Diablo“ läuft, denn was nützt hier „Solitär“/
Laptop, PC, Smartphone oder Tablet/
ohne GPU kein einziger Pixel hier, nix fett/

Keiner kümmert sich um GPUs/
Wie geht es deiner GPU/
Frag‘ dich: was macht Klicki-Bunti-Grafik/
Es ist deine GPU, sonst nix/

Helfer-Tool hier, Helfer-Tool da/
der Aufwand für jede GPU – immerda/
das Erste, was ich an neuer Hardware einrichte/
ist GPU, weil der Rest läuft bereits aus der Kiste/
„out of the box“, IT, wie sie immer sein soll/
wieso funktioniert GPU nicht, was hat sie euch getan/
liegt es vielleicht an AMD oder NVIDIA/
oder Apple, oder ARM, vielleicht auch C&A/

Keiner kümmert sich um GPUs/
Wie geht es deiner GPU/
Frag‘ dich: was macht Klicki-Bunti-Grafik/
Es ist deine GPU, sonst nix/

Meinen Stromanbieter, den freut’s/
denn heute mine ich auf GPU die Kryptocoins/
Warnschild rot, die GPU schon über 90 Grad/
warum ist Geld verdienen hier so hart/
die GPU, ja sie macht die Träume wahr/
Traumfabrik in Plastik, wir sind so smart/
und jetzt auch die KI für ein paar Hunderter/
übermorgen fliegt mich GPU zum Mars, sonnenklar/

Keiner kümmert sich um GPUs/
Wie geht es deiner GPU/
Frag‘ dich: was macht Klicki-Bunti-Grafik/
Es ist deine GPU, sonst nix/

ich schalte das Teil ab, GPU muss sich schlafen legen/
sie lief zwei Wochen durch und muss nun Updates regeln/
hoffentlich ist nach Reboot meine GPU noch da/
bei shutdown -r now denke ich über Heirat nach/
doch was ist das, ist es ein Fussel oder doch ein Haar/
wie Schuppen von den Augen wird mir dann plötzlich klar/
Mist, schon wieder zwei Zentimeter Schicht drauf/
ich muss das Ding erstmal jetzt abstauben/

Keiner kümmert sich um GPUs/
Wie geht es deiner GPU/
Frag‘ dich: was macht Klicki-Bunti-Grafik/
Es ist deine GPU, sonst nix/

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exit

2047. Eine App namens Infinitalk ermöglicht die Kommunikation mit Verstorbenen. Realisiert wird das durch ein KI-System in einer Cloud, das zuvor über ein Implantat hinter dem Ohr das gesamte restliche Leben der Teilnehmer aufgezeichnet hat. Die verstorbenen Menschen existieren weiter als digitale Entität, mit all ihren Fehlern und Vorzügen, Umgebungen, etwaigem Mobiliar und Gerätschaften.

CEO Linus (gespielt von Friedrich Mücke) sitzt gerade zusammen mit seinen drei weiteren Gründern des Startups, CTO und Hacker Bahl (Aram Tafreshian), Marketingleiter Malik (Jan Krauter) und seiner Ex-Verlobten Luca (Laura de Boer) in einem Hotel in Tokio, um den Verkaufs-Deal der App an den japanischen Investor Linden Li (David Tse) durchzuziehen. Li will die Applikation mit seinem Hologramm-Imperium verknüpfen. So soll die Kommunikation mit den Verstorbenen in Zukunft der Realität so nah wie möglich sein. Selbstredend würde der Deal alle vier zu Multimilliardären machen, was sich v.a. Malik bereits sehr gut vorstellen kann. Luca allerdings hat etwas dagegen. Sie vertraut Li und seinem Imperium nicht, sondern lieber auf ihre Intuition, die nichts Gutes verheißt. Als sich alle aus ihrem virtuellen Meeting wütend und ohne finale Unterzeichnung des Vertrags verabschiedet haben, verschwindet am nächsten Morgen Luca plötzlich spurlos.

Was wie ein Wirtschaftsthriller beginnt entwickelt sich im Laufe von nur 90 Sendeminuten („Exit“, ARD, Erstausstrahlung war am Mittwoch, 28.10.20, 20:15) zu einer dystopisch erzählten Geschichte der Wahren Liebe auf engstem Raum: das Hotel selbst wird in den seltensten Fällen verlassen, alternative Schauplätze sind entweder Rückblenden oder spielen sich in einem weißen, endlos wirkenden virtuellen Raum ab. Anleihen an „The Matrix“ aus 1999 sind durchaus gewollt und wirken überzeugend, sofern man von den Hacking-Tools symbolisiert durch Baumarktwerkzeuge einmal absieht. Auch sonst ist das dystopische Jahr 2047 in Tokio, das uns die ARD mit unseren hart verdienten GEZ-Gebühren auf die Flimmerkisten unserer Wohnzimmer zaubert, durchaus auf Niveau eines Hollywood-Cyberpunk-Blockbusters wie „Blade Runner“ (1982). Entsprechende Hausaufgaben wurden also gemacht, angefangen vom Interieur des Hauptschauplatzes, über die Hightech-Utensilien, die die Protagonistinnen und Protagonisten bei sich tragen, bis zur düsteren minimalistischen Musik und allen verwendeten Grafiken. Das muss und sollte man hier hoch anrechnen.

Nicht so gut bei mir kam hingegen die Überladung der Themen, sowie die zu großen Gemeinsamkeiten und das Mindfuck-Moment des Films zu „Welt am Draht“ an – hier hätte ich mir mehr Diversifikation gewünscht. Man merkt dem Stoff an, dass er hoffnungslos verkopft ist. Das mag zum einen an unserer deutschen Mentalität, zum anderen am derzeitigen Hype um Netflix liegen – denn hier hätte man ohne Probleme eine sechsteilige Miniserie daraus bauen können. Vielleicht war es auch so gedacht, man wollte es den betagten Standardzuschauern der ARD aber am Ende ersparen; der ich sicher keiner bin, schon aus Altersgründen. Es wären auch noch andere Themen als die Lovestory als Handlung und eine Wendung zum Ende in Frage gekommen, die eben nicht an Fassbinders Standardwerk aus 1973 erinnern. Wobei: wer erinnert sich aus meiner Generation wohl an „Welt am Draht“? Oder kennt es überhaupt? Eben. Niedriges Risiko.

Wer sich als Cyberpunk bezeichnet, der sollte diesen Film mögen und wird ihn sich ansehen müssen. Zumal man hier nebenbei ganz starke Schauspielerinnen- und Schauspieler-Leistungen zu sehen bekommt – kein Wunder, die Besetzung hat tiefe Wurzeln in der wertvollen Kulturleistung Theater. Schön, dass die deutschen Rundfunkanstalten (zumal aus meiner Gegend, sogar der SWR) auch mal eines meiner liebsten Genren abdecken! Ich selbst konnte mich jedenfalls nicht erinnern, wann ich mir das letzte Mal einen Kalendereintrag für eine Fernsehübertragung gesetzt hatte, die auch noch nicht live ist. Großes Kino, hat sich gelohnt! Aber auch zeitweise ganz schwere Kost für gute Nerven.
8/10

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shenzhen

Shenzhen liegt irgendwo in China/
Shenzhen hat VR, die brauchen dort kein Fielmann/
Shenzhen kennt man seit Ming-Dynastien/
Shenzhen bedeutet so viel wie „die Gräben sind tief“/
Shenzhen ist Cyberpunk-Hauptstadt/
Shenzhen steht für Neonsonnen in der Nacht/
Shenzhen ist technologisch Weltmacht/
Shenzhen hat selbst im Winter 20 Grad/
Shenzhen Shen-Chuen Shum-Chun Neunzehnelf/
Shenzhen wächst so schnell wie keine Stadt der Welt/
Shenzhen und du verstehst nur Bahnhof/
Shenzhen vertickt dir Bitcoin auf dem Pausenhof/
Shenzhen glitzert im Delta des Perlfluss/
Shenzhen rollt durch diesen Text wie Linienbus/
Shenzhen raucht keine Zigaretten/
Shenzhen dampft OLED-Devices. Auf USB. In Ketten:

Mein iStick Pico von Eleaf - Made in Shenzhen

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