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Archiv für die Kategorie „Artwork“

believe. nothing.

Gnädige Herren, werte Damen. Es ist Wochenende. Bitte schalten Sie jetzt Ihre Gänge herunter. Gönnen Sie sich etwas Gutes! Die Empfehlung des Tages unseres geschätzten Professors kommt genau zur rechten Stunde:

believe. nothing. via: mein liferea

Ich warf heute seit gefühlten 50 Jahren mal wieder meinen Liferea an und bei FFFFOUND! findet man wohl auch nichts mehr als Titten, Titten, Titten. Da kommt eine wichtige, bunt-poppig verpackte Lebenslektion zwischendurch gerade recht. Nicht, dass ich etwas gegen Titten hätte, ich mag sie nur am liebsten mit meiner Banane in der Mitte und nicht in schwarzweiß und 2D auf einem viel zu kleinen Tische.

winkekatze

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lunatico auf c64

Der C64 war in meinem Leben der erste Computer, mit dem ich in Berührung kam. Wohl noch vor dem Rechnen und Schreiben. Manchmal, sehe ich auch nur Bilder vom lila-blauen „Startbildschirm“, kommen Erinnerungen zurück, was man so damit gemacht hat. Retro pur und irgendwie schon geil.

Ganz selten findet man heute noch Hacker die für den Brotkasten programmieren. Oft zu besonderen Anlässen, etwa für Demos oder Games oder Kunst. Heute würde man sagen, das bedeutet „pain in the ass“, nichts Gutes, kein Komfort dafür zu coden. Spaß kann es trotzdem machen, das sieht man auch an dieser Demo Lunatico von Linus Akesson aus Schweden:

[via]

Sein persönlicher Beitrag für den Demo-Wettbewerb X’2016. Silbermedaille hierfür, 2. Platz, Glückwunsch!

So richtig in die Tiefe für den, wohl „nagelneuen“ Effekt, den er hier entwarf, geht er hier: der MISC-Effekt. Witzigerweise eine Kombination, wo er drei Macken des VIC ausnutzt. Also der innovative Effekt entsteht durch die Verbindung dreier Bugs. o.O N1ce one!

„ye good ol‘ days…“

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seltene erden

Wir brauchen sie in Smartphones, Laptops, Fernsehern, der Medizin, dem Militär und in Hybridfahrzeugen. Sie müssen abgebaut werden wie übliche Metalle, der ökologische Fußabdruck dafür ist jedoch enorm um sie zu trennen, dabei wird sogar radioaktiver Abfall produziert. Und China hält mit 97% Produktion darauf ein Quasi-Monopol: Seltene Erdelemente oder SEE.

So ziemlich alles, was wir heute mit dem Schlüsselwort Innovation assoziieren hängt von nur 17 Metallen aus dem Periodensystem ab (mit Jahreszahl der Entdeckung):

  • Gadolinit (1794)
  • Cerit (1751)
  • Cer (1804)
  • Samarskit (1839)
  • Didym (1842)
  • Terbium (1843)
  • Erbium (1843)
  • Ytterbium (1787)
  • Samarium (1879)
  • Thulium (1879)
  • Holmium (1879)
  • Dysprosium (1886)
  • Gadolinium (1886)
  • Praseodym (1886)
  • Neodym (1901)
  • Europium (1907)
  • Lutetium (1947)

Was alleine fast 200 Menschenjahre gedauert hat benahmt und entdeckt zu werden droht schneller zu versiegen, als es verarbeitet werden kann und genau mit diesem Problem beschäftigt sich Jacob Remin in seinem neuesten Werk

http://overgaden.org/en/udstilling/jacob-remin-harvesting-the-rare-earth/.

In seinem dystopischen Szenario spielend in der nahen Zukunft hat eine biotechnologische Pionierfirma einen Weg gefunden Elektronikschritt durch genmodifizierte Raupen direkt zu recyclen. Dies geschieht in den übelsten Agbogloshies, die man sich vorstellen kann. Die Realität wird so aber nicht genannt, sondern die Firma erfand dafür den einprägsamen Slogan „Die Schmetterlings-Lösung“.

Passende Kunst zum Wochenende, gleichzeitig wieder was gelernt. Gehaben Sie sich wohl, war eine „vaultige“ Achterbahnfahrt-Woche!

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kunst gegen facebook-algorithmen

Ich bin nicht mehr bei Facebook, den Account vor Jahren gelöscht. Es nicht mehr zu nutzen war wie viele sagen: die Plattform lässt man leicht hinter sich. Die wirklichen Freunde dort nicht. Trotzdem war es im Nachhinein eine gute und vernünftige Entscheidung. Und wäre der Zirkel dort wirklich an meiner Meinung als IT-Experte interessiert gewesen, wären sie mir auch auf eigene Plattformen wie Friendica oder Alternativen wie Diaspora* gefolgt. Leider fast zu 100% Fehlanzeige.

Wer mit Facebook kritisch umgehen will, braucht etwas Mut. Zumindest, wenn er den Account weiter nutzen möchte. Da das „soziale Netzwerk“ immer wieder und nicht erst seit der letzten US-Wahl in der Kritik steht, werden manche im Kampf gegen die „allmächtigen Algorithmen“ dort kreativ. Lust auf ein Experiment?

Vorschlag #1: „Go Rando“ von Benjamin Grosser

Go Rando ist eine Browser-Erweiterung, die dafür sorgt, dem Zufall zu überlassen, wie man einen Status, einen Link oder ein Foto findet. Dabei wählt der Code aus sechs vorgegebenen einen aus. Das geht aber schon zu tief rein in die Technik des Plugins selbst.

Was vielleicht bei Go Rando auf den ersten Blick völlig absurd wirken mag ist nicht einmal die Anwendung: wer verstanden hat, wie viel Facebook auf einen „Like“ gibt und wie die Menschen das mittlerweile bewerten, dreht den Spieß mit der Erweiterung um. Algorithmen können nach einer gewissen Zeit nicht mehr anbieten, was man selbst vielleicht mag. Die „Filter-Blase“ ändert sich nicht nur dadurch, wie mögen diese „Likes“ und „Updates“ wohl auf die sozialen Zirkeln dort wirken? Man stelle sich vor, man hat durch Go Rando einen Todesfall geliket. Nicht jeder möchte hier Diskussionen eingehen müssen. Wie anfangs erwähnt: es braucht für eine gewisse Stringenz hier tatsächlich Mut.

Vorschlag #2: „Facebook Demetricator“ von Ben Grosser

Facebook bietet unter den Einträgen an, wie viele Likes es gab, wie viele „Shares“, wie viele Kommentare. „Facebook Demetricator“ sorgt für eine gewisse Neutralität von Beiträgen und gibt lediglich wieder, ob es Likes/Shares/Kommentare gibt, aber nicht wie viele.

Grosser erhielt als Feedback oft, als erstes falle wohl der Wettbewerb weg. Zweitens falle den Nutzern plötzlich auf, dass sie diesen wenigen Zahlen überlassen, was sie innerhalb des Netzwerks machen und was nicht. Ein Beispiel war, sie hörten einfach zwischen 25 und 50 auf zu liken, was sie vorher gar nicht realisiert hatten. Die Arbeit ist bereits 2012 veröffentlicht worden und hat wissenschaftliche Texte von Grosser nach sich gezogen.

[via]

Der Ruf nach einer gewissen Kontrolle der Facebook– und Twitter-Algorithmen wird immer lauter. Ein komplettes Genre ist plötzlich populär und wird weiter publik, das der „Fake News“. Die gab es allerdings schon immer seit es Medien gibt und weder Facebook, noch Twitter beanspruchen öffentlich, oder zumindest ist mir nichts bekannt, Nachrichtenquellen im eigentlichen Sinne zu sein. Es wird einfach so von den Nutzern interpretiert.

Ben Grosser zeigt mit diesen zwei Arbeiten, wie man nicht nur die abstrakte „Filter-Blase“ verstehen lernen kann, Algorithmen austricksen kann. Mit seinem Humor und technischem Hintergrund hat er auch gezeigt, es gibt eigentlich einfache Mechanismen, komplexe Probleme zu lösen. Eine große Hilfe war für ihn dabei: die Kunst.

Vielleicht hilft dieser Ansatz so ein bisschen bei der Bewältigung aktueller Probleme, und nicht alles so bierernst nehmen, es kommt dann ja doch nur Nonsense dabei raus. Oder eben in vier Jahren Kim Kardashian als First Lady, je nach gewählter Richtung. In diesem Sinne: immer schön rando bleiben!

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projekt vahana

Mit „Projekt Vahana“ stieg Airbus erst letztes Jahr ein in die Traumwelt der autonomen Luft-Taxis:

projekt vahana
(C) Airbus

Was aussieht wie Konzeptkunst aus „The 5th Element“ oder „Deus Ex: Human Revolution“ soll tatsächlich Ende 2017 in einem voll funktionsfähigen Prototypen münden. Ziemlich gut, aber auch unfassbar ehrgeizig: Mit Google, Uber und dem (ziemlich hässlichen) PAL-V warten aber schon jetzt mächtige Konkurrenten auf die „goldene Zukunft des fliegenden Carsharing“.

Probleme gibt es noch genügend, ebenso haben es die Anforderungen in sich. Akku und Hindernisbewältigung in der Luft sind derzeit wohl die größten Baustellen.

Vahana kommt übrigens aus dem Indischen und bedeutet „Zugtier, Wagen, Fahrzeug“, das bestimmten Gottheiten gewidmet war. Die Autoren damals wollten es jedoch so, dass manches dieser Tiere auch Fabelwesen blieben. Was wir Airbus natürlich nicht wünschen, am Konzept, Idee und Kunst wird es nicht liegen, fehlt noch die Ausführung. Mal abwarten, was sich bis Ende des Jahres in diesem Bereich ergibt.

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nestle first world vr

Wie kann Nestlé sein Image retten, ohne große Änderungen am derzeitigen Geschäftsmodell durchführen zu müssen? Die Antwort ist eine eigens entwickelte Virtual Reality-Brille für die Dritte Welt:


(C) Bohemian Browser Ballett

Die negative Reaktion der Öffentlichkeit, Wasser aus Ländern der Dritten Welt abzupumpen und es in Plastikflaschen weiterzuverkaufen war wohl zu heftig. Mit dieser Hightech-Brille möchte der Schweizer Konzern ein wenig Schaden wieder gut machen.

Ob die Brille umsonst zu haben sein wird ist nicht bekannt. Schwer vorstellbar, doch man könnte die Hardware ja erfolgreich, wie in dem Video gezeigt, durch eingeblendete Werbeplätze finanzieren.

Dank geht raus an das Künstlerkollektiv Bohemian Browser Ballett für diesen Beitrag zur virtuellen Lösung realer Probleme der Ärmsten der Armen!

„Sauberes Wasser und Nahrung sind für sie von nun an zum Greifen nah!“

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rndrd

Zum Wochenende noch ein richtig feines Artwork-Schmankerl finden können. Hier ein Schnappschuss von RNDRD:

rndrd

Gezeigt werden ausschließlich architektonische Zeichnungen und Scans von Modellen aus Design-Publikationen aus dem 20. Jahrhundert. Keines der hier gezeigten Werke ist fertiggestellt. Das Verzeichnis wird auch nur unregelmäßig geupdatet und ist hier zu finden:

http://rndrd.com/. [via]

Von der Präsentation her und sogar von manchen Inhalten erinnert es mich stark an das legendäre (leider nicht mehr auf dem Laufenden gehaltene) BibliOdyssey. Beide Projekte haben zudem gemein, die Inhalte aus der realen Welt ins Web zu holen. Wichtig und erfrischend, wo doch die neuesten Dinge exklusiv gleich für das Web erstellt werden.

Schaut mal vorbei, es ist ein sehr schönes Projekt. Alles unter Fair Use abrufbar und sortierbar. Für persönliche Studien, Bildung, Stipendien, oder einfach um zu schauen, wie weit bereits Architektur-Design im letzten Jahrhundert vorausgedacht hat.

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lebender umhang

Behnaz Farahi hat einen Umhang für den Nacken entwickelt, der problemlos als „Cyberpunk-Kleidung“ durchgehen würde:

behnaz farahi - gaze cape
Schnappschuss aus Behnaz Farahis Video

Es ist schwer in einem Bild zu beschreiben, was das Kleidungsstück macht, von daher gibt es glücklicherweise ein Video der Reaktion des Umhangs drüben bei vimeo: https://vimeo.com/138697237.

Was die Fashion-Designerin hier geschafft hat kann man im Grunde als lebende Kleidung bezeichnen. Dabei funktioniert die suggerierte Lebendigkeit mit einem Trick: in dem Material ist eine kleine High-Tech-Kamera versteckt, die aufzeichnet wo das Gegenüber hinsieht und entsprechend das Material danach ausrichtet.

Bedient hat sich die Architektin bei der Natur:

„This project was inspired by nature both in terms of its morphology and behavior, especially various reptile and animal skins, such as snake and fish scale systems. This technology allows the fabrication of composite materials with varying flexibilities, densities, and can combine materials in several ways with different material properties deposited in a single print run. Inspired by the flexible behavior of the skin itself, this outfit therefore exhibits different material characteristics in various parts of the body ranging from stiff to soft.“ [via]

Bisher leider nur ein Prototyp, ein extrem gutes Beispiel für interaktive Kleidung. Doch a) existiert bisher kein Markt hierfür und b) dürfte das mit der versteckten Kamera ein wenig problematisch für die Gesellschaft werden. Mal schauen was die Zukunft hier bereit hält.

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persona: die vermenschlichung von objekten

Gadgets sind doch auch nur Objekte. Mit Persona. Strangely human fand von Januar bis November eine Ausstellung im Musée du Quai Branly in Paris statt. Gezeigt wurden 200 Objekte und Videos, wie eigentlich Leben Objekten eingehaucht wird. Hier der verstörende, aber sehenswerte Trailer:

[youtube https://www.youtube.com/watch?v=zguah18D8ds&w=450]

Post-apokalyptische Kleidung existiert hier neben Utensilien zum Geisterfangen, nigerianischen Monolithen wie japanischen Bunraku-Puppen.

Nicht falsch verstehen: es ist alles Kunst. Schwer bis überhaupt nicht benutzbar in der Alltags-Welt. Doch die Themen sind brandaktuell und passen perfekt in dieses Weblog: Transhumanismus. Künstliche Intelligenz. Verschwimmende Grenzen zwischen Mensch und Maschine.

Der Besucher wird so mit einer möglichen Zukunft konfrontiert, die sich bereits mehr als abzeichnet. Das wird nicht jedermanns Geschmack sein. Gefallen muss Kunst nicht. Doch sie kann Augen öffnen oder zum Nachdenken anregen: wo gehen wir hin, welchen Weg verfolgen wir eigentlich, will ich das am Ende wirklich und was sind die möglichen Konsequenzen?

Der Unterschied zu einer reinen skurrilen Schau von Objekten: Anthropologie, die Wissenschaft vom Menschen, ist das Hauptthema hier. Das Menschliche zeigen im Nicht-Menschlichen. Persona.

[via]

Was ganz nebenbei geklärt wird ist die Frage, warum wir mit unseren Objekten solche Fetische entwickeln. Das Smartphone z.B. ist heute ein größeres Statussymbol als das Automobil. Und dieser Wandel vollzog sich nicht mal innerhalb einer einzigen Dekade.

Es liegt an uns, Wert oder Leben in Dingen zu sehen, die nichts davon besitzen. Leider leben wir allerdings in einer Zeit, in der dieser Umstand mehr und mehr problematisch wird, da die Masse entscheidet, welches Objekt nun Wert und/oder Leben hat. Und im Gegensatz dazu wurde diese Ausstellung auch von Anthropologen, also Wissenschaftlern, erdacht und gestaltet. Mal schauen, wie oft das in „postfaktischen“ Zeiten noch möglich sein wird.

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der nofretete-hack

Februar, 2016: die Legende besagt, dass zwei Künstler die „aktualisierte“ Erklärung zur weltberühmten Nofretete-Büste im Neues Museum zu Berlin mit einer Aktion zurechtrücken wollten. Seit Neuestem ist nämlich der Zusatz verschwunden, dass es sich bei der Büste um eiskalte Raubkunst handelt.

Also verschwand eine 3D-Kamera unter einem Schal und der Laptop im Rucksack, um einen der wichtigsten und schönsten 3D-Scans der Öffentlichkeit via Internet als STL-Datei zugänglich zu machen:

http://nefertitihack.alloversky.com/. [via]

Für die Datei braucht man spezielle Programme, um diese zu öffnen/zu manipulieren. Auf Android etwa „CAD Assistant“.

Auch wenn der Wahrheitsgehalt dieser Legende im Laufe der folgenden Wochen nach dem Hack in Zweifel gezogen wurde, ist es doch ein Statement: zum einen gibt Berlin die Büste nicht mehr nach Ägypten, wo Nofretete eigentlich hingehört, da diese bereits zu einer Art „deutschen Identität“ geworden sei. Das ist natürlich Neusprech für „die gehört jetzt uns, könnt ihr Araber machen, was ihr wollt“. An den Einnahmen beteiligt Berlin Ägypten wohl auch nicht, sonst wäre schwer zu erklären, warum seit Dekaden ein Disput zwischen beiden Ländern zu diesem Thema tobt.

Zum anderen ist es eine rechtliche Streitfrage: wem gehört diese Jahrtausende alte Büste eigentlich? Die Antwort geben die Künstler durch die Aktion selbst: jedem. Hier sind eure wohlverdienten 100MB!

Es dürfte massiv einfacher werden jetzt Kopien der Büste herzustellen, etwa für Schulen, Ägyptologie-Studenten oder einfach auch für Merchandising. Am Ende wohl nicht nur für arme Länder wie Ägypten. Ziel erreicht, will ich mal meinen, kudos!

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luftreinigungsturm

Zur Hälfte Kunst, zur Hälfte Luftreiniger:

smog tower by studio roosegarde
Quelle: Studio Roosegarde

Peking ist eine der dreckigsten Städte der Welt. Hier müssen die Kids bei Smog-Alarm auch mal komplett zuhause bleiben. Das ist hängen geblieben bei Daan Roosegaarde, einem niederländischen Künstler, als er dorthin mal einen Abstecher gemacht hat.

Das Problem wollte er so nicht stehen lassen und hat im Rahmen eines Smog Free-Projekts diesen speziellen Turm entwickelt.

Der Turm ist ca. zweistöckig, saugt innerhalb von nur einer Stunde über 30.000 Kubikmeter Dreckluft weg und reinigt diese von den Dreckpartikeln. Laut den Statistiken der Website sind das in 41 Tagen immerhin 10 Pekinger National-Stadien gewesen. Betrieben wird der Turm durch Windenergie.

Da im Jahr durch Luftverschmutzung mehr Menschen sterben als durch Malaria und AIDS zusammen ist das doch eine höchst positive Meldung.

Was ich nicht so ganz durchschaue ist der künstlerische Aspekt hier: man will nebenbei nämlich 300 spezielle „smogfreie Ringe“ herstellen, also Schmuck, Nippes, unwichtiges Zeug.

Zweifel gibt es auch von der WHO: man traut den Angaben des chinesischen Umweltamts nicht so recht. Außerdem sollen die Möglichkeiten hier arg begrenzt sein. Man spricht davon, dass der Turm wohl einen besseren Job mache vor kommender Luftverschmutzung zu warnen, als diese zu vermeiden und nennt ihn daher auch bereits „haze warning tower“.

Lassen wir beide negativen Aspekte (Schmuck, Effizienz) weg, schafft Roosegarde doch etwas von Wert: das Bewusstsein (& gleichzeitig eine Lösung) dafür, welche Probleme heutigen Städten blühen; die Weltbevölkerung wird wohl wenig dafür tun nicht mehr zu wachsen und sich bei der Landflucht nicht aufhalten lassen. Und wie einem essentiellen Problem der Luftverschmutzung entgegen gewirkt werden kann.

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unterwasserstadtkonzept

Japan mal wieder am Abstreben:

unterwasserstadtkonzept

Wenn es einer Nation zuzutrauen ist, so etwas durchzuziehen, dann Japan.

Die Ocean Spiral soll Wohn- und Geschäftsräume für 5.000 Menschen bieten. Jegliche Energie, die für den Betrieb der kleinen Stadt benötigt wird, soll durch Meeresressourcen abgedeckt werden.

Ausgedacht hat sich das eine Firma namens Shimizu. Ebenfalls sind die Universität Tokyo und eine japanische Behörde zu Meeres- und Technologiethemen am Start.

[via]

Sollte passende Technologie bis zum Jahr 2030 erhältlich sein, werden Kosten von ca. 20 Milliarden Euro fällig, wahrscheinlich mehr.

Betont wird weiterhin die Ernsthaftigkeit dieses Unterfangens:

„This is a real goal, not a pipe dream, Shimizu spokesman Hideo Imamura told the Guardian“

Allerdings ist Shimizu eine Expertenfirma großspuriger Versprechen: Von denen stammen Konzepte wie eine Mondbasis, ein Hotel im All und auch schwebende botanische Städte…

Cool wäre die Umsetzung trotzdem. Ich persönlich drücke die Daumen, dass das klappt, zumal die Meere immer mehr die Landflächen verschwinden lassen werden in der nächsten Zeit.

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outernet?

Kein Plan ob das hier stimmt:

was ist das outernet?
Klicken zum Vergrößern

Doch die Idee ist nichtmal schlecht.

[via]

Stammt aus dem Internet. Zu 100% legit.

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ampelpong

Seit zwei Wochen spielbar in Hildesheim:

ampelpong

Die Idee ist schon älter, so zwei Jahre, und geht auf Studenten der lokalen Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst zurück.

Inzwischen nennt sich das Projekt ActiWait:

http://urban-invention.com/#actiwait. [via]

Und so ein bisschen hofft man auch, Fußgänger daran zu hindern über rote Ampeln zu rennen.

Ganz cool, aber wie ich gelesen habe leider keine dauerhafte Installation.

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ascension body parts

Wie direkt aus „Remember Me“ oder „Deus Ex: HR“:

ascension body parts

Chantal Sherif aus Kairo hat die Poster-Kampagne Ascension entwickelt.

Als Setting hat sie eine dystopische Zukunft genommen, in welcher nur die Reichen und Schönen es sich leisten können sich künstliche Organprothesen zu gönnen.

Was heraus kam ist perfekte Cyberpunk-Konzeptkunst:

https://behance.net/gallery/10763279/Ascension. [via]

Cyberaugen, Cyberherzen, Cyberrückgrat, Cyberlungen; noch viel mehr Beispiele der Poster in der Praxis und auch Zeichnungen. Inspirationen hat sie sich bei olympischen Athleten geholt und diese in ihre Arbeiten übernommen.

Merci, Chantal! Und ab damit in ein Videogame!

ASCENSION – ELEVATING HUMANITY

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