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Archiv für die Kategorie „Internet“

s.o.p.h.i.a.

Gestatten, Sophia:

Androidin Sophia haelt Rede bei der UN
Quelle: UN Photo/Manuel Elias

Sophia ist eine Androidin entwickelt von Hanson Robotics, 18 Monate jung, die jüngst bei einer Rede im UN-Hauptquartier in New York zum Thema „The Future of Everything – Sustainable Development in the Age of Rapid Technological Change“ – zu dt.: „Die Zukunft von allem – Nachhaltige Entwicklung im Zeitalter des rapiden technologischen Wandels“ teilnehmen durfte. [via]

Sophia wurde laut ihrem Schöpfer David Hanson so entwickelt, dass ihr Design dem Knüpfen von Beziehungen dient. Das mache sie laut Hersteller zu einem social robot. Anwendungsbereiche von Sophia sollen dann Bildung, Fabrikarbeit(?), Rettungsaktionen sein. Das ist schon sehr nah an dem, was uns seit den 80ern in Filmen wie „Blade Runner“ erzählt wird.

Die Realität denke ich, wird anders aussehen.

Porno war schon immer der treibende Motor, der neuartigen Technologien zum Durchbruch verholfen hat. Prominente Beispiele sind VHS und das Internet. Ein Schöpfer, der nichts Gutes für seine Kreationen will, wäre kein menschlicher Schöpfer. Leider ist die Gier oft der Motor aller menschlicher Handlungen. Das weiß sicher auch ein Mr. Hanson. Nur leider kann man das auf einem UN-Symposium schwer mitteilen. Daher habt ihr das exklusiv von mir jetzt. Pris grüßt uns schön aus dem Jahr 2017…

[S.O.P.H.I.A. - Sub-Optimal Philantropic Half-Intelligent Android]

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mastodon: der twitter-killer

Die wirkliche Alternative zu T(z)witter heißt Mastodon, stammt aus der Feder des 25-jährigen Programmierers Eugen Rochko und bringt als Maskottchen ein Mastodon mit wie viel zu viel Fell mit (dafür mit Smartphone!):

Maskottchen von Mastodon

Und natürlich ist diese Lösung, wie generell zu erwarten von Menschen, die Internettechnologie verstanden haben: dezentral. Wie könnte es anders sein.

Mit Mastodon kann man derzeit live an einer kleinen Revolution teilnehmen. Und diese auch ganz gut mitbeobachten.

Die Anmeldung erfolgt über keinen zentral erreichbaren Dienst, klar. Vielmehr gibt es wie bei der Facebook-Alternative Diaspora* diverse „Pods“, genannt „Instances“, die jeder einrichten kann und irgendwo auf einem Server laufen. Da Mastodon mindestens 2GB RAM und viele Server-Rechte benötigt, eignet es sich nicht für übliche „shared server“.

Eine Anmeldung ist beispielsweise über den japanischen Digitalkunst-Dienst pixiv möglich. Dort im Profil reicht ein Klick um deren Instanz namens Pawoo beitreten zu können. Für mich als großer Japan-Fan natürlich ein Riesen-Plus. Es gibt auch eine kostenlose Pawoo-App für Smartphones und Tablets. Was einen dann erwartet ist eine Mischung aus Twitter und Tumblr. Über einen separaten Reiter greift man auf weitere Instanzen im föderierten Mastodon-Netzwerk zu.

meine Übersicht bei \"Pawoo\"
Oben: meine Übersicht bei Pawoo

Weitere Instanzen sind z.B. mastodon.social, mastodon.xyz oder friends.nico.

Im Kern hat man mit wenigen Mausklicks alles viel schöner & besser, als man es bei Twitter findet. Hier ein grober Überblick zu den, auch technischen, Kernfunktionen:

* ein „Tweet“ heißt hier „Tröt!“
* bis zu 500 Zeichen pro „Tröt!“
* wie Twitter: private Direktnachrichten zwischen Benutzern
* mehr wie Twitter: Privatnachrichten zwischen Benutzern, Privatnachrichten an Follower, öffentlich in einer Instanz oder öffentlich im gesamten Netzwerk
* Zeitleisten mit vollständiger Kontrolle über Einträge
* spezielle Filter anwendbar, etwa gegen NSFW oder Spoiler
* jede Instanz führt eigene Regeln, was
* im Umkehrschluss auch den Kampf gegen Hass und Hetze umsetzbar macht. Etwas, was Twitter nach wie vor nicht gelingt
* geschrieben in JavaScript und Ruby on Rails
* offizieller Start: 5. Oktober 2016

Das Phänomen Mastodon nahm im März/April so richtig an Fahrt auf. Die größte Community, mastodon.social, kam da bereits auf 42.000 Nutzer. Global ist die Tendenz weiter steigend: da jeder mit wenig Hardware eine eigene Instanz betreiben kann und man sich hier auch zu Spezialthemen (wie Memes, Mangas oder spezielle Videospiele) austauschen kann, liegt die derzeit registrierte Nutzeranzahl bei 852.388. Den aktuellen Status dieser Zahl kann man hier abfragen. Im August waren es noch 766.500 User.

Wer keine Lust auf diesen neuzeitlichen Social-Blödsinn hat, man kann auch selbst helfen den Code weiterzuentwickeln, hier der Link zum Projekt auf GitHub: https://github.com/tootsuite/mastodon.

Von den Erfahrungen die ich bisher gemacht habe, erst wenige Wochen, kann ich sagen, dass man technisch fast nichts mehr besser machen kann. Oder muss. Die Lade- und Ausführungszeiten sind extrem gering, der Dienst super-nutzbar; hakelig wird es eben etwa bei Grafiken, die man von Europa aus in Japan aufrufen möchte. Das war aber auch noch nie anders und ist ja ein kleines Wunder, dass so etwas überhaupt möglich ist.

Wer tatsächlich Twitter mit Mastodon ersetzen möchte, der kann das aus technischer Sicht also bereits tun. Wie mit jeder Pionierarbeit trifft man hier eben noch auf wenige Nutzer. Da der Dienst wirklich gut gemacht ist und weitere Instanzen folgen werden, wird sich das jedoch schnell ändern. Die Inhalte wirken noch teilweise sehr skurril, ist jedoch alles ein netter Haufen dort. Mastodon wird im Oktober gerade mal ein Jahr jung. Die Freiheiten sind hier viel größer als bei den angesprochenen zentralen Diensten. Wer möchte recherchiert kurz vor der Registrierung in welchem Land die Instanz betrieben wird (geht auch mit dem Firefox-Plugin „Flagfox“). In Summe steht heute mit Mastodon tatsächlich ein Dienst zur Verfügung, der die Bezeichnung „Twitter-Killer“ verdient. Alles Gute & viel Erfolg, dem smarten Mastodon!

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qwant

Die Franzosen blasen zur Attacke gegen den, vornehmlich US-dominierten, Suchmaschinenmarkt des WWW. Die Antwort darauf ist knallbunt, social² und nennt sich Qwant:

Franzoesische Suchmaschine Qwant

Probiert’s aus:

https://www.qwant.com/.

Qwant ist auch gleichzeitig der Name der Firma von Investor Jean Manuel Rozan, Sicherheitsspezialist Éric Leandri und Suchmaschinen-Experte Patrick Constant, die diese im Jahr 2011 in der schönen französischen Hauptstadt Paris gründeten. Die Suchmaschine selbst ging nach zwei Jahren Forschung & Entwicklung im Juli 2013 online, Februar 2014 war das Angebot auch in deutscher Sprache erhältlich.

Qwant will folgende Aspekte sicherstellen mit dem Angebot:

* keine Personalisierung der Suchbegriffe, dadurch
* das Vermeiden von Filterblasen
* keine Auswertung durch das Nutzerverhalten
* es gibt nur einen, im Vergleich zur Konkurrenz, harmlosen Cookie
* Einhaltung der Datenschutzbestimmungen in der EU
* keine Einnahmen durch Werbeanzeigen
* Suchen, z.B. nach Bildern, lassen keine Rückschlüsse auf Qwant zu

Trotz dieser Kriterien wurden nun im Jahr 5 Millionen Euro umgesetzt, bei 3,5 Millionen Euro Investitionskapital und 25 Mitarbeitern. Wie ist das möglich? Man setzt auf Anteile am Ecommerce-Verkauf und Prioritäten auf das B2B-Geschäft.

Wie bei allen technischen Neuheiten gibt es aber bereits heute zwei große Fragezeichen:

1) 20% gehören seit 2014 der Axel Springer AG, die sich den Einfluss hat 6 Millionen Euro kosten lassen
2) richtig europäisch funktioniert Qwant nur in Frankreich und Deutschland: für alle anderen Länder bedient man sich des berüchtigten Verzeichnisses von Bing aus dem zwielichtigen Hause Microsoft.

Das ist ein bisschen viel „dafuq?“ für eine erst dreijährige Suchmaschine aus dem stolzen Frankreich, wie ich finde. Dennoch ist der Ansatz komplett richtig.

Fand übrigens auch die EU, bemühte ihren Investment-Arm und pumpte letztes Jahr von Luxemburg aus 25 Millionen harte Euros in das Projekt. Das wäre sicher nicht passiert, hätte Qwant kein Potenzial. Die EU sucht schon jahrelang nach einer Lösung die Vormachtstellung von Google dauerhaft und nachhaltig zu brechen und belegte den kalifornischen Technologie-Titanen Ende Juni mit einer Strafzahlung in Höhe von 2,4 Milliarden Euro. Es gibt hier also, wie soll man sagen, gewisse Spannungen. Ihr habt für die nächsten Jahre hoffentlich ordentlich Popcorn gebunkert!

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schattenfrieden

Aus aktuellem Anlass ein Hinweis zu einer Video-Serie bzw. Datenvisualisierung, was passiert, wenn nukleare Vernichtung durchgezogen wird:

Nur so, als Snack zwischendurch, für die Deppen die denken, dass nukleare Drohungen zwischen präsidialen Rassisten-Idioten aus den USA und durchgeknallten Faschisten aus Nordkorea jetzt plötzlich zu unserem Alltag gehören sollten und alles „halb so wild“ sei.

Für Data-Fetischisten und -Narren ebenfalls ein Leckerbissen, wie das von US-Animationsspezialist Neil Hallorean umgesetzt wird. Ein Must-See!

Sein Werk ist durchaus unterstützenswert, ein paar Euros spenden kann man hier: https://patreon.com/neilhalloran. Das da oben ist nämlich erst Teil 1.

Normalerweise poste ich Freitags immer Artwork, doch heute ist mir nicht danach. Ich musste schon aufwachen mit der Meldung, dass in Barcelona ein Terroranschlag passierte.

Are you really ready to head into the future like this!? Look. The. Fuck. Back!

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ruhe in frieden, multibit!

Multibit hat sich am 26. Juli für immer verabschiedet. Code sei nicht mehr wartbar, zu viele Bugs, zu unsicher. Schade!

Tatsächlich war Multibit mein erstes Computer-Bitcoin-Wallet. Das Wallet, mit dem man hier auf gizmeo.eu spenden kann über die Adresse 1zEAovGmzNPd5HqcyQd1hXsJPfu8UQfvr, wurde z.B. hierüber erstellt. Auf einer Linux-Kiste, versteht sich. 😉

Den Umzug auf ein anderes, neues Wallet, liefert Multibit in dem Blog-Post gleich mit: Umstieg von Multibit auf Electrum, via YouTube. Ist kein hassle, in wenigen Minuten durchgeführt. Vorausgesetzt, ihr könnt eure privaten Kontenschlüssel exportieren, versteht sich. 😉

Joa, so ist das halt im Coding-Bereich, Apps kommen und gehen. War eine freundliche App. Ruhe in Frieden, Multibit! Hoffentlich mit ein paar fetten einkassierten Bitcoin, versteht sich. 😉

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als soundcloud die zukunft war

Ich weiß heute noch grob, wie ich das erste Mal in meinem Leben mit SoundCloud in Berührung kam. Es war eine neue Art Sound von Künstlern, von denen ich noch nie etwas gehört hatte.

Die Musikmacher hießen irgendwie NEO-TOKYO, das Tag war FUTURA und als Teaser-Miniaturbildchen gab es eine kleine Balkonszene aus „Blade Runner“. Den Track findet man dort heute noch, hier die Datei:

Eigentlich trifft es das schon sehr genau, warum man sich bei SoundCloud anmelden _musste_:

* Sounds, die man nie gehört hatte
* Künstler, die man nicht kannte
* ein minimalistisches Interface zum Wohlfühlen
* gemeinsame Interessen
* gemeinsamer Mindstate

Ab hier konnte man loslegen und immer tiefer in eine Welt abtauchen, die es so früher nur in der Welt der Mixtapes und Vinyl-Digging-Wanderungen gab. SoundCloud war anders als andere Musikstreaming-Dienste. SoundCloud hatte Zukunft. Und SoundCloud passte perfekt in die Zeit.

Ohne dass ich es großartig mitbekam, denn so richtig aktiv war ich dort nie (eigene, zeitaufwendige Weblog- und Android-Projekte), muss bei SoundCloud allerdings seit 2013 etwas innerlich zerschellt sein. Ich wüsste sonst nicht, wieso solch ein geiles Projekt plötzlich scheitern soll und man jetzt 170 Millionen US-Dollar für eine Rettung will. Das klingt offensichtlich nach krassem Missmanagement.

Tatsächlich gibt es Stimmen die sagen, es liegt am CEO Alex Ljung. SoundCloud verbrannte 230 Millionen US-Dollar StartUp-Geld, dazu kommen 70 Millionen US-Dollar Schulden. Wohin gingen diese Unsummen genau? Wie konnte aus einem 2-Milliarden-US-Dollar-Kaufkandidaten (die Summe, die Twitter 2014 angeblich für den Dienst bieten wollte) ein Unternehmen werden, dass heute auf 150 Millionen US-Dollar geschätzt wird? Das sind noch 20 Millionen weniger, als SoundCloud heute braucht!?

Andere meinen, das Bezahlmodell kam zu spät: SoundCloud Go+ für 9,99$ geht als Idee zurück bis März 2016. Da war der Dienst bereits 8 Jahre alt. Eine unmöglich lange Zeit in der Websphäre. Das Problem wird aber wohl nicht sein, warum dieses Modell erst 2016 kam, sondern wo andere Modelle waren, Advertising und Marketing eingeschlossen. Neben finanzieller Unfähigkeit kommt als wohl noch Innovationslosigkeit hinzu. Und wenn nach außen eines SoundCloud nicht war, dann innovationslos (tatsächlich gewann man 2011 einen EU-Innovationspreis und 2012 vom Weltwirtschaftsforum die Bezeichnung „Technology Pioneers“…).

Und dann gibt es da noch die Geschichten mit den Labels. Das hat alles mit Verhandlungen nicht wirklich funktioniert. Wobei, das Thema ging ohne Kriege selbst am großen YouTube nicht vorbei.

Oder der Dreck mit Drake.

Am Ende war es wahrscheinlich, wie so oft, eine tödliche Melange aus vielem. Jedenfalls, sollte es ab heute SoundCloud nicht mehr geben, wäre das Web nicht nur musiktechnisch faktisch über Nacht um einen wundervollen Killerdienst ärmer. So oder so: Alex Ljung wird seinen Job los. Und SoundCloud kommt unter die Räder bzw. wird von Investoren geschluckt und wahrscheinlich zerpflückt werden.

[Update I, 19:20]

SoundCloud darf wohl vorerst fortbestehen: das vermeldet TechCrunch. Für welche Summe ist noch ein Geheimnis und Alex Ljung wird durch Vimeo-Ex-Chef Kerry Trainor ersetzt. Was nach einem Coup klingt ist ganz sicher keiner und ich gehe nicht davon aus, dass hier ein Stein auf dem anderen bleiben wird.

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bitcoin: teilen! jetzt!!

„Divide & conquer“. „Teile & herrsche“.

Ein beliebtes Konzept aus der Politik und ein soziologisches Phänomen, bei dem es um Machterhaltung geht, wenn einer herrschenden Macht etwas suspekt erscheint und absehbar ist, dass die eigene Macht eingedämmt wird oder gar bei Seite geschafft.

Man sieht das Phänomen auch bei Linux ganz gut: eine Idee, die so mächtig ist, so frei, so unbezähmbar, dass man in der Verteilung auf Unmengen an Distributionen (Dispersion, von lat. dispersio „Zerstreuung“, von dispergere „verteilen, ausbreiten, zerstreuen“) alleinig sich zu helfen sah, das Phänomen unter Kontrolle zu bringen. Man hält einfach Nutzer davon ab es überhaupt zu benutzen, weil keiner wissen soll, mit welcher anfangen.

Man sieht es bei Android, in der Fragmentierung. Man sah es bei der Spaltung des Atoms. Ja sogar der menschliche Geist ist diesem Konzept bereits zum Opfer gefallen, praktisch ausgeführt durch Nazis, Sowjets oder die CIA.

Und jetzt auch noch Bitcoin.

Seit dem 1. August gibt es eine „neue“ Kryptowährung, ein Fork, benannt Bitcoin Cash (BCC). Ich kann nur jedem dringlichst davon abraten diese Währung zu unterstützen.

Warum? Dafür gibt es Myriaden Gründe. Hier nur ein paar wichtige:

1) wo es Geld zu verdienen gibt, gibt es menschliche Gier. Als eine der zerstörerischsten und schlechtesten aller menschlichen Eigenschaften hat sie in der Geschichte der Menschheit noch nie zu einem zufriedenstellenden Ergebnis geführt. Das war hier bei dem Fork nicht anders, wo…
2) …sich die Schreihälse laut Internetquellen auf 1-2 Unterstützer eingrenzen lassen. Mächtige Unternehmen mit sehr viel Geld. Venture-Kapitalisten. Paranoide Milliardäre. Whatever, soll es anonym bleiben, es wird sich am Ende eh rumsprechen, wer dahinter steckte. Originales, reinstes „divide & conquer“ eben
3) der Fork stellt die gleichen Requirements und gleichen Funktionen zur Verfügung wie Bitcoin, egal was euch Marketing-Sprech auf irgendwelchen pseudooffiziellen DOTorg-Webseiten erzählt
4) was Bitcoin passiert ist, ist nicht neu, es ist bereits Ethereum passiert: von der zweitteuersten Kryptowährung gibt es seit dem Oktober 2016 ebenfalls einen Fork, „Ethereum Classic“. Ein Probelauf, wenn ihr mich fragt. Was hier veranstaltet wurde war aus den oben genannten Gründen genauso unsinnig und genauso disruptiv. Und dass es tatsächlich funktioniert hat mag erst recht schlafende Hunde geweckt haben
5) es verunsichert Nutzer, Anleger, Entwickler, die Industrie; einfach alle. „Was, wenn ein zweiter Fork kommt?“ „Was ist überhaupt ein Fork?“ „Verliere ich jetzt meine Bitcoin?“ „Bekommt man vom Wichsen ein Kind?“ „Ist Bitcoin von Gott überhaupt erlaubt?“ In Zeiten von Trump, Twitter und Titten aus Silikon braucht es selbstredend noch mehr dumme Themen, über die wir uns den Kopf zerbrechen müssen, noch mehr unzählige und detaillierte Antworten in Online-Foren, was uns wieder mehr Nerven kostet und mehr unserer wertvollen Zeit nimmt

Fakt ist: die Entwicklungen, die mit Bitcoin angestoßen wurden, sind schon eine Revolution an sich. Die Blockchain gäbe es ohne ein Open-Source-Konzept erst gar nicht, aber man darf nicht vergessen, dass auch das WWW mal eine Konkurrenz für das Internet war und es nicht zur Strecke gebracht hat. Die Systeme leben nebeneinander, sie leben gut und friedlich, und so wird es auch mit der Blockchain sein.

Und so wird es auch mit heute unbekannter Technologie in der Zukunft sein.

Und auch Forks haben mal was Positives, man sieht es am Browser-Projekt Firefox.

Wenn wir uns also alle wieder beruhigt haben (und vielleicht auch ein paar Texte dazu gelesen, denn die gibt es zu Bitcoin wie Sand am Meer, mal sehr subjektiv und emotional wie drüben bei Medium, mal kühl, nüchtern und wissenschaftlich wie auf Wikipedia), dann werden wir sehen, dass es:

a) sich lohnt in die Technologie seine Ressourcen zu investieren, die den Anfang gemacht hat und das sind Bitcoin und Ethereum und nicht „Bitcoin Cash“ und „Ethereum Classic“ und zwar…
b) …so lange es noch möglich ist, also bei Bitcoin ist der Spaß schon 2033 vorbei(!)
b) Ideen und Weiterentwicklungen auch implementiert werden und zwar langsam und mit Sachverstand, man sieht es jetzt an SegWit
c) man auf Marketing-Blabla nicht hören sollte, auch wenn uns Medien und Unternehmen bereits seit unserer Wiege anders erzogen haben
d) hütet euch vor „divide & conquer“! Was in Politik und mit Technologie funktioniert, funktioniert auch mit deiner Familie oder in deinem Freundeskreis, ein innerer Feind, den du sicher nicht brauchst und gegen den du nicht gewinnen kannst!

„Please disperse immediately! Please disperse immediately! Please disperse immediately!“ – „Sorry, but we can’t do that, this is our time now.“ – Nephlim Modulation Systems, Woe To Thee O Land Whose King Is A Child (2003)

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ki-system abgeschaltet: war kein englisch

Eine Mindfuck-Meldung in mehrfacher Hinsicht, die mich auch mehrfach überrascht hat: Facebook musste ein KI-System still legen, weil es eine eigene Sprache entwickelt hat.

1. ein KI-System von Facebook? Welcher Art? Wie man noch mehr US-Dollar aus den Interessen der Nutzer heraus presst!?
2. Wieso schaltet man es ab, wenn es sich selbst optimiert hat?
3. Skynet? Anyone!?

Dazu gab es dann eine hervorragende Analyse drüben Armstrong Economics, wo man es ein bisschen schafft das Ganze kulturhistorisch und linguistisch zu bewerten. Lesenswert!

Nun, der Grund, warum man es abschaltete, geizt nicht an Komik: es war kein Englisch! Folglich konnte keiner der Entwickler etwas damit anfangen.

Anstatt der KI zu überlassen wie sie kommuniziert und sich optimiert, zog man den Stecker. Keine Ahnung, aber hier gibt es einen Begriff: dilettantisch. Sollen sie doch froh sein, dass so etwas passiert, ich hätte das jetzt eher bei Google oder Amazon verortet. So richtig geheuer scheint mir diese Geschichte bis heute nicht.

An dieser Stelle kann ich nur wieder empfehlen: es wird alles nur halb so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Schließlich war/ist Sommerpause und diese Meldung gehört eindeutig zu diesen „Schießen wir es raus!“-Meldungen.

Aber auch sonst ist gerade mächtig was los: Bitcoin.de gibt Nutzerdaten an die Polizei ohne richterlichen Beschluss weiter. Ein Durchbruch wurde (dank CRISPR…) vermeldet, dass es bald keine Menschen mehr mit Erbkrankheiten gibt. Und dieser Hyperloop-Pod fluppt scheinbar auch. Dito, die Zeit wird immer knapper, je älter man wird: href.ninja, für die tägliche Dosis Wahnsinn.

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howto: eigenes privates ethereum-netzwerk

Hinter Bitcoin ist Ethereum die Kryptowährung mit dem höchsten Marktwert. Wenngleich wir heute noch auf _die_ Killer-App warten, das Meiste sind doch nur Coin-Börsen & Wallets, so ist Ethereum in der Hinsicht vielversprechend, als dass die Währung als „turing complete“ gilt, man kann also im Gegensatz zu Bitcoin dafür und damit „richtig programmieren“.

Mit der folgenden Anleitung bauen wir uns heute ein eigenes privates Ethereum-Netzwerk!

Ethereum Logo Portrait Black X-Small

WARNUNG: die Durchführung des Tutorials geschieht auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Garantie dass irgendwas funktioniert! Auch solltet ihr darauf achten, dass ihr eure eigenen Ethereum von diesen erstellten Ethereum getrennt aufbewahrt. Das Tutorial soll dazu dienen, a) für Ethereum zu programmieren und richtet sich an Entwickler, b) einen einfachen „smart contract“ aufzusetzen, sowie c) das wohl Wichtigste, zu verstehen, wie Ethereum funktioniert.

Los geht’s! 🙂

1. Vorbereitungen

Ihr braucht Zugang zu einem eigenen Server-Bereich und den geth („Go Ethereum Client“). In dieser Anleitung nehmen wir mal an, ihr betreibt einen Ubuntu-Server. Hier findet ihr die Anleitung für die geth-Installation unter Ubuntu: geth installieren. Ferner solltet ihr um minen zu können mindestens 2GB RAM bereitstellen.

Das private Netzwerk wird „gizmeodoteu“ genannt. Es ist aufrufbar unter der Fake-IP-Adresse 101.102.103.104.

Öffnet nun ein Konsolenfenster, loggt euch über SSH in Ubuntu ein und erstellt ein Arbeitsverzeichnis:

ssh root@101.102.103.104
mkdir gizmeodoteu
cd gizmeodoteu
mkdir data
mkdir source

2. Generierung des Genesis-Blocks

Der Genesis-Block ist der allererste Block jeder Blockchain und die Parameter sind in der Datei genesis.json definiert. Die Datei speichern wir ab unter /root/gizmeodoteu/genesis.json. Hier der Inhalt der Datei:

{
"config": {
"chainId": 15,
"homesteadBlock": 0,
"eip155Block": 0,
"eip158Block": 0
},

"alloc" : {
"0x0000000000000000000000000000000000000001": {"balance": "111111111"},
"0x0000000000000000000000000000000000000002": {"balance": "222222222"}
},

"coinbase" : "0x0000000000000000000000000000000000000000",
"difficulty" : "0x00001",
"extraData" : "",
"gasLimit" : "0x2fefd8",
"nonce" : "0x0000000000000209",
"mixhash" : "0x0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000",
"parentHash" : "0x0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000",
"timestamp" : "0x00"
}

Hierbei steht chainId=1 für das Ethereum-Hauptnetzwerk. Daher ist es wichtig eine eigene chainId für euer privates Netzwerk zu nehmen, damit euer privates Netzwerk die Blockchain nicht mit der offiziellen verwechselt.
Zum Testen und für ein allgemein besseres Verständnis, setzen wir die Schwierigkeit auf einen niedrigen Wert. Auch sollte ein einzigartiger Wert für nonce gewählt werden. Über das Feld alloc werden Accounts mit Ether (die Ethereum-Währung) vorgefüllt.

Geht nun in euer Verzeichnis, wo ihr die genesis.json abgelegt habt und initialisiert den bootnode. Das ist der Knoten, mit welchem sich euer Client mit dem privaten Netzwerk verbinden und auch mit anderen Knoten kommunizieren kann:

cd /root/gizmeodoteu/data
geth --datadir=/root/gizmeodoteu/data init /root/gizmeodoteu/genesis.json
bootnode --genkey=boot.key
bootnode --nodekey=boot.key

3. Neuen Account erstellen und Kontostand prüfen

Öffnet ein neues Konsolenfenster und wechselt über SSH auf euren virtuellen Server:

ssh root@101.102.103.104
geth attach /root/gizmeodoteu/data/geth.ipc
> eth.accounts

Natürlich gibt es noch keine Adressen von Konten. Den ersten Account eröffnen wir nun. Ersetzt „meinPW“ mit einem starken Passwort, bewahrt dieses an einem sehr sicheren Ort auf. Ethereum vergibt nicht: ohne dieses Passwort werdet ihr niemals mehr Zugang zu eurem Account haben:

> personal.newAccount("meinPW")
> web3.fromWei(eth.getBalance(eth.accounts[0]), "ether")

Speichert eure Adresse gut ab, diese beginnt mit dem Präfix 0x. Auch gibt es noch keine Ether in diesem Account, dazu kommen wir noch. Natürlich ist das geminte Ether hier nur nützlich in eurem privaten Netzwerk.

4. Im privaten Netzwerk minen

Das Minen hier hat doppelten Zweck: Ether erzeugen um die Transaktion durch gas, eine Ethereum-Untereinheit, zu betreiben. Zudem führt das Minen eure Transaktionen in die Blockchain.

Öffnet ein neues Konsolenfenster und verbindet euch zu eurem privaten Server:

ssh root@101.102.103.104
geth --datadir=/root/gizmeodoteu/data --mine --minerthreads=1 --etherbase=0x...

Der Parameter etherbase hier spezifiziert die Zieladresse, wohin eure durch das Mining generierten Ether gesendet werden sollen. Hier steht eure Wallet-Adresse aus Schritt 3. Wenn ihr nun den Kontostand erneut checkt (siehe Schritt 3), solltet ihr eine große Zahl angezeigt bekommen. Gratulation! Ihr seid nun Ether-Milliardär!

Klar, diese generierten Ether sind nur wertvoll innerhalb eures privaten Netzwerks. Trotzdem geil! Ihr wisst nun, wie ihr für Ethereum entwickeln könnt und _das_ ist wirklich unbezahlbar.

5. Einen einfachen Vertrag kompilieren

Die offizielle Dokumentation zu Ethereum erwähnt nicht, dass das Kompilieren über solC nicht mehr via RPC möglich ist. Alle Tutorials, die darauf aufbauen, enden in einer Art Fass ohne Boden. Es gibt wohl 2 Wege Verträge zu kompilieren, es ist für das eigene Verständnis wichtig, beide mal versucht zu haben.

Als Erstes installiert ihr den Kommandozeilen-Compiler solC:

sudo add-apt-repository ppa:ethereum/ethereum
sudo apt-get update
sudo apt-get install solc

Öffnet nun erneut ein Konsolenfenster, verbindet euch über SSH mit eurem Server und navigiert zum Verzeichnis, wo euer Quellcode abgelegt wird:

cd /root/gizmeodoteu/source

Speichert den folgenden „Begrüssungs“-Vertrag in /root/gizmeodoteu/greeter.sol:

contract mortal {

/* Variable "owner" vom Typ address definieren */
address owner;

/* diese Funktion wird bei Initialisierung ausgeführt und setzt den Besitzer des Vertrags */
function mortal() { owner = msg.sender; }

/* Funktion, um die Investionen des Vertrags wiederherzustellen */
function kill() { if (msg.sender == owner) selfdestruct(owner); }
}

contract greeter is mortal {
/* Variable "greeting" vom Typ string definieren */
string greeting;

/* das hier wird ausgeführt, wenn der Vertrag aufgerufen wird */
function greeter(string _greeting) public {
greeting = "Hallo, Welt!";
}

/* Hauptfunktion */
function greet() constant returns (string) {
return greeting;
}
}

Jetzt kompilieren wir den Vertrag mit solC:

solc --bin --abi -o /root/gizmeodoteu/source /root/gizmeodoteu/source/greeter.sol

Das Setzen von bin und abi sagen dem Compiler, dass „Ethereum Virtual Machine (EVM)“-Bytecode und eine Datei Application Binary Inferface (ABI) erstellt werden sollen. Mit -o legt man wie üblich ein Ausgabeverzeichnis fest, welches mit der zweiten Angabe des Verzeichnisses mit einer *.sol-Datei abgeschlossen wird.

Die Kompilierung hier erzeugt zwei Dateien:

– eine EVM-Datei, erkennbar an der Endung *.bin. Diese entspricht dem Vertrags-Bytecode, der vom webbasierten Compiler generiert wird; dieser ist einfacher zu verwenden und wird weiter unten vorgestellt.

– eine ABI-Datei, erkennbar an der Endung *.abi: stellt euch das application binary interface als eine Art Vorlage für den Vertrag vor. Das erleichtert die Kommunikation von euch und anderen mit dem Vertrag, sobald er sich in der Blockchain befindet.

Öffnet beide Dateien nun mit nano oder einem anderen Texteditor eurer Wahl. Indem ihr versteht, was darin steht, werdet ihr weniger Mühe damit haben eure Verträge zu veröffentlichen und mit ihnen zu interagieren.

Alternativ dazu könnt ihr auch den Online-Compiler benutzen. Durch einfaches Copy&Paste nimmt dieser euch die Arbeit ein bisschen ab. Jedoch sind beide Methoden gleichwertig.

Kopiert dazu einfach den Text aus greeter.sol von oben in den Online-Compiler. Wartet einen Moment und klickt dann auf den Link „Contract details…“. Der Inhalt des Felds Bytecode sollte mit dem aus der Datei greeter.bin übereinstimmen. Das Selbe gilt für das Feld Interface aus der Datei greeter.abi.

6. Einen „Begrüssungs“-Vertrag in eurem privaten Netzwerk veröffentlichen

Kopiert den Inhalt des Feldes Web3 deploy in den Online-Compiler. Fügt den Inhalt in einen Texteditor eures PCs und achtet auf die hervorgehobenen Bereiche:

var _greeting = 'gizmeoDOTeu rockt!';

var browser_ballot_sol_greeterContract = web3.eth.contract([{"constant":false,"inputs":[],"name":"kill","outputs":[],"payable":false,"type":"function"},{"constant":true,"inputs":[],"name":"greet","outputs":[{"name":"","type":"string"}],"payable":false,"type":"function"},{"inputs":[{"name":"_greeting","type":"string"}],"payable":false,"type":"constructor"}]);

var browser_ballot_sol_greeter = browser_ballot_sol_greeterContract.new(

_greeting,

{

from: web3.eth.accounts[0],

data: '0x6060604052341561000f57600080fd5b6040516103dd3803806103dd833981016040528080518201919050505b5b336000806101000a81548173ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff021916908373ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff1602179055505b6040805190810160405280600d81526020017f48656c6c6f2c20576f726c642100000000000000000000000000000000000000815250600190805190602001906100b99291906100c1565b505b50610166565b828054600181600116156101000203166002900490600052602060002090601f016020900481019282601f1061010257805160ff1916838001178555610130565b82800160010185558215610130579182015b8281111561012f578251825591602001919060010190610114565b5b50905061013d9190610141565b5090565b61016391905b8082111561015f576000816000905550600101610147565b5090565b90565b610268806101756000396000f30060606040526000357c0100000000000000000000000000000000000000000000000000000000900463ffffffff16806341c0e1b514610049578063cfae32171461005e575b600080fd5b341561005457600080fd5b61005c6100ed565b005b341561006957600080fd5b61007161017f565b6040518080602001828103825283818151815260200191508051906020019080838360005b838110156100b25780820151818401525b602081019050610096565b50505050905090810190601f1680156100df5780820380516001836020036101000a031916815260200191505b509250505060405180910390f35b6000809054906101000a900473ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff1673ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff163373ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff16141561017c576000809054906101000a900473ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff1673ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff16ff5b5b565b610187610228565b60018054600181600116156101000203166002900480601f01602080910402602001604051908101604052809291908181526020018280546001816001161561010002031660029004801561021d5780601f106101f25761010080835404028352916020019161021d565b820191906000526020600020905b81548152906001019060200180831161020057829003601f168201915b505050505090505b90565b6020604051908101604052806000815250905600a165627a7a7230582069d50e4318daa30d3f74bb817c3b0cb732c4ec6a493eb108266c548906c8b6d70029',

gas: '1000000'

}, function (e, contract){

console.log(e, contract);

if (typeof contract.address !== 'undefined') {

console.log('Contract mined! address: ' + contract.address + ' transactionHash: ' + contract.transactionHash);

}

})

Das oben abspeichern als myContract.js.

Bevor ihr fortfahrt prüfen, dass a) euer Kontostand nicht 0 ist und b) euer Account entsperrt ist. Ist der Kontostand zu niedrig oder der Account gesperrt, könnt ihr den Vertrag nicht veröffentlichen. Deshalb solltet ihr die obigen Schritte nochmals abarbeiten, um Ether zu minen und entsperrt dann euren Account wie folgt (ersetzt „meinPW“ mit eurem eigenen von oben):

Öffnet ein neues Konsolenfenster:

ssh root@101.102.103.104
geth attach /root/gizmeodoteu/data/geth.ipc
> web3.fromWei(eth.getBalance(eth.accounts[0]), "ether")
> personal.unlockAccount(eth.accounts[0], "meinPW")

Bitte nicht abschalten, denn es wird wichtig: auch hier gibt es kein Update der Dokumentation zu Ethereum, daher gibt es Verwirrungen, wie man Verträge kompiliert. Beachtet, dass die Funktion web3.eth.contract() ein Argument braucht. Das ist das selbe, wie die Datei greeter.abi, die wir mit dem solC erstellt haben. Das Feld data ist gleichbedeutend mit dem EVM-Bytecode der Datei greeter.bin. Der einzige Unterschied ist wieder das Präfix 0x.

Jetzt wird der Vertrag öffentlich gemacht:

loadScript(myContract.js)

Die Ausgabe sollte ungefähr so aussehen:

Contract mined! address: 0x4000737c8bd7bbe3dee190b6342ba1245f5452d1 transactionHash: 0x0a4c798467f9b40f2c4ec766657d0ec07c324659ea76fcc9c8ad28fc0a192319

Glückwunsch! Euer Vertrag „lebt“ und ist zu finden unter der Adresse 0x4000737c8bd7bbe3dee190b6342ba1245f5452d1 eurer privaten Blockchain.

Notiert euch diese, denn sowohl ihr oder auch andere werden diese brauchen, wenn ihr damit interagieren wollt.

Falls es nicht funktioniert hat: stellt sicher, dass ihr aktiv in einem anderen Fenster minet, damit die Transaktion in die Blockchain geführt werden kann.

7. Mit dem Vertrag interagieren

Auch hier gibt es noch keine Updates der offiziellen Ethereum-Doku. Die beschriebenen Funktionen werden schon nicht mehr benutzt. Startet erneut geth und versucht Folgendes:

> var abi = '[{"constant":false,"inputs":[],"name":"kill","outputs":[],"payable":false,"type":"function"},{"constant":true,"inputs":[],"name":"greet","outputs":[{"name":"","type":"string"}],"payable":false,"type":"function"},{"inputs":[{"name":"_greeting","type":"string"}],"payable":false,"type":"constructor"}]'
> var abi = JSON.parse(abi)
> var contract = web3.eth.contract(abi)
> var c = contract.at("0x4000737c8bd7bbe3dee190b6342ba1245f5452d1")
> c.greet()

Mit den ersten drei Eingaben legt ihr fest, wie der Vertrag laut ABI aussieht. Die Methode contract.at() braucht als Übergabeparameter die Adresse, wo euer Vertrag residiert. Ihr solltet nun die folgende Ausgabe sehen:

gizmeoDOTeu rockt!

Hinweis: geth bekommt Schnupfen, sobald eine eurer Eingaben illegale Zeichen beinhaltet, siehe:

“ (illegal) is not equal to " (legal)

und

‘ (illegal) is not equal to ' (legal)

9. Fazit

Wir haben nun mehr als nur kurz mal reingeschnuppert in Ethereum: wir haben ein eigenes (privates) Netzwerk aufgesetzt und sogar einen eigenen „smart contract“ kompiliert. Zudem haben wir Sackgassen der offiziellen Dokumentation vermieden. Wir haben ferner gesehen, wie man einen Vertrag veröffentlicht (deploy) und mit diesem interagiert.
Solltet ihr je Mist gebaut haben und müsst nochmals neu anfangen, startet „einfach“ euren Server neu und löscht eure Blockchain:

rm -R /root/gizmeodoteu/data/geth/chaindata

[via]

10. Ausblick

Die smart contracts sind, was Ethereum so stark macht. Durch diese Eigenschaft entfällt die Stelle des Vermittlers, Verträge werden dadurch fälschungssicher und günstig. Nicht nur Notare werden zukünftig dadurch überflüssig. smart contracts haben das Zeug dazu, ganze Institutionen, egal ob privat oder staatlich, zu ersetzen.

Ferner ist Ethereum „turing complete“: diese Eigenschaft besitzt das Bitcoin-Protokoll nicht. Dadurch kann man für Ethereum relativ leicht selbst Anwendungen entwickeln. Wer schonmal JavaScript programmiert hat, wird sich hier prima zurecht finden. Vielleicht hilft dieses Tutorial ja, mal mit einer anderen Anwendung an den Start zu gehen, als nur Wallets oder Coin-Börsen! 🙂

Falls euch das Tutorial gefallen hat, spendet mir doch ein paar Bitcoin! Die Adresse findet sich bei jedem Bitcoin-Button überall auf gizmeo.eu verstreut! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und happy hacking!

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vault 7: ssh-hacking

Es scheint, fast ist es ein bisschen ruhiger geworden um Vault 7. Doch was erst im März diesen Jahres von Wikileaks gestartet wurde und den größten Geheimdienst-Leak aller Zeiten darstellt, uns länger beschäftigen würde, war vorhersehbar. Ist auch gut so!

Die neuesten Enthüllungen drehen sich um die Tools BothanSpy und Gyrfalcon. Beides sind Werkzeuge um SSH-Sessions zu knacken und zwar sowohl auf Unix-/Linux-Systemen, woher man diese Art Sessions sehr gut kennt, aber auch von Windows-SSH.

Hintergrund: mit SSH ist es im Kern möglich Zugang zu jedem Rechner weltweit zu bekommen. Gerade auf Unix- und Linux-Systemen sind GUIs, also grafische Nutzeroberflächen, nur ein Schnickschnack um die User von der Konsole fernzuhalten. Hinter den schönen bunten Fensterchen laufen die selben Befehle ab, die man auch von den Terminals kennt. Linux lässt sich hervorragend von einem Laptop fernadministrieren. Ein Beispiel: ein Raspberry Pi liegt irgendwo im selben Netzwerk wie mein Laptop. Mit ssh pi@192.168.x.x kann ich auf diesen von meinem Laptop aus zugreifen, einrichten, Programme installieren/deinstallieren, etc. Viele nutzen ssh auch um ihren Webspace zu administrieren, etwa für eigene Webseiten und -projekte.

BothanSpy hier ist das Tool zum Hacken der XShell, also für Windows-Systeme. Wie es aussieht ist es aber eine Erweiterung von Shelltermn 3, die man erstmal dafür braucht. Die gestohlenen Daten können direkt an CIA-Server gesendet werden oder werden bis zur Internetverbindung in einer eigens dafür verschlüsselten Datei gespeichert.

Wie zu erwarten war ist Gyrfalcon das OpenSSH-Pendant. Unklar bleibt, ob außer Ubuntu, Debian, CentOS, Suse und Red Hat weitere Linux-Distributionen betroffen sind, da nur diese explizit im Manual beschrieben werden. Linux-Fragmentierung ist hier also gleichbedeutend mit Schutz. Gyrfalcon kann den kompletten Verkehr abgreifen, wenn gewollt. Außerdem wie bei BothanSpy auch Nutzernamen und Passwörter.

Mit diesen Informationen geht Wikileaks nun schon in die 15. Verlängerung. Nicht immer sind meine Beiträge hier auf dem neuesten Stand. Es lohnt sich eventuell der Blick ins Archiv von href.ninja. Dinge, die hier nicht behandelt wurden, tauchen wahrscheinlich dann dort auf. Mir fehlt für eine Art permanenter Chronik leider viel zu oft die Zeit (auch wenn man das von mir früher nicht gewohnt war). Dafür entschuldige ich mich, geht aber nicht mehr anders.

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chinas bitcoin-fabriken

Der Grund, warum wir heute mit unseren USB-Minern keine Bitcoin mehr abgreifen können:

Nachtschicht in einer Bitcoin-Fabrik in China
(Nachtschicht in einer Bitcoin-Fabrik in China, via qz.com)

QUARTZ hat eine schöne Photoserie gemacht zu Bitcoin-Fabriken in China: https://qz.com/1026605/photos-chinas-bitcoin-mines-and-miners/.

Gezeigt werden seltene Einblicke in die technische Ausrüstung dieser Fabriken und wie die Menschen dort arbeiten.

Alles Hightech, alles 21. Jahrhundert, und doch sieht so heute Drecksarbeit aus. Daran werden wir uns gewöhnen müssen und wohl schnell auch gewöhnen können. Geschürft wird heute nicht mehr unter Tage, statt geschwärzter Gesichter gibt es nun Zimmer voller Polystyrol, in welchem die einzelnen Miner geliefert wurden, bevor man diese zu einem oder mehreren Petahash-Netzen zusammen schloss. Was China mit dieser Macht anstellen wird; daran wird sich der Westen weniger gewöhnen können…

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die allererste dezentrale autonome organisation

Die Technologie-Revolution dieses Jahrhunderts trägt ein unscheinbares Logo und bringt einen Allerwelts-Bezeichner mit: Dash. Früher bekannt als „Darkcoin“ (was passender wäre, siehe weiter unten) oder „XCoin“.

Dash ist ein Kofferwort und bedeutet heute schlicht Digital cASH.

Die „Firma“ selbst ist gerade mal 3(!) Jahre jung, beschäftigt aktuell 30 Vollzeit-Mitarbeiter und verfügt dank einem programmierten(!) Loop derzeit über ein monatliches Budget von 615.000 US-Dollar. 2015 waren es noch 14.000 Dollar. Im Juni 2017 war die Organisation 1,4 Milliarden US-Dollar wert. Ende des Booms dank Brexit und Trump-Präsidentschaft nicht in Sicht.

Dash ist nicht nur eine Kryptowährung und die am meisten gelesene Seite auf BitcoinTalk (7,9 Millionen), sie stellt natürlich auch eigene Produkte her: einen Dienst zur Verschleierung von Transaktionen etwa oder einen Dienst elektronischer Überweisungen in (Fast-)Echtzeit. Und sicher noch viel mehr obskure weitere Dienste, wo noch Entwickler, Mitarbeiter, sprich Menschen entscheiden, was als Produkt veröffentlicht werden soll. Und wie diese heißen sollen.

Was kommt danach? KI-DAOs. Also dezentrale autonome Organisationen, die durch künstliche Intelligenz auf Menschen nicht mehr angewiesen sein werden.

Eine KI-DAO analysiert Märkte selbst, analysiert Produktpotenziale selbst, stattet sich selbst mit steigenden Budgets aus, entwickelt 100% eigene Produkte und entscheidet wie diese benamt werden, lernt aus Produkt-Tops und -Flops und braucht selbstredend innerhalb dieser Kette(n) keinerlei menschlichen Aufwand jedweder Form mehr. Menschen werden durch KI-DAOs nach und nach obsolet, eine KI-DAO kann selbst (theoretisch unendlich viele) KI-DAOs beschäftigen, die ausgestattet durch unfälschbare elektronische smart contracts beliebig oft eingestellt und entlassen werden können.

Und was kommt danach? Singularität. Die menschliche Geschichte wurde zu Ende erzählt. Irgendwann nach der ersten von Menschen oder (wahrscheinlicher) Maschinen programmierten KI-DAO.

Hoffentlich sind bis dahin alle Bitcoin gemint…

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gecko statt chromium als engine nutzen!?

Google nimmt uns mobilen Webbrowser-Entwicklern seit Android 4.4 schon viel ab, indem wir seitdem standardmäßig auf die Chromium-Engine zurückgreifen dürfen, was bis zu dieser Version nicht der Fall war: da waren wir noch auf WebKit angewiesen. Seitdem unterscheiden sich unsere selbst entwickelten Apps im Funktionsumfang so gut wie nicht mehr vom großen Chrome/Chromium.

Dadurch sind wir auch automatisch „näher an Open-Source“, aber um den infantilen, jedoch sehr amüsanten Krieg zwischen Google (Chromium/Blink) und Apple (Safari/WebKit) soll es hier ohnehin nicht gehen. Die Spacken der Zunft brauchen auch noch was zum Schreiben diesen Sommer.

Als Entwickler für eine offene Plattform, die Android ist und das vielleicht vielversprechendste Open-Source-Projekt aller Zeiten darstellt, schaue ich persönlich gerne nach rechts und links. Waren wir mit unseren Browser-Engines vor Android 4.4 immer als „Android-Browser“ ausgewiesen, etwa in Google Analytics, Piwik, etc., sind wir seit 4.4 nur noch als Chrome bzw. Chrome Mobile sichtbar. Inklusive Icon.

Cool, denke ich, hey, Mozilla entwickelt doch mit Gecko auch eine eigene Engine, lass mich den Scheiß doch auch mal ausprobieren! Dann kommt immer ein Firefox-Icon! ^^

Ich muss dazu sagen, ich habe rein gar nichts gegen Chrome, doch meine persönliche Geschichte und auch meine (egoistische?) Ethik wollen es so, dass ich Firefox und dessen Derivaten eben „positiver“, zumindest aber enthusiastischer, gegenüberstehe. Hey, ich komme aus einer Zeit, da war IExplorer DER Standard! Und DAS war beileibe keine schöne oder angenehme Web-Welt! Wettbewerb und auch die Technik heute (Chrome ist ein technisch exzellenter Browser) sind mir da viel lieber und so ein bisschen Flaming, bei oder neben der Arbeit, schadet auch nicht.

Zurück zum Thema: Wie baue ich jetzt Gecko in meinen Browser anstatt Chromium?

Kurze Antwort: gar nicht. Zumindest nicht die nächste Zeit.

Auf meiner Suche nach irgendwas dazu fand ich über stack overflow (wo sonst :-D) diesen Beitrag: https://stackoverflow.com/questions/6352654/use-firefox-as-render-engine-for-android-webview. Ganz unten, ca. 2 Jahre alt, steht eigentlich alles was man dazu wissen muss.

Das offizielle Mozilla-Tutorial exisitert sogar noch unter diesem Link: https://wiki.mozilla.org/Mobile/GeckoView. Sieht alles machbar aus, aber der Satz hier feuert eben genau in den Rücken eines jeden Gecko-Mobile-Developers:

„Note that GeckoView is NOT ready to be used in a production environment. It is currently possible to load webpages, but that’s about it.“

Hinzu kommt, rein aus Neugier könnte man die zwei Jahre alte Idee ja mal ausprobieren, kein Thema. Doch die zwei essentiellen ZIPs, die man braucht, sind unter dem Link gar nicht mehr erhältlich und wenn man den richtigen findet bleibt ein Moment auf dem Zeitstempel, um zu begreifen, dass die Entwicklung hier absolut eingestellt wurde. Seht selbst: https://ftp.mozilla.org/pub/mobile/releases/27.0b1/android-armv6/multi/geckoview_library/. Also ab dem 17. Oktober 2015 war’s das mit Gecko als Engine für eigene mobile Web-Browser auf Android.

Schade.

Ich weiß, dass es einen shitload an Arbeit verursacht einen Web-Browser zu bauen: Firefox besteht wohl aus 9 Millionen Zeilen Code. Google Chrome aus 6-7 Millionen. Zum Vergleich: die Unreal 3-Engine, mit der massenhaft Blockbuster-Videospiele entwickelt wurden, besteht gerade mal aus 2 Millionen Zeilen Code. Und braucht damit fast das Dreifache, was ein Space Shuttle zur Programmierung brauchte.

Doch ich bin mir nicht sicher, ob sich Mozilla mit dem Nicht-Pflegen einer mobilen Gecko-Engine nicht ins eigene Knie schießt.

Mobile wird die nächsten 10 Jahre das komplette Game übernehmen, ob es uns passt oder nicht. Ich bin auch eher der Computer-Enthusiast und eigentlich ein Handy-Muffel. Und es sträuben sich mir die Nackenhaare, was mobil heute als „Videospiel“ verkauft wird; doch so geht es wohl jedem Videogamer, der noch die allererste PlayStation Made in Japan(!) sein Eigen nennt und so das erste Mal mit wettbewerbsfähiger 3D-Grafik in Berührung kam. Und ich befürchte fast, wer hier nicht mitzieht, mitziehen will, bleibt einfach auf der Strecke. Das ist kalter, harter, herzloser Kapitalismus da draußen, der uns diese tolle, bunte, unterhaltsame und wundervoll seichte Welt kaufbar macht, nachfolgende Generationen werden mit einem Debian, der „ethischsten Linux-Distribution“, überhaupt nichts mehr anzufangen wissen. Wer die Verdummung, sorry, „Vereinfachung“ live miterleben möchte, der kaufe sich bitte einen macOS-Computer oder gleich ein iPhone.

Das wird nichts für mich sein, Leute! Tut mir echt unfassbar leid!

tl;dr: Mein eigener Android-Webbrowser ist am Wochenende in Version 0.2.6 erschienen und kann jetzt auch Favicons. Hier spricht YAABy selbst. Und ich mache mir seitdem Gedanken, ob das alles unter einem Google-Chrome-Logo weiterlaufen soll.

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1.000.000 gegen glyphosat

Krass:

Respekt: 1 Million gegen Glyphosat

Ich glaube ich habe mich noch nie so politisch engagiert wie in den letzten 2 Jahren. Daran ist campact! Schuld, die mich hin und wieder per Email informieren, gegen was man unterzeichnen kann. Und das geht einfach online, ist also praktisch und schnell, was meinem Lebensstil sehr entgegen kommt.

Nun, heute flatterte eine Meldung in mein elektronisches Postfach, die ich gerne weitergebe: in Europa haben 1.000.000 Menschen gegen den Einsatz von Glyphosat unterzeichnet! In 28 Ländern! In nur 4 Monaten!

Na dann viel Spaß, Brüssel! 😀

campact! hat es auch fertig gebracht, dass ich hier in der Vergangenheit in meinem Bundesland mal vor einer Wahl Anti-TTIP-Türhänger verteilt habe. Auf der Rückseite war aufgedruckt, wie die Parteien zu dem Thema stehen. War geil, viele „freundliche“ Gesichter. Und eigentlich ein Armutszeugnis, dass man diese Informationen der Bevölkerung so eindringlich einhämmern muss.

Egal, die EU-Schwester von campact! nennt sich übrigens WeMove.eu. Die sorgten quasi für die Motivation in den 27 anderen Ländern außer Deutschland.

Kann ich nur empfehlen und gebe ich gerne so weiter. War, IMHO, noch nie so einfach Politik zu gestalten. Zum Mitmachen ausdrücklichst empfohlen! Es geht schließlich um die Zukunft.

„Es ist wahr, ich hasse mich dafür, dass ich ein Mensch bin/
Doch es ist klar als Pflanze könnte ich euch nicht bekämpfen/“ – Meyah Don & Justus Jonas – Tha Beach

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beste schriftart?

Stichwort mobile devices: je mehr wir tagtäglich Zeit mit diesen Wunderdingern verbringen, umso mehr lesen wir. Dabei macht man sich nie Gedanken, ob die benutzte Schriftart auch wirklich dafür taugt. War zumindest bei mir so.

Auf meiner Suche nach der „besten Schriftart“ fand ich kaum zufriedenstellende Ergebnisse. Studien scheint es bislang wohl kaum zu geben, zumindest fand ich keine. So blieben​ mir am Ende nur rein subjektive Empfindungen von Usern, die diese gerne teilen, z.B. über reddit.

Um das mal festzuhalten und zu sammeln erstelle ich diesen Beitrag:

1. Schriftarten auf elektronischen Endgeräten unterliegen meist (C)opyrights. Also vergessen wir „Helvetica“, „Arial“ und Konsorten lieber wieder ganz schnell. Wichtiger ist die Frage ob…
2. Serif oder nicht Serif? Da hat Serif bereits gewonnen, egal bei welcher Schriftart
3. um Texte schneller lesen und mehr behalten zu können brauche man grüne Schrift auf…
4. gelblichen Hintergründen

Ferner noch eine Erkenntnis, wer auf das alles keinen Bock hat und die harte Linie gehen will: wer Texte in einer ungewöhnlichen Schriftart liest, die stark von den üblichen abweicht, sich also beim ersten Mal lesen mehr anstrengen muss, behält auch mehr. Das als Tipp für Custom ROMs, wo man systemweit die Schriftart ändern kann und nicht nur per Applikation.

Doch woher kommt eigentlich eine „übliche Schriftart“? Ganz klar: von Zeitungen. Bestimmte Schnörkel oder Größen hatten ganz pragmatische Gründe, siehe “Times New Roman“ und Kollegen. Das Zeug musste irgendwie auf die Seiten passen.

Das sich das alles so bis heute hält kann ich mir eigentlich nur mit Zufall erklären. Oder Zeitmangel. Vielleicht wäre es mal Zeit für ein Studentenprojekt: „die perfekte Smartphone-Schriftart“? Aber mich dann bitte in CC nehmen.

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