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Archiv für die Kategorie „Microsoft“

datenkolonialismus

Wichtiges Thema, sehr gute Blickwinkel, die Ali Rae in ihrer fünfteiligen Serie „All Hail The Algorithm“ hier genauer untersucht:

Die Rede ist vom Datenkolonialismus.

Eigentlich kaum Unterschiede zu den Zeiten des Spaniers Christoph Kolumbus und dem „Entdecken der Neuen Welt“. Nur, dass Kolumbus heute vornehmlich zwei Staaten darstellt, die USA und China, und die „Neue Welt“ eben die Virtualität (oder was man hierzulande häufig unter „Neuland“ versteht).

Zu Wort kommen zwei Autoren, die das Thema versuchen wissenschaftlich anzupacken und ein Buch darüber geschrieben haben, Ulises Mejias und Nick Couldry. Das ist alles weitestgehend nachvollziehbar und wenig neu gewesen.

Neu und wo uns bisher völlig der Einblick fehlte ohne diese Reihe, sind Staaten, die direkt von dieser neuen Art Kolonialismus betroffen sind und die beispielsweise vom afrikanischen Kontinent stammen.

Hier sind es Nanjala Nyabola, eine Autorin und politische Analystin, sowie Nanjira Sambuli, ihres Zeichens Aktivistin des World Wide Web Foundation-Forums, das 2009 vom Web-Erfinder persönlich, Tim Berners-Lee, ins Leben gerufen wurde, und sich für ein „offenes und freies Web für jeden Menschen“ einsetzt.

„We’re the bodies producing the data – but we’re not necessarily the ones benefitting from that.“ – Zitat Nanjira Sambuli

Europa hat erst letztes Jahr mit der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) ein Zeichen gegen diese Art des Datenmissbrauchs gesetzt. Es kann als erster Schritt der EU gesehen werden, sich gegen „Big Data“ und deren Sammelwut zu wehren. Solange jedoch nicht die darin enthaltenen Sanktionen auch ordentlich und in voller Höhe vollstreckt werden, könnte dieses neue Gesetz auf Dauer zu einem „Papiertiger“ zusammenfallen.

Staaten wie die afrikanischen besitzen solche starken, recht schnellen Gesetzgebungsorgane nicht, das wird auch in diesem Film sehr deutlich. Es bleibt abzuwarten, wie sich solche Regionen gegen diese mächtigen Konzerne wehren wollen, wenn dies überhaupt möglich sein sollte.

Was Ali Rae hier liefert ist grundsolide und mutig, absolute Anschau-Empfehlung!

Gleichzeitig finde ich persönlich es natürlich wieder sehr bedrückend, solche Begrifflichkeiten weit im 21. Jahrhundert lesen zu müssen. Insbesondere in Verbindung mit IT-Themen. Das geht in die selbe Richtung wie „quantum supremacy“. Gut, da können die Quanten nichts dafür, doch „supremacy“ ist eine ekelhafte Idiologie, über die wir uns längst hinweggesetzt haben sollten. Da es leider keinen deutschsprachigen Eintrag bei Wikipedia gibt, verlinke ich hier zum Abschluss den englischsprachigen: https://en.wikipedia.org/wiki/Supremacism.

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deutche mediennutzung

Meine Wenigkeit „lebt“ an einem „normalen“ Arbeitstag ca. 16 Stunden pro Tag.

Der durchschnittliche Deutsche konsumiert hingegen 10,5 Stunden Medien pro Tag.

Was läuft schief?

Läuft etwas bei mir schief?

Oder den anderen 81.999.999 Deutschen!?

Mhhhhmmmm…

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microsoft 2018 IV

Das Windows-10-Update-Debakel Anfang Oktober war gar kein reines Windows-10-Problem: auch „Windows Server 2019“ war davon betroffen. Klingt logisch, wurde jedoch kaum publik gemacht und erfuhr man nur zwischen den Zeilen.

Windows 10: Kiss your freedom goodbye
Windows 10: Kiss your freedom goodbye, CC0 via FutUndBeidl

Kommunikation, besonders die firmeninterne, ist keine Stärke keiner Mega-Corporation. Jeder Mitarbeiter kann schon nach wenigen Monaten ein Lied davon singen. Wieso sollten die Kunden solcher Klitschen dann nicht auch davon betroffen sein!? Gerechtigkeit!11 Eben.

Weitere Beispiele:

  • „betroffene Plattformen“ versteckte man in der offiziellen Meldung hinter einem Asterisk. Dazu zählen neben „Windows 10“ der LTS-Zweig genauso wie das oben erwähnte Windows Server 2019. Plus: „Server 1809“, für die Cloud-Opfer. Macht vier(!) betroffene Plattformen
  • John Cable verwendet am 9. Oktober einen wenig aussagekräftigen Blogpost-Titel „Updated version of Windows 10 October 2018 Update released to Windows Insiders“. Hier schildert er eben die aufgetretenen Probleme mit den gelöschten(!) Benutzerdateien. Schuld war angeblich das fest eincodierte Löschen einer nicht mehr vorhandenen symbolischen Verknüpfung durch User
  • das Problem war seit dem 9. Juni(!) 2018 bekannt, und zwar Nutzern der „Insider Preview“ da schon aufgefallen. War aber Micro$oft egal, es wurde keine Lösung angeboten
  • seit dem 9. Oktober kann man im Ticketsystem nun eine Schwere von 1 bis 5 angeben für einen Bug. Progress! Kommt nur viel zu spät
  • der selbe John Cable bestreitet das Feedback von Nutzern, dass das fehlerhafte Update auch gekommen sei, wenn man dieses nicht aktiv angestoßen habe. Hier steht Aussage gegen Aussage, ich wäre als Firma allerdings hier eher vorsichtig und auf der Seite der Nutzer. Eigene Nutzer als zu dumm oder gar als Lügner darzustellen bekam bisher keiner Firma gut, erst recht nicht in der IT
  • im hauseigenen „Server-Blog“ gab es keinerlei Stellungnahme zu dem betroffenen System „Windows Server 2019“. Nur Kommentare unter alten Beiträgen, auch von Nutzern, waren sichtbar, weil man sich wunderte, warum man als Abonnent kein Update bekommen hatte
  • Hardware-Hersteller erfuhren erst am 12. Oktober von der Nichtauslieferung eben dieser Software
  • es gibt aktuell keine Informationen zur Erhältlichkeit von „Windows Server 2019“ und „Windows 10 Version 1809“. Dass sich da im Januar 2019 etwas tun soll ist eine Fehlinterpretation und bezieht sich lediglich auf eine Marketingveranstaltung
  • es gibt keine einheitliche Quelle, auf die sich Kunden beziehen können in Notfällen. Microsoft betreibt ein „Insider Blog“. Ein „Server Blog“. Ein „Storage Blog“. Und führt neben den eigenen Supportforen noch blogs.microsoft.com, wo man aber nur supertolle Bereichte über KI-Clouds lesen darf. Das sieht wenig nach Kundenfreundlichkeit und sehr nach kalkulierter Verschleierung aus

Neben totaler Verwirrung und allgemeinen Sprachproblemen sind zwischenzeitlich auch weitere neue Bugs aufgetaucht:

  • mit Version 1809 gibt es keine Nachfrage mehr, ob Dateien durch den hauseigenen ZIP-Archiv-Entpacker überschrieben werden sollen. Funktioniert das erste Mal seit „Windows ME“ nicht mehr…
  • „Windows Defender“ lädt Signaturen aus der Zukunft, siehe hier

[via]

Ich zähle elf. Und als IT-QA-Spezialist habe ich eine dringende Empfehlung: macht diesen Laden bitte dicht!

Preisfragen:

In welcher Zeit leben wir, wenn Regierungen und Firmen in aller Welt sich Produkte solch eines Unternehmens ins eigene Haus holen, dafür teilweise monatlich ihr hartverdientes Geld rauswerfen und sich von so etwas abhängig machen?
Sollte Inkompetenz, in der heutigen Zeit, wirklich belohnt werden?
Ist das die IT-Welt, auf der eine digitale Zukunft gebaut sein sollte?
Are you ready to head into the future like this?
Ist euch die Zukunft (und die Freiheit) so wenig wert???

Micro$oft – hunting in trash cans for your source code since the 1980s

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microsoft 2018 III

Windows 10: Kiss your freedom goodbye
Windows 10: Kiss your freedom goodbye, CC0 via FutUndBeidl

Wer immer noch denkt, „die besten Programmierer der Welt arbeiten für eine Firma aus Redmond“, der wurde erst vor wenigen Tagen, am 2. Oktober, erneut eines Besseren belehrt: das Update 1809 für Windows 10 löscht Dateien der Benutzer und/oder verschiebt diese an andere Orte. Als Kundenbeschwerden über die Microsoft-Hotline dazu reinkamen, wurde das Update von der Seite kurzerhand gelöscht.

Serious, professional IT right here!

Man muss sich ein bisschen zusammensuchen, was wo gelöscht wird. Laut dem US-Internet-Diskussionsforum reddit fehlen einfach ein paar Programme nach dem Update. Oder es fehlen Dateien aus dem Nutzerverzeichnis C:\Users. Ein Reddit-Nutzer berichtet gar, bei ihm seien 60GB Sounddateien gelöscht worden. [via] Das waren alle, die er hatte. Bazinga!

Microsoft empfiehlt auf seiner Internetseite folgenden Befehl über die Windows-Konsole nach dem 2. Oktober umgehend auszuführen und zwar für alle Windows-10-Nutzer:

format c:

Alle etwaigen aufkommenden Dialoge mit „Y“ bestätigen.

Nur so könne weiterer Schaden für Windows-10-Nutzer auf Dauer verhindert werden. Tipp: Soll auch mit Windows 95/98/NT/XP/Vista/7/8.1 funktionieren.

Wer diesen lästigen Vorgang hinter sich gebracht hat, der kann sich gerne ein Betriebssystem installieren, das auch wirklich funktioniert. Eine Übersichtsseite der populärsten mit Download-Links findet man hier: https://distrowatch.com/dwres.php?resource=popularity. Wer sich einen PC anschafft, aber partout nicht wissen will, was das genau ist, der verkaufe/verschenke diesen bitte wieder. BNW.

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microsoft 2018 II

Die Redmonder betreiben sogenannte „Cloud-Center“ im schönen Irland. Das sind einfach langweilige Server, wo das Bananen-Cloud-Software-Ungetüm Microsoft Azure darauf läuft. Die hatten letzten Monat einen Ausfall, der über 11 Stunden andauerte.

Schuld hatte das pervers heiße irische Wetter: es hatte 19°.

Fuerteventura CC0 Flickr
(Oben: Fuerteventura – red stone in the desert at hot sun, CC0 via Flickr von kasuog)

Microsoft – We are the „M“ in software!

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microsoft 2018

Auch wenn die schlimmste Softwareklitsche der Welt seit 2014 von einem Inder regiert wird: Microsoft wird sich niemals ändern. Mit über 114.000 Mitarbeitern weltweit (Stand: 2016) ist das schlicht nicht mehr möglich.

Es waren menschenfeindliche Horror-Gestalten wie Steve Ballmer und Billy Gates, die das Unternehmen in den 80er und 90er Jahren des vorherigen Jahrhunderts prägten, die gefährliche Richtung wiesen und Fakten schufen. Man musste auch über Jahrzehnte daran gar nichts ändern, konnte faul werden und sich reich fressen. Dann kam das Web. Und Microsoft hatte sich verschätzt. Und selbst diese doch eher offensichtliche Richtung, in die sich die PC- und Digital-Welt seit Mitte der 90er-Jahre entwickeln würde, wurde bis heute mental nicht verstanden.

Deshalb kaufen sie auch fleißig Icons: ein babyblaues S-Icon 2011 für 8,5 Milliarden US-Dollar. Ein blauweißes in-Icon haben sie sich im Sommer 2016 26,2 Milliarden US-Dollar kosten lassen. Ein schwarzweißes Octokatzen-Icon kam 2018 für 6,4 Milliarden Euro dazu. Microsoft hat sich eben nicht geändert. Sie denken im 21. Jahrhundert immer noch, Liebe und Loyalität sei käuflich, und Icons „irgendwie relevant“. Das ist eine dieser prägenden Firmenphilosophien. Und eine, die außerhalb der USA niemals funktionieren kann, niemals funktionieren darf.

Erst im Januar verkündete die Firma stolz, sie habe nun einen Deal abgeschlossen mit dem US ICE (US Immigration and Customs Enforcement). In den USA ist natürlich auch Politik käuflich, man schwärmte großzüngig vom „Azure Government“, einem verschrobenen Softwarekonzept von „Diensten der US-Bundesbehören in Microsoft-Clouds“. Am 18. Juni nahmen sie das Posting offline. Die Separierung von Eltern und Kindern an den US-Grenzen durch die rechtspopulistische Trump-Administration wurde durch die Behörde ICE durchgeführt. Die sozial-mediale Entrüstung der 99% entlud sich in massenhaft Shitstorm-Beiträgen. Zu viel der Masse, selbst für die Redmonder.

In den USA überdachte mittlerweile ein geschminkter, gelbgesichtiger rassistischer Toupet-Träger seine Entscheidung zum Auseinanderreißen von Familien: Kinder dürfen ab jetzt mit ins Gefängnis. Zu ihren Eltern. Call it progress.

What a fucked up world we live in ♪.

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github, geh bitte sterben II

Alternativtitel: Die alte Gier Microsofts

Just. Say. NO. To. Microsoft!

Was M$ mit dem GitHub-Milliarden-Deal versucht ist schon wieder so typisch Micro$hit:

so ziemlich jede Kryptowährung da draußen hostet irgendwie bei GitHub. Dieses Wissen ist allgemein zugänglich, in der Liste auf CoinMarketCap zum Beispiel gibt es auf jeder eigenen Kryptowährungs-Website einen Button „Source Code“. Wer da drauf klickt, findet den Code wo gehostet? Na!? Eben! Auf GitHub!

Hier nur mal die derzeitige(!) Top10-Liste mit URLs zum Quellcode:

1. Bitcoin: https://github.com/bitcoin/
2. Ethereum: https://github.com/ethereum
3. Ripple: https://github.com/ripple
4. Bitcoin Cash (boooo!): https://github.com/bitcoincashorg/
5. EOS: https://github.com/eosio
6. Litecoin: https://github.com/litecoin-project/litecoin
7. Cardano: https://github.com/input-output-hk/cardano-sl/
8. Stellar: https://github.com/stellar
9. IOTA: https://github.com/iotaledger
10. TRON: https://github.com/tronprotocol

Verstehsch!?

Das ist einfach wie MultipleSklerose aus Redmond, Brainwashington, „funktioniert“, so haben die schon immer funktioniert! Das ist nichts Neues. Und die Arschmaden, die GitHub gebaut haben, die wussten das genauso.

Wenn’s wirklich um C.R.E.A.M. geht verstehen die USA einfach keinen Spaß, die führen Kriege wegen dem Scheiß.

Was wir hier Zeuge werden ist nichts anderes als Krieg, ist eben eine weitere künstlich hinzugefügte Ebene (danke, Internet!). Die ejakulieren auf diesen Scheiß, die gehen über Leichen dafür. Das ist ein offenes Spiel, was die spielen, das konnten die irgendwann nicht mehr verbergen, dafür steht dieses Land. Und M$ ist eine PROTOTYP-FIRMA für dieses Land.

Das wird sich nie ändern, egal, wie viel Pappe die fressen (oder ihr fresst). Das weiß man auch und das schluckt jeder für sich, wenn er mit diesen Bastarden von M$ sympathisiert. Oder welcher „IT-Firma“ auch immer von da. Oder dem ganzen anderen kranken Müll, der von dort kommt und den gesamten Planeten überschwemmt.

Unternehmen werden nicht übernommen, damit diese weiterexistieren können. Unternehmen werden übernommen, weil sie gefährlich geworden sind. Es gibt sogar einen eigenen Wikipedia-Eintrag nur für diese schöne Firma Micro$hit und deren Verhalten: Embrace, extend, and extinguish. Hat auch Facebook gemacht, als man Snapchat nicht übernehmen konnte.

Auf der Straße nennt man das, ohne IT-Bezug, consume, adapt, execute. EXECUTE. Der wirklich wertvolle Zyklus der einen weiter bringt lautet eigentlich so: consume, adapt, create. CREATE. Wirkliche Individuen wissen wovon wir hier sprechen. Die Masse nicht.

Wer IT-Spezialist ist, hasst Micro$oft. Wie ich bereits erwähnt habe früher hat dieses Unternehmen in einer fairen, gerechten Welt, nichts verloren. Natürlich läuft das alles nicht mehr seit 17 Jahren. Doch wir 80er-Kinder sind tatsächlich in einer Welt aufgewachsen, in der genau das noch möglich erschien. Und jede noch so stümperhaft zusammengesetzte Statistik wird beweisen, dass sich in einer friedlichen Welt mehr Geld verdienen lässt. Durch den Raubtier-Kapitalismus, der sich seit Jahrzehnten selbst frisst, fickt sich die Wirtschaft in ihr eigenes Knie. Und die Gesellschaften des Planeten Erde gleich mit.

Irgendwann wird auch uns Indies nichts mehr einfallen. Und es wird wieder Kriege geben. Die, wenn man nur genau hinhört, schon längst laufen. Noch denken wir allerdings, und da weiß ich gar nicht ob wir nicht komplett falsch liegen, alles ließe sich „irgendwie regeln“.

„Are you ready to head into the future like this? Look back!“ – Orko Eloheim

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windows phone is no more

Eine der besten Tech-Meldungen des Jahres 2018 geht so:

Über den Microsoft-Store gibt es ab jetzt keine Windows Phones mehr zu kaufen.

Zwar wurde der Tod des unbrauchbarsten Telefons der Welt bereits letztes Jahr von Micro$hit selbst angekündigt, siehe hier, doch der Abverkauf der letzten Reserven dauerte bis jetzt.

Aus folgendem Grund:

y u windows phone!?

Die Bevölkerung da draußen ist eben nicht mehr ganz so technik-unerfahren wie zu Glanzzeiten der Windows-Mafia aus Redmond.
Damals.
In den 80ern.
Im vorherigen Jahrtausend.
Falls sich noch jemand daran erinnert.
Vor dem Krieg.

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vault 7: ssh-hacking

Es scheint, fast ist es ein bisschen ruhiger geworden um Vault 7. Doch was erst im März diesen Jahres von Wikileaks gestartet wurde und den größten Geheimdienst-Leak aller Zeiten darstellt, uns länger beschäftigen würde, war vorhersehbar. Ist auch gut so!

Die neuesten Enthüllungen drehen sich um die Tools BothanSpy und Gyrfalcon. Beides sind Werkzeuge um SSH-Sessions zu knacken und zwar sowohl auf Unix-/Linux-Systemen, woher man diese Art Sessions sehr gut kennt, aber auch von Windows-SSH.

Hintergrund: mit SSH ist es im Kern möglich Zugang zu jedem Rechner weltweit zu bekommen. Gerade auf Unix- und Linux-Systemen sind GUIs, also grafische Nutzeroberflächen, nur ein Schnickschnack um die User von der Konsole fernzuhalten. Hinter den schönen bunten Fensterchen laufen die selben Befehle ab, die man auch von den Terminals kennt. Linux lässt sich hervorragend von einem Laptop fernadministrieren. Ein Beispiel: ein Raspberry Pi liegt irgendwo im selben Netzwerk wie mein Laptop. Mit ssh pi@192.168.x.x kann ich auf diesen von meinem Laptop aus zugreifen, einrichten, Programme installieren/deinstallieren, etc. Viele nutzen ssh auch um ihren Webspace zu administrieren, etwa für eigene Webseiten und -projekte.

BothanSpy hier ist das Tool zum Hacken der XShell, also für Windows-Systeme. Wie es aussieht ist es aber eine Erweiterung von Shelltermn 3, die man erstmal dafür braucht. Die gestohlenen Daten können direkt an CIA-Server gesendet werden oder werden bis zur Internetverbindung in einer eigens dafür verschlüsselten Datei gespeichert.

Wie zu erwarten war ist Gyrfalcon das OpenSSH-Pendant. Unklar bleibt, ob außer Ubuntu, Debian, CentOS, Suse und Red Hat weitere Linux-Distributionen betroffen sind, da nur diese explizit im Manual beschrieben werden. Linux-Fragmentierung ist hier also gleichbedeutend mit Schutz. Gyrfalcon kann den kompletten Verkehr abgreifen, wenn gewollt. Außerdem wie bei BothanSpy auch Nutzernamen und Passwörter.

Mit diesen Informationen geht Wikileaks nun schon in die 15. Verlängerung. Nicht immer sind meine Beiträge hier auf dem neuesten Stand. Es lohnt sich eventuell der Blick ins Archiv von href.ninja. Dinge, die hier nicht behandelt wurden, tauchen wahrscheinlich dann dort auf. Mir fehlt für eine Art permanenter Chronik leider viel zu oft die Zeit (auch wenn man das von mir früher nicht gewohnt war). Dafür entschuldige ich mich, geht aber nicht mehr anders.

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externes antivirus wohl unsinn

„Wer Windows nutzt, der sollte zukünftig komplett auf externe Antiviren-Programme verzichten.“ Mit dieser These trat Ende Januar ein Ex-Mozilla-Entwickler an die Öffentlichkeit. Inzwischen schließt sich auch Google an: diese Art Programme zerschießen wohl zusätzlich den HTTPS-Schutz von sämtlichen Browsern.

„Don’t buy antivirus software, and uninstall it if you already have it (except, on Windows, for Microsoft’s),“ O’Callahan writes.

Was als Lösung angeboten wird? Fand man früher unangenehm: den eingebauten „Windows Defender“ von Microsoft nutzen.

Unlogisch klingt diese Lösung nicht: Windows ist kein offenes Betriebssystem. Was darin passiert und warum, können Antivirus-Programmherstellter nicht wissen. Microsoft natürlich oft auch nicht, aber es kann durch niemanden kontrolliert und bloßgestellt werden.

Ob sich das die Antiviren-Herstellern gefallen lassen ist mehr als fraglich: 2015 war der Markt für „Cyber Security“, zu dem solche Tools gehören, 106,32 Milliarden US-Dollar wert [via].

Alternative #2, und wohl besser, weil weitreichender: Linux/BSD für Desktop-PCs und Android für mobile Geräte nutzen, ganz egal, was die Stadtverwaltung München dazu meint.

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detekt

Für Windows-Nutzer hat Amnesty International neuerdings eine Software namens DETEKT parat, die den Windows-PC nach Überwachungs-Software scannt.

Das knapp 30MB kleine Tool ist direkt über Github beziehbar:

https://github.com/botherder/detekt/releases/latest.

Eine reine EXE-Datei, die ohne Internetzugang mit Administrator-Rechten ausgeführt werden muss. Ein kompletter Scan kann maximal 30-60 Minuten dauern.

Probiert es aus! Die Website dazu: https://resistsurveillance.org/.

Hacker sind schnell, v.a. wenn sie von Regierungen Geld dafür bekommen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es wird daher von mir empfohlen das hier so schnell wie möglich mal durchlaufen zu lassen. Die Methodik könnte nächste Woche schon wieder gecrackt sein…

So läuft das immer, aber die von Amnesty sind ja auch meist kompetent in dem, was sie tun und dementsprechend werden die das Werkzeug auch regelmäßig updaten. 🙂

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close windows, open doors

„Microsoft gab 1,8 Milliarden US-Dollar aus, um die Öffentlichkeit von Windows 8 zu „überzeugen“. Warum? Um zu verschleiern was es wirklich ist: Ein Produkt voller Fehler, das Ihre Freiheiten einschränkt, Ihre Privatsphäre infiltriert und die Kontrolle über Ihre Daten übernimmt.“

Hier sind eine Reihe von „Features“, über die euch Microsoft nichts erzählt:

Close Windows, Open Doors
Diverse Sprachen und Details, einfach auf die Grafik klicken

Do it. Do it n o w!

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microsoft vs. no-ip

Bei den Simpsons gab es mal eine Folge mit Bill Gate$. Homer Simpson wollte eine Internetfirma gründen und durchstarten, als dieser plötzlich in der Tür stand und seinen Laden, bestehend aus nur einem Schreibtisch, dichtmachen ließ. Das war damals so ziemlich genau die perfekte Zusammenfassung, wie Microsoft in den 90ern agiert hat, wenn es um Konkurrenten ging. Auch Matt Groening war sich dessen bewusst und so wurde das eben in einer Folge zum Hauptthema.

Spulen wir vor ins Jahr 2014, Microsoft fährt mit Hilfe amerikanischer Gerichte diese Taktik immer noch sehr sehr erfolgreich:

„Microsoft hat wegen einiger krimineller Nutzer den Dyndns-Anbieter No-IP.com praktisch lahmgelegt. Millionen legal betriebene Server, die die Dienste nutzten, fielen aus, erklärte No-IP. Über den Anbieter können Serverbetreiber Dynamic Domain Name Services (DDNS) erhalten.“ [via]

No-IP gehört zu den wenigen wirklich guten Anbietern von kostenlosen VPNs. Ein Nutzer kann hier eine feste IP beantragen, die benötigt wird, wenn man von unterwegs aus über VPN auf sein Heimnetzwerk zugreifen will. Das ist unverzichtbar bei freien WLANs. Der Dienst ist kostenlos in seiner Standardausführung, das einzige Manko ist, dass man alle 30 Tage seinen Account bestätigen muss.

Es ist mehr als bedenklich und absolut asozial, dass ein bescheuertes Bezirksgericht aus Nevada Microsoft die volle Kontrolle über nicht nur den Dienst und das Unternehmen geben konnte, sondern auch, dass 23(!) freie No-IP-Domains faktisch in deren Besitz übergegangen sind. In einer fairen Technik-Welt, in einer freien Marktwirtschaft, darf es so etwas NICHT geben!

Auch das Argument mit der No-IP-Malware-Schleuder ist absolut scheinheilig. Egal was Microsoft macht, sie setzen sich a) nicht aus moralischen, sondern aus monetären Gründen dagegen ein und b) ist Windows die größte Viren- und Malware-Schleuder der Welt; im Umkehrschluss gehört daher Microsoft dichtgemacht und die Kontrolle an die EFF übertragen!!

Redmond, ich sag’s euch. USA, wo funktioniert so etwas sonst!? Was. Für. Pfosten. HASS.

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wie man microsoft-mitarbeiter wird

Ihr wollt wissen, wie Microsoft seine Sicherheitsexperten rekrutiert? Here we go:

„A 5-year-old San Diego boy managed to hack one of the most popular gaming systems in the world, Xbox and has now been acknowledged as a security researcher by Microsoft.“

[via]

Dieser „Hack“, wie es so gerne genannt wird, ging so: Der kleine Kristoffer nutzt den XBOX-Account seines Vaters, tippt dauernd auf die Leertaste und umgeht so die Sperre. Hurra, willkommen bei Microsoft!1

m(

Dann war ich auch der übelste Über-Hacker, als ich damals die C64-Kassetten meines Vaters im portablen Kassettenrekorder abspielen ließ und so die Stimme Satans vernahm. Solltet ihr auch mal machen, sind höllische Sounds.

Dass der jetzt als Microsoft-„Sicherheitsexperte“ gilt war übrigens kein Witz: Er wird auf einer Website mit anderen „Experten“ gelistet, quasi als Belohnung. Außerdem gab es ein paar „coole Spiele“ und ein 1-Jahres-Abo von Xbox Live(!).

Das spricht wieder Bände über die Qualitätssicherung von Microsoft-Produkten. Sie hätten eben von Hardware die Finger lassen sollen, dann wäre es wohl Windows am Ende auch besser ergangen. Das sind echt wieder Storys, heilige. Scheiße.

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microsoft fbi

Die Syrian Electronic Army ist schon ein komischer Haufen. Das erinnert alles an die Hochzeiten der LulzSec-Gruppierung. Muss man nicht gut finden, ist aber hervorragendes Entertainment.

Die SEA ist auch immer mal wieder Accounts von dem Software-Riesen aus Redmond am Hacken, bspw. auf Twitter oder deren „Office-Blog“.

Bei einem jüngeren Einbruch gab Microsoft mal dieses Statement heraus:

„It appears that documents associated with law enforcement inquiries were stolen,…“

Und tatsächlich sind diese Dokumente eben nun öffentlich und auch recht aktuell: Wie viel sich Microsoft die Datenanfragen des FBI kosten lässt, wie thehackernews.com.

Also zuerst muss man natürlich sagen: Dass Softwareunternehmen aus den USA mit US-Bundesbehörden zusammenarbeiten ist eigentlich nichts Ungewöhnliches. Auch die 50$-200$, die M$ vom FBI pro Anfrage bekommt, das ist nicht spottbillig, hält sich aber im Rahmen.

Pikant ist hingegen, was da monatlich zusammenkommt. So gibt es eine Rechnung alleine für November 2013: 281.000$(!), in etwa 203.000€.

Ebenfalls muss es recht einfach sein für das FBI an gewünschte Daten zu kommen: Es reiche wohl „den Richtigen per Email anzuschreiben“. This makes baby jesus cry!1

Weder Microsoft noch das FBI wollten diese Dokumente und Unsummen bestätigen. Daily Dot, die das durchstöbern durften, beharrt aber darauf, dass es sich um keine Fakes handelt. In den anderen Berichten zu dem Thema konnte ich ebenfalls nichts Gegenteiliges lesen, also gehen wir mal davon aus, dass das alles stimmt.

Ach, ist doch alles scheiße dort: Tut euch Microsoft einfach nicht an. Ihr werdet ein angenehmeres Tech-Leben verleben können. Alternativen hatte ich ja erst gestern massenhaft aufgezeigt.

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