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Archiv für die Kategorie „Intern“

disable gutenberg

Das hier ist Johannes Gutenberg, 14./15. Jahrhundert, er gilt als „Erfinder des Buchdrucks“:

Johannes Gutenberg

Das hier ist das offizielle Logo von WordPress, 21. Jahrhundert, es gilt als „eines der besten und freiesten Content-Management-Systeme unserer gesamten Welt“:

WordPress Logo 128px

Beide haben rein gar nichts miteinander zu tun.
Und so hätte es für immer bleiben sollen.
Und in meiner Onlineautoren-Welt wäre nach wie vor alles gut.

Gutenberg. So nennt sich seit Dezember 2018 auch der Standard-Editor zum Schreiben der Texte von WordPress-Blogs, wie gizm{e}o.eu hier eines ist. Bis zum heutigen Tag brachte dieser „modernere Editor“ mir nur Ärger nach jedem WordPress-Update: ich brauche das gar nicht, was soll das, wieso kann ich das nicht abstellen!?

Gut, was soll’s, ich bin Coder, richtig? Also kann man von mir auch verlangen, dass ich gratis und nach jedem Update der WordPress-Software (und davon gibt es pro Jahr extrem viele, weil WordPress basiert auf einer Skriptsprache, PHP…) händisch eine Zeile in meine functions.php hinzufüge, die da lautet add_filter('use_block_editor_for_post', '__return_false');, richtig? Richtig!? Nope. Habe ich aber für meine eigenen Online-Medien tatsächlich bis zum heutigen Tag gemacht. Insgesamt 8 Stück. -.-

Heute, nach über 7,5 Monaten, entschied ich mich final und auf eigenes Risiko, das Problem auf „die alte WordPress-Art“ zu lösen:

1. Klicke links im Menü auf den Reiter „Plugins“
2. Klicke auf „Installieren“
3. Suche nach Schlüsselwörtern „Disable gutenberg“
4. Installiere neues Plugin „Disable Gutenberg“
5. Aktiviere neues Plugin „Disable Gutenberg“
6. Vergiss‘ diesen Scheißdreck für immer

Fick. Dich. Gutenberg.

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linux: konsole direkt in datei

Entweder habe ich das bisher zu selten gebraucht. Oder ich habe so etwas einfach zu wenig verwendet. Nachfolgend die Matrix mit den 10 häufigsten Fällen, um sich Ausgaben von Linux-Konsolenbefehlen in eine Datei speichern zu lassen:

  • befehl > ausgabe.txt

    Standard. Einfach die Ausgabe des Befehls in eine Textdatei umleiten. Es wird keine Ausgabe im Terminal selbst geben. Existiert die Datei, wird diese überschrieben.

  • befehl >> ausgabe.txt

    Siehe oben, nur dass das erneute Ausführen die Ausgabe der Ursprungsdatei anhängt.

  • befehl 2> ausgabe.txt

    So weit ich das verstehe, werden nur Fehler in die Textdatei geschrieben, ansonsten verhalten wie ganz oben.

  • befehl 2>> ausgabe.txt

    Dito, statt überschreiben der Datei werden die Fehlerergebnisse hier jedoch angehängt.

  • befehl &> ausgabe.txt

    Hier werden Standardausgabe des Befehls plus Standardfehler in die Textdatei geschrieben. Existiert die Datei, wird diese überschrieben.

  • befehl &>> ausgabe.txt

    Ihr ahnt es: statt überschreiben werden beide Ausgaben angehängt.

  • befehl | tee ausgabe.txt

    Wenn ihr beides wollt: Ausgabe in eine Textdatei und eben noch den Output in der Konsole sehen (z.B. zur Kontrolle).

  • befehl | tee -a ausgabe.txt

    Hier brauchen wir explizit einen Schalter, -a, um statt einem Überschreiben ein Anhängen zu bewirken.

  • befehl |& tee ausgabe.txt

    Hier gehen Standardausgabe des Befehls inklusive Standardfehler in die Textdatei. Existiert diese, wird sie überschrieben.

  • befehl |& tee -a ausgabe.txt

    Wie oben, nur eben mit anhängen.

[via]

Sind Grundlagen und ist auch definitiv best practice bei der Fehlersuche und dem Weiterleiten von Fehler- bzw. Statusmeldungen aus dem Konsolenterminal an Dritte.

Allerdings, auch wenn ich das hier mal endlich festhalte: ich werde es a) wieder vergessen und b) mich in den seltensten Fällen dran halten. :-/ Dazu noch Hitzewelle und Atembeschwerden den ganzen Tag; da krisch Plack

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wenn die telekom dir schreibt, du seist dement…

…ist es an der Zeit, schnellstens herauszufinden, ob du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hast:

wie die Telekom dir mitteilt, du seist dement...

Ganz ehrlich: ich verzichte freiwillig auf die Bezeichnung „Partner“ und bleibe da lieber irgendein „Kunde“, also stolzer Single.

Außerdem muss ich mich mit Fettschrift-Falschbeträgen auch noch anschreien lassen.

Die Antwort heute von der armen Sachbearbeiterin aus einem Callcenter irgendwo bei Bagdad (Irak):

„(…)ist Ihr Vertrag zum 31.Mai gekündigt worden.
Die letzte Rechnung wurde vorher ausgegeben.
So überschneiden sich zeitlich die Rechnung mit der Kündigung.

Sie bekommen bestimmt noch eine Schlussrechnung, in der Ihnen gutgeschrieben wird was zuviel war.

Ich bedanke mich für Ihr Verständnis und hoffe, dass ich Ihnen behilflich sein konnte.“

Ich habe zufällig aufgepasst. Doch wie viele „Ex-Partner“ der Telekom schauen hier lieber nicht genauer hin und schreiben keine E-Mails an den Support!?

Ja, gut, ähhh…

Plömm, plömm, plömm-plemm-plömm!

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was. erlaube. meo!?

Portugal: Land der Sehnsüchte. Des Fado. Land mancher weltbesten Fußballer. Sardinen, Sonne und Strände schier endlos, Ex-EU-Sorgenkind, Vorbild linker EU-Politik und: das Land der sich selbst von Guthaben befreienden SIM-Karten! Kein Scheiß!

Seit 2016 bin ich im Besitz einer SIM-Karte des portugiesischen Mobilfunkanbieters MEO. Das ist im Verhältnis zu diesem eher kleinen Land ein schlimmerer Technologie-Moloch als unsere deutsche Telekom. Was schon nicht gut ist. Aber dort eben die selben Vorteile bringt (beste Netzabdeckung, hohe Nutzerzahl, viele Datenpläne, usw.).

Benfica Lissabon, Pokalspiel

Benfica Lissabon, Pokalspiel

Diese Karte habe ich, da sie nach wie vor aktiv ist, selbst in Deutschland, vor ein paar Wochen über einen Internetdienst mit 20€ aufgeladen. Es gibt nach wie vor Kontakte aus der Zeit, allein geschäftlich, für die dieser Akt immer gut kommt. Ganz zu schweigen von Freunden und Kollegen in über 2.200km Entfernung.

Für die Aufladung alleine kassiert MEO bereits Geld, auch wenn man diese direkt in portugiesischen Payshops (erkennbar an kleinen roten Schildern) über Bons auflädt. Diese liegt etwa bei dem Betrag, wenn ich mich recht entsinne, schon bei 0,80€. Ein Topup, das Gebühren kostet. o.O

Der Spaß hört hier allerdings nicht auf.

Der Guthaben-Check mit *#123# weist derzeit ein Guthaben von 0,11€ aus. Die Karte, wenn man sie nicht nutzt innerhalb von 30 Tagen am Stück, verbraucht sich selbst auf. O.o

DAS ist portugiesische Abzocke Hochtechnologie!

Weiß nicht, zum einen beschleicht mich ein Gefühl von Illegalität. Zum anderen ist das trotz fast 40 Jahren Mobilfunk wohl EU-weit nach wie vor nicht einheitlich geregelt. Serious…

MEO ist ebenso bekannt dafür SMS-Spam-Meldungen zu verschicken. Gut, die Angebote für Klingeltöne unterscheiden sich nach 2-3 Wochen. Wirklich witzig ist das auf Dauer allerdings nicht.

Ferner kenne ich die Liste für EU-Tarife dank SMS-Penetrations-Momenten mittlerweile auswendig. Danke dafür!

Ich werde weiter bei meiner MEO-Prepaid-Karte bleiben, ich nutze den „günstigsten“ Tarif damit, der sich „Start Ao Segundo“ nennt. Leider gehört hier noch ein Internet-Datenplan mit satten 250MB(!) für 1,99€(!) dazu, den ich nicht abstellen oder runterstufen kann.

Ruft mich an oder schickt mir eine SMS, solange ich noch Guthaben besitze! Meine portugiesische Handynummer ist: +351 96 407 67 43. Geteiltes Leid ist halbes Leid, meine geliebten Portugiesinnen & Portugiesen! <3

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freebsd: erste schritte

Von Zeit zu Zeit befasse ich mich mit diversen PC-Hobbyprojekten. „FreeBSD“ wollte ich eigentlich schon seit Version 10.0 mir mal anschauen (2014…), kam aber zeitlich überhaupt nicht dazu.

Da ich noch einen alten, aber damals ziemlich leistungsfähigen Desktop-PC im Keller stehen hatte, musste dort die zweite, uralte Festplatte endlich mal bespielt werden. Mein Erfolg sollte damit besiegelt sein, ein lauffähiges, eventuell gar WLAN-internetfähiges „FreeBSD 12.0“ am Rennen zu haben. Mit diesem Beitrag kann ich sagen: a) ich hatte Erfolg und b) ich wollte festhalten, was für Schwierigkeiten ich hatte und einen ersten Einstieg geben.

FreeBSD 12.0 auf meinem alten Desktop-PC
(Oben: Läuft! „FreeBSD“ 12.0 beim ersten Gruß)

Da das eine alte i386-Kiste ist musste ich mir natürlich erstmal die ISO besorgen. Die passt auf eine CD und ist frei hier herunterladbar: https://download.freebsd.org/ftp/releases/i386/i386/ISO-IMAGES/12.0/.

Das Brennen mit k3b war erfolgreich, also kopfüber hinein in die kryptischen Installations-Routinen!

Hier sieht man mal wieder, wie verwöhnt man ist: alleine war es nicht zu packen. Windows wird meist mit den Maschinen mitgeliefert, hier braucht man sich kaum noch um Installer zu kümmern. Wenn man wie ich seit 2005 Linux-Installer gewohnt ist, hat man zwar die Entwicklung hier permanent mitbekommen und kann bestimmte Vorgänge im Schlaf. Doch „FreeBSD“ ist schon sehr eigen hier. Zum Glück gibt es ja das große „G“ und da fand ich einen Beitrag, der zur Installation kaum noch Wünsche offen ließ:

https://rauchland.com/articles/installing-freebsd/.

Sehr zu empfehlen und sehr netter Autor/Artikel!

Dadurch fand ich heraus, dass man als Hostname keinen Namen im eigentlichen Sinne, sondern eine Domain angibt. Meine Maschine heißt nun freebsd.aethyx.eu.

Das zweite Problem war wie immer: das Netzwerk. An dem Desktop-PC hängt aber eine Atheros-PCI-WLAN-Karte, die von Linux und BSD-Derivaten erkannt werden sollte. Nach drei Versuchen war das dann auch der Fall. Hier bin hier immer etwas egomanisch unterwegs und muss das schon mit dem Installer hinkriegen. So habe ich hinterher weniger Stress, auch bei den ersten Updates. 🙂

Drittes Problem war die „Reg-Domain“ als Code. Hier muss man aus Europa stammend ETSI nehmen und das Land auswählen.

Probleme mit der Formatierung der zweiten HDD gab es bei mir keine: wie erwähnt war die ja uralt und nur 30GB groß, konnte direkt platt gemacht werden. Etwas gestutzt habe ich beim Dateisystem, hier habe ich einfach das Vorausgewählte genommen, was irgendwie MSDOS-Bezug hatte. War dann zufällig hinterher richtig.

Gewöhnungsbedürftig war die Einrichtung meines Users. Aber auch hier half der Artikel von rauchland.com über alle kleinen Schwierigkeiten hinweg.

Ich dachte das war es dann und mache einen Reboot und schaue mal rein. Denkste!

grub2 von einem installierten Debian 9 auf der ersten HDD zeigt keinerlei neue Einträge. Scheinbar überschrieb „FreeBSD“ aber auch nichts, was irgwendwie gut war: so konnte ich das bestehende Linux nutzen, „FreeBSD“ mit dem PC „bekanntzumachen“.

Tatsächlich hat dieser Vorgang, „FreeBSD“ als Eintrag in grub2 zu bekommen und dass es auch startet, die meiste Zeit gekostet. Eine Standardlösung gab es hier nämlich nicht.

Die Lösung war im Verzeichnis /etc/grub.d/ eine Datei namens 40_custom auszufüllen. Ich kann mich jetzt nicht mehr zu 100% erinnern, doch in meinem Fall sah der lauffähige Code wohl aus:

menuentry "FreeBSD 12.0" {
set root= '(hd1,1)'
chainloader (hd1,1)+1
}

Hier half nur Try & Error weiter. Mit /dev/sdX und dergleichen ließ sich mein „FreeBSD“ nicht ansprechen. Ich hatte auch erst hd1,0 da drin und nichts lief. Weiß nicht mehr, wie viele Versuche ich gebraucht habe, aber waren mehr als drei. 😉

Cool. Also irgendwann lief das Betriebssystem dann. Macht coole Sounds, wenn man auf der Tastatur (zu viel) klimpert! 😀

Und, was ich auch nicht wusste: kein DE (Desktop Environment). War ja aber auch gar nicht mein Ziel. Es sollte laufen, ich sollte mich einloggen können und erste Updates fahren.

Wenn man das erste Mal eingeloggt ist muss man wissen, es gibt erstmal kein sudo. Also root-Ebene mit su und Updates eingespielt:

freebsd-update fetch
freebsd-update install

Das System sollte nun auf dem neuesten Stand sein.

Ähnlich wie der Artikel von rauchland für die Installation gibt es auch hier einen Artikel, den ich sehr empfehlen kann: https://tecmint.com/things-to-do-after-installing-freebsd/.

Hier kann man sich recht komfortabel entlang hangeln, was zu tun ist; eye candy ist ja nicht. Macht aber Spaß, und man hat schnelle Erfolge.

Genutzt habe ich hier, neben dem Update: die Installation einer bash; Installation meines favorisierten Texteditors nano; Installation und Konfiguration von sudo natürlich; alles andere konnte ich zumindest temporär liegen lassen. So wie ich das quer las sind hier viele Netzwerkgeschichten mit dabei, die mich als Coder jetzt erst einmal nicht interessieren.

Wer möchte, ich habe 9 Fotos während der Installation erstellt, und kann sich die in unserem eigenen Cloud-System von AETHYX MEDIAE gerne als Galerie ansehen:

https://cloud.aethyx.eu/index.php/apps/gallery/s/tdjdwt7PmTBZNNz.

Mein Lieblingsfoto seht ihr bereits oben als Teaser dieses Artikels. 🙂 Sind aber alle irgendwie sehr geil!

Ich bin am Wochenende bei der Installation von xorg geistig ausgestiegen. Die Wahl einer DE fällt mir nicht leicht, zumal „mein KDE“ wohl nicht mehr erhältlich sein soll, wie ich las? Jedenfalls, wer hier weitermachen möchte und z.B. Gnome oder LXDE aufspielen möchte, natürlich gibt es auch hierfür einen Artikel im Web: https://2daygeek.com/install-xfce-mate-kde-gnome-cinnamon-desktop-environment-on-freebsd/. Have fun!

Bei den Projekten, die ich so starte, ist anfangs nie wirklich klar, in welche Richtung sie sich entwickeln werden. Meist lasse ich mich dabei treiben und probiere verschiedene Dinge aus. Mit Entwickler-Background ist „FreeBSD“ natürlich erstmal interessant hinsichtlich Coding-Phänomenen, die nur hier möglich sein sollen; das fängt schon beim Aufbau des Betriebssystems an. Meist stürze ich mich damit zuerst wo rein. Ob sich das jetzt groß unterscheiden wird von Linux, da beide Systeme ja auf einer i386-CPU-Architektur laufen, bleibt abzuwarten.

Dann ist „FreeBSD“ natürlich die perfekte Grundlage um mal gutes altes UNIX zu lernen. Schließlich haben wir diese offene Möglichkeit auch erst seit 1993.

Und schließlich ist „FreeBSD“ auch die Grundlage für Apples Darwin und diverse Nintendo– und PlayStation-Spielekonsolen. Vielleicht treibt es mich auch dorthin, bevor ich nicht doch einen Server einrichte.

Ehrlich gesagt: kein. Plan.

Spaß gemacht hat es trotzdem! Und: läuft!

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danke und alles gute, julian assange

Mit seinen erst 30 Jahren ist das WorldWideWeb eine immer noch recht junge, technisch hochentwickelte, revolutionäre Erfindung. In dieser relativ kurzen Zeit haben wir einer spezifischen Bewegung sehr viele reale, kryptographische Errungenschaften zu verdanken: Cypherpunks.

Horn reviews Cypherpunks Assange

Das WWW war die Plattform, mit der sicherheitsrelevante Gedankengänge und Ideen, die nur einer kleinen Schar elitärer Zirkel zur Verfügung standen, für jeden Nutzer des Web verfügbar sein konnten und sollten.

Ein Abriss.

Es startete mit der asymmetrischen Verschlüsselung von EMails bereits in den 70ern und 80ern des 20. Jahrhunderts. Heute kennt jeder Emailnutzer PGP/OpenGPG und viele Entwickler und Visionäre sind sogar mit eigenen Algorithmen hier verewigt (Beispiel Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch-Protokoll, RSA (Rivest-Shamir-Adleman), etc.). Meine eigenen Experimente hier gehen zurück bis ins Jahr 2005 (Beispiel webmaster@net-designz.de und Kennung E01AED3DEEACF9C3) und wurden leider nur sporadisch zum Einsatz gebracht aufgrund legendärer Kommentare meiner Emailpartner wie „zu komplizierte Einrichtung“ oder „privaten Schlüssel verloren“.

1990 gründet sich die Electronic Frontier Foundation (EFF) zur Stärkung und Durchsetzung von „Internet-Bürgerrechten“.

Mit SSH 1.x entstand an der Universität Helsinki Mitte der 90er durch Tatu Ylönen gar ein Standard um den kompletten Netzwerkverkehr zu verschlüsseln. Heute wählt sich jeder z.B. von seinem PC oder Laptop per SSH auf einem scheckkartengroßen Linux-PC, dem „Raspberry Pi“, standardmäßig über die Konsole zur Administration ein.

Zur selben Zeit hatte die legendäre Cypherpunks-Mailing-Liste ca. 700 Abonnenten und wuchs bis Ende 1997 auf ca. 2000. Über diese Liste tauschten sich Aktivisten, Hacker und Interessierte wie John Gilmore und Julian Assange zu Themen wie „privatsphäre-erweiternde Technologien“ und Kryptographie aus.

In den 90ern entsteht ebenso das „Cypherpunk-Manifest“ (A Cypherpunk’s Manifesto). Essentielle Ideen lauten so:

„Privacy is necessary for an open society in the electronic age. … We cannot expect governments, corporations, or other large, faceless organizations to grant us privacy … We must defend our own privacy if we expect to have any. … Cypherpunks write code. We know that someone has to write software to defend privacy, and … we’re going to write it.“ [via]

Der Mainstream greift das Thema im selben Jahrzehnt u.a. durch das „Wired“-Magazin auf.

Der Kampfbegriff „crypto wars“ folgt kurz darauf. Vor allem die US-Regierung versucht mit alliierten Verbündeten in jenem Jahrzehnt die Öffentlichkeit und nicht zur Allianz zugehörige Regierungen davon abzuhalten, elektronische Kryptografie-Technologie zu benutzen, oft mit der Drohung eigener Geheimdienste.

Kryptographie-fähiger Programmiercode fiel bis ins Jahr 2000 gar in die Kategorie einer Waffe und der Export war bis in diese Zeit durch US-Recht verboten.

Bram Cohen entwickelt und veröffentlicht 2001 BitTorrent, ein Datenübertragungsprotokoll auf P2P-Basis für Daten und elektronische Dateien.

2002 entsteht das TOR-Netzwerk, eine OpenSource-Software zur anonymen Kommunikation. Über unzählige Relays entsteht ein komplett neues Netzwerk, das „Dark Web“, mit eigenen TOR-Browsern, Marktplätzen, Wikis, Chat-Systemen.

2006 gründet sich in Island WikiLeaks, eine Enthüllungsplattform des australischen Internetaktivisten Julian Assange. WikiLeaks unterhält nach eigenen Angaben bis 2016 zehn Millionen Dokumente über News-Leaks, Whistleblower- und geheimgehaltene Regierungsinformationen. Motto: „WikiLeaks bringt wichtige Informationen an die Öffentlichkeit. Wir stellen eine sichere, innovative und anonyme Möglichkeit unseren Quellen zur Verfügung Informationen an unsere Journalisten weiterzugeben“. Publikationen geschehen oft roh und komplett unzensiert. Eine Übersicht über acht spektakuläre Leaks, allein bis 2010, findet sich z.B. hier.

2008 wird „Bitcoin“ der Öffentlichkeit durch ein Whitepaper vorgestellt, eine dezentrale Kryptowährung, die staatlichen Konkurrenz machen soll und die bereits in der Betaversion wirklich funktioniert. Bis heute kann jeder Interessierte an der Weiterentwicklung des Quellcodes mitmachen und die Blockchain mitprägen.

2014 bringt der ehemalige NSA-Systemadministrator Edward Snowden durch die unerlaubte Veröffentlichung von internen Dokumenten globale Überwachungsprogramme der NSA ans Licht der Öffentlichkeit. Der zuerst nach Hongkong geflüchtete und mittlerweile in Russland durch das Asylrecht beschützte Computerexperte konnte auf populäre und weltbekannte Nachrichtenmedien wie „The Guardian“, „Washington Post“, „DER SPIEGEL“ und „The New York Times“ für die Veröffentlichungen zählen.

„The Guardian“ war gestern, 11. April 2019, einem sehr düsteren Tag für Cypherpunks und Internetaktivisten wie frei arbeitenden Journalisten weltweit gleichermaßen, auch die erste Quelle, die mir ins Bewusstsein brachte, dass wir uns derzeit in keiner guten, optimistischen und sicheren Zeit der Menschheitsgeschichte befinden:

https://theguardian.com/media/live/2019/apr/11/wikileaks-founder-julian-assange-arrested-at-the-ecuadorean-embassy-live-updates.

Hierbei handelt es sich um den Live-Feed von der Verhaftung des Internetaktivisten und WikiLeaks-Gründers Julian Assange.

Auch deutschsprachige Medien wie SPIEGEL ONLINE und heise.de berichteten kurz darauf ebenfalls davon.

Vermutet wird eine geplante und koordinierte Aktion Ecuadors unter Druck der USA und Großbritannien. Dafür spräche auch die krude Aberkennung des Asylstatus, den Julian Assange erst Ende letzten Jahres von der linksgerichteten Vorgängerregierung Lenin Morenos erhalten hatte und die „Einladung“ der britischen Polizei durch den ecuadorianischen Botschafter.

Wie auch immer dieser Fall jetzt ausgehen mag, die Aktion bedeutet nichts Gutes.

Für die Demokratie nicht, und die Freiheit leider auch nicht.

Darüberhinaus waren die Bilder, die gestern publiziert wurden durch ein Video und der aktuelle Zustand Assanges eines Menschen unwürdig. Es ist nicht klar, was dort die letzten Monate vorgefallen sein muss. Ebenfalls unklar ist, was sieben Jahre geschlossene Räume aus einem Internetaktivisten auf englischem Botschaftsterritorium anrichten können.

Stattdessen fragten manche lieber, welches Buch Assange dort in der Hand beim „Abtransport“ hält oder was nun aus der „Embassy Cat“ würde. Geht’s noch!? Wie immer nichts Neues im traurigen Westen.

Die Ironie der Geschichte will es am Ende sogar so, dass das Bilder eines russischen Übertragungsteams waren.

Auch die besten Worte, fand ich, publizierte das russische Außenministerium durch Maria Zakharova bereits um 11:14 Londoner Zeit mit seiner Kritik:

„Die Hand der „Demokratie“ zerdrückt die Kehle der Freiheit.“

Julian, mit diesem Text möchte ich und gizmeo.eu dir danken für wundervolle Jahre der Inspiration, des Mutes, der Intelligenz, und viele, oftmals auch sehr komplizierte Anregungen zu Themen wie Kryptographie, Onlinejournalismus und Webpublishing! Der gestrige Tag hätte nie passieren dürfen. Die Idee von WikiLeaks wird weiterleben. Und Cypherpunk erst recht. Wir. Sind die Zukunft.

„They know we know who they are. They will fall.“ – El-P, ehemals „Company Flow“

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die teedrachengesellschaft

Starten wir den Monat April doch zur Abwechslung bei dem ganzen Trouble da draußen mal mit etwas Positivem! Einem zuckersüßen Webcomic!

Die Teedrachengesellschaft

„Die Teedrachengesellschaft“ ist ein Webcomic auf WordPress-Basis von Katie O’Neill.

In aufwendig gestalteten 46 Kapiteln, meist über mehrere Blogseiten, folgt man Greta, der Auszubildenden eines Waffenschmieds, wie sie zu einem neuen Freundeskreis stößt, der sich der Kunst der Erziehung von Teedrachen widmet.

Der folgende Link startet direkt bei Kapitel 1:

https://teadragonsociety.com/comic/chapter-1/. [via]

Der Webcomic ist nach 2,5 Jahren zu einem schönen Ende gekommen.

Farbenfroh, nett, liebenswert, warmherzig; dazu Tee und Drachen! Was will das Webcomic-Herz mehr!?

Weiterleitungen von Webcomics haben bei mir lange Tradition: ich habe früher viele regelmäßige Beiträge dazu beim cipha.net gemacht. Ob und welche heute noch funktionieren würde mich brennend interessieren, doch zum einen sind diese Beiträge nur noch als Ebooks erhältlich, was gut ist. Zum anderen ist es mir beruflich auch gar nicht mehr möglich leider, danach großartig zu recherchieren. Dürften ja nicht weniger geworden sein heutzutage. Mit etwas Wehmut blicke ich daher auf diesen Beitrag und fast zwei Dekaden persönlicher WWW-Historie. Zeiten ändern sich. Es wird kälter, wenn du alterst. Schätze ich.

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filter deinen upload selbst, opa!

In der Bundesrepublik fanden an diesem Wochenende Massendemonstrationen gegen den „Trilog-Urheberrechtskompromiss“ statt, auch einfach in den Medien „Artikel 13“ oder noch geiler „Uploadfilter“, genannt.

Morgen, also am Dienstag, den 26.03.19, soll dafür oder dagegen im EU-Parlament abgestimmt werden und ehrlich gesagt sieht es für das europäische Internet, wie wir es kennen, nicht wirklich gut aus.

Ohne Titel

Was auch interessant ist, ist die erneut verzweifelte Versammlung der „alten Elite“ für diese Beschneidung des „freien Internets“ (sofern es dies heute überhaupt noch gibt, der Autor hier hat so seine starken Zweifel), sie liest sich wie der exklusive Altherrenclub der Medienelite aus Opas Zeiten:

* die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten
* die GEMA
* der „Deutsche Journalistenverband“ (DJV)
* Deutsche Presse-Agentur (dpa)
* Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)
* Brigitte Zeh, Boris Aljinovic

Die „dpa“ war dabei sogar so dreist und spannt ungefragt die Katholische Kirche(!) vor den Propaganda-Wagen. O.O

[via]

Was sind das denn für Zustände hierzulande, bitte?

Zum einen ist ja schlimm genug, dass die Berliner Politik nach wie vor digitale Technik & Medien als „Neuland“ bezeichnet, was ja auch schon wieder Jahre her ist und es offenkundig mit Neuländern nur noch schlimmer geworden ist. Zum anderen hat die IT in der Bundesrepublik auch zunehmend geschäftlich keinerlei Chancen mehr, was im 21. Jahrhundert ein dickes Ding ist:

„Gefragt welche Auswirkungen die Rechtsunsicherheit bei der Beauftragung von externen Experten habe, gaben 59 Prozent der Befragten an, Aufträge oder ganze Projekte verloren zu haben. Über 90 Prozent sahen den Grund für die vorzeitige Beendigung von Aufträgen und Projekten in Deutschland in der bestehenden Rechtsunsicherheit. Fast die Hälfte aller Befragten erwägt aus diesen Gründen die Auswanderung aus Deutschland. Gegenüber einer VGSD-Umfrage aus dem Jahr 2016, als 21 Prozent über Auftragsverluste berichteten, hat sich die Zahl der Betroffenen innerhalb von zwei Jahren verdreifacht.“

In Deutschland trauen sich IT-Freelancer, so wie ich es einer bin, gar nicht mehr Geschäfte zu machen, da es „keinerlei Rechtssicherheit“ gäbe, es gibt Auftragseinbrüche und auch ca. 50%, also die Hälfte, denkt daher über Auswanderung nach. Der komplette Artikel: Fachkräftemangel hausgemacht, via telepolis.de.

Zunehmend geht mir die Berichterstattung (ist auch wohl eher Harcore-Propaganda) über „5G“ auf die Nerven, wenn ich nicht mal in der Lage bin von zu Hause aus meinen Geschäften nach zu gehen, weil andauernd mein Internet entweder zusammenbricht oder erst gar nicht funktioniert.

Zum Beispiel heute konnte ich aus technischen Gründen erst um ca. 10:00 meine Arbeit aufnehmen, statt wie gewollt 7:30, weil andauernd keine konstante Internetverbindung gewährleistet werden kann in einer „Großstadt“ aus Baden-Württemberg; einem der reichsten und fortschrittlichsten Städte der Bundesrepublik. Was soll ich da von „mobilem Internet“ erwarten bitte!? Ich verzichte jetzt schon dankend.

Wenn wir schon technisch nicht mitspielen dürfen in der digitalen Gegenwart, wenn wir schon die Instrumente nutzen sollten, die uns die Demokratie zur Verfügung stellt, statt uns wie zu Opas Zeiten gegenseitig die Köpfe einzuschlagen, dann doch bitte schlussendlich auf folgende Weise, mein „Moneyquote des Monats“ und ein heißer Kandidat des Gesamtjahres:

„Vielleicht sollte das Wahlalter auf 14 Jahre abgesenkt und den Alten, die die schlimmsten Folgen der Klimakrise nicht mehr erleben werden, das Wahlrecht für zwei Legislaturperioden aberkannt werden, bis die notwendigen Weichenstellungen durchgeführt sind.“ [via]

Was für das Klima gilt, gilt ohne groß überlegen zu müssen auch für die IT und mich deucht, zwei Legislaturperioden werden uns „jungem Gemüse“ (ich bin leider schon Mitte 30 und mache diesen IT-Mittelalter-Schwachsinn seit zwei Dekaden meines Lebens mit, in ganz Europa übrigens) hier leider nicht ausreichen. -.-

[Update I, 27.03.19]

Die Neuland-Opas haben gewonnen: mit 348 zu 274 Stimmen und 36 Enthaltungen wurde gestern nicht nur Artikel 13 durchgewunken, es wurde auch das „Leistungsschutzrecht“ gebilligt. Wenn ihr mich bitte jetzt entschuldigen würdet, ich gehe in den Wald, sterben für ein digitalkompetentes EU-Parlament. Danke für NICHTS!

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nehtové studio simona pěnkava

Heute ist wieder so ein schöner Tag und auch März-Tag-und-Nachtgleiche. Zeit, Mädels zu supporten, denn deren Frühling kommt mit Riesenschritten herangerauscht! <3

Heute möchte ich eine Freundin aus Kaznějov aus der Pilsner Region/Königreich Böhmen (tschechisch: Plzeň Region) featuren, Simona Pěnkava (33), die kürzlich ihr eigenes Nagelstudio eröffnet hat:

Simona Pěnkava - nehtová designérka

Sie wartet wohl noch offiziell auf die Papiere, hat sie mir erst letztens bei einem Date erzählt, doch das Studio ist bereits gestrichen und ich denke, sie wird die Türen schon öffnen für euch Damen (und Herren!?), wenn ihr höflich dort anklopft!

Kontaktdaten:

Nehtové Studio Pěnkava
Ke Škále 496
331 51 Kaznějov (CZ)
+ 605 430 476
E-Mail: simona.penkava@post.cz

Sie hatte sogar mal ihr eigenes Blog, erreichbar unter http://nehtova-modelaz.bloger.cz/. Aus einem mir unerklärlichen Grund ist es leider nicht mehr erhältlich.

Doch sie hat sieben Jobs auf einmal und vermarktet sich gerne selbst, z.B. hier: http://picdeer.com/nails_by_simona_penkava. Das ist ähnlich aufgebaut wie Instagram und entsprechend reichhaltig mit Inhalten gefüllt.

Würde mich freuen, wenn ihr sie mal besuchen kommt! Richtet ihr einen lieben Gruß von mir aus!

TRUST. THE. GIRLS. <3

Česká verze:

Dnes je opět krásný den a také březnová rovnodennost. Čas na podporu dívek, protože jejich jaro přichází s obrovskými kroky! <3 Dnes bych ráda uvedla kamaráda z Kaznějova z Plzeňského kraje/Českého království (Plzeňský kraj), Simona Pěnkava (33), která nedávno otevřela vlastní nehtový salon:

Simona Pěnkava - nehtová designérka

Pravděpodobně oficiálně čeká na papíry, nedávno mi řekla v den, ale studio je už namalované a myslím, že vám otevře dveře pro dámy (a pánové!?), Když tam zdvořile zaklepete!

kontakt:

Nehtové Studio Pěnkava
Ke Škále 496
331 51 Kaznějov (CZ)
+ 605 430 476
E-mail: simona.penkava@post.cz

Dokonce měla vlastní blog, který je k dispozici na adrese http://nehtova-modelaz.bloger.cz/. Z nějakého důvodu nemohu vysvětlit, proč již není k dispozici.

Ale má najednou sedm pracovních míst a ráda se sama prodává, např. zde: http://picdeer.com/nails_by_simona_penkava. To je podobné Instagramu, a proto je bohatě naplněn obsahem.

Byl by rád, kdybyste ji navštívil! Děláš ze mě pěkný pozdrav!

TRUST. THE. GIRLS. <3

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frohes neues, liebe gehirnglotze!

Image from page 61 of "The Physician and pharmaceutist" (1868)

Willkommen in 2019, einem weiteren Jahr geistiger Gehirnbehinderung! <3

Auf elektronischem Wege, zumindest.

Obwohl Winter ist wird in der deutchen Nachbarschaft gesägt, gehämmert, Bäume gefällt & Flüssigkristallerzeugnisse geleckt und massiert.

Ich weiß ja nicht, was hier los ist, doch der „technisch weit entwickelte Deutsche“ verträgt auch im ersten Jahr nach dem dümmsten Sommer aller Zeiten leider keine Weiterentwicklung -.- Willkommen im „Digitalneuland!“ TOTAL FTW!

Naja, machen wir uns nichts draus.

Es gibt Androiden, kaputte CPUs, vom Himmel fallende Satelliten zum Ausschlachten und Plattenspieler von Vestax zuhauf.

Frohes Neues Jahr 2019 wünscht gizmeo.eu! Auf unsere liebe Gehirnglotze! ^^

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heute leider keine musik mit linux

Irgendwann die letzten Wochen muss sich irgendwas an der Advanced Linux Sound Architecture (ALSA) (freie Soundarchitektur für Linux-Systeme) verschlimmbessert haben. Wenn ich Audacious startete und Musik hören wollte, war leider nix mit Mucke, stattdessen poppt eine lästige Fehlermeldung auf:

ALSA error: snd_pcm_hw_params_set_period_time_near failed: Das Argument ist ungültig.

Tux almighty?

Ich hoffte die letzten Wochen vergebens auf eine automatische Verbesserung, aka Upgrade, doch nichts verbesserte sich, der Fehler blieb stur weiter bestehen.

Da wir Linuxnutzer eines sehr gut können, nämlich die Suchmaschine Google benutzen, entschied ich mich dieser Sache mal auf den Grund zu gehen. In meinem Fall gab es einen einfachen Workaround:

Michael Schwendt 2018-10-22 17:42:48 EDT
Workaround: Increase the output buffer size to at least 2000 ms in Audacious‘ ALSA settings. Everything lower than that fails to work with the new ALSA. [via]

Und Tatsache, das war genau mein „Problem“, stand dieser Puffer doch bei mir auf 500ms. Wurde nun auf 2500ms hochgesetzt.

Mein privater Hauspinguin hörte heute auf zu weinen und tanzt jetzt wieder durch die Wohnung. Alles wieder gut. Bis zum nächsten „Update“…

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antike zeiten

Es gibt so Momente, da verliert mensch den Glauben an die Menschheit.

Die Zündung der Atombombe zum Beispiel.
Katholiken.
Oder Onlineumfragen der EU bezüglich der Abschaffung der Zeitumstellung.

Watch in the Hiroshima Peace Memorial Museum

Eigentlich wirklich ein massiver Fortschritt! Endlich darf sich ein Bürger der EU mal zu einem wichtigen Lebensthema äußern! Das sind ja fast schon Zustände wie in der Schweiz! Was da los plötzlich in Brüssel!?

Joa. Und dann kommt so ein Scheißdreck dabei raus.

4,6 Millionen Teilnehmer zählte diese Internetumfrage, alleine 3 Millionen beteiligten sich aus Deutschland. Das sind <1% aller EU-Bürger. Progress in Europe right here!

Moment, wird noch geiler: die Umfrage war nicht repräsentativ. Kein Schwein (oder Regierung) muss sich an diese Empfehlung halten.

Was Berufsalkoholiker und scheidenden EU-Oberbo$$ Jean-Claude Juncker nicht davon abhielt dennoch eine Empfehlung auszusprechen: da 84% sich für eine Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen hatten (also eigentlich ja nur Deutsche) sollten die Regierungen Europas die Zeitumstellung abschaffen und, jetzt kommt’s, permanente Sommerzeit einführen.

Moment! Stopp, stopp! S-t-o-p-p! W-A-S!?

Die Sommerzeit ist die eigentliche künstliche Zeit!
Die Zeit, die es im Universum nicht gibt!
Diese „Sommerzeit“ existiert nicht, hat sie nie!
Was ist hier los, Planet Erde an Kosmos, kann uns mal bitte jemand dringendst hier helfen!?

Ich bin Wissenschaftler. Als ich das las, konnte ich es nicht fassen. Und tausende weitere Wissenschaftler sahen das genauso. Deshalb verlinke ich folgenden Artikel mit der Bitte um Durchsicht:

Zeitumstellung: Wissenschaftler warnen(!) vor ewiger „Sommerzeit“.

Seht es als dringende Warnung.
So etwas sollte in einer aufgeklärten Welt nicht nötig sein.
Ihr müsst auf Wissenschaftler nicht hören, das habt ihr beim Klimawandel auch nicht gemacht.
Meine Hoffnung ist entsprechend gering.

Doch wenn der Planet untergeht. Und dieses ewige Internet hält für irgendwas noch irgendwo Webseiten parat. Zur Not auf einem durch Solarpanele betriebenen Server auf dem Mond. Möchte ich mit dieser Website und diesem Link ein Zeichen dafür setzen, dass es hier tatsächlich sehr sehr selten auch halbwegs intelligentes Leben gab.

Ein wunderschönes Wochenende! Soll sehr heiß und sonnig werden!

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maschine

Machine

Wenn ich morgens aufstehe, brauche ich kein Frühstück/
ich laufe ohne Umwege zum Ladekabel meines Android/
für Dusche reicht es eh nicht, was sagt mein RSS-Feed/
schon wieder 36 E-Mails, alles blinkt, wie im Krieg/

Maschine, Maschine, ich bin der Herr meiner Maschine/
Maschine, Maschine, ich bin in dir, Maschine/
Maschine, Maschine, nimm‘ meinen Geist, liebe Maschine/
Maschine, Maschine, ich bin die. Maschine/

Kaffee, Zigarette. Kaffee, Zigarette. Kaffee, Zigarette/
Sag‘ meinem Chef ich komme später, weil Apple die Welt rettet/
doch das steht da, jetzt wirklich, das Internet lügt nicht/
Twitter, Facebook, YouPorn; alles für den Dopamin-Kick/

Maschine, Maschine, ich bin die Frau meiner Maschine/
Maschine, Maschine, ich bin in dir, Maschine/
Maschine, Maschine, nimm‘ meinen Geist, liebe Maschine/
Maschine, Maschine, ich bin die. Maschine/

Danach Instagram, Snapchat, WhatsApp und Amazon/
wenn ich die Nikes jetzt nicht kauf‘ muss ich sie morgen in der Stadt holen/
die totale Katastrophe, am Ende muss ich noch reden/
wo kommen wir da heute hin, die Stadt ist voll mit Pädophilen/

Maschine, Maschine, wo bist du, Maschine/
Maschine, Maschine, wohin gehst du, Maschine/
Maschine, Maschine, ich will zu dir, Maschine/
Maschine, Maschine, neuer Akku, Maschine/

Schau‘ dir den an, dort drüben, schon äußerlich verdächtig/
oder die da, nur noch billig, die ist innerlich dreckig/
nee, nee, die Welt da draußen, die ist nichts für mich/
ich liebe meinen schwarzen Schirm, weil es nichts Geileres gibt/

Maschine, Maschine, ich liebe dich, Maschine/
Maschine, Maschine, benutze mich, Maschine/
Maschine, Maschine, verlass‘ mich nicht, Maschine/
Maschine, Maschine, ich bin dein Sklave. Maschine./

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pester

Pester ist das englische Wort für belästigen.

Ich werde seit vielen Jahren permanent in meinem eigenen Browser belästigt.

Eingebettete Videos auf Autoplay, die ich nicht brauche und nicht sehen will.
Icons von „sozialen Medien“.
Werbung die über die Höhe und Breite ganzer Webseiten geht und mit mir mitscrollt.
Icons von „sozialen Medien“.
Popups mit nervigen Hinweisen, ich solle dämliche Cookies akzeptieren, von Webseiten, von denen ich weiß, dass dort niemand weiß, wie man „Cookie“ buchstabiert.
Icons von „sozialen Medien“.
Nervige, animierte Pseudo-Umfragen einer gleichnamigen Firma „apester“, die dort hinterlegte Meinungen wahrscheinlich direkt zur KP nach China oder ins US-Außenministerium sendet.
Icons von „sozialen Medien“.
Popups die erscheinen, ich solle mich erst in einen Newsletter eintragen, bevor ich den Tab schließen darf.
Icons von „sozialen Medien“.
Overlays, die nie verschwinden und ein Drittel der Sicht auf die Inhalte einer Website wegnehmen, wie bei vielen von Milliarden Pfosten genutzten (a)sozialen Netzwerken zu sehen, deren Markennamen ich hier nicht mehr erwähnen werde.
Icons von „sozialen Medien“.
In einen Website-Text hereingleitende Widgets ohne jegliche sinnvolle Information.
Icons von „sozialen Medien“.
Autoplay-Videos, die unten rechts permanent eingeblendet werden, weil ich es gewagt habe nach unten über das selbe Webvideo zu scrollen.
Icons von „sozialen Medien“.

Pester enthält linguistisch betrachtet auch das im deutschsprachigen und angelsächsischen Raum bekannte Substantiv Pest, das von Milliarden Menschen auf der Welt gleich interpretiert wird.

2018. Hier sind wir nun. Das Web ist gerade mal 27 Jahre jung. Danke, ihr Versager! .:. BNW.

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die erde hat fieber

2018 könnte den Eindruck erwecken, auf der Erdoberfläche wird es langsam aber sicher unbewohnbar: ich kann mich nicht daran erinnern, ob ich jemals in meinem Leben 9 aufeinander folgende Tage Temperaturen über 30° erlebte. Als ein Kind Baden-Württembergs ist bei uns immer mal drin, dass es heiße Tage in einem Sommer gibt. Doch die sind sehr selten anzutreffen und summieren sich aufs Gesamtjahr eher in Richtung fünf bis sieben maximal.

Da 2018 ein ungewöhnliches Jahr von Beginn an war, der Frühling wurde übersprungen, wir sind vom winterlichen März direkt in einen sommerlichen April übergegangen, sowohl April und auch Mai waren die hellsten und trockensten je gemessenen, war vorhersehbar, dass es ein heftiger (für mich scheiß*) Sommer wird. Ich konnte früh anfangen Links zu sammeln und so entstand eine kleine Chronologie der gegenwärtigen Folgen des Klimawandels, die ich nie besitzen wollte und ich ehrlich gesagt auch nicht gedacht hätte, dass das weltweit so schnell geht:

20.01.18
Sonne tot: zweitdunkelster Winter in Europa und Russland seit 1887
https://href.ninja/?kNAQVg

21.02.18
Deutschland erwärmt sich 0,2 Grad mehr als weltweiter Durchschnitt
https://href.ninja/?Gc5geg

05.05.18
UN: weltweit heißester April aller Zeiten, Menschen sterben
https://href.ninja/?2ticIw

07.07.18
Hitzewelle in Kanada: bereits 54 Tote
https://href.ninja/?4cjhjg

15.07.18
Klima im Juni: weltweit 0,4 höher als üblich und Katastrophen allerorten
https://href.ninja/?sCfAAQ

19.07.18
Hitzewelle in Japan: bereits über zwei Dutzend Tote
https://href.ninja/?-eoQSQ

20.07.18
Haben Weltkriege und Imperien überlebt: Klimawandel tötet libanesische Zedern
https://href.ninja/?DRq67w

20.07.18
Sommer seit April: Ende Juli kommt „erste Hitzewelle“ über Deutschland
https://href.ninja/?xpwGoQ

26.07.18
Helmut-Hoch in Deutschland setzt Extremhitze im Intervall des Auftretens von 500 Jahren auf 15 Jahre herunter
https://href.ninja/?Dc1tYQ

28.07.18
Hitzewelle in Europa: Phänomene nach Ländern
https://href.ninja/?2TbCNQ

31.07.18
Dank Copernicus Sentinel-2 kann die ESA Unterschiede der landwirtschaftlichen Vegetation in und um Berlin in HD zeigen
https://href.ninja/?6utenA

Dieser dumme deutsche Helmut ist wie man sieht nicht das einzige Problem, wie man unschwer erkennen kann leidet Mensch und Natur gegenwärtig global, in der Liste sind Kanada und Japan sogar mit Toten vertreten, während ich zu den Problemen in Schweden und England nicht einmal Links ansammeln konnte.

Welche rationalen Gründe gibt es hier also, den Klimawandel weiter zu leugnen?

Da sich das Extremwetter nicht mehr regional beschränken lässt, könnte man das gegenwärtige Phänomen auch so ausdrücken: unsere Erde hat Fieber.

Laut Definition ist Fieber:

…ein Zustand erhöhter Körperkerntemperatur, der meistens als Begleiterscheinung der Abwehr gegen eindringende Viren, lebende Mikroorganismen oder andere als fremd erkannte Stoffe auftritt, sowie als Begleiterscheinung bei bestimmten, insbesondere bösartigen, Tumoren, Traumata oder seltener im Rahmen anders verursachter Entzündungsvorgänge vorkommt. Die hiermit verbundenen Vorgänge beruhen auf komplexen physiologischen Reaktionen, zu denen unter anderem eine pyrogenvermittelte, vom Organismus aktiv herbeigeführte, geregelte und begrenzte Erhöhung der Körperkerntemperatur gehört. […] Entgegen einem häufig vorkommenden Missverständnis ist Fieber in den meisten Fällen nicht Ursache von Krankheit, sondern Teil der Antwort des Organismus auf Krankheit. [via]

Der Planet selbst ist also alles andere als dumm, sondern betrachtet uns Menschen mittlerweile als „eindringenden Virus“, „andere als fremd erkannte Stoffe“, „bösartigen Tumor“, „Traumata“, „Entzündung“. Und er wehrt sich. Clever!

Für uns Menschen spricht das allerdings nicht.

Earth voted unanonimously against you!

Glückwunsch.

Uns allen.

Wie verschissen kann eine Spezies dieses Universums haben, wenn sich bereits ein kompletter Planet gegen diese richtet!?

Der Tollhauseffekt - Buchcover

Übrigens ist die Zeit schon lange nicht mehr auf unserer Seite, wie man im „Der Tollhauseffekt“ von Michael E. Mann und Tom Toles schön anschaulich lesen kann. Und aus der super Idee der Superreichen, wir bauen uns durch „Atombombenzündungen über den Polkappen des Mars“ (Zitat Elon Musk) „einfach“ eine „zweite Erde“ wird leider auch nichts: Aus Terraforming des roten Planeten wird vorerst nichts. Es fehlt schlicht an CO2.

Wie machen wir jetzt weiter? Und warum soll ich mich jetzt nochmal freuen, dass es draußen und drinnen 30° hat!?

*meine Genetik wollte es so, dass mein Körper ab 25° Außentemperatur nicht mehr richtig funktioniert. Als Nordeuropäer zwar nicht ungewöhnlich, doch meine biologische Bau- und Funktionsweise wird nichts und niemand mehr nach 35 Lebensjahren ändern können. C’est la vie oder shit happens!

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