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R.I.P. GameRankings!

GameRankings. Auch tot:

R.I.P. GameRankings!

Heute ist der letzte Tag, wo man in Theorie noch Bewertungen zu mehr als 14.500 Videogames über GameRankings.com nachlesen kann.

Habe heute durch Zufall eine gelbe Warnmeldung entdeckt, die eben den oben eingebetteten Text liefert.

Die Seite kapituliert und leitet spätestens morgen (offiziell eigentlich heute) einfach zu Metacritic weiter.

GameRankings, das war mehr als „die hässliche Schwester“ von Metacritic.

Zwar gehören heute beide zu dem US-amerikanischen Medienkonzern CBS Interactive, doch das war nicht immer so. Was auch den Shutdown jetzt problemlos erklärt.

Auch die Kritiken dort waren meist (oder immer!) noch kritischer und weniger kindergartenbunt wie etwaige Konkurrenten: im Schnitt so um die drei Punkte! Es wirkte seriöser und roch mehr nach Wissenschaft, drücken wir es zusätzlich so aus.

Der 1999 online ins Leben gerufene und damit zwei(!) Jahre(!) ältere Aggregator von Spielebewertungen war definitiv der innovativste seiner Art. Mir war bis dato nichts bekannt, was ähnlich in die Tiefe ging und gleichzeitig derartige Vergleiche von Rezensionen bot. Hier drückte sich nun 20 Jahre lang ein Vorteil des WWW geradezu aus. Kein Printmedium oder Fernsehsendung kann dir solch eine umfassende und einfach zu durchsuchende Datenbank liefern.

So killt man Konkurrenten! Vorbildlich.

Nee, nicht gut. Scheiß Kommerz. -.-

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mein schwarzweiss

Stell‘ dir vor, die Göttin Hera gäbe es wirklich.

Und sie hätte vor, einen Drum’n’Bass-Track aufzunehmen, zu dem sie die Lyrics beisteuert.

Es gäbe nur einen Titel für diesen Track: My Black & White.

Es gäbe nur einen Produzenten dafür: Klute aus UK, Tom Withers.

Und nur einen einzigen Verrückten auf dem gesamten Planeten, der die Eier und die Skills dazu hat, daraus auch noch einen Remix zu machen: Calibre.

Hört sich gut an! Hört sich so an:

März 2014. Commercial Suicide Records. Ein zeitloses Meisterwerk. Willkommen in meiner Welt!

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cyberpunk: bitte was!? teil I

Wer online über mich recherchiert, findet schnell heraus, dass ich mich als Cyberpunk bezeichne. In der Folge und weiteren guten Gesprächen, meist in der Realität, erläutere ich sehr gerne, was das ist und wie ich dazu kam.

Selbst heute kann mit dem Begriff allein nämlich nicht jede/r etwas anfangen, obwohl wir mittlerweile von Cyberpunk-Themen im Alltag durchdrungen sind.

Mit der neuen exklusiven Reihe Cyberpunk: bitte was!? will ich erzählen, was ich persönlich zum Thema beizutragen habe. Folge 1 der Serie widmet sich meinen jugendlichen Anfängen.

Keine Sorge, geht in dem Fall ganz schnell. 🙂

Wir schreiben das Jahr 1997 oder 1998. Ich war 14 oder 15. Der Musiksender MTV läuft in meiner kleinen Röhrenglotze. Und zwar mit folgendem Video:

Der Titel des Songs war „King of my castle“, Künstler war eine Band namens Wamdue Project. In Zeiten ohne Internet musste das einfach an Informationen reichen damals.

Und mit Kraftwerk in meinen Genen war ich nicht nur wie automatisch gehooket auf einem superben Electronica-Track. Sondern das erste Mal in meinem Leben wohl auch auf einem Anime.

Internet und Anime, oder gar Mangas, kamen erst Jahre später in mein Leben.

Im zweiten Teil widme ich mich erneut der hier im Musikvideo vorgestellten Bewegtbild-Koryphäe „Ghost In The Shell“, wenn auch in anderer Form. Stay tuned! Das Thema „G.I.T.S.“ sollte mich nämlich bis heute, spät in die 30er, einfach nicht los lassen…

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gpt-2

The Fields of Artificial Intelligence. Infographic @Fisher85M via @antgrasso #AI #NeuralNetworks #ML
(Oben: Forschungsbereiche der künstlichen Intelligenz, CC0 Paula Piccard)

Den Spezifikationen nach hat man bei der KI-Text-Software GPT-2 alles richtig gemacht:

* 1,5 Milliarden Parameter
* Datensatz von 8 Millionen Webseiten als Grundlage
* einfach gestecktes Ziel: Vorhersage des nächsten Worts in einem 40GB-großen Internet-Text

Entstanden ist so „das Modell einer unbeaufsichtigten Sprache, das allgemeinverständliche Textpassagen mit einer guten Performanz und einem rudimentären Leseverständnis, sowie Maschinenübersetzung, Fragestellung und Zusammenfassung“ (Quelle: https://openai.com/blog/better-language-models/) in sich vereint.

Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Planeten Erde ein „Hut ab!“ von mir und Respekt, dass es im Jahr 2019 solch eine Software gibt! Das war eine News im Februar.

Daraus entstanden ist ein regelrechter „Shitstorm“. Denn paranoide Zeitgenossen und Skeptiker witterten darin „ein bereits einsetzbares Programm zur Verbreitung von Fake News, Spam und Desinformation“ (via).

Mittlerweile haben sich die Gemüter wohl beruhigt. Und OpenAI, ein gerade mal vier Jährchen junges Startup aus San Francisco, war die Sache dann zu blöd, die haben die Vollversion der Software letzte Woche kurzerhand öffentlich gemacht.

Von nun an sollten wir alle in der Lage sein, theoretisch, z.B. durch die Eingabe einer beliebigen Überschrift, uns einen entsprechend sinnvollen Text generieren zu lassen. Oder umgekehrt. Und noch viel mehr.

Um zu verstehen, wie das System funktioniert, muss man der englischen Sprache mächtig sein und kann dann mal live hier ausprobieren, worum es geht:

https://talktotransformer.com/.

Einziger Wermutstropfen: die Dropdown ist bereits vorausgefüllt. Trotzdem: nettes Web-Gimmick mit Potenzial!

„The Verge“ hat in einem entsprechenden Artikel natürlich allerlei Nachteile entdeckt: die Verwendung von Namen durchgängig im Text sei nicht kohärent; das System bleibe in einem Nachrichtenartikel nicht beim Thema; solche Sachen. Doch ganz ehrlich: das machen Menschen auch und irgendwo kamen ja auch die Millionen Texte her. Das kann durchaus auch erlernt sein, bleibt aber natürlich Spekulation.

„The Verge“ war auch eines von vielen US-Onlinemedien, denen gar nicht so wirklich wichtig war, was hier genau Revolutionäres passiert. Viele Passagen im Artikel dort widmen sich einer laufenden US-Debatte, ob KI-Forscher Schaden anrichten oder nicht und ob denen das bewusst ist. Ich will da auch nicht weiter darauf eingehen, weil da sind auch wieder so hässliche Themen dabei. Kurzes Fazit: in ~95% der Fälle wissen die OpenAI-Mitarbeiter wohl selbst, ob ein Text ein GPT-2-erstellter ist.

Für mich hingegen ist eigentlich nur wichtig: wann geht denn jetzt Eliza Cassan endlich auf Sendung in meiner Glotze!?

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datenkolonialismus

Wichtiges Thema, sehr gute Blickwinkel, die Ali Rae in ihrer fünfteiligen Serie „All Hail The Algorithm“ hier genauer untersucht:

Die Rede ist vom Datenkolonialismus.

Eigentlich kaum Unterschiede zu den Zeiten des Spaniers Christoph Kolumbus und dem „Entdecken der Neuen Welt“. Nur, dass Kolumbus heute vornehmlich zwei Staaten darstellt, die USA und China, und die „Neue Welt“ eben die Virtualität (oder was man hierzulande häufig unter „Neuland“ versteht).

Zu Wort kommen zwei Autoren, die das Thema versuchen wissenschaftlich anzupacken und ein Buch darüber geschrieben haben, Ulises Mejias und Nick Couldry. Das ist alles weitestgehend nachvollziehbar und wenig neu gewesen.

Neu und wo uns bisher völlig der Einblick fehlte ohne diese Reihe, sind Staaten, die direkt von dieser neuen Art Kolonialismus betroffen sind und die beispielsweise vom afrikanischen Kontinent stammen.

Hier sind es Nanjala Nyabola, eine Autorin und politische Analystin, sowie Nanjira Sambuli, ihres Zeichens Aktivistin des World Wide Web Foundation-Forums, das 2009 vom Web-Erfinder persönlich, Tim Berners-Lee, ins Leben gerufen wurde, und sich für ein „offenes und freies Web für jeden Menschen“ einsetzt.

„We’re the bodies producing the data – but we’re not necessarily the ones benefitting from that.“ – Zitat Nanjira Sambuli

Europa hat erst letztes Jahr mit der DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) ein Zeichen gegen diese Art des Datenmissbrauchs gesetzt. Es kann als erster Schritt der EU gesehen werden, sich gegen „Big Data“ und deren Sammelwut zu wehren. Solange jedoch nicht die darin enthaltenen Sanktionen auch ordentlich und in voller Höhe vollstreckt werden, könnte dieses neue Gesetz auf Dauer zu einem „Papiertiger“ zusammenfallen.

Staaten wie die afrikanischen besitzen solche starken, recht schnellen Gesetzgebungsorgane nicht, das wird auch in diesem Film sehr deutlich. Es bleibt abzuwarten, wie sich solche Regionen gegen diese mächtigen Konzerne wehren wollen, wenn dies überhaupt möglich sein sollte.

Was Ali Rae hier liefert ist grundsolide und mutig, absolute Anschau-Empfehlung!

Gleichzeitig finde ich persönlich es natürlich wieder sehr bedrückend, solche Begrifflichkeiten weit im 21. Jahrhundert lesen zu müssen. Insbesondere in Verbindung mit IT-Themen. Das geht in die selbe Richtung wie „quantum supremacy“. Gut, da können die Quanten nichts dafür, doch „supremacy“ ist eine ekelhafte Idiologie, über die wir uns längst hinweggesetzt haben sollten. Da es leider keinen deutschsprachigen Eintrag bei Wikipedia gibt, verlinke ich hier zum Abschluss den englischsprachigen: https://en.wikipedia.org/wiki/Supremacism.

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quantum! irgendwas!

Google so: „Unsere CPU hier macht irgendwas mit Qubits, wofür ein regulärer Supercomputer 10.000 Jahre gebraucht hätte!“
IBM so: „Pfft, das selbe Experiment simulieren wir euch in 2,5 Tagen!“
Und ich so: „Hmmmm, nehme ich diese Woche SALZ oder ZUCKER zu meinem POPCORN!?“

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intel: defective by design V

Un martillo y un Pentium
Oben: Zerstörte Intel-CPU, CCBYSA porras

Es gibt Artikel zu Linux, da schüttelst du als IT-Experte einfach nur noch den Kopf.

Oder auch mehrfach.

Alleine auch schon, wo die Fragestellung dazu herkommen soll.

Hier ist mal wieder so einer: „HOWTO make Linux run blazing fast (again) on Intel CPUs“.

Nichts davon, was hier an „Workarounds“ beschrieben wird, sollte man machen, weder auf einem Arbeitsplatz-PC, noch auf einem persönlichen.

Da reißen sich ein Jahr lang Entwickler weltweit den Allerwertesten auf, damit Meltdown, Spectre & Co. in den Griff bekommen wird, und dann sowas.

Der Artikel hier beschreibt, wie man jegliche Sicherheitsschranke ausschaltet, die ab Januar 2018 im Linux-Betriebssystem-Kern implementiert wurde. Das ist einfach nur eklig.

An Insider-Wissen spart der Artikel hingegen nicht.

So steht hier, dass man bei allen Kerneln vor Version 5.1.13 auf insgesamt 8 neue Sicherheits-Features kam (noibrs noibpb nopti nospectre_v2 nospectre_v1 l1tf=off nospec_store_bypass_disable no_stf_barrier mds=off). Ab Kernel 5.3.6 waren es schon 10 (nopti, kpti=0, nobp=0, nospectre_v1, nospectre_v2, spectre_v2_user=off, spec_store_bypass_disable=off, ssbd=force-off, l1tf=off, mds=off). Wie immer bei meinen Artikeln zu diesem Thema: hardwareseitig ist auch damit rein gar nichts gepatcht. Lediglich das eigene Betriebssystem bleibt sicher.

Ferner liefert der Artikel auch einen Vergleich der „Performance-Einbußen“, die sich mittlerweile leichter erstellen lassen als noch vor knapp zwei Jahren. Ergebnis: solange „SMT“ (simultanes Multithreading) aktiv bleibt, die eigentliche Wurzel des Problems (Marketingidiotensprech „Hyperthreading“), wird man diese weder sehen, noch spüren können. Schaltet man das Problem hingegen komplett aus, wozu beispielsweise Google vor wenigen Monaten riet, sind die Einbußen im Schnitt bei 10-15% Leistung. Das kann sich, je nach genutzter Anwendung, durchaus beim Arbeiten/Spielen bemerkbar machen.

Warum ich dem Artikel am Ende doch dankbar war, lag an zweierlei Gründen: man kann die Inhalte auch wundervoll als Satire lesen und sich daran erfreuen. Und es spricht Bände, überhaupt über die gegenwärtige IT-Situation, dass er überhaupt existiert (und sogar noch heute aktuell gehalten wird, das letzte Update war am 15.10.).

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samsung sbw

Bundeswehr
Oben: BUNDESWEHR. Symbolbild. CCBY Trending Topics 2019

2019. Irgendwo in Deutschland. Ein altes Telefon von SIEMENS. Es tutet. Und tutet. Nach etwa 15 Minuten nimmt jemand ab. Gekeuche. Danach permanentes Geschnaufe in die Sprechmuschel.
Bundeswehr (BW): JA??
Samsung, Marketingabteilung (SMA): Hallo, hier spricht Samsung, ihr südkoreanischer Handyhersteller des Vertrauens!
BW: AIRBUS??
SMA: Nein. Samsung! Wir haben gehört, dass die Truppe mit unseren jüngst belieferten S8-Smartphone-Geräten nicht zurecht kommt.
BW: JA??
SMA: Und dass die gelieferten 16.000 Stück vom Mai ohne Internetverbindung nutzlos seien.
BW: JA??
SMA: Wir haben uns daher mit einem süddeutschen Partner zusammen geschlossen und…
BW: JA?? HALLO??
SMA: …würden Ihnen nun gerne zusammen mit diesem eine aktualisierte und intuitiv nutzbare Version der Hardware inklusive „eines hochsicheren Betriebssystems auf Android-Basis“ aufbauend auf der hauseigenen, südkoreanischen Sicherheitssoftware „Knox“ zur Verfügung stellen.
BW: JA?? WIE WAR NOCHMAL IHR NAME??
SMA: Samsung! Ihr südkoreanischer Handyhersteller des Vertrauens!
BW: SAMSUNG?? KOREA??
SMA: Genau! Samsung! Ihr südkoreanischer Handyhersteller des Vertrauens!
BW: SCHLITZAUGEN?? SEID’S NOCH GANZ DICHT??
SMA: Entschuldigen Sie?
BW: JA??
SMA: Wie haben Sie uns gerade genannt?
BW: JA??
SMA: Schlitzaugen?
BW: JA??
SMA: Ja?
BW: JA?? HALLO??
SMA: Wir sind doch richtig bei der deutschen Bundeswehr?
BW: JA??
SMA: Ihre Truppe erhält bald neue Handys! Mit Internet! Und Twitter! Von Samsung!
BW: NEIN. REISFRESSER WOLLEN WIR NET.
Aufgelegt.

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android sdk: die geschlossene anstalt

I giochi più frustranti di sempre per smartphone Android!!
Wutroter Androide, CCBY Giochi Android Iphone

In der Welt des Smartphone-Betriebssystems Android passiert mittlerweile sehr, sehr viel Schmu.

Auf der einen Seite kann man das als „Normalität“ abtun, schließlich wollen alle Hersteller am besten jedes Jahr ihren Kunden neue Geräte andrehen. Da geht schon mal die eine oder andere wichtige Sorgfalt unter. Doch dass ich als Entwickler und nicht als bloßer Konsument mal davon betroffen sein würde, bei einem Produkt von Google, das war mir neu.

2019 war alles anders. Ich darf nämlich offiziell mit „meiner“ Entwicklungsumgebung „Eclipse“ gar nicht mehr für Android coden.

Der Laden ist dicht, bumms aus vorbei für uns reine Java-Entwickler. Wer für Android programmieren will, der muss zwingend „Android Studio“ nutzen, eine auf der russischen Entwicklungsumgebung „IntelliJ“ basierende „offizielle Entwicklungsumgebung“.

Ich habe letzte Woche dennoch meine ersten Apps zumindest mal auf Android 9 (Pie) aktualisieren können.

Ja, mit Eclipse.

Eclipse warf seit fast zwei Jahren dauernd irgendwelche anderen bescheuerten Fehler, was man aber gewohnt ist. Jetzt war letzte Woche aber auch ein Feiertag und ich konnte mich des Problems zeitlich und nervlich endlich einmal annehmen.

Die Fehlermeldung zum Einstieg war wundervoll nichtssagend, Error type 3 Error: Activity class {MainActivity} does not exist. Gibt man diesen String in, klar, Google, ein, landet man wie üblich auf massenhaft Seiten von „Stack Overflow“ und wühlt sich da durch. Als ich das beseitigt hatte kam aber schon wieder ein anderes Problem auf: ERROR: This AVD's configuration is missing a kernel file! Please ensure the file "kernel-qemu" is in the same location as your system image. Kennt ihr so Situationen, wo ihr verflucht, was ihr beruflich gelernt habt!? Hier ist eine!

Also wieder Google. Erster Beitrag: Using Android 8 and 9 emulators without Android Studio von Andrés Zsögön. Zwar kenne ich diesen Typen nicht, doch er hat meinen Arsch gerettet.

Hier lädt man einfach zwei ZIP-Dateien runter und ballert die Dateien über das spackende „Android SDK“ drüber. Wer möchte, der kann auch aktuellere ZIPs hier finden: https://stackoverflow.com/questions/43685301/how-can-i-install-the-gui-android-sdk-manager-without-installing-android-studio/51429889#51429889.

Nach dem Update sieht das Hauptfenster des Android SDK Manager in Eclipse dann etwa so aus:

Android SDK Manager in Eclipse in der Version 28 ...

Was man hier gut (oder weniger gut) sehen kann:

* es gibt nach wie vor keinerlei Images von Android 10 („not compatible with Linux“), die ich über diese ZIPs auf den PC spielen kann, um (meine) Apps zu testen, ergo Update auf Android 10 von mir nicht möglich
* ohne diese ZIPs von oben wären ab API 27, also Android 8, keine Einträge „System Images“ vorhanden
* das selbe gilt für Android 9

Man sollte Updates hier grundlegend nicht mehr durchführen, auch wenn diese unten rechts angezeigt werden, da sonst Eclipse wie auch der Android SDK Manager durcheinander kommen. Ein Update der eigenen erstellten Apps von Android 7 (Nougat) auf eine höhere Version ist nicht mehr grundsätzlich möglich!

Ich finde das, gelinde gesagt, eine Riesensauerei.

Als ich den Beruf erlernte haben wir noch C, C++ und (ganz wenig) Java gelernt, schön plattformunabhängig. Heute lernen viele nur noch C#, und damit sich von Beginn an in die Abhängigkeit von Microsoft zu begeben. DAS hier ist genau das Selbe in grün, nur von Seiten des „Big G“! Solch brachialer Schwachsinn zwingt Leute dazu Berufe zu wechseln! Ein Angriff auf unsere wertvolle Lebenszeit, wie ich finde.

Ich habe gar keinen Bock mehr auf diese Scheiße.

Jüngst flog eine meiner der kostenlosen(!) Apps sogar aus dem Google Play Store, wegen dem „Einbinden von Spenden-Buttons“. Andere, wie Cam Scanner, sind jahrelang erhältlich und hinterher kommt raus, dass die Zeit haben durften, Trojaner auf 100(!) Millionen(!) Geräten zu installieren. Willkommen in der schönen neuen Welt der Mountain-View-Unverhältnismäßigkeiten! Klar bin ich wütend auf die, aber scheißwütend!

Joa. Sehen wir es skandinavisch: was soll’s. There goes the freedom of free software development.

tl;dr: Ab Android 7 kann man als „Eclipse“-Entwickler eigenentwickelte Apps nicht mehr mit dem Android SDK auf neuere Versionen updaten, damit auch nicht 64bit-fähig machen, und Google ist das neue Microsoft.

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hier trackt jemand programmiersprachen. aktuell 3521.

Rootkit code
Oben: Beispiel-Code für ein Rootkit, CCBYSA Christiaan Colen

Ich könnte jetzt meckern und sagen „so eine riesige Liste gehört eigentlich in ein Wiki und nicht in ein Online-Repository für Code“.

Doch weder den Satz gab es so, als ich die Liste das erste Mal entdeckte, noch will ich hier mit meinen wenigen Dutzend Kenntnissen von Programmiersprachen hier noch groß irgendwie klug scheißen.

Denn was ein Typ namens codelani hier gemacht hat, ist wahre Leidenschaft und eine reine Sisyphosarbeit: er trackt Programmiersprachen. Mittlerweile besteht seine Liste aus 3.521 davon, letzte Woche waren es noch unter 3.500. Und: er listet zusätzlich nicht nur den Typ der Sprache, sondern auch das Jahr der Veröffentlichung.

Warum macht ein Mensch das? Nun, offiziell weil er mithelfen will, „die nächste großartige Programmiersprache zu bauen“. Inoffziell wahrscheinlich aus diesem einen Grund: weil er es kann! 🙂

Wer denkt, er hätte eine vergessen, schickt ihm eine Email.

Weiterer Cheat Code: wer den jeweiligen Link in der HTML-Übersicht klickt, der findet übrigens auch noch Hintergrundwissen und Code-Schnipsel zur ausgewählten Sprache.

Mehr Leidenschaft für Programmiersprachen geht einfach nicht! Lasst ihn uns King Codelani nennen ab heute!

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aphex twin live in london

Bin mir nicht sicher, wie mir das entgehen konnte:

Zu sehen sind die wichtigsten zwei Stunden europäischer elektronischer Musik in einem einzigen YouTube-Mitschnitt seit über einer Dekade.

Richard D. James aka Aphex Twin plus seiner Frau, live und mit Online-Tracklist am 14. September in London.

Für Enddreißiger wie mich ist Aphex Twin einer der Electronica-Superhelden aus den 90ern.

Einer, der mit einem einzigen Musikvideo (Windowlicker) MTV, den US-amerikanischen Life- und Hype-Style, die gesamte Electronica-Subkultur, und zuletzt sich selbst gebumsvögelt hat (seine Hackfresse ist das gesamte Video über zu sehen). Und das als Ire. Besser ging es damals nicht.

Ich wusste lange nicht, dass er Ire ist, übrigens. Da war noch nix mit Wikipedia, YouTube und Gedönsen. Umso erstaunlicher, was er da visuell verballern konnte. Keine Ahnung, wie so etwas funktionieren konnte. Wenigstens verstand ich die Message. Und der Track war einfach übelst geil (Motto „typisch Aphex Twin“)!

Dank geht raus an Felicity Martin für einen rein zufälligen, doch mir sehr wichtigen Fund der letzten Tage.

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keine leckerlis mehr für androiden

Vergangenheit, Schluss, Aus und Vorbei:

Android cupcakes

Mit der aktuellen Version 10 des Smartphone-Betriebssystems Android aus dem Hause Google ist es nun endgültig vorbei mit Beinamen bestimmter Leckereien bei einer Neuveröffentlichung.

Wir werden uns also damit anfreunden müssen, dass die letzte süße Version uns ewiglich an eine Hollywood-Klamotte zu Stifler’s Mum aus den 90ern erinnern wird, solange es das freie Betriebssystem gibt.

Übrigens: auch die offizielle Schriftart hat sich geändert und somit das Logo der Marke. Es ist schlanker, langweiliger geworden und erinnert nun an 0815-TTF-Schriftarten, die standardmäßig mit 0815-PCs ausgeliefert werden.

Was da los? Eine offizielle Stellungnahme gibt es nicht. Das wäre früher vom „großen G“ anders, offener kommuniziert worden. Schade.

Meine persönliche Vermutung ist, denen war das einfach zu blöd mit Diskussionen und Kritik an Süßigkeiten-Marken (Stichwort Internet-Shitstorms), wie bei Kitkat™ (2013) und Oreo™ (2017) der Fall. Dazu mag auch ich selbst beigetragen haben in der Vergangenheit. Boah, was eine Macht und Reichweite mit 10 Lesern pro Tag!11

Wenn ihr mich nun bitte entschuldigen würdet, es ist Zeit meine eigene Klamottenmarke zu gründen, ich bitch bin leider famous

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die erde hat fieber III

2019.

Die Menschheit ist ein Jahr weitergerückt und hat 2018 überlebt. Letztes Jahr habe ich 33 Tage Ü30 gezählt in einer Region des Landes, wo wir üblicherweise 5-7 pro Jahr hatten in der Zeit der 80er und 90er Jahre (zum Beispiel).

Was hat sich verändert? Ist das Wetter ruhiger geworden? Die Menschheit weiser? Die Probleme des menschgemachten Klimawandels weniger?

Lasst es mich in einer einzigen Grafik zusammenfassen:

Der Tollhauseffekt - Buchcover

:-/

Ja, schade, war’s! Versuch war’s wert!11

Immerhin: statt 33 waren es bislang lächerliche 14 Tage seit Juni mit Temperaturen Ü30, davon mehrere vielerorts gar Ü40, in Brasilien brennt der Regenwald, am Nordpol bekamen die Länder Russland, Kanada und Grönland die umspannenden Waldbrände nie richtig in den Griff, und wir befinden uns gerade in der dritten Hitzewelle. Alles paletti! O.O

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sei kein phish!

Der Mensch denkt wie ein Mensch, fühlt wie einer, und ist deshalb anfällig für Phishing.

Kam heraus, für mich war allerdings wichtiger, dass 45% aller Internetnutzer weltweit gar nicht wissen, was Phishing überhaupt ist.

France, Nord (59), Dunkerque, Feu de St-Pol : la partie de pêche

Angenommen, aktuelle Zahlen zu den weltweiten Internetnutzern stimmen, wären das 1,755 Milliarden Menschen des Planeten Erde.

W00t!?

Gizm{e}o.eu to the rescue!

Okay, also wenn ich dir eine elektronisch übermittelte Nachricht wie eine Email sende, und ich dich darin auffordere auf einen Link zu klicken, dann ist das technisch gesehen „Phishing“.

War das jetzt schwer!? Eben. At your service! ^^

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vollporno-wertverlust

Die Geschichten der New Economy waren von jeher verrückt. Neuestes Beispiel ist die Akquise von Tumblr durch WordPress bzw. dessen Mutterkonzern Automattic:

WordPress kauft Tumblr zum Spottpreis
Oben: Aktuelle Schlagzeilen zum WordPress-Tumblr-Deal

Im Jahr 2013, also vor sechs Jahren, kaufte Verizon den Microbloggingdienst aus New York City für sagenhafte 1,1 Milliarden US-Dollar.

Heute, 2019. wird Tumblr an Automattic mit ca. 450 Millionen Blogs an Automattic sprichwörtlich für nur 20 Millionen US-Dollar verramscht.

Dies entspricht einem Wertverlust von 98+% in nur sechs Jahren.

Erst im Dezember 2018 blockte Tumblr offiziell auf seiner Plattform Sex & Porno. Ob dies zu diesem Wertverlust beigetragen hat bleibt natürlich Spekulation, und da war sicherlich noch viel viel mehr im Argen, doch das ist, was ich einen pornösen Wertverlust nenne!

Wünsche ich niemandem, und Tumblr schon gar nicht. Glückwunsch an Automattic! Ist ein fettes Erbe, was nun zu WordPress gehört, mit oder ohne Porno.

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