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alles gute zum 10., chromium

Das Update heute auf meinen Linux-Kisten machte ein Jubiläum klar: mit Version 69 feiert Chromium (für die Verräter: Google Chrome) seinen 10. Geburtstag.

Alles Gute wünscht gizm{e}o.eu!

Alles Gute zum 10. Geburtstag, Google Chrome
Chromes „Fail-Dino“ hat derzeit einen feierlichen Hut auf

Anfang September 2008 brach Google eine kleine Revolution mit einem unfertigen neuen Webbrowser auf Desktops los. Internet Explorer ist inzwischen komplett abgefickt und Mozillas Firefox röchelte zwischenzeitlich gewaltig. Mittlerweile kommt der Hightech-Blätterer weltweit laut einigen Statistikern auf 60% Marktanteil.

Das war alles andere als vorhersehbar. Und wahrscheinlich auch nicht.

Man darf gespannt sein, welcher Browser in weiteren 10 Jahren an der Spitze steht. Edge und Safari dürften es nicht sein.

[Update I, 19.10.18]

Den Zwangs-Login-Mechanismus in den Google-Account will Google mit Version 70 behoben haben. Vielleicht.

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wirsindmehr live

FCKNZS:

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kinderkunst auf esa-satellit

Positivity zum Monatsende:

ESA-Satellit Cheops
Credit: ESA/ATG medialab

Wir sehen hier die künstlerische Darstellung des ESA-Satelliten Cheops.

Cheops hat gute Augen an Bord und soll mit Hochpräzisionswerkzeugen die Helligkeitsunterschiede von Sternen vermessen. Dadurch sind nicht nur Rückschlüsse auf deren Größen, sondern auch deren Art möglich (Eis, Gestein, etc.). [via]

Neben diesen Hightech-Äuglein hat jedoch der gute Cheops hier noch etwas anderes Nettes an Bord, was ein bisschen an die „goldenen Schallplatten“ der Voyager-Sondern erinnert:

ESA: Cheops-Tafeln mit 2700 Darstellungen von Kindern
Credit: G. Bucher – Bern University of Applied Sciences

Das sind zwei wunderschöne Plaketten in der Größe 18x24cm mit handverlesenen 2.700(!) Zeichnungen von Kindern.

Cool! Und schön!

Die Kinder selbst hatten für die Zeichnungen drei Jahre Zeit. Als Inspirationen dienten ihnen Studien von Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Die besten und schönsten ihrer Vorstellungen sind nun als Stern-Variationen und anderer Weltall-Umgebungen auf den Tafeln aus Titan eingraviert zu finden. Am 28. August wurden diese feierlich während einer Zeremonie in der Schweiz enthüllt.

Der Satellit reist derzeit nach Holland, während September muss er u.a. akustische Tests dort überstehen. Die finalen Tests finden anschließend in Spanien statt, während am Ende die Abschussrampe in Französisch-Guyana ihn bereits für Januar 2019 erwartet.

Die Mission zwischen der ESA und der Schweiz ist angelegt auf 3,5 Jahre, währenddessen Cheops 500 Sterne genauer untersuchen soll.

Keine altägyptischen Pharaonen und/oder Pyramiden kamen zu Schaden bei den Vorbereitungen zu dieser Mission. Was aus den traurigen Kindern wurde, deren Zeichnungen nicht mitfliegen durften, ist derzeit nicht bekannt.

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pester

Pester ist das englische Wort für belästigen.

Ich werde seit vielen Jahren permanent in meinem eigenen Browser belästigt.

Eingebettete Videos auf Autoplay, die ich nicht brauche und nicht sehen will.
Icons von „sozialen Medien“.
Werbung die über die Höhe und Breite ganzer Webseiten geht und mit mir mitscrollt.
Icons von „sozialen Medien“.
Popups mit nervigen Hinweisen, ich solle dämliche Cookies akzeptieren, von Webseiten, von denen ich weiß, dass dort niemand weiß, wie man „Cookie“ buchstabiert.
Icons von „sozialen Medien“.
Nervige, animierte Pseudo-Umfragen einer gleichnamigen Firma „apester“, die dort hinterlegte Meinungen wahrscheinlich direkt zur KP nach China oder ins US-Außenministerium sendet.
Icons von „sozialen Medien“.
Popups die erscheinen, ich solle mich erst in einen Newsletter eintragen, bevor ich den Tab schließen darf.
Icons von „sozialen Medien“.
Overlays, die nie verschwinden und ein Drittel der Sicht auf die Inhalte einer Website wegnehmen, wie bei vielen von Milliarden Pfosten genutzten (a)sozialen Netzwerken zu sehen, deren Markennamen ich hier nicht mehr erwähnen werde.
Icons von „sozialen Medien“.
In einen Website-Text hereingleitende Widgets ohne jegliche sinnvolle Information.
Icons von „sozialen Medien“.
Autoplay-Videos, die unten rechts permanent eingeblendet werden, weil ich es gewagt habe nach unten über das selbe Webvideo zu scrollen.
Icons von „sozialen Medien“.

Pester enthält linguistisch betrachtet auch das im deutschsprachigen und angelsächsischen Raum bekannte Substantiv Pest, das von Milliarden Menschen auf der Welt gleich interpretiert wird.

2018. Hier sind wir nun. Das Web ist gerade mal 27 Jahre jung. Danke, ihr Versager! .:. BNW.

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.byte 0x0f, 0x3f

.byte 0x0f, 0x3f

Mit diesem Befehl schaltet man einen „Gott-Modus“ von VIA C3 Nehemiah-CPUs frei.

Unter „Gott-Modus“ ist hier die Übernahme der Maschine allein durch Code ohne jegliche Beschränkung durch Hardware-Layer und OS-Sicherheitsschranken gemeint.

Das ist wundervolles, unmögliches Black-Hat-Hacking in nur 4 Byte!

VIA C3 x86 Backdoor Gif

Sehen wir das wie es ist, diese CPU hätte gar nicht in den Verkauf dürfen. Entdeckt wurde der Hack von Christopher Domas und er hat das auf der „Black Hat 2018“ am 9. August öffentlich gemacht.

Solch ein Hack darf gar nicht existieren, jeder Thin Client und jedes Embedded Device mit dieser CPU auf einem Sockel 370 ist es nicht wert, „Computerprozessor“ genannt werden zu dürfen. Wer erfindet bitte solch einen Müll!?

„The good news is that, as far as Domas knows, this backdoor exists only on VIA C3 Nehemiah chips made in 2003 and used in embedded systems and thin clients. The bad news is that it’s entirely possible that such hidden backdoors exist on many other chipsets.“

Ich sehe das noch unter einem anderen Gesichtspunkt als problematisch: Dank „Meltdown“ und „Spectre“ und dem Versagen namhafter CPU-Hersteller wie Intel, AMD, IBM und ARM wird RISC als die nächste Stufe der Evolution von Computerprozessoren betrachtet. Der VIA C3 ist allerdings eben genau solch eine RISC-CPU. Kein RISC-V zwar, doch wenn die generell einen undokumentierten CPU-Kern haben, der mich als User(!) in nur 4(!) Byte runter auf die tiefste Stufe der Hardware lässt, brauche ich _den_ Dreck leider auch nicht. Hat keiner mehr Lust und Zeit sichere CPUs zu entwickeln und zu bauen!?

Domas stellt in der Zwischenzeit auch einen Checker und eine Doku zu seinem ziemlich unmöglichen Hack zur Verfügung: https://github.com/xoreaxeaxeax/rosenbridge. Das letzte Update ist gerade mal sechs Tage her.

Fazit: hat mir mal jemand einen Lötkolben, damit ich CPUs zuleibe rücken kann!? Ach so, ich Depp, geht jetzt direkt im Code und in nur vier Byte

P.S.: Merke: wenn du Hardware hacken willst, lies die Dokus und verschwende ausschließlich Zeit mit verdächtigem Nichtdokumentiertem. Auf zu den Brotkrumen!

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die erde hat fieber

2018 könnte den Eindruck erwecken, auf der Erdoberfläche wird es langsam aber sicher unbewohnbar: ich kann mich nicht daran erinnern, ob ich jemals in meinem Leben 9 aufeinander folgende Tage Temperaturen über 30° erlebte. Als ein Kind Baden-Württembergs ist bei uns immer mal drin, dass es heiße Tage in einem Sommer gibt. Doch die sind sehr selten anzutreffen und summieren sich aufs Gesamtjahr eher in Richtung fünf bis sieben maximal.

Da 2018 ein ungewöhnliches Jahr von Beginn an war, der Frühling wurde übersprungen, wir sind vom winterlichen März direkt in einen sommerlichen April übergegangen, sowohl April und auch Mai waren die hellsten und trockensten je gemessenen, war vorhersehbar, dass es ein heftiger (für mich scheiß*) Sommer wird. Ich konnte früh anfangen Links zu sammeln und so entstand eine kleine Chronologie der gegenwärtigen Folgen des Klimawandels, die ich nie besitzen wollte und ich ehrlich gesagt auch nicht gedacht hätte, dass das weltweit so schnell geht:

20.01.18
Sonne tot: zweitdunkelster Winter in Europa und Russland seit 1887
https://href.ninja/?kNAQVg

21.02.18
Deutschland erwärmt sich 0,2 Grad mehr als weltweiter Durchschnitt
https://href.ninja/?Gc5geg

05.05.18
UN: weltweit heißester April aller Zeiten, Menschen sterben
https://href.ninja/?2ticIw

07.07.18
Hitzewelle in Kanada: bereits 54 Tote
https://href.ninja/?4cjhjg

15.07.18
Klima im Juni: weltweit 0,4 höher als üblich und Katastrophen allerorten
https://href.ninja/?sCfAAQ

19.07.18
Hitzewelle in Japan: bereits über zwei Dutzend Tote
https://href.ninja/?-eoQSQ

20.07.18
Haben Weltkriege und Imperien überlebt: Klimawandel tötet libanesische Zedern
https://href.ninja/?DRq67w

20.07.18
Sommer seit April: Ende Juli kommt „erste Hitzewelle“ über Deutschland
https://href.ninja/?xpwGoQ

26.07.18
Helmut-Hoch in Deutschland setzt Extremhitze im Intervall des Auftretens von 500 Jahren auf 15 Jahre herunter
https://href.ninja/?Dc1tYQ

28.07.18
Hitzewelle in Europa: Phänomene nach Ländern
https://href.ninja/?2TbCNQ

31.07.18
Dank Copernicus Sentinel-2 kann die ESA Unterschiede der landwirtschaftlichen Vegetation in und um Berlin in HD zeigen
https://href.ninja/?6utenA

Dieser dumme deutsche Helmut ist wie man sieht nicht das einzige Problem, wie man unschwer erkennen kann leidet Mensch und Natur gegenwärtig global, in der Liste sind Kanada und Japan sogar mit Toten vertreten, während ich zu den Problemen in Schweden und England nicht einmal Links ansammeln konnte.

Welche rationalen Gründe gibt es hier also, den Klimawandel weiter zu leugnen?

Da sich das Extremwetter nicht mehr regional beschränken lässt, könnte man das gegenwärtige Phänomen auch so ausdrücken: unsere Erde hat Fieber.

Laut Definition ist Fieber:

…ein Zustand erhöhter Körperkerntemperatur, der meistens als Begleiterscheinung der Abwehr gegen eindringende Viren, lebende Mikroorganismen oder andere als fremd erkannte Stoffe auftritt, sowie als Begleiterscheinung bei bestimmten, insbesondere bösartigen, Tumoren, Traumata oder seltener im Rahmen anders verursachter Entzündungsvorgänge vorkommt. Die hiermit verbundenen Vorgänge beruhen auf komplexen physiologischen Reaktionen, zu denen unter anderem eine pyrogenvermittelte, vom Organismus aktiv herbeigeführte, geregelte und begrenzte Erhöhung der Körperkerntemperatur gehört. […] Entgegen einem häufig vorkommenden Missverständnis ist Fieber in den meisten Fällen nicht Ursache von Krankheit, sondern Teil der Antwort des Organismus auf Krankheit. [via]

Der Planet selbst ist also alles andere als dumm, sondern betrachtet uns Menschen mittlerweile als „eindringenden Virus“, „andere als fremd erkannte Stoffe“, „bösartigen Tumor“, „Traumata“, „Entzündung“. Und er wehrt sich. Clever!

Für uns Menschen spricht das allerdings nicht.

Earth voted unanonimously against you!

Glückwunsch.

Uns allen.

Wie verschissen kann eine Spezies dieses Universums haben, wenn sich bereits ein kompletter Planet gegen diese richtet!?

Der Tollhauseffekt - Buchcover

Übrigens ist die Zeit schon lange nicht mehr auf unserer Seite, wie man im „Der Tollhauseffekt“ von Michael E. Mann und Tom Toles schön anschaulich lesen kann. Und aus der super Idee der Superreichen, wir bauen uns durch „Atombombenzündungen über den Polkappen des Mars“ (Zitat Elon Musk) „einfach“ eine „zweite Erde“ wird leider auch nichts: Aus Terraforming des roten Planeten wird vorerst nichts. Es fehlt schlicht an CO2.

Wie machen wir jetzt weiter? Und warum soll ich mich jetzt nochmal freuen, dass es draußen und drinnen 30° hat!?

*meine Genetik wollte es so, dass mein Körper ab 25° Außentemperatur nicht mehr richtig funktioniert. Als Nordeuropäer zwar nicht ungewöhnlich, doch meine biologische Bau- und Funktionsweise wird nichts und niemand mehr nach 35 Lebensjahren ändern können. C’est la vie oder shit happens!

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wisoistkeinentanet.de II

Warum hat’s Südkorea gut!?

Warum hat’s Norwegen gut??

Warum hat’s Schweden gut?

Und warum ist mein Internet hier so scheiße!?

Warum hat’s Hong Kong gut?

Warum hat’s die Schweiz so gut!?

Warum hat’s Finnland gut??

Und warum ist deutsches Internet so scheiße!?

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schwebendes magnettbett II

Der erste Artikel zu diesem Thema rangiert auf Platz 8 der am meisten besuchten Artikel auf gizm{e}o.eu. Aller Zeiten.

Doch wie sieht es heute um die Umsetzung solch eines schwebenden Magnetbetts aus?

Am Status und horrenden Preis des dort vorgestellten schwebenden Betts hat sich bis heute leider nichts geändert.

Doch die Zeiten sind wohl kreativer geworden, fand ich jüngst zum selben Thema drüben bei reddit einen Maker, der sich sein eigenes magnetisch schwebendes Bett einfach selbst gebaut hat, hier die Slideshow:

Construction of a levitating bed

Im Gegensatz zu den 1,34 Millionen Euro aus 2006 auch ein echtes Schnäppchen: Materialwert liegt unter 1.000€ hier.

Klar, erstmal handwerklich begabt sein und Gedöns! Aber DIY: mit Geduld und Liebe läuft das und am Ende hat man es selbst gebaut! <3 Oder eben versucht...

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beam me up cause I can’t breathe

20 Jahre zurück.

Bist du zufrieden mit dem Leben, das du gerade lebst?

Interne und externe Faktoren in Ordnung?

Faschisten auch tot und so?

Wetter und Temperaturen wie immer?

Guckst noch fern?

Was sagen deine Kinder dazu?

Ja, ich bin auch ein Arschloch. Immer diese subjektive Scheiße. Meine Eltern waren eben auch nicht ganz dicht. Eigentlich wie überall. Was unterscheidet mich eigentlich von den stupiden Selfie- und Hashtag-Süchtigen heute?

Ach, wisst ihr. Als es in unserem Leben nicht mal ein @ gab. So um 1998. Aus der Zeit, aus der auch dieses Musikvideo stammt. Dachten wir dummen Teenies, alles sei möglich.

Bis heute hat nur leider auch kein Mensch einen Fuß auf den Mars gesetzt. Außer vielleicht in „Doom“ oder so. Virtuell. Ist doch eh viel mehr wert.

Jetzt sind wir 7,6 Milliarden. 1998 noch 5,9 Milliarden. Und so um die Zeit meinten unsere Biologie-Lehrer, vier Milliarden wäre die Grenze für sustainable Earth und so.

War ja eh alles Bullshit. Wir sind echt die letzten Idioten und haben keine Ahnung.

Ruhe in Frieden Musikfernsehen! Und Levi’s! Und Weltraumerkundung! Weil, Instagram, Makeup und YOLO und so!

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microsoft 2018 II

Die Redmonder betreiben sogenannte „Cloud-Center“ im schönen Irland. Das sind einfach langweilige Server, wo das Bananen-Cloud-Software-Ungetüm Microsoft Azure darauf läuft. Die hatten letzten Monat einen Ausfall, der über 11 Stunden andauerte.

Schuld hatte das pervers heiße irische Wetter: es hatte 19°.

Fuerteventura CC0 Flickr
(Oben: Fuerteventura – red stone in the desert at hot sun, CC0 via Flickr von kasuog)

Microsoft – We are the „M“ in software!

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itty bitty: weblogs-zukunft?

Kommerzielle Gleichmacher wie Analbook und T(z)witter nahmen der weltweiten Blogging-Bewegung den seit 2003 aufkommenden Wind heftig aus den Segeln. Dabei ist die Technik selbst heute komplett ausgereift und kann jederfrau/jedermann innerhalb von Minuten zum eigenen Medium verwandeln.

Eine Revolution, die nicht mal im Entferntesten antizipiert werden konnte und zeigt, zu welchen Höhenflügen und Freiheiten die Ende der 80er-Jahre des vorherigen Jahrhunderts vom CERN entwickelte und schnell der Allgemeinheit zur Verfügung gestellte Schöpfung WWW führen kann. Weblogs sind definitiv eine der besten und schönsten Erscheinungen im weltweiten Webstuhl.

Innovationen auf diesem Gebiet sind eher rar. Für eine junge Plattform zum Publizieren von lebenden Dokumenten ist das eher schlecht.

Doch mir begegnete heute eine vielversprechende Idee, die sich itty bitty nennt. Die Features dieser schlauen neuen Plattform fasst folgender Screenshot zusammen:

itty bitty: Zusammenfassung

Ihr seht schnell, was mir hier gefällt:

* rante nicht bloß, erschaffe neue Poesie!
* erstelle doch gleichzeitig eine App für deinen Shit!
* Zeichenbegrenzung!? Wer lässt sich solche Krankheiten einfallen, bitte!?
* verknüpf‘ das Ganze mit einem QR-Code, damit Cyborgs und Maschinenmenschen das Zeug ebenfalls lesen können!
* wenn du Hacker bist, mach‘ doch gleich in ASCII-Art!
* du brauchst keine Kohle für eigenen Serverplatz ausgeben
* wir speichern bei uns nix

HarHar! Hätte von mir stammen können! Tut es aber leider nicht. T_T

Legt doch gleich mal los, hier le lien:

https://itty.bitty.site/edit

Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Hoffentlich ist das alles legit, ich habe es nicht geprüft/kann es nicht prüfen, aber YOLO.

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gentoo: quellcode in der cloud kompromittiert

Keine Ahnung wer so etwas macht. Und die Motivation dahinter verstehe ich auch nicht. Darüber nachzudenken ist eigentlich komplett sinnlos.

Die GitHub-Cloud, wo der Quellcode der Linux-Distribution Gentoo abgelegt wird, wurde kompromittiert. Kom-plett.

Tasse mit Logo von Gentoo Linux
Oben: Gentoo-Logo auf einer Tasse

Es geschah am 28. Juni und nicht nur der Code an sich wurde bösartig modifiziert, auch die Seiten der Organisation und weitere Repositories.

Gentoo hatte ein Riesenglück: die GitHub-Code-Cloud war lediglich ein Mirror.

In Nutzerkreisen spekuliert man auch, dass die Massen der User den Code wohl eher über rsync, als über git abrufen. Wirklich betroffen ist also „nur“, wer ausschließlich auf den Code über GitHub setzte.

Es stinkt gewaltig. Könnten wir bitte diesen Wahnsinn, der sich marketingverhunzt „Social Coding“ schimpft, endgültig an den Nagel hängen!? Das ist doch Blödsinn.

Die Tools für die weltweite Zusammenarbeit gibt es doch dank den Linux-Entwicklern schon längst, in meinen Augen ist nicht nur GitHub im Arsch, eigentlich ist das gesamte Web im Arsch.

Das hatte mal alles riesiges Potenzial. Ende 1999 hatte Google z.B. auch noch relevante Suchergebnisse. -.-

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dreieckige panzerbereifung

Wir präsentieren stolz.
Aus der erfolgreichen Reihe „Dinge, die die Welt nicht braucht“.
Sowie „Wir benutzen ab jetzt einfach Backslash statt Slash für Verzeichnisstrukturen“.
Und: „Damit lässt sich bestimmt irgendwie Geld verdienen“.
„Sag‘ Ja zu Drogen, Teil 5723“.
Endlich. Das wurde aber auch mal Zeit. Dreieckige Panzerreifen:

DARPA: dreieckige Reifen...
(DARPA-Bild: dreieckige Panzerreifen)

[via]

„God’s Own Country“.

„God’s Own Army“.

Jetzt erhaeltlich: Illuminati-Panzerreifen!

„God’s Own Disease“.

Gizm{e}o.eu - Anti-Militär. Anti-Religion. Anti-Schwachsinn.

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intel: defective by design III

Computer lassen sich nicht verarschen. Kunden lassen sich verarschen.

Die wohl erfolgreichste CPU-Serie aller Zeiten ist die „(Core) i“-Serie von Intel, basierend auf der sogenannten „Nehalem“-CPU-Mikroarchitektur, die die bekannten „Core“-CPUs irgendwann 2010 ablöste.

Ab „i“ passierte etwas ganz Merkwürdiges: Intel versuchte PCs zu verarschen und verkaufte Prozessoren mit nur zwei Kernen, die aber dem Betriebssystem hintenrum vorgaukelten, diese haben vier. Dieses Konzept nannte man im Marketing-Sprech „Hyperthreading“ und es war ein gigantischer kommerzieller Erfolg.

Defekte Intel-CPU, CC0 Fritzchens Fritz via flickr.com
(Defekte Intel-CPU, CC0 Fritzchens Fritz via Flickr)

IT-Experten ist so ein Blödsinn nie zu verkaufen gewesen: wieso sollte ich eine CPU als Quad-Core ansehen, wenn real nur zwei Cores verbaut sind? Was schlägt die Realität hier, Fakten oder Marketing? Die Antwort kann sich jeder selbst geben.

CPU-Design, sowie Herstellung und Verkauf ist ein gigantisches Geschäft. Allerwelts-Ware, die in Massen hergestellt wird, die man sich nicht mehr vorstellen kann und die Unmengen an Ressourcen verschwendet, menschliche wie natürliche. Tatsächlich hat es diese harte Industrie geschafft Prozessoren zu entwickeln, die heute nicht mehr schon nach zwei, sondern erst nach sieben Jahren (oder noch mehr, wenn man Linux nutzt) im Schnitt ausgetauscht werden müssen, weil sich Software so rasant weiterentwickelt, dass keine Hardware länger mithalten kann. Eigentlich ist das ganz gut so. Doch diese Entwicklung hatte einen verdammt hohen Preis.

Die US-amerikanische Mentalität schlägt sich auch auf CPU-Design nieder. Ohne irrsinnig viele US-amerikanische Dollars wird sich kein Hersteller auf dem weltweiten CPU-Markt durchsetzen können. Das hat zu einem gefährlichen Oligopol im CPU-Bereich geführt, wo mittlerweile lediglich drei Hersteller ihre Kämpfe austragen: Intel, AMD und ARM. Selbst „Big Blue“, also IBM, einst eine CPU-Koryphäe und Vorreiter brachial guter und mächtiger CPU-Konzepte, mischt auf diesem Markt nicht mehr mit. Fragt euch mal wieso.

Dieser Markt ist scheiße wahnsinnig, er bringt die düstersten IT-Blüten hervor, es geht überhaupt nicht mehr um Fortschritt oder möglichst viele Konzepte in dem Bereich. Es geht nur noch darum, wie man dem „dummen Konsumenten“ möglichst im Monatstakt eine neuere Version der CPU, die sie/er bereits hat, andrehen kann. Man geht über Leichen dafür, im In- und Ausland. Man spart stolz an der Sicherheit, das wichtigste Kriterium, für nur noch ein Hauptaugenmerk: Speed. Speed. Und nochmal Speed. Koste es was es wolle.

Genau hier kommt „Hyperthreading“ ins Spiel. Die allergrößte und schäbigste Verarsche, seit es CPUs gibt.

Ich spare mir hier wie „Hyperthreading“ genau funktioniert, der Wikipedia-Eintrag ist oben auch bereits verlinkt, doch dieses Konzept, diese gequirlte Werbescheiße aus dem Hause Intel, hat direkt in die CPU-Apokalypse geführt, die vorerst im Januar in „Meltdown“ und „Spectre“ gipfelte.

„Hyperthreading“ ist das Eingeständnis und die Kapitulation gleichermaßen, sich einen Dreck um den wirklichen Fortschritt von Computer-Prozessoren zu scheren getreu nach dem Motto: „wir können zwar derzeit keine Quadcores oder Octacores bauen, weil alles viel zu teuer und würde viel zu lange dauern, wir bauen lieber einen Wrapper(!) und lügen dem Konsumenten ins Gesicht, merkt keine Sau!“

Und bei Intel im sonnigen Santa Clara regnete es ab diesem Zeitpunkt Dollars vom Himmel.

Von einem technischen Standpunkt aus gesehen ist das unter aller Sau.

Es ist shady, durch und durch. Und dürfte von keinem CPU-Hersteller propagiert werden, der seriös in diesem Zukunftsfeld aktiv ist.

Intel hat aber genau das gemacht. Und sie wollten einfach. Nicht. Stoppen.

Mit „Hyperthreading“ startete ein komplett neues Paradigma, es war mehr als eine Idee, und dieses Paradigma bricht CPU-Käufern seit Januar weltweit Genicke und bereitet Betriebssystemherstellern Kopfzerbrechen: OoOE. Out-of-Order-Execution.

Mit OoOE war es endgültig vorbei mit der wahrheitsgemäßen Abarbeitung von Programm-Code.

Die Spekulation wurde hoffähig und verkaufbar gemacht: die CPU „spekuliert“, welche Anweisung als Nächstes kommt, sie ist sich nicht mehr 100% sicher. Man pfeift auf die Sicherheit und holt ein paar Prozentpunkte mehr Speed. Alles wie gehabt. Es war klar, dass dieser grandiose Marketing-Schachzug, der kein technischer war, nur aus einem Hause so konsequent durchgepeitscht werden konnte.

Und das bei dem wichtigsten Hardware-Bauteil unserer Zeit: dem Gehirn der Maschine.

Bei all der panischen (und dennoch gerechtfertigten) Berichterstattung zu „Meltdown“ und „Spectre“ kommt mir immer eine Frage zu kurz: wie ändern wir das jetzt? Wie macht man diesen kapitalen Fehler rückgängig und vertraut doch wieder dem Von-Neumann-Zyklus, kehrt zurück zur klassischen IOE? Die Antwort ist auch leider hier sehr unbefriedigend: wahrscheinlich gar nicht mehr. Weil es schlicht mehr geht.

Für alle, die dennoch ebenso diese Frage interessiert und umtreibt, dem sei folgende Web-Diskussion empfohlen, die seit vor schon fünf Monaten zumeist sachlich geführt wurde: https://news.ycombinator.com/item?id=16070465. Die Ausdauer und der Informationsgehalt verdienen großes Lob, leider ist das zumindest was ich fand textlich und online im letzten halben Jahr, dann auch schon alles gewesen. Und es wurde auch schon lange gar nicht mehr aktualisiert.

Ich persönlich denke, CPUs sind „fertig designt“ und das schon seit Jahrzehnten(!). Echte Quadcores und Octacores und WeißIchsWieVieleCPUsAufEinemDie wären sowieso gekommen. Was Intel hier gemacht hat ist schon wieder so typisch für Intel. Man kann sie zu Recht hassen und verabscheuen dafür. Das bringen wirklich nur die hin. Das ist Wahnsinn. Und eine Lüge gewesen von Beginn an.

Diesen Gehirnschmalz, diese Expertise im Bereich des Verkaufs hätten sie lieber in die wirkliche Entwicklung, den wirklichen technischen Fortschritt von CPUs gesteckt. Doch um so etwas ging es Intel nie.

Intel ist mal wieder so eines der perfektesten Beispiele für unsere Zeit: „was kümmert mich die Substanz, ich will die optisch geilste Bitch auf dem Fotzenmarkt und werde diese mit Dollars zuscheißen, bis sie erstickt, die drecksgeile Sau!“ Gerne könnt ihr mir hier jetzt bitte seitenweise versuchen zu erklären, was das mit Computern zu tun haben soll.

BNW.

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microsoft 2018

Auch wenn die schlimmste Softwareklitsche der Welt seit 2014 von einem Inder regiert wird: Microsoft wird sich niemals ändern. Mit über 114.000 Mitarbeitern weltweit (Stand: 2016) ist das schlicht nicht mehr möglich.

Es waren menschenfeindliche Horror-Gestalten wie Steve Ballmer und Billy Gates, die das Unternehmen in den 80er und 90er Jahren des vorherigen Jahrhunderts prägten, die gefährliche Richtung wiesen und Fakten schufen. Man musste auch über Jahrzehnte daran gar nichts ändern, konnte faul werden und sich reich fressen. Dann kam das Web. Und Microsoft hatte sich verschätzt. Und selbst diese doch eher offensichtliche Richtung, in die sich die PC- und Digital-Welt seit Mitte der 90er-Jahre entwickeln würde, wurde bis heute mental nicht verstanden.

Deshalb kaufen sie auch fleißig Icons: ein babyblaues S-Icon 2011 für 8,5 Milliarden US-Dollar. Ein blauweißes in-Icon haben sie sich im Sommer 2016 26,2 Milliarden US-Dollar kosten lassen. Ein schwarzweißes Octokatzen-Icon kam 2018 für 6,4 Milliarden Euro dazu. Microsoft hat sich eben nicht geändert. Sie denken im 21. Jahrhundert immer noch, Liebe und Loyalität sei käuflich, und Icons „irgendwie relevant“. Das ist eine dieser prägenden Firmenphilosophien. Und eine, die außerhalb der USA niemals funktionieren kann, niemals funktionieren darf.

Erst im Januar verkündete die Firma stolz, sie habe nun einen Deal abgeschlossen mit dem US ICE (US Immigration and Customs Enforcement). In den USA ist natürlich auch Politik käuflich, man schwärmte großzüngig vom „Azure Government“, einem verschrobenen Softwarekonzept von „Diensten der US-Bundesbehören in Microsoft-Clouds“. Am 18. Juni nahmen sie das Posting offline. Die Separierung von Eltern und Kindern an den US-Grenzen durch die rechtspopulistische Trump-Administration wurde durch die Behörde ICE durchgeführt. Die sozial-mediale Entrüstung der 99% entlud sich in massenhaft Shitstorm-Beiträgen. Zu viel der Masse, selbst für die Redmonder.

In den USA überdachte mittlerweile ein geschminkter, gelbgesichtiger rassistischer Toupet-Träger seine Entscheidung zum Auseinanderreißen von Familien: Kinder dürfen ab jetzt mit ins Gefängnis. Zu ihren Eltern. Call it progress.

What a fucked up world we live in ♪.

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