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Archiv für die Kategorie „Handy & Smartphone“

maschine

Machine

Wenn ich morgens aufstehe, brauche ich kein Frühstück/
ich laufe ohne Umwege zum Ladekabel meines Android/
für Dusche reicht es eh nicht, was sagt mein RSS-Feed/
schon wieder 36 E-Mails, alles blinkt, wie im Krieg/

Maschine, Maschine, ich bin der Herr meiner Maschine/
Maschine, Maschine, ich bin in dir, Maschine/
Maschine, Maschine, nimm‘ meinen Geist, liebe Maschine/
Maschine, Maschine, ich bin die. Maschine/

Kaffee, Zigarette. Kaffee, Zigarette. Kaffee, Zigarette/
Sag‘ meinem Chef ich komme später, weil Apple die Welt rettet/
doch das steht da, jetzt wirklich, das Internet lügt nicht/
Twitter, Facebook, YouPorn; alles für den Dopamin-Kick/

Maschine, Maschine, ich bin die Frau meiner Maschine/
Maschine, Maschine, ich bin in dir, Maschine/
Maschine, Maschine, nimm‘ meinen Geist, liebe Maschine/
Maschine, Maschine, ich bin die. Maschine/

Danach Instagram, Snapchat, WhatsApp und Amazon/
wenn ich die Nikes jetzt nicht kauf‘ muss ich sie morgen in der Stadt holen/
die totale Katastrophe, am Ende muss ich noch reden/
wo kommen wir da heute hin, die Stadt ist voll mit Pädophilen/

Maschine, Maschine, wo bist du, Maschine/
Maschine, Maschine, wohin gehst du, Maschine/
Maschine, Maschine, ich will zu dir, Maschine/
Maschine, Maschine, neuer Akku, Maschine/

Schau‘ dir den an, dort drüben, schon äußerlich verdächtig/
oder die da, nur noch billig, die ist innerlich dreckig/
nee, nee, die Welt da draußen, die ist nichts für mich/
ich liebe meinen schwarzen Schirm, weil es nichts Geileres gibt/

Maschine, Maschine, ich liebe dich, Maschine/
Maschine, Maschine, benutze mich, Maschine/
Maschine, Maschine, verlass‘ mich nicht, Maschine/
Maschine, Maschine, ich bin dein Sklave. Maschine./

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a.i.d.s. – apple ist die sekte

Wie jedes US-amerikanische Unternehmen verkauft Apple keine Produkte, sondern Träume. Hinterfragt werden diese Unternehmensstrategien in der Praxis wenig. Und hat die Freunde von flüssigen Drogen auf Pappe aus Cupertino mittlerweile zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht.

Es scheint dadurch fast so, als habe das Image endgültig gegen die Substanz gewonnen. Es wird zukünftigen Generationen vorbehalten bleiben, ob das eine Welt sein wird, die diese als lebenswert erachten werden. Ich bin nicht der Einzige, der hier schwere Zweifel hat.

Louis Rossmann hat Ende April ein Video auf YouTube veröffentlicht, in welchem er fundiert versucht Apple und seine Praktiken zu demaskieren.

Meiner Meinung nach gelingt ihm das mehr als gut, es ist für mich eines der wertvollsten Bildungs-Videos unserer Zeit geworden:

In nicht einmal 25 Minuten behandelt er folgende Themen:

1:01 – A1226/A1260 2007-2008 Macbook GPU failures, warranty service refusal
2:21 – A1226/A1260 2007-2008 Macbook Pro hinge/frame problem
3:16 – A1286 Macbook Pro – the „Unibody“ myth, glued together pieces fall apart
4:58 – A1286/A1297 MCP power circuit failure due to poor buck converter design: C7771 issue
6:01 – iPhone 4 cellular placement fail
7:12 – iPhone 5 power button problem
7:27 – A1286 2010 Macbook Pro GPU kernel panics due to same buck converter defect from 2008/2009(this gives you a hint that apple engineers doesn’t give a crap about engineering good products, same design flaw for three straight years)
10:04 – A1286 2011 Macbook Pro GPU failure, Apple gets sued over not addressing problem.
11:43 – Apple gives out badly refurbished boards as warranty replacements for 2011 GPU failures.
13:06 – 2012 Retina Macbook Pro: another motherboard issue (U8900), due to poor soldering/manufacturing method on the GPU buck converter. 14:46 – Mac Pro GPU failure (again).
16:27 – iPhone 6/6+ touchscreen issue due to structural issue.
18:23 – SSD soldered straight into the motherboard+ chip that would kill the macbook, because a power line would short out to ground when the chip dies.
20:18 – 2016 Macbook keyboard reliability issue.
21:52 – 2016 Macbook Battery failure issue.
22:50 – A1278 Macbook Pro SATA cable failures(yes, really).

Wie man unschwer sieht scheint er ein sehr netter Kerl zu sein, gibt er uns gleichzeitig mit dieser Übersicht auch die Themen mit, ab welchem Zeitpunkt diese im Video behandelt werden.

Um es klar zu stellen, was hier geschildert wird: das ist kein Joke. Und dürfte wie bei Cambridge Anal. und Facebook nur die Haube eines viel tiefergehenden Skandals sein.

Niemand weiß genau, wie es im Unternehmen Apple selbst aussieht. Viele Aussteiger berichten von geheimdienstlicher Arbeitsatmosphäre. Was wiederum nur eine meiner Vermutungen bestätigt, dass heutzutage Geheimdienste gegen Datenkraken wie Apple, Microsoft, Google und Facebook wie Bauern auf einem Schachbrett wirken.

Die Welt verändert sich rapide. Utopia ist mausetot. Hoch lebe Dystopia!

„Gesegnet seien jegliche Formen von Intelligenz.“

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windows phone is no more

Eine der besten Tech-Meldungen des Jahres 2018 geht so:

Über den Microsoft-Store gibt es ab jetzt keine Windows Phones mehr zu kaufen.

Zwar wurde der Tod des unbrauchbarsten Telefons der Welt bereits letztes Jahr von Micro$hit selbst angekündigt, siehe hier, doch der Abverkauf der letzten Reserven dauerte bis jetzt.

Aus folgendem Grund:

y u windows phone!?

Die Bevölkerung da draußen ist eben nicht mehr ganz so technik-unerfahren wie zu Glanzzeiten der Windows-Mafia aus Redmond.
Damals.
In den 80ern.
Im vorherigen Jahrtausend.
Falls sich noch jemand daran erinnert.
Vor dem Krieg.

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iverrat

Ranzige Aepfel, CC0 Peter Janzen
(Verfaulte Äpfel, CC0 Peter Janzen)

Amnesty International, das ist die bekannteste Organisation, die sich um Menschenrechte kümmert. Heutzutage wahrscheinlich einer der schwersten Jobs der Welt. Im 21. Jahrhundert wohlgemerkt, nicht 1500, 1600 oder 1700. Wobei, schiebt man das technische Gedöns unserer Jetztzeit beiseite, unterscheiden wir uns eigentlich nicht sehr vom Mittelalter. Also alles beim Alten, wie man sieht. Früher war doch sowieso alles besser!

Ich danke Amnesty International: denn sie teilen und v.a. haben sie den Mut publik zu machen, was ich seit Jahren denke. Apple, das sind Verräter. Genauer, AI bezeichnet die LSD-Wracks aus Cupertino als „Datenschutzverräter“.

In einem aktuellen Statement hat das direkt etwas damit zu tun, dass Cupertino die Apple-Cloud-Dienste nach China auslagert. Und die Kunden vorher nicht ausreichend darüber informiert habe. Die Schizophrenie gipfele darin, dass Apple-CEO Tim Cook zwar öffentlich als Datenschutz-Prediger auftrete, die örtlichen Behörden sich um das Thema aber nicht scheren werden. Im Statement ist die Rede von „Doppeldenk“; jedem ein Begriff, der George Orwells meisterliches Kanon-Werk „1984“ gelesen hat.

Das teuerste Unternehmen der Welt, wo die Mitarbeiter dauernd im neuen Mega-Firmengebäude gegen die Scheiben laufen, baut fleißig an der Dystopie, so Amnesty International. Dabei können die eigentlich gar nichts dafür: die USA haben keine weitere Vision parat als diese. Momentan sind sie noch auf einer Art Neonazi-, pardon, Neonationalismus-Trip. Die Wahrheit darf man öffentlich ja nicht kund tun, Opas Generation, derzeit an den Schalthebeln der Welt, möchte dies nicht.

Ich persönlich spreche Apple-Nutzern ohnehin ab, dass die das Thema Datenschutz interessieren wird. Für die meisten Gläubigen dieser zwielichtigen Technikreligion ist ein Produkt von Apple ein Statussymbol und soll nicht deren Technikverständnis repräsentieren. Das erklärt ganz einfach, wieso in Apple-Hardware keine neue Technik zum Zug kommt: es gibt schlicht keinen Bedarf dafür. Wen ich mit diesem Text dennoch angesprochen habe, dem empfehle ich darauf zu achten keine Dienste und Hardware des folgenden Unternehmens zu nutzen:

Guizhou on the Cloud Big Data Industrial Development Co. Ltd. (GCBD)

Das sind die Fatzkes, denen jetzt die Apple-Cloud-Daten seit Ende Februar 2018 gehören. Und damit sehr viel Privatsphäre, Geheimes und Intimes gleich mit. Viel Spaß damit, liebes China!

Ein feinstes Leckerli zum Abschluss, ist ja Freitag:

„…erstmals speichert Apple aber auch die Schlüssel auf den Dritt-Servern in China – chinesische Behörden müssen bei Anfragen nach Nutzerdaten deshalb nicht länger den Weg über US-Gerichte einschlagen.“

Ach so, komm‘, es ist Wochenende:

„iCloud setzt nicht umfassend auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung“

Denn, die Crux mit Apple-Usern:

„Es sei allerdings schwierig, ein derartige Verschlüsselung umzusetzen, ohne den Dienst zugleich komplexer und weniger nutzerfreundlich zu machen – sollte der Nutzer seinen Code vergessen, könne er etwa nicht länger auf ein Backup zurückgreifen“

Heißt übersetzt: „du nutzt die iCloud? Sorry, Freund, eine komplette Verschlüsselung können wir dir leider nicht anbieten, weil wir denken einfach, du bist zu dumm!“

So viel Realismus hätte ich denen gar nicht zugetraut…

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scratch your id chip off cause everybody own it

Wir Cyberpunks haben RFID bekämpft und dagegen angeschrieben, seit es das Konzept gibt. Der älteste Beitrag auf gizme{e}o dazu stammt aus 2006, ist inzwischen 11 Jahre alt: https://gizmeo.eu/spychips.com/.

Ähnlich wie in Politik und beim Militär wusste die Industrie also schon sehr früh, dass wir Techs das nicht ab können. Also wurde gegengesteuert. Mit einem Spin, wie zu erwarten war: aus RFID wurde einfach NFC und alles war wieder gut. Ab 2011 war NFC „der neue Shit“ und ein Verkaufsargument für „Highend-Smartphones“. Warum, das konnte man uns natürlich nicht sagen. Weil es einfach nicht geht. Seitdem läuft jeder Hans Nasen mit einem RFID-Chip durch die Gegend, 24 Stunden pro Tag.

Wäre es beim Smartphone wirklich um das Smartphone als neue Technologie gegangen, hätte man eine nagelneue Technik benutzt, die es nur darauf zu finden gibt. Darauf hatten aber weder Apple noch Google Lust, das kostet alles Geld und Zeit. Die Ca$h-Kuh muss gemolken werden und der User gleich mit.

You’ve been chipped, strike #1.

Ähnlich war es auch mit Bluetooth: der Funk-Standard, der, obwohl er in der Praxis nur 10 Meter weit funkt, von Anfang an verbuggt und unsicher war, war der erste Funk auf moderneren Handys, schon lange vor Smartphones. Hier hat man sich gar nicht erst die Mühe gemacht es mit einer neuen Bezeichnung zu versuchen, auch das Logo ist nach wie vor das alte und soll eine Rune darstellen. Auch hier geht das Sammeln der Kritik allein auf gizm{e}o zurück bis ins Jahr 2006: https://gizmeo.eu/computerprobleme-2007/.

Wurde was geändert? Sind die Nutzer kritischer geworden? Die Hersteller? Im Gegenteil: ausschließlich Bluetooth ist dank Apple nun die einzige Möglichkeit unterwegs mit moderneren Smartphones Musik über Kopfhörer zu hören. Die LSD-Designer aus Cupertino waren sogar so dreist und verzichteten komplett auf einen üblichen Klinkenausgang für Kabel-Kopfhörer. Was die Nutzer wollen war da schon völlig egal, Bluetooth war installiert und die Katastrophe gleich mit: erst im September kam „Blueborne“, weshalb man eigentlich gar kein Smartphone ohne mindestens Android 6.x sicher mit dieser Funktion benutzen kann.

You’ve been chipped, strike #2.

GPS anyone? Ein Satellitendienst zur metergenauen Ortung des US-Militärs. Auch heute noch.

You’ve been chipped, strike #3.

Da das alles schon so blendend funktioniert hat und die Industrie von Daten gar nicht genug kriegen kann, schon gar nicht von den persönlichen, kam der nächste Clou: ab 2007 mit dem Toshiba G500, dem ersten Handy mit Fingerabdruck-Sensor. 2013 dann nannte Apple, wahrscheinlich mal wieder komplett auf LSD wie deren toter Jesus Steve Jobs auch immer, das Konzept „Touch ID“ und verkaufte es mit dem iPhone 5S als „th3 sh1t“. Ohne zu erwähnen, dass man von der Technologie keinerlei Plan hatte und sich eine entsprechende Firma ein Jahr zuvor für 365 Millionen US-Dollar dazu kaufen musste. Innovation, my a$$. Und so funktioniert es in Wirklichkeit.

Heute, vier Jahre später, ist ein Fingerabdrucksensor Standard bei Smartphones. Auch hier war nie klar, was es uns bringen soll, da alleine die Mustersperre bereits sehr gute Sicherheit bietet, wenn man nicht völlig zurückgeblieben sie einrichtet. Und, noch viel schlimmer: was passiert mit den ganzen Fingerabdrücken, die Apple und die chinesischen Android-Hardware-Neulinge hier sammeln? Als Entwickler haben wir darauf keinen Zugriff. Dafür der Geheimdienst meines Vertrauens schon.

You’ve been chipped, strike #4.

Es endet hier natürlich nicht. 2015, nur zwei Jahre später, Fujitsu veröffentlicht mit dem ARROWS NX F-04G das erste Smartphone mit Iris-Scanner. Wer sich darauf einen abwichst, nee, es war diesmal nicht Apple, es war schlimmer, aber ebenso klar: Microsoft veröffentlicht noch Ende des selben Jahres das Lumia 950 und Lumia 950 XL mit einem Iris-Scanner zur Benutzer-Authentifikation.

You’ve been chipped, strike #5.

Schon das hier zu schreiben macht mich wütend und ist so massiv falsch in vielerlei Hinsicht.

Jede autoritäre Regierung dieser Welt, jeder Geheimdienst würde sich Bürger wünschen, die freiwillig bereit sind dermaßen viele persönliche und biometrische Merkmale preiszugeben. Unsere Zeit ist aber noch viel kälter und härter: die Menschen zahlen dafür, dass die Unternehmen diese Daten erheben und abspeichern können. Mit Geld. Und was noch viel wertvoller ist: mit ihrer freien Zeit. Ein Fingerabdrucksensor muss Fingerabdrücke abnehmen, bevor er funktioniert, genauso der Iris-Scanner. Ein Bluetooth-Gerät muss „gepaart“ werden mit anderen Geräten, ebenso NFC. Verkauft wird uns das alles als „Innovation“ und es sei zu „unserer Sicherheit“.

In der Realität zahlen wir für diese falsche Sicherheit mit unserer Privatsphäre, unserer Freiheit und unserer biologischen Einzigartigkeit.

In der Realität ist das alles Technik-Schrott viel zu billig produziert von Kinderhänden in China mit Materialien, die dem Planeten bald ausgegangen sein dürften, da wir eine derart kranke Gesellschaft sind, in der man noch funktionierende PCs und Smartphones, die nur zwei oder drei Jahre alt sind, weg wirft.

In der Realität bezahlt man Unsummen an Marketing-Abteilungen und Spin-Doktoren und kreiert sinnlose Memes, dümmste Buzzwörter und betreibt fragwürdige „Social Media Kampagnen“, die nicht einmal den Hauch der Wahrheit verbreiten, zu was a) die Technik überhaupt gut sein soll, b) warum die gerade jetzt auf den Markt kommt und c) das war doch alles schon mal da und wurde von uns abgelehnt, aber Mist, die Hektik der Welt, ich habe doch inzwischen bei diesem Unsinn des Lebens längst vergessen, was letzte Woche war.

You’ve been chipped, strike #6.

Was bleibt? Nichts von Wert. Was kommt? Nur weiterer Schwachsinn: Apple bringt (hört, hört, ein neues, dringend benötigtes Buzzword!) z.B. „Face ID“, quasi das passende Konzept mit Untertitel „Die Iris war nicht genug“. Ab jetzt wird die gesamte Visage erfasst, die Stimmungslage kartografiert und gespeichert, ein von LSD-Skriptkiddies umgesetzter DAU-Algorithmus wandelt diese dann in das entsprechende „Emoji“ um. Serious!? Überhaupt, „Emojis“: lese ich von neuen Android– oder iOS-Versionen, fällt auf, wirklich innovativ Neues kommt hier nicht mehr; wie soll man sonst interpretieren „jetzt mit 20 neuen Emojis!“?. Und das lese ich seit Jahren. Nicht Wochen oder Monaten. Überhaupt, wer benutzt bitte Emojis? Ernsthaft!? Habt ihr schreiben nicht gelernt oder seid ihr komplett retarded!?

You’ve been chipped, strike #7.

Es ist, wie es ist. In dem Artikel oben verlinkt, „Computerprobleme 2007“, war das eine Warnung und ein Ausblick zugleich. Ein bisschen Satire war auch dabei. Etwas über eine Dekade später muss man wohl genervt und auch angewidert feststellen: wir sind abgedriftet. In einer Welt, in der Wissenschaft und Fakten mittlerweile als „Fake“, also Schwindel bezeichnet werden, interessiert sich niemand mehr, was wir damals festgestellt hatten. Dass wir nicht paranoid waren, sondern einfach unserer Zeit voraus und mit viel Witz und noch mehr Wissen und Weitsicht glänzten, juckt niemanden mehr. Dabei sind die Kraken heute noch viel schlimmer als damals, noch mächtiger, noch skrupelloser und agieren global. Und mit immer neuen Datenskandalen bieten sie Unmengen an interessanten Angriffsvektoren. Was fehlt ist eine kompetente Armada. Außer Wikileaks sehe ich hier kaum eine Organisation, die Kontra gibt. Die Presse folgt, die Presse spurt, sie rennt der Kuh hinterher mit den dicksten Eutern. Das war schon immer so. Nur heute kriegen wir es eben permanent mit. Und ich bin auch keine 20 mehr und kann jeden Tag für andere kämpfen. Es liegt heute mehr denn je an jedem Einzelnen. Nur habt ihr Jungspunde heute noch weniger Chancen als wir damals. Haha!

You’ve been chipped, final strike: th3 syst3m h4s y0u.

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android: exzellente apps

Google hat eine kleine Sammlung exzellenter Apps für Herbst 2017 veröffentlicht. Die ist ganz praktisch, um einen Einblick zu bekommen, was der Tech-Titan als überragend für seine Android-Plattform bewertet.

Die meisten davon sind kostenlos, in Summe 25 Stück, abrufbar hier:

https://play.google.com/store/apps/collection/promotion_30028e5_android_excellence_collection.

Mit „Evernote“, „Skyscanner“, „Vivino“ und „Pocket“ findet man nach wie vor „alte Hasen“ im Sortiment. Bekannte Spiele sind „Hitman Go“, „Pacman 256“, „Titan Brawl“, „Riptide GP“ und „Star Wars: Galaxy of Heroes“.

Als „beste App 2017“ gilt nach wie vor die Sprachen-Lern-Software „Memrise“.

Schaut mal rein, dürfte vor allem für Plattform-Neueinsteiger und -Quereinsteiger interessant sein.

Alternative: mit Version 1.0.1 steht tatsächlich der erste Major Release von „F-Droid“ zum Download bereit, hier der Link. „F-Droid“ versucht ein schwieriges Kunststück, dies besteht aus dem Anbieten eines Repositorys, dass ausschließlich aus FOSS-Apps besteht.

FOSS ist die Abkürzung für Free & Open Source Software. Der App-Store für Fortgeschrittene und Hacker, sozusagen. Mittlerweile kommen auf meinem Gerät 57 Apps nur von dort. Und es wären noch mehr, allerdings nimmt das Prüfen der Sammlung und Ausprobieren der Apps sehr viel Zeit in Anspruch. Was leider auch unzureichenden Beschreibungen geschuldet ist. Freiheit, sofern verfügbar, ist eben sehr anstrengend und zeitaufwendig.

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updaten sie ihr bluetooth noch heute!

Bluetooth. Übersetzt Blauzahn. Wenn wir mal ehrlich sind, es klang von Anfang an ungesund.

Was internationale Handy- und Smartphone-Hersteller nicht daran hinderte diesen vermurksten und unsicheren Funk-Standard auf mittlerweile 8 Milliarden Geräten weltweit zu installieren. Mit Vernunft oder technischem Wissen hat das alles nichts zu tun.

Der einzige Grund, warum wir nicht permanent mit Bluetooth-Horrormeldungen vollgeballert werden liegt in dem Umstand, dass die kleine Antenne nur maximal 10 Meter weit funken kann. Wobei das mit dem neuesten Standard auf 30 Meter geändert werden soll. Wer’s braucht…

Okay, genug, jetzt zum Geschäft:

Eine ca. 1 Woche junge Sicherheitslücke im Bluetooth-Quellcode sorgt dafür, dass ein sich in 10-Meter-Umgebung befindlicher Angreifer durch eine Puffer-Unterlauf-Attacke (buffer underflow attack vector) Zugang zu jedem Gerät verschaffen kann, das Bluetooth aktiviert hat. Getauft wurde dieser Bug auf BlueBorne.
Als Smartphone-Nutzer mit PIN- oder Muster-Sperre kann man das daran merken, dass plötzlich das Display an- und wieder ausgeht. Pikant: ohne eine solche Sperre ist die komplette Übernahme und das Ausspähen des eigenen Geräts möglich.

Boing!

Ob man mit seinem mobilen Gerät davon betroffen ist, kann man z.B. mit folgender App herausfinden: BlueBorne Vulnerability Scanner von „Armis Security“, via Google Play Store. Diese App checkt einfach, ob die Sicherheits-Patch-Ebene von Android aktuell ist. Ist sie das nicht, zeigt die App ein rotes Icon. Ist das Gerät sicher, ein grünes. Für iOS gibt es sicher ähnliche Apps, aber ich habe keinerlei Ahnung von iOS und bin da auch froh drum.

Gerade was mobile Geräte betrifft, ist man ab letzter Woche abhängig von Google und Apple, sowie den Smartphone-Geräte-Herstellern wie Samsung, HTC und Konsorten. Bieten die ein Update an, kann man sich seit kurzem gegen BlueBorne schützen. Nutzt man etwa eine Android-Version vor KitKat (4.4), ist ein Schutz nicht mehr möglich(!). Auch bei den Custom ROMs ist man abhängig von den Programmierern: ein Update wird von manchen angeboten, von vielen nicht.

So, wir sprachen nun über BlueBorne auf Smartphones. Aber was ist mit Tablets, PCs, Laptops, Kühlschränken? Das selbe Problem! Wurde schon erwähnt, dass Bluetooth auf 8 Milliarden Geräten weltweit vorinstalliert ist!?

Bei Linux kam erst heute bei meiner Distribution ein Update von bluez, das ist der Bluetooth-Treiber unter Linux. Mein Notebook war also bis heute verwundbar. Nicht so toll.

Wer kein Update mehr machen kann, dem hilft nur noch eines, was bisher Bluetooth auch immer gerettet hat: man schaltet den Funkdienst einfach nicht an. Wobei das bei iOS 11 beispielsweise gar nicht mehr möglich ist. Tolle Technik, nicht!?

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mastodon: der twitter-killer

Die wirkliche Alternative zu T(z)witter heißt Mastodon, stammt aus der Feder des 25-jährigen Programmierers Eugen Rochko und bringt als Maskottchen ein Mastodon mit wie viel zu viel Fell mit (dafür mit Smartphone!):

Maskottchen von Mastodon

Und natürlich ist diese Lösung, wie generell zu erwarten von Menschen, die Internettechnologie verstanden haben: dezentral. Wie könnte es anders sein.

Mit Mastodon kann man derzeit live an einer kleinen Revolution teilnehmen. Und diese auch ganz gut mitbeobachten.

Die Anmeldung erfolgt über keinen zentral erreichbaren Dienst, klar. Vielmehr gibt es wie bei der Facebook-Alternative Diaspora* diverse „Pods“, genannt „Instances“, die jeder einrichten kann und irgendwo auf einem Server laufen. Da Mastodon mindestens 2GB RAM und viele Server-Rechte benötigt, eignet es sich nicht für übliche „shared server“.

Eine Anmeldung ist beispielsweise über den japanischen Digitalkunst-Dienst pixiv möglich. Dort im Profil reicht ein Klick um deren Instanz namens Pawoo beitreten zu können. Für mich als großer Japan-Fan natürlich ein Riesen-Plus. Es gibt auch eine kostenlose Pawoo-App für Smartphones und Tablets. Was einen dann erwartet ist eine Mischung aus Twitter und Tumblr. Über einen separaten Reiter greift man auf weitere Instanzen im föderierten Mastodon-Netzwerk zu.

meine Übersicht bei \"Pawoo\"
Oben: meine Übersicht bei Pawoo

Weitere Instanzen sind z.B. mastodon.social, mastodon.xyz oder friends.nico.

Im Kern hat man mit wenigen Mausklicks alles viel schöner & besser, als man es bei Twitter findet. Hier ein grober Überblick zu den, auch technischen, Kernfunktionen:

* ein „Tweet“ heißt hier „Tröt!“
* bis zu 500 Zeichen pro „Tröt!“
* wie Twitter: private Direktnachrichten zwischen Benutzern
* mehr wie Twitter: Privatnachrichten zwischen Benutzern, Privatnachrichten an Follower, öffentlich in einer Instanz oder öffentlich im gesamten Netzwerk
* Zeitleisten mit vollständiger Kontrolle über Einträge
* spezielle Filter anwendbar, etwa gegen NSFW oder Spoiler
* jede Instanz führt eigene Regeln, was
* im Umkehrschluss auch den Kampf gegen Hass und Hetze umsetzbar macht. Etwas, was Twitter nach wie vor nicht gelingt
* geschrieben in JavaScript und Ruby on Rails
* offizieller Start: 5. Oktober 2016

Das Phänomen Mastodon nahm im März/April so richtig an Fahrt auf. Die größte Community, mastodon.social, kam da bereits auf 42.000 Nutzer. Global ist die Tendenz weiter steigend: da jeder mit wenig Hardware eine eigene Instanz betreiben kann und man sich hier auch zu Spezialthemen (wie Memes, Mangas oder spezielle Videospiele) austauschen kann, liegt die derzeit registrierte Nutzeranzahl bei 852.388. Den aktuellen Status dieser Zahl kann man hier abfragen. Im August waren es noch 766.500 User.

Wer keine Lust auf diesen neuzeitlichen Social-Blödsinn hat, man kann auch selbst helfen den Code weiterzuentwickeln, hier der Link zum Projekt auf GitHub: https://github.com/tootsuite/mastodon.

Von den Erfahrungen die ich bisher gemacht habe, erst wenige Wochen, kann ich sagen, dass man technisch fast nichts mehr besser machen kann. Oder muss. Die Lade- und Ausführungszeiten sind extrem gering, der Dienst super-nutzbar; hakelig wird es eben etwa bei Grafiken, die man von Europa aus in Japan aufrufen möchte. Das war aber auch noch nie anders und ist ja ein kleines Wunder, dass so etwas überhaupt möglich ist.

Wer tatsächlich Twitter mit Mastodon ersetzen möchte, der kann das aus technischer Sicht also bereits tun. Wie mit jeder Pionierarbeit trifft man hier eben noch auf wenige Nutzer. Da der Dienst wirklich gut gemacht ist und weitere Instanzen folgen werden, wird sich das jedoch schnell ändern. Die Inhalte wirken noch teilweise sehr skurril, ist jedoch alles ein netter Haufen dort. Mastodon wird im Oktober gerade mal ein Jahr jung. Die Freiheiten sind hier viel größer als bei den angesprochenen zentralen Diensten. Wer möchte recherchiert kurz vor der Registrierung in welchem Land die Instanz betrieben wird (geht auch mit dem Firefox-Plugin „Flagfox“). In Summe steht heute mit Mastodon tatsächlich ein Dienst zur Verfügung, der die Bezeichnung „Twitter-Killer“ verdient. Alles Gute & viel Erfolg, dem smarten Mastodon!

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monero mit android minen

Der aktuelle Bitcoin-Kurs von 2.xxx€ beflügelt natürlich auch alternative Kryptowährungen. Trump und Brexit sei Dank! xD Es zahlt sich heutzutage aus, dass man herausragt mit ein bisschen Intelligenz in einem komplett verdummenden Westen. 😉

Soll aber gar nicht das Thema sein, denn eigentlich will ich kurz erzählen, wie man Monero mit Android minet.

Monero Icon

Ihr braucht dafür die App Minergate. Minergate bietet ca. 7(?) Kryptowährungen an, die man mit einem Android-Gerät minen kann. Alle anderen angebotenen außer Monero sind allerdings meiner bescheidenen Meinung nach Schwachsinn.

Jedenfalls, ihr ladet die App, registriert euch bei den Kollegas online einen Account, loggt euch mit den Daten bei der App ein und könnt loslegen!

Im Schnitt sind es 1 Hash pro CPU-Kern. Sprich, habt ihr einen Quadcore in eurem Smartphone werkeln, macht das 4 Hashs/Sekunde. Habt ihr einen echten Octacore, macht das 8 Hashs/Sekunde. Usw.

Der aktuelle Monero-Kurs steht gerade irgendwo zwischen 30-40€. Es ist außerdem eines der am schnellsten wachsenden alternativen Kryptowährungen-Netzwerke. Und: wenn ihr ein Faible für Anonymous habt, ist DAS eure Kryptowährung! Warum, das könnt ihr in aller Ausführlichkeit oben im Wikipedia-Artikel nachlesen. Grob: es ist die zugrundeliegende Philosophie dieser Währung. Passt!

P.S.: es war reiner Zufall, dass ich herausgefunden habe, wie man Monero mit Android minet. Alle Währungen der App sagten mir gar nichts, ich empfehle auch nicht eine andere zu minen als Monero. Dank geht raus an meinen Wiener WG-Kollegen, der so durch war das letztes Jahr mal mit einem Octacore-Billig-Smartphone zu testen!

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gecko statt chromium als engine nutzen!?

Google nimmt uns mobilen Webbrowser-Entwicklern seit Android 4.4 schon viel ab, indem wir seitdem standardmäßig auf die Chromium-Engine zurückgreifen dürfen, was bis zu dieser Version nicht der Fall war: da waren wir noch auf WebKit angewiesen. Seitdem unterscheiden sich unsere selbst entwickelten Apps im Funktionsumfang so gut wie nicht mehr vom großen Chrome/Chromium.

Dadurch sind wir auch automatisch „näher an Open-Source“, aber um den infantilen, jedoch sehr amüsanten Krieg zwischen Google (Chromium/Blink) und Apple (Safari/WebKit) soll es hier ohnehin nicht gehen. Die Spacken der Zunft brauchen auch noch was zum Schreiben diesen Sommer.

Als Entwickler für eine offene Plattform, die Android ist und das vielleicht vielversprechendste Open-Source-Projekt aller Zeiten darstellt, schaue ich persönlich gerne nach rechts und links. Waren wir mit unseren Browser-Engines vor Android 4.4 immer als „Android-Browser“ ausgewiesen, etwa in Google Analytics, Piwik, etc., sind wir seit 4.4 nur noch als Chrome bzw. Chrome Mobile sichtbar. Inklusive Icon.

Cool, denke ich, hey, Mozilla entwickelt doch mit Gecko auch eine eigene Engine, lass mich den Scheiß doch auch mal ausprobieren! Dann kommt immer ein Firefox-Icon! ^^

Ich muss dazu sagen, ich habe rein gar nichts gegen Chrome, doch meine persönliche Geschichte und auch meine (egoistische?) Ethik wollen es so, dass ich Firefox und dessen Derivaten eben „positiver“, zumindest aber enthusiastischer, gegenüberstehe. Hey, ich komme aus einer Zeit, da war IExplorer DER Standard! Und DAS war beileibe keine schöne oder angenehme Web-Welt! Wettbewerb und auch die Technik heute (Chrome ist ein technisch exzellenter Browser) sind mir da viel lieber und so ein bisschen Flaming, bei oder neben der Arbeit, schadet auch nicht.

Zurück zum Thema: Wie baue ich jetzt Gecko in meinen Browser anstatt Chromium?

Kurze Antwort: gar nicht. Zumindest nicht die nächste Zeit.

Auf meiner Suche nach irgendwas dazu fand ich über stack overflow (wo sonst :-D) diesen Beitrag: https://stackoverflow.com/questions/6352654/use-firefox-as-render-engine-for-android-webview. Ganz unten, ca. 2 Jahre alt, steht eigentlich alles was man dazu wissen muss.

Das offizielle Mozilla-Tutorial exisitert sogar noch unter diesem Link: https://wiki.mozilla.org/Mobile/GeckoView. Sieht alles machbar aus, aber der Satz hier feuert eben genau in den Rücken eines jeden Gecko-Mobile-Developers:

„Note that GeckoView is NOT ready to be used in a production environment. It is currently possible to load webpages, but that’s about it.“

Hinzu kommt, rein aus Neugier könnte man die zwei Jahre alte Idee ja mal ausprobieren, kein Thema. Doch die zwei essentiellen ZIPs, die man braucht, sind unter dem Link gar nicht mehr erhältlich und wenn man den richtigen findet bleibt ein Moment auf dem Zeitstempel, um zu begreifen, dass die Entwicklung hier absolut eingestellt wurde. Seht selbst: https://ftp.mozilla.org/pub/mobile/releases/27.0b1/android-armv6/multi/geckoview_library/. Also ab dem 17. Oktober 2015 war’s das mit Gecko als Engine für eigene mobile Web-Browser auf Android.

Schade.

Ich weiß, dass es einen shitload an Arbeit verursacht einen Web-Browser zu bauen: Firefox besteht wohl aus 9 Millionen Zeilen Code. Google Chrome aus 6-7 Millionen. Zum Vergleich: die Unreal 3-Engine, mit der massenhaft Blockbuster-Videospiele entwickelt wurden, besteht gerade mal aus 2 Millionen Zeilen Code. Und braucht damit fast das Dreifache, was ein Space Shuttle zur Programmierung brauchte.

Doch ich bin mir nicht sicher, ob sich Mozilla mit dem Nicht-Pflegen einer mobilen Gecko-Engine nicht ins eigene Knie schießt.

Mobile wird die nächsten 10 Jahre das komplette Game übernehmen, ob es uns passt oder nicht. Ich bin auch eher der Computer-Enthusiast und eigentlich ein Handy-Muffel. Und es sträuben sich mir die Nackenhaare, was mobil heute als „Videospiel“ verkauft wird; doch so geht es wohl jedem Videogamer, der noch die allererste PlayStation Made in Japan(!) sein Eigen nennt und so das erste Mal mit wettbewerbsfähiger 3D-Grafik in Berührung kam. Und ich befürchte fast, wer hier nicht mitzieht, mitziehen will, bleibt einfach auf der Strecke. Das ist kalter, harter, herzloser Kapitalismus da draußen, der uns diese tolle, bunte, unterhaltsame und wundervoll seichte Welt kaufbar macht, nachfolgende Generationen werden mit einem Debian, der „ethischsten Linux-Distribution“, überhaupt nichts mehr anzufangen wissen. Wer die Verdummung, sorry, „Vereinfachung“ live miterleben möchte, der kaufe sich bitte einen macOS-Computer oder gleich ein iPhone.

Das wird nichts für mich sein, Leute! Tut mir echt unfassbar leid!

tl;dr: Mein eigener Android-Webbrowser ist am Wochenende in Version 0.2.6 erschienen und kann jetzt auch Favicons. Hier spricht YAABy selbst. Und ich mache mir seitdem Gedanken, ob das alles unter einem Google-Chrome-Logo weiterlaufen soll.

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patent gegen window shopping

Aus der Kategorie pure evil: Amazon hält seit dem 30. Mai ein Patent auf eine Technologie, die das window shopping in Geschäften unmöglich machen soll.

Unter window shopping versteht man einfach den Vorgang, wenn jemand in einem Geschäft über das WLAN dort einen Live-Preisvergleich macht.

Die „Physical Store Online Shopping Control“ benannte Technik snifft den WLAN-Verkehr mit und checkt, ob Kunden Webseiten der Konkurrenz aufrufen. [via] Ab diesem Zeitpunkt hat Amazon dann mehrere Möglichkeiten:

1. den Internetzugriff auf die Konkurrenz ganz blocken
2. Umleitungen auf Amazon-eigene Seiten oder
3. Umleitung auf von Amazon genehmigte/gesponserte Seiten
4. Informationen gehen an Mitarbeiter vor Ort, den Kunden aufzuspüren
5. dem Kunden eine SMS senden oder
6. einen Gutschein, eben auch per SMS, um diesen in den Amazon-Kosmos zurückzulocken

Man könnte jetzt einwerfen, so viele Amazon-Geschäfte gibt es eigentlich (noch) gar nicht. Doch nach der Schwanzvergleich-Übernahme von „Whole Foods“, für die man 13,7 Milliarden in bar(!) auf den Tisch legte, kommen auf einen Schlag im englischsprachigen Raum 465 Geschäfte unter die Fittiche des US-amerikanischen Buchhändlers.

Jep: Kunden – gefickbumst.

Übrigens läuft es im deutschsprachigen Raum überwachungstechnisch gerade genauso Amok: sowohl die „Deutsche Post“ als auch die Supermarktkette „Real“ wurden angezeigt. Die zeichnen seit geraumer Zeit munter über biometrische Systeme ihre Kunden auf, offiziell (als gäbe es nichts Niederträchtigeres) um auf ihren poppligen Bildschirmen „bessere Werbung“ schalten zu können.

Fun fact: der Link mit dem Patent stammt von der Washington Post, die Amazon-Gründer und Multimilliardär Jeff Bezos gehört.

Teaser: zu Amazon habe ich bald ebenfalls eine „lustige“ Geschichte, denn die haben meine eBook-Hexalogie gelöscht und wollten nicht sagen wann und warum. Das hatte einen trivialen Hintergrund, den ich in einem (deutschsprachigen) Telefongespräch mit dem Customer Service aus Cape Town (Südafrika) erfuhr, doch dazu mehr im Laufe der nächsten Wochen.

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threema wiederherstellen

threema logo

Um Threema wiederherzustellen, z.B. auf einem anderen oder neuen Gerät, gibt es nur eine gültige & sichere Möglichkeit:

Threema: richtiges Backup erstellen

Die beiden anderen kann man getrost vergessen.

Warum?

Ein „ID-Backup“ geht zwar schnell, stellt aber keinerlei Nachrichten, Anhänge und, vielleicht am Wichtigsten, Kontaktstatus her. Ihr startet einfach mit einem komplett neuen Threema, seht eure Kontakte (nicht mal alle alten) und das war’s. Keine wirkliche Option.

Die andere, hier als „Android-Backup“ gekennzeichnet, ist einfach fahrlässig: diese Option schiebt das Backup automatisch zu Google Drive. Und wird damit im Handumdrehen Rohmaterial für die NSA.

Wichtig: nach dem Backup auf dem anderen/neuen Gerät die alte Threema-Version löschen bzw. deinstallieren, sonst kommen sich die IDs in’s Gehege!

Das war’s, mehr braucht’s nicht. 🙂

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beste schriftart?

Stichwort mobile devices: je mehr wir tagtäglich Zeit mit diesen Wunderdingern verbringen, umso mehr lesen wir. Dabei macht man sich nie Gedanken, ob die benutzte Schriftart auch wirklich dafür taugt. War zumindest bei mir so.

Auf meiner Suche nach der „besten Schriftart“ fand ich kaum zufriedenstellende Ergebnisse. Studien scheint es bislang wohl kaum zu geben, zumindest fand ich keine. So blieben​ mir am Ende nur rein subjektive Empfindungen von Usern, die diese gerne teilen, z.B. über reddit.

Um das mal festzuhalten und zu sammeln erstelle ich diesen Beitrag:

1. Schriftarten auf elektronischen Endgeräten unterliegen meist (C)opyrights. Also vergessen wir „Helvetica“, „Arial“ und Konsorten lieber wieder ganz schnell. Wichtiger ist die Frage ob…
2. Serif oder nicht Serif? Da hat Serif bereits gewonnen, egal bei welcher Schriftart
3. um Texte schneller lesen und mehr behalten zu können brauche man grüne Schrift auf…
4. gelblichen Hintergründen

Ferner noch eine Erkenntnis, wer auf das alles keinen Bock hat und die harte Linie gehen will: wer Texte in einer ungewöhnlichen Schriftart liest, die stark von den üblichen abweicht, sich also beim ersten Mal lesen mehr anstrengen muss, behält auch mehr. Das als Tipp für Custom ROMs, wo man systemweit die Schriftart ändern kann und nicht nur per Applikation.

Doch woher kommt eigentlich eine „übliche Schriftart“? Ganz klar: von Zeitungen. Bestimmte Schnörkel oder Größen hatten ganz pragmatische Gründe, siehe “Times New Roman“ und Kollegen. Das Zeug musste irgendwie auf die Seiten passen.

Das sich das alles so bis heute hält kann ich mir eigentlich nur mit Zufall erklären. Oder Zeitmangel. Vielleicht wäre es mal Zeit für ein Studentenprojekt: „die perfekte Smartphone-Schriftart“? Aber mich dann bitte in CC nehmen.

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doze up your ass

Im Kern war Android Marshmallow, also Version 6.x.x, nur ein Wiedergutmachungs-Update von Google, um zu beweisen, dass Lollipop, also 5.x.x, nicht vermurkst, sondern eigentlich „doch ganz okay“ war.

Mit Version 6.x.x kam auch der sogenannten „Doze-Modus“. Der „Doze-Modus“ ist im Grunde die Zementierung, dass mein Smartphone-Akku ab jetzt Google ganz allein gehört. Ich bin nicht fähig mein Smartphone, noch meine Akkunutzung entsprechend selbst zu managen, die übernahmen das für mich. Nett von Google!

Die Wahrheit ist: von den ganzen Updates, die Google bisher für Androiden gebracht hat, ist der „Doze-Modus“, mal abgesehen von einem bis heute nicht vorhandenen gescheiten SD-Karten-Management, das mit Abstand schlimmste, dümmste und unnützlichste.

Ich muss dazu sagen, ich nutze eine Custom ROM auf einer Hardware von 2013. Bei etlichen Recherchen im Web jedoch las ich von vielen Kommentaren, dass der „Doze-Modus“ alles nur schlechter macht, auch bei neueren Geräten.

Hier eine kleine Zusammenfassung, was mir der „Doze-Modus“ alles zerschossen hat:

  • kein konstantes WLAN mehr, Verbindung bricht dauernd ab
  • Apps speichern ihre Zustände nicht mehr, wenn man das Gerät aus dem Ruhezustand aufweckt
  • man bekommt Nachrichten, etwa in Messengern wie Threema, überhaupt nicht oder zu spät
  • fehlende Notifications allgemein
  • Bluetooth-Stottern, wenn das Display ausgeschaltet ist
  • zu viele Soft Reboots
  • Updates bei ausgeschaltetem Display sehr langsam
  • Apps müssen für 6.x.x genau auf diesen Modus zugeschnitten sein(!)

Der eigentlich Hammer kommt aber erst noch. Und zwar kann man den „Doze-Modus“ systemweit gar nicht abstellen. W00t!?

Man kann in den Akku gehen, dort oben rechts auf „Akku-Leistungsoptimierung“ (oder so ähnlich) und darf das dann selbst, App für App, ausstellen. Wer möchte, der darf sich gerne auch an System-Apps probieren.

Das war dann, als ich bei Android Marshmallow endgültig das Kotzen kriegte.

Welcher Android-Nutzer soll das testen, App für App, an- und abstellen, schauen, ob es besser wird, dann weiter, um hier eine Veränderung sehen zu können? Ich nutze Marshmallow seit Oktober, habe Unmengen an Kombinationen ausprobiert, zum gewünschten Ergebnis kam ich n-i-e. Hinterher las ich dann von dem oben erwähnten Problem, dass die Entwickler selbst aktiv werden müssten, um „Doze“ zu unterstützen. Das kann man nicht per se verlangen, sorry. Was ein Schwachsinn.

Mittlerweile ist es sogar so, dass manchmal Notifications funktionieren, wenn WLAN deaktiviert, aber das mobile Datennetz angeschaltet ist. Wer das ein paar Tage beobachtet erkennt einen neuen Bug, was auch nicht im Sinne der Erfinder sein kann.

Lange Rede, kurzer Sinn: weg mit diesem Scheiß! Mich befiel Ekel während des Schreibens dieses Textes, jedes Mal, wenn ich nur „Doze“ tippen musste. Es widert mich an. Die 400€ damals habe ich in diese Hardware investiert, nicht Google. Mein Akku gehört mir, ich will damit machen können was ich will.

Immerhin: die Akkulaufzeit hat dieser Modus wirklich verlängert, bravo! Denn wenn keine App mehr funktionieren kann, frisst natürlich auch nichts Batterielaufzeit. Oh my…

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app-leaky-leaky

Was sehr gerne und oft gemacht wird, wenn es um das Thema IT-Sicherheit geht, ist Programme genauer zu untersuchen, was die irgendwo hin senden. Das wird seit Jahrzehnten bei den Redmonder „Expertenprogrammen“ sehr gerne praktiziert und führt dann immer wieder zu irgendwelchen „Enthüllungen“.

Das sind nette Pausenfüller und sorgt auf jeder Konferenz für Gelächter, in Zeiten von halbintelligenten Telefonen mit der Power von Super-Computern und zig Lokalisierungsdiensten, die wir täglich in den Hosentaschen mitführen, aber mittlerweile Kindergeburtstag.

In einer Studie von letzter Woche haben es sich eine Handvoll Forscher der Virginia Tech nicht ganz so einfach gemacht. Die haben 100.000 Android-Apps genauer untersucht und fanden dass 23.500 davon Daten leaken. Aber nicht irgendwohin, sondern untereinander. Was selbstredend so gut wie überhaupt nicht kontrollierbar ist von den Usern.

Ihr System nennt sich DIALDroid, wenn das mal jemand googlen will.

Viele Daten-Deals sind auch gar nicht böswillig oder so vorgesehen, wie das bei Software oft ist, sondern einfach schlecht entwickelt. Übrigens ist auf Platz 1 die Verortung des Smartphones gelandet, was bedeutet dass entweder das Mobilnetz, WLAN, GPS, NFC oder einfach alles gleichzeitig dran Schuld ist.

Die Information, wo ihr euch gerade in Echtzeit(!) befindet ist also nicht nur die Information, die am einfachsten, sondern auch am häufigsten geleakt wird. In Zeiten von Meta-Informationen und was Geheimdienste damit so machen und wie sie diese priorisieren, kann man sich selbst fragen, ob man hier noch gut schlafen können wird.

Weitere Leaks fanden dann entweder üblich über das Internet oder gleich per SMS statt. [via]

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