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Archiv für die Kategorie „Gizm{e}os“

ps4-controller mit ps3

Diese Woche erst irgendwo online gelesen, dass man den PS4-Controller auch mit der PS3 verwenden kann.

Meine PS3 ist 12 Jahre alt.

Die PS-Taste funktioniert leider nicht. By design.

Hat leider deshalb etwas Fötales:

Mein PS4-Controller an meiner PS3

Konsole ein- und ausschalten ist mit dem nicht. Und auch in die PS3-Menüs kommt man nicht rein. Bummer.

Da ich das dennoch eine sehr coole Idee fand und auch ein Workaround für langwierige Retro-Gaming-Sessions, teile ich hier die Einrichtung:

1. PS3-Konsole sollte ausgeschaltet sein
2. PS4-Controller über USB-Kabel mit der Konsole verbinden
3. Konsole einschalten
4. in „Einstellungen“ wechseln, hier Menüpunkt „Zubehör“
5. „Bluetooth-Einstellungen“ öffnen
6. Scan-Vorgang starten
7. PS4-Controller vom Kabel trennen
8. PS-Taste und „Share“-Taste am PS4-Controller gleichzeitig drücken (wichtig)
9. der PS4-Controller sollte nun mehrfach hektisch blinken (wichtig)
10. erneut den PS4-Controller mit Kabel wieder anschließen (wichtig)
11. hier dann „Wireless-Controller“ auswählen (wichtig)
12. PS4-Controller vom USB-Kabel trennen und verwenden
Hinweis: Controller ist nun an der PS3 angemeldet. Wollt ihr diesen erneut an der PS4 verwenden, müsst ihr ihn neu einrichten, mit USB-Kabel

Junger Jedi, egal wie sinnlos dual oder triple use von Gadgets auch auf den ersten Blick erscheinen möge, huldige das Gadget, denn dem Gadget gehört das gesamte Universum!11

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tesla-aktien kaufen jetze!

Man kann von Tesla halten was man will: US-amerikanische Marke; Verarbeitung nicht so gut wie bei deutschen oder japanischen Modellen; Akku brennt; der Gründer ist ein (Cov-)Idiot; Markennamen von einem bedeutenden europäischen Erfinder geklaut; etc. pp. You name it.

Aber eines kann man ihnen nicht vorwerfen: der Wille zur Innovation.

Bei Tesla träumt man Innovationen nicht nur oder zeichnet diese. Sie werden in Realität gesetzt. Und dabei haben sie anderen Firmen auf dem Planeten manches voraus. So z.B. ein fahrbares und nutzbares E-Automobil. Und ein zukunftsfähiges Konzept insgesamt. Ja, wahrscheinlich DAS Zukunftskonzept der Mobilität überhaupt für die nächsten Jahrhunderte. Und das „schon jetzt“.

Tesla model 3 già andata a ruba

Deshalb lohnt es sich genau jetzt in Tesla-Aktien zu investieren: durch den Split ging der Preis pro Aktie nämlich fast über Nacht von über 2.200$ runter auf aktuell 360€. Wer also ein paar Hunderter übrig hat, das sollten einige Menschen sein seit März, auch unter meinen Leserinnen und Lesern, der sollte sich (ein Depot eröffnen und) Aktien dieser Firma kaufen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die 1.000€ wieder schnell geknackt sein werden. Dann hätte man alleine durch eine Beteiligung fast das Dreifache wieder drin. Ende ist hier übrigens nach oben offen.

Man kann das Geld schnell mitnehmen oder halten. Ich würde halten. Einfach aus „Prinzip Zukunft“. Und es gibt da noch etwas, was ich bemerkenswert fand, die Meldung ist aber schon ein paar Monate her.

Wie wir alle wissen sind oder waren die Japaner mal das technologisch am weitesten fortgeschrittene Völkchen der Erde. So stark und so mächtig und sehr weit fortgeschritten, sie galten als „Schwan“ und flogen in Gesamtasien voraus, während andere Länder wie Südkorea, sogar Taiwan und China, hinterher wackeln mussten. Irgendwann in den 80ern war das so. Es mag sich mittlerweile gewandelt haben, ich bin auch der Meinung, insgesamt haben wir „alles schon erfunden“, also da wird kaum noch was Neues kommen für die Menschheit. Und das wechselt sich da unten nun munter ab, wer in der Parabel voraus fliegt. Ich tippe ja aktuell auf Südkorea, China braucht noch ein paar Jahre, vielleicht Jahrzehnte. Wobei man Taiwan mit dem Chipfertiger TSMC hier auch nicht vergessen darf.

Ich schweife ein bisschen ab, denn was ich eigentlich erzählen will kann man auch ohne dieses Wissen und die Vogelzug-Parabel faszinierend finden.

Die Japaner haben nämlich vor wenigen Monaten den Tesla Model 3 komplett zerlegt, die Ergebnisse wurden im Februar der Weltöffentlichkeit präsentiert. Denn was machst du als Hacker erst einmal, wenn du neue Technik verstehen willst oder schauen möchtest, ob die Technik wirklich neu ist? Na klar, du baust sie auseinander!

Das Wichtigste und das Unbekannteste, das sie fanden, waren zwei individuell designte KI-Chips, von Tesla komplett selbst entwickelt(!), mit entsprechend inhouse-entwickelter Software:

der KI-Chip und das Mainboard des Tesla Model 3
Oben: der Computer des „Model 3“ – ein KI-Chip regelt das autonome Fahren, der andere das gesamte Infotainment-System

Im Kern fanden die Japaner heraus, „ja gut, das Hardware-Ensemble ist eben dafür gut, dass dieses Auto sich selbst steuern kann und die massive Infotainment-Anlage“. Und das stimmte dann auch. Doch was noch viel bedrückender war aus der Sicht der japanischen Ingenieure:

Die Hardware, die oben zu sehen ist, ist 6 Jahre ihrer Zeit voraus!

Tesla ist damit nicht nur Konkurrenten zeitlich enteilt, Tesla ist mit dieser Hardware einer kompletten Industrie enteilt.

„But technological hurdles are not the reason for the delay, according to the Japanese engineer who said „we cannot do it.““

Einer Industrie, die in Europa alleine 3,65 Millionen Menschen beschäftigt – bei Tesla arbeiten aktuell nur 48.000 (Stand 2019)…

Das ist „Alien-Sh*t“, was wir hier sehen. Solche Technik dürfte es aktuell gar nicht geben.

2019 nicht.
Dieses Jahr nicht.
Nächstes Jahr nicht.
2022 nicht.
2023 nicht.
2024 leider auch nicht.
Maximal „irgendwann 2025“, sagen Industrie-Insider. Denn auch wenn der Bericht Ende Februar publik wurde, auseinandergenommen wurde der Tesla wohl irgendwann Ende 2019.

Ganz ehrlich: WAS haben die da gebaut!? und WIE!? Ich bin kein reiner Ingenieur, aber ein kleiner CPU-Head. Vor solch einer Leistung habe ich irre Respekt. Und leider auch Angst.

Und sehen wir es realistisch, selbst wenn sie mit Autos als Konzept komplett sich zerlegen würden, sie hätten immer noch diese Chips, also konkrete Hardware, sowie maßgeschneiderte Software dazu im Angebot. Mir würden spontan mindestens ein Dutzend Anwendungsfälle dazu einfallen, „I, Robot“ wäre Kindergeburtstag dagegen.

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2020: alles wird kurzweil

Keine Panik! Sieht alles schlimmer aus, als es ist! Ende 2020 wird für uns alle doch noch alles gut!

Ray Kurzweil
Turntable-Rocker mit Grüßen aus 2006: US-Futurist Ray Kurzweil

Aus Langeweile seit Ewigkeiten mal wieder in einem meiner eigenen Ebooks geschmöckert. Dort habe ich mit Datum 23.11.06 einen interessanten Text entdeckt, betitelt sick shit II. Er dreht sich um Blicke in die Gegenwart einer noch 14 Menschenjahre entfernten Welt.

Spätestens Ende 2020 wird alles gut für die Menschen sein, aus medizinischer Sicht. Denn dann „flitzen Nanobots umher in unserer Blutbahn und werden uns gesund und jung halten“. Sind doch nur noch wenige Monate! Wird schon schiefgehen!

Natürlich gibt es die Onlinequelle dieser kurzweiligen, optimistischen Vorhersagen heute nicht mehr. Ich fand jedoch im Internet Archive noch einen Schnappschuss der Website, wo diese und mehr Prognosen online publiziert wurden. Und dann war da noch…

…“2020 werde die Lebensdauer eines Menschen wesentlich größer als heute sein“. Gut, das war jetzt nicht ganz so schwer, trifft seit 2014 allerdings auf die USA nicht mehr zu.

Oder „2020 werden wir uns komplett in virtuellen Umgebungen bewegen. Anstatt jemanden anzurufen werden wir unser Gegenüber irgendwo virtuell treffen, können virtuelle Strandspaziergänge machen und uns dort unterhalten. Meetings werden in beruhigenden Örtlichkeiten nur noch virtuell stattfinden.“ Möp! Meetings finden im Jahr 2020 wie Ende der 90er-Jahre weiterhin in ranzigen Chat-Applikationen statt und kommen öfter mal direkt aus dem Big-Brother-Ministerium Chinas. Gut, statt nur zu schreiben kann man sein Gegenüber mittlerweile auch direkt anrufen (will niemand wirklich) und man kann es auch in Echtzeit sehen, wenngleich in mieser Handykameraqualität (wenn deutsches Internet einen guten Tag hat). „Virtuelle Strandspaziergänge“ hätten uns in Lockdownzeiten sicherlich mental ein bisschen geholfen, doch in der Realität sehen wir nur wechselnde Standbilder als auswählbare Hintergründe in „Microsoft Teams“. Tja, so unterscheiden sich Begrifflichkeiten früher und heute in Bezug auf „virtuelle Welten“. Hätte man extra dazusagen müssen, klar.

„Innerhalb der nächsten zehn Jahre“, also aus Sicht des Textes um 2016 herum, „müsse sich kein Mensch mehr mit Erkältungen rumschlagen.“ Allerweltskrankheiten wie die Influenza, die aktuell weltweit Zehntausende Tote fordert pro Jahr, ließen sich durch „die Nanotechnologie komplett ausrotten“. Nanotechnologie versus COVID-19 FTW! Läuft doch!

Zu seiner Verteidigung will ich am Ende anmerken, bei manchen Prognosen aus dem Text hat man ihn auch gnadenlos geschnitten.

Augmentierte Realität durch Brillen zum Beispiel – Google Glass wurde 2014 für den Massenmarkt aus moralischen und ethischen Bedenken von Google selbst aus dem Verkehr gezogen. Oder der Verbreitung von Viren durch Terroristen – offenbar nichts im Vergleich zu Zoonosen. Anderes Zeug, Themen wie „Züchten von Organen“ und „Metamorphosen von Hautzellen“, erspare ich uns jetzt, es ist kurz vor halb Acht und draußen hat es 30+°C. Seit Freitag.

Ja. Wahrsagerei ist auch kein Zuckerschlecken mehr. 2020 – wir packen das!

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luckysheet

In einer digitalen Welt voll mit kostenlos erhältlichen Datenbanksystemen setzen nur noch IT-Steinzeitmenschen auf reine Tabellenkalkulationen.

Sei’s drum, denn: wer braucht heute noch ein Gehirn!? Richtig!?

Luckysheet möchte selbst kommerziellen Tabellenkalkulationsprogrammen Konkurrenz machen und man muss zugeben, zumindest geschwindigkeitstechnisch und optisch macht es absolut etwas her:

Luckysheet GitHub-Demo

Für eilige Ex-Excel-Junkies lässt sich die Demo auch gleich direkt ausprobieren: https://mengshukeji.github.io/LuckysheetDemo/.

Wer etwas mehr Zeit erübrigen kann, der braucht nur Node.js in Version 6 oder höher und kann das Programm lokal auf dem PC mit nur wenigen Zeilen installieren:

npm install
npm install gulp -g

Luckysheet wird von einer kleinen chinesischen Community entwickelt und basiert auf einer MIT-OpenSource-Lizenz. Vielleicht der einzige Wermutstropfen, doch was ist heutzutage nicht aus China? Richtig!?

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shenzhen

Shenzhen liegt irgendwo in China/
Shenzhen hat VR, die brauchen dort kein Fielmann/
Shenzhen kennt man seit Ming-Dynastien/
Shenzhen bedeutet so viel wie „die Gräben sind tief“/
Shenzhen ist Cyberpunk-Hauptstadt/
Shenzhen steht für Neonsonnen in der Nacht/
Shenzhen ist technologisch Weltmacht/
Shenzhen hat selbst im Winter 20 Grad/
Shenzhen Shen-Chuen Shum-Chun Neunzehnelf/
Shenzhen wächst so schnell wie keine Stadt der Welt/
Shenzhen und du verstehst nur Bahnhof/
Shenzhen vertickt dir Bitcoin auf dem Pausenhof/
Shenzhen glitzert im Delta des Perlfluss/
Shenzhen rollt durch diesen Text wie Linienbus/
Shenzhen raucht keine Zigaretten/
Shenzhen dampft OLED-Devices. Auf USB. In Ketten:

Mein iStick Pico von Eleaf - Made in Shenzhen

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sexy: kde slimbook

Whoa! KDE macht offenbar in Ultrabooks:

KDE Slimbook 2020
Direkt der Slimbook-Website entnommen

Und die Dinger sehen auch noch hardwaretechnisch supersexy aus! Passend zur Desktopumgebung! 🙂

Mit 899€ auch zu einem sehr humanen Preis, wie ich finde: dafür erhält man ein 14“-HD-IPS-LED-Display mit leistungsstarkem AMD Ryzen 4800H-Prozessor (8 Kerne, 16 Threads, integrierte Radeon-Grafikkarte mit 1,43 T(!)FLOPS), der erst im Januar auf der CES öffentlich vorgestellt wurde (hier nochmal der Bericht). Eine bisschen mickrige 250GB-SSD, sowie 8GB RAM ebenso.

Wer will, kann über den Onlineshop das Setup jedoch noch nach Belieben (oder was der eigene Geldbeutel hergibt) aufstocken. Im Kurzbesuch konnte ich bis zu 64GB RAM und eine 2TB Samsung-SSD ohne Probleme finden, siehe: https://slimbook.es/en/store/slimbook-kde/kde-slimbook-14-comprar.

Das Geilste aber ist natürlich: KDE Neon vorinstalliert!

Die auf Debian bzw. Ubuntu LTS basierende Linux-Distribution gilt als bleeding edge und liefert immer das Neueste und Feinste von KDE frei Haus. Und das noch gar nicht lange: sie ist erst vier Jahre alt, wurde 2016 ins Leben gerufen. Aktuell ist sie mit Platz 11 locker in den TOP20 von distrowatch.com zu finden. Sehr populär also.

Wem 14“ zu klein sind, kein Problem: für nur 30€ mehr erhält man das 15“-Modell.

Fazit: hardwaretechnisch und von Betriebssystemseite erste Sahne und wenn die Verarbeitung nur halb so geil ist, wie sie aussieht, für mich ein Anwärter auf das Gadget des Jahres!

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edex-ui: ein deluxe scifi-terminal-emulator

Schon extremst geil und wirklich heftigst eye candy plus cyberpunk:

eDEX-UI: ein Scifi-Terminal-Emulator

eDEX-UI ist ein Terminalemulator, wie man ihn von PC-Interfaces aus Scifi-Filmen wie „Tron“ und „Alien“ kennt. Er läuft auf allen gängigen Plattformen, Linux bevorzugt, aber auch Mac oder sogar Windows mit wenigen Einschränkungen.

Das Programm aus der Zukunft ist frei hier erhältlich: https://github.com/GitSquared/edex-ui.

Nach der Installation erwartet einen ein Echtzeitmonitor für CPU, RAM, Swap und laufende Prozesse, sowie das Netzwerk. Für Touchscreens liefert er eine entsprechende Tastatur mit, die sich bei Nichtbedarf auch ausblenden lässt. In jedem Interface ist ein Verzeichnis-Browser eingebaut. Und: natürlich enthält er immer auch die entsprechende Konsole zum Arbeiten oder Experimentieren.

Das Customising kann man selbst übernehmen, braucht dafür allerdings das Wiki. Das sind schon erweiterte Konfigurationen, die man hier durchführen muss, nicht jeder kennt sich beispielsweise mit CSS-Injections aus.

Wer möchte, kann sich auch zum Konsolen-Skin entsprechende Sounds einblenden lassen.

Oben zu sehen ist der Skin neofetch mit eDEX-UI 2.2 und dem Standard-„Tron“-Thema. Ein Stückchen weiter unten das Thema „interstellar“ mit den geöffneten Grafikeinstellungen der Applikation.

Fettestes Projekt, absolute Empfehlung! Viel Spaß beim Ausprobieren!

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amd ryzen 7 4800hs x hpl 2.2: 248,6 gflops!

Erst im Januar hatte AMD auf der CES in Las Vegas der Welt die neue 4000er-Serie seiner leistungsstarken Ryzen-Prozessoren vorgestellt. Unter anderem auch den 4800H(S), der in einem 14-Zoll-Exzellenz-Gaming-Notebook von ASUS präsentiert wurde, die sechs Monate das Exklusivrecht für die Veröffentlichung dieser CPUs halten sollten.

Das passte ganz gut in meine eigenen Hardwareplanungen, hatte ich mir doch seit 2011 keinen Rechner mehr gegönnt. Und die Thematik mit Meltdown und Spectre machte ab 2018 ja alles nur noch viel schlimmer und ätzender. Es war mal wieder allerhöchste Zeit, Intel so richtig in den A**** zu treten!

Die Notebook-Prozessoren von AMD spielen mittlerweile in einer eigenen Liga. Kein Vergleich mehr zu meiner letzten AMD-Hardware aus 2005, damals war der Turion64 „ultramodern“ und 64bit war d-e-r heiße Scheiß, die CPUs aber wie immer von AMD im Notebook viel zu laut und viel zu warm.

Die Hardware, die ich seit letzter Woche nun mein Eigen nennen darf, gilt aktuell als beste Laptop-CPU der Welt, neben dem 4900er-Modell, der Ryzen 7 4800HS.

AMD Ryzen 4000er H-Serie, via notebookcheck.com

Wie es der Zufall so wollte bin ich seit 2018 im CPU-Benchmarking-Territorium unterwegs, zumindest in meiner Freizeit. Was lag da also näher, als sich den Prozessor mal mit dem Tool HPL (High Performance Linpack) vorzunehmen, der Benchmark-Suite, mit der auch die TOP500-Liste der Supercomputer seit Jahren gebenchmarkt wird? Eben!

Gesagt, getan, Freitag Abend drei Stunden Arbeit investiert und das Ergebnis meiner Maschine kann sich doch durchaus sehen lassen, wie ich finde:

================================================================================
HPLinpack 2.2 — High-Performance Linpack benchmark — February 24, 2016
Written by A. Petitet and R. Clint Whaley, Innovative Computing Laboratory, UTK
Modified by Piotr Luszczek, Innovative Computing Laboratory, UTK
Modified by Julien Langou, University of Colorado Denver
================================================================================

An explanation of the input/output parameters follows:
T/V : Wall time / encoded variant.
N : The order of the coefficient matrix A.
NB : The partitioning blocking factor.
P : The number of process rows.
Q : The number of process columns.
Time : Time in seconds to solve the linear system.
Gflops : Rate of execution for solving the linear system.

The following parameter values will be used:

N : 13920
NB : 240
PMAP : Row-major process mapping
P : 1
Q : 2
PFACT : Right
NBMIN : 4
NDIV : 2
RFACT : Right
BCAST : 2ring
DEPTH : 1
SWAP : Spread-roll (long)
L1 : transposed form
U : transposed form
EQUIL : yes
ALIGN : 8 double precision words

——————————————————————————–

– The matrix A is randomly generated for each test.
– The following scaled residual check will be computed:
||Ax-b||_oo / ( eps * ( || x ||_oo * || A ||_oo + || b ||_oo ) * N )
– The relative machine precision (eps) is taken to be 1.110223e-16
– Computational tests pass if scaled residuals are less than 16.0

================================================================================
T/V N NB P Q Time Gflops
——————————————————————————–
WR12R2R4 13920 240 1 2 7.23 2.486e+02
HPL_pdgesv() start time Fri Jul 10 23:17:19 2020

HPL_pdgesv() end time Fri Jul 10 23:17:26 2020

——————————————————————————–
||Ax-b||_oo/(eps*(||A||_oo*||x||_oo+||b||_oo)*N)= 0.0046572 …… PASSED
================================================================================

Finished 1 tests with the following results:
1 tests completed and passed residual checks,
0 tests completed and failed residual checks,
0 tests skipped because of illegal input values.
——————————————————————————–

End of Tests.
================================================================================

Wie zu erwarten war schneidet das 8-Kerne-AMD-Biest formidabel ab, das Endergebnis des etwas über 7 Sekunden dauernden und alle acht Kerne ausnutzenden Tests ging voll auf den L3-Cache, der hier zwei Mal vorhanden ist und je 4MB beträgt: 248,6 GFLOPS!

I <3 it! Selbst nur im Akkumodus und vom Stromnetz getrennt kam der Prozessor noch auf 210,4 GFLOPS.

Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe selten so eine krasse, alleinige CPU-Leistung von einem meiner Heimgeräte gesehen. Gut, die PS3 war auch noch gut dabei, bis heute übrigens, obwohl die Hardware aus 2007/2008 stammt. Der Ryzen 7 4800HS ist also die zweite CPU in meinem Haushalt, die über 200 GFLOPS mit HPL erreicht. Hut ab, AMD, gerne mehr davon!

Solche Benchmarks selbst durchzuführen, v.a. unter Linux, ist eine Kunst, die selbst mich als Berufsinformatiker immer wieder vor Herausforderungen stellt. Man merkt das schon sehr gut bei der Recherche zu dem Thema, wo nie Tools gelistet sind, die außerhalb der Intel-Welt ein Ergbnis in (G)FLOPS liefern. Wie kompliziert das hier war und wie man den Test erfolgreich durchführt, bei noch viel komplizierterer Vorkonfiguration, erläutere ich gerne mal in einem anderen Beitrag. Stay tuned! 😉

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canon tr 8550 – arch-basiert

Was Unterstützung für Linux betrifft, so ist Canon aus Japan beileibe kein A****loch-Hersteller: für meinen Drucker TR 8550 aus 2017/2018 gibt es wenigstens Treiber für Debian Linux und RPM-basierte wie z.B. Fedora. Wenngleich die seit Ende 2017 auch nie mehr einem Update unterzogen wurden…

AKIRA A.D.2019 TOKYO
Wie Canon in den 80ern Populärkultur wurde: dank „Akira“!

Nur was mit Arch oder auf Arch basierenden Derivaten? Viel Spaß mit der Installation über den Sourcecode!

Nee, das funktioniert nicht. Ehrlich jetzt.

Ich hatte noch ein funktionierendes Setup auf einem anderen Linux-Rechner, aber selbst meine manuell kopierten Dateien (cmdtocanonij2, cmdtocanonij3, rastertocanonij) nach /usr/lib/cups/filter/ brachten das Mistding nicht ans Laufen. Ich bekam beim Druckversuch einer Testseite nur immer wieder die Meldung „Filter failed“.

In einer Onlinerecherche kam irgendwo (ich spare mir Links, keine Zeit, hier auch unnötig), das bedeute „eine Vielzahl von Fehlern“, ich solle debuggen.

Nee, das funktioniert heute nicht. Nicht heute. Und morgen auch nicht. Und auch nicht irgendwann nächstes Jahr.

Phew, was tun?

Wir werden pervers! Aber so richtig! Wir konvertieren das erhältliche *.deb-Paket in eine Arch-Installationsdatei, die pacman dann essen muss! Völlig egal, ob es funktioniert oder nicht danach! Muhahahaha!

Das Tool, das dies erledigt, nennt sich debtap und ist über offizielle Quellen nicht erhältlich, man muss das inoffizielle AUR anzapfen. Doch selbst dann läuft es nicht einfach von selbst, man muss indizieren lassen, aber wie das alles genau geht steht hier, denn den Link share ich gerne weiter: https://ostechnix.com/convert-deb-packages-arch-linux-packages/.

Der Befehl, der die Konvertierung durchführt, lautet schließlich so:

debtap cnijfilter2_5.50-1_amd64.deb

Der hat wahrscheinlich eine halbe Ewigkeit Gültigkeit, denn der Treiber wird von Canon für Pinguinnutzer ja eh nie geupdatet.

Man kann übrigens die Fragen, die sich hier stellen, nach Belieben ausfüllen, das ist nicht wichtig. Heraus kommt eine cnijfilter2-5.50-1-x86_64.pkg.tar.zst, die man nur noch mit sudo pacman -U installieren muss. DONE!

Gestern, nach 22:00, end-lich funktioniert’s!

Gut, bei mir schlug die Installation erst einmal fehl, denn meine manuell kopierten Dateien waren ja noch da, worüber sich pacman beschwert hat. Doch nach dem Löschen dieser war dann eine Installation ohne Fehlermeldung möglich. Danke debtap, danke pacman, danke TCP/IP!

Mit diesem Tutorial wollte ich mehrere Dinge auf einmal zeigen:

1) die erfolgreiche Installation des Druckers TR 8550 von Canon unter Arch Linux bzw. einem der vielen Derivate
2) dass eine manuelle Installation fehl schlägt (verschwendete Lebenszeit!)
3) was das Tool debtap ist und warum wir hier pervers werden müssen
4) warum Versuch manchmal kluch macht
5) get it running or die tryin‘!

Wenn diese Exkursion in die Tiefen der Linux-Druckertreiber-Höllen bei euch auch zum Erfolg geführt hat, klickt doch auf einen der Buttons und spendet bitte! KTHXBYE! <3

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DIE dating-revolution

I'm there for you -  toy digital sillinesss

Im Januar erzählte mir ein Kollege, ich solle „Tinder“ versuchen.
Es sei „der ideale Weg um Bräute abzuchecken“.
Also habe ich mich dort angemeldet.
Über mein eigenes Smartphone, ist Risiko, klar.
Ich durfte mir das einfach nicht entgehen lassen.
Woche für Woche schaue ich mal rein.
Irgendwie posten alle Honeys nur noch ihr „Instagram“-Profil.
Oder Zwei-Sekunden-Infinite-Loop-GIFs.
Das war aber gar nicht mein Problem, weil:
ich habe gemerkt, ich bin hässlich.
Und habe nur vier Likes. Pardon: „Matches“.
Und das auch noch während weltweiter Pandemiezeiten!
Um Depressionen zu vermeiden kam mir nur eine Lösung:
Ich lasse mir Titten machen.
Nächste Woche habe ich Termin.
#Zeitgeist

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call it a keycard!

Wenn dein Schlüsselbund mal wieder auf irgendeinem Fenstersims vergessen wurde:

Cooler Master CPU-Karte fuer Waermeleitpaste - Call it Keycard!

Cooler Master! Call it a „keycard“! Made in Taiwan! Since 1992! xD

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href.ninja wird 5.000

Und noch ein internes Mega-Jubiläum dieses Jahr: meine Linkschleuder href.ninja wird 5.000!

href.ninja logo banner

Genauer scheint das bereits seit längerem der Fall zu sein, denn aktuell zählt die Sammlung meiner |)i3 @L73RN/-\7Ive pr€$$€/-\G3nt|_|R 5.108 Hyperlinks inklusive kurzen eigenen Beiträgen zu Lesenswertem. Zeitlich liegen wir hier also irgendwo bei Anfang April 2020, wann dieser Meilenstein geknackt wurde.

Witziger Zufall ist, dass es für href.ninja am 8. April 2012 online los ging. Also weiß ich ziemlich genau die Zeitspanne, wann die 10.000 geknackt sein werden: irgendwann April 2028 herum.

Nicht witzig war, dass viele Links und Hinweise meines virtuellen Kurzzeitgedächtnisses für immer verloren sind: meine Anmeldung bei del.icio.us war am 21.09.06 schon, ab diesem Datum sollten Daten vorhanden sein. Die zahlreichen Verkäufe der damals sehr beliebten „Web 2.0“-Plattform und andere Schwierigkeiten mit dem Management, hatten mein Ursprungsarchiv irgendwann für immer zerstört. Ich tippe, dass rund 500-1.000 gesammelte Links so im Datennirwana landeten.

Das, und der Umstand, ein eigenes Konkurrenzprodukt zum Kurznachrichten-Masseur-Webdienst Twitter anbieten zu können, führten irgendwann 2012 dazu, ein eigenes System auf meinem Server für mein Gehirn-RAM aufzuziehen.

Bis heute läuft es mit dem datenbanklosen Unterbau Shaarli, initiiert von dem Franzosen Valentin CARRUESCO aka Idleman. Nur fragt mich nicht, in welcher Version: der Code wird schon seit Jahren von der Community über GitHub weiterentwickelt. Und von mir zu selten abgerufen und geupdatet…

Solche autarken Systeme wären nicht nur im Krisenjahr 2020 wichtig gewesen. Mich schaudert nach wie vor, wenn ich von „offiziellen“ Meldungen von Politikern oder Behörden über Twitter höre, das sollte meiner Meinung nach verboten werden. Genauso wenig kann ich ein Onlinemagazin ernst nehmen, das permanente Verweise in eigenen(!) Artikeln zu Twitter oder Instagram oder sonstigem Webschundrotz „einbettet“. Das ist nicht unabhängig, sondern faul und eklig und gehört ebenso verboten. Von dem Cookie-Dreck und Werbe-IDs, die man mitliefert, ganz zu schweigen.

Baut euren eigenen Webdienst auf! Eine Domain mit eigenem Webspace (heute Neusprech „Cloudspace“) kostet heute keine 10€ mehr im Jahr, ein System wie Shaarli ist in 5-10 Minuten aufgezogen und betriebsbereit. Das sage und schreibe ich bereits seit 20 Jahren, sehe dagegen weiterhin nur Dreck und die Leute konsumieren oder produzieren es doch weg.

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ich und meine maske

Als junger Erwachsener hätte ich niemals gedacht, so etwas hier mal zu besitzen:

Ich und meine Maske

Wie naiv!

Zu sehen ist meine N95/F2PP-Atemschutzmaske in doppelter Ausführung mit entsprechenden Wechselfiltern. Kostenpunkt: 15,99€. Lieferzeit: 5 Wochen.

Wenn man in den Nullerjahren alternative Medien besuchte im Internet, v.a. im englischsprachigen Raum, fand man immer wieder Websites, die einem solche Masken zu einem Spottpreis verkauften. Die Betreiber und Besucher dieser Webseiten bezeichnete man als „Spinner“, solche Masken waren doch nur etwas für „die Asiaten“ und den Begriff „Prepper“ gab es da auch noch nicht.

Heute ist sie einer der wertvollsten Gegenstände der Welt(!), die man besitzen kann. Und mausert sich im Hintergrund bereits zu einem unverrückbaren Sinnbild unserer Gegenwart. Wie schön, dass sich die Zeiten für uns alle doch verbessert haben!

Die Realität aktuell nämlich ist, dass Atemschutzmasken hierzulande bereits in Sachsen verpflichtend sind. Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wollen nachziehen, in Bundesländern wie Baden-Württemberg darf man öffentliche Verkehrsmittel und Supermärkte nur noch betreten, wenn man eine trägt. Im Kern ist es eine Frage der Zeit, bis die Pflicht Maske zu tragen für alle kommt, und, hätte man hierzulande genügend auf Lager, sie wäre längst da. Zu spät kommt das alles zudem.

Seit wenigen Wochen biete ich auch in einem Widget unter den Beiträgen hier selbst welche an. Die Kooperation läuft aktuell über Amazon, allerdings haben die bereits durchsickern lassen, dass man eventuell in Erwägung ziehe, den Verkauf an die Bevölkerung einzustellen, da Einrichtungen wie Krankenhäuser die noch dringender bräuchten. Sollte sich das also erübrigen, werde ich das Widget versuchen während der Pandemiezeit weiterhin anzubieten, wahrscheinlich dann über Amazyble statt Amazon. Nur dass sich niemand wundert.

Meine persönliche Meinung dazu? Asiaten gehören nicht umsonst zu den intelligentesten Völkern der Welt. Vielleicht hätte man in der Vergangenheit öfter auf sie hören sollen. Das Beispiel Südkorea zeigt das ja aktuell ganz vorzüglich: während das 52 Millionen Einwohner zählende hochmoderne Land nur knapp 10.700 infizierte Personen zählt, bei lediglich 237 Todesfällen (Stand: 20.04.20), ist in Europa Mittelalter und seit 13.03.20 das größte Epizentrum der Seuche nach China.

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alpine linux fuer ps3

Linux-Distributionen für die PlayStation 3 sind sehr rar, was zum einen an der von Wenigen benutzten CPU-Architektur ppc64 liegt; für mich bis heute unverständlich, gehört diese Architektur doch mit zu den modernsten und jüngsten überhaupt. Mit Red Ribbon GNU Linux lag uns bis Mitte 2018 dennoch eine inoffizielle Debian-Distribution vor, die man bis hoch zur Version 8.11 aktuell halten konnte. Danach waren Updates, nicht einmal Sicherheitsupdates, mehr möglich, da ppc von den Debian-Paketquellen-Maintainern nicht unterstützt wurde. Sonst hätte man damit noch locker bis zum 30. Juni diesen Jahres arbeiten können.

Dieser Umstand bzw. diese Not führt mich als PS3-Linux-Entwickler immer mal wieder zu den verschiedensten Ecken des Web, wo ich Fragen stelle und mich umhöre, ob wir nicht doch einen Workaround finden können zwischenzeitlich. Und siehe da: im letzten Monat wurde ich bei reddit fündig, wo jemand kurzerhand eine PS3-Distribution basierend auf Alpine Linux zusammengestellt hat:

https://github.com/fasif/AlpinePPC64.

Alpine Linux kannte ich bis dato gar nicht, Distrowatch liefert mir anschließend allerlei Informationen wie dass es aus Norwegen stammt, regulär oft auf Routern und Telefoniesystemen zum Einsatz kommt, und auch wie das Logo ausschaut:

Logo von Alpine Linux

Das Geilste aber ist der Kernel, mit dem diese PS3-Distribution läuft: hier wurde mein eigener 3.15.10er aus Ende 2018 dafür benutzt! 😀

Alle meine PS3-Kernels werden auf der PS3 selbst gebaut. Die Hardware braucht für das Kompilieren dafür oft mehrere Stunden. Im Zuge des Spectre-Meltdown-Desasters 2018, das so ziemlich alle OoOE-CPUs betraf und dazu zählt nun mal auch der Cell-Prozessor, hat dazu geführt, dass ich auch versucht habe 4er-Kernels zu bauen (siehe hier). Es scheiterte am Ende jedoch immer wieder an zu alten IBM-Patches. Die zu aktualisieren fiel mir schwer, kannte ich nämlich die Syntax nicht und begegnet sind mir solche Patches bis 2018 auch nie. Am Ende fehlten nicht viele (Link zur Übersicht), für etwaige Hilfe und Fehlersuche stellte ich auch *.rej-Dateien zur Verfügung. Allein, mir ist bis heute nicht bekannt, dass die Patches irgendwo aktualisiert zur Verfügung stünden, um einen lauffähigen 4.x.x-Kernel für eine CFW-PS3 zu bauen. Wäre mir das damals gelungen, diese neue PS3-Linux-Distribution weiter oben hätte dann einen aktuelleren Kernel als 3.15.10 gehabt. Immerhin ist mein Kernel aber neuer als der 3.12.6er, der mit Red Ribbon ausgeliefert wird und auch nie einem Update unterzogen wurde in der Lebensspanne der Distribution.

Es ist wie es ist und eigentlich habe ich auch mal wieder Lust mich am Kompilieren eines 5.x.x-Kernel für die PS3 zu versuchen. Allein, mir fehlt nach wie vor die Zeit dazu.

Trotzdem, es ist schön zu sehen, dass geleistete Arbeit für F/OSS auch von anderen verwertet wird, verwertet werden kann. Das ist einer der riesengroßen Vorteile der OpenSource-Bewegung und eine Leistung, auf die wir nicht umsonst sehr stolz sind.

Die PS3 mit ihrer besonderen und wertvollen Architektur aus den Jahren 2007/2008 ist nicht die einzige Hardware, die auf diese Weise weiter am Leben gehalten werden kann und generationenübergreifend für weitere Faszination und spannende Coding-Projekte sorgen wird. Eine nagelneue Linux-Distribution aus dem Nirgendwo ist schon eine Hammermeldung, wie ich finde.

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dein pod – deine daten

Stell‘ dir vor, Datenkraken wie Facebook, Twitter und Co. würde deine persönlichen Daten nicht exploiten und daraus resultierenden Cashflow nicht in die eigenen Taschen abführen, sondern müssten um Erlaubnis fragen, um diese Daten aus eurem eigenen Daten-Container (hier genannt POD – Personal Online Data) erhalten zu können.

Das ist das Grundkonzept von SOLID:

SOLID - Gateway fuer deine Daten

SOLID wurde bereits 2018 kurz hier vorgestellt. Da sich das Problem mit der Verwertung oft gegen den Willen der Nutzer aber in der Zwischenzeit nicht verbessert, sondern noch eher verschlimmert hat, hat Hackaday erst Ende März und dann noch Anfang April das Projekt erneut breiter ausgeleuchtet.

Das sind Link-Tipps und Must-Reads gleichzeitig, denn wenn bisher eines seit Erfindung des WWW Anfang der 90er nicht funktioniert hat, dann dass die Menschen gelernt haben, damit umzugehen. Man muss ihnen weiter helfen.

Vom WWW-Erfinder höchstselbst stammt die Idee zu SOLID: Tim Berners-Lee. Sie schießt ins selbe Kraut wie die seit Monaten andauernden Diskussionen, dass wir das WWW an Mega-Konzerne mit zwielichtigen Visionen verloren und uns sogar gopher zurückwünschen: es läuft was schief mit dem Web, schon seit Jahren, wie biegen wir das jetzt wieder gerade?

Ist eine Riesen-Herausforderung.

Schließlich lässt sich Zeit nicht zurückdrehen, Facebook beispielsweise nicht wieder zurückcoden, WhatsApp oder Instagram für Milliarden zurückkaufen: „Was mit Zucky zusammen den Bach runterging war die Illusion einer zentralen Wahrung der persönlichen digitalen Identität, die er mitkreierte. Eine Generation von unheilbaren Web-Krüppeln; gescheiterten Nutzern, die niemals den essentiellen revolutionären Hintergedanken eines dezentralen Informationsdienstes verstanden hatten. Die verzweifelte Annahme, dass jemand, oder zumindest irgendeine Kraft, sich um die Daten nach dem Klick auf den Button kümmert.“

Auch Hackaday spricht denn auch von „Glück“, sollte SOLID funktionieren: in dem Fall gäbe es Wettbewerb in diesem Bereich, da NutzerInnen ihre Daten einfach mitnehmen könnten, wie bei einem Umzug. Wohl im Konjunktiv.

Wenn SOLID, ein OpenSource-Projekt vom Erfinder des Web selbst Glück braucht, und noch viel mehr Zeit, um Perspektive zu geben, was bleibt in der Zwischenzeit?

Nun, es liegt zum einen an einem selbst: PODs nämlich, wenn auch nicht für SOLID, kann man heute schon selbst aufsetzen, dezentrale soziale Netzwerke gibt es bereits in recht ausgereifter Form. Friendica, diaspora* und Mastodon sind solche, recht bekannten Beispiele. Zum anderen: nee, da gibbet nichts mehr an Alternativen. Wir sind Schuld daran. Wir sollten nicht stolz darauf sein.

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