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Archiv für die Kategorie „Weltraum“

weltraumpflanzen

…für daheim:

Die Streber (5-Sterne-Luftreiniger)
* Spathiphyllum
* Chrysanthemum morifolium

Die sehr Guten (4-Sterne-Luftreiniger)
* Gewöhnlicher Efeu
* „Schwiegermutterzunge“
* Drachenbäume

Die Guten (3-Sterne-Luftreiniger)
* „Affengras“
* Efeutute
* Anthurium andraeanum
* Rhapis excelsa
* Dracaena fragrans
* Gerbera jamesonii

Lobende Erwähnung (2-Sterne-Luftreiniger)
* Zwerg-Dattelpalme
* Nephrolepis exaltata
* Nephrolepis obliterata
* Grünlilie
* Kolbenfaden
* Bergpalmen
* Birkenfeige

Kommen von minimal unerwarteter Stelle diese Empfehlungen: Der NASA.

Die haben im Juli 1989 eine Studie veröffentlicht (gibt es noch heute hier online), welche spezifischen Innenraumpflanzen die Luft von Schadstoffen befreien. Wichtig war ihnen der natürliche Kampf gegen Benzol, Formaldehyd, Trichlorethen, Ammoniak und Xylole. Und somit waren diese Pflanzen bestens geeignet für Raumstationen und ähnliche Unterfangen im Weltall.

Die „Streber“ oben neutralisieren alle fünf dieser Gifte über einen bestimmten Zeitraum, meist ca. 1-2 Tage. Alle anderen jeweils die Anzahl wie ich diese mit Sternen bewertet habe.

Die Tabelle gibt es natürlich ebenfalls online, welche Pflanze welche Kombination von Schadstoffen neutralisiert, aber nur in englischer und Sprache und auf Persisch: NASA Clean Air Study, via wikipedia.org. Ebenfalls habe ich keine Pflanze aufgelistet, obwohl sie ebenfalls hier mit reingehört, die „nur“ einen Schadstoff in der Luft bekämpft. Da muss man sich jedoch nur durchklicken und findet das schnell.

Fragt mich nicht, warum ich das jetzt erst veröffentliche, das Thema begegnete mir vor Jahren, ist aber zwischenzeitlich verschwunden gewesen. Task, finally, done!

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superfluessige realitaet, holmes

Seit einem Jahrhundert oder so geht man davon aus, dass Realität erst besteht, wenn sie beobachtet wird. Nun, so oder so ähnlich erklärt man das durch die Quantentheorie, das populärste Beispiel ist dem Schrödinger seine Katze: Eingesperrt in einen Kasten mit einer zufällig zerfallenden radioaktiven Substanz, ist die Katze, solange die Kiste nicht geöffnet wird, gleichzeitig lebendig und tot.

Diese Vorstellung hat dazu geführt, dass konservative Ansichten, und nichts anderes ist es eigentlich, wenn man davon ausgeht „ein Tisch ist halt ein Tisch!“, ins Hintertreffen geraten sind. In Wirklichkeit wurden sie gar nicht mehr diskutiert, weil so Intelligenzbestien (die sie auch sind…) wie Einstein und Bohr und etc. _müssen_ einfach Recht haben.

Nun, das Ganze wandelt sich, wenigstens ein ganz klein bisschen, und der Grund nennt sich pilot wave theory. Es gibt keinen deutschsprachigen Eintrag dafür, daher ist die Zusammenfassung von Wikipedia in englischer Sprache das bisher Einzige gewesen.

Bis sich die Wired dem angenommen und einen reißerischen Titel dazu gepappt hat:

http://wired.com/2014/06/the-new-quantum-reality/.

Vielleicht trägt eben dieser Titel auch dazu bei, dass alleine der Artikel bereits 8.000 Likes hat; man wüsste es nicht.

Nun, durch diese Flüssigkeiten-Experimente fahren wir wieder in Richtung Determinismus. Und das kann in keinem Interesse eines denkenden Individuums sein. Doch es gibt ein paar Argumente, die eben zum Denken anregen:

* erklärt (einfache) Interaktionen zwischen Materie und elektromagnetischen Feldern
* _könnte_ endlich den Konflikt zwischen der Quantenmechanik und Einsteins Theorie der Gravitation unter einen(!) Hut bringen
Ergebnis: das „Superflüssigkeiten-Modell der Realität“ (“superfluid model of reality”)

Wie gesagt, alles nur in den Kinderschuhen und krass „under-researched“. Und für Letzteres gibt es mehr als genügend Gründe. Aber eben nicht ausgeschlossen, fragt sich nur, ob das hier die Zeit wert ist.

Einen positiven Effekt hat das Ganze aber schon:

„I think the experiments are very clever and mind-expanding,“ said Frank Wilczek, a professor of physics at MIT and a Nobel laureate

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intergalaktischer musikpilot

Ich habe da mal wieder was bei ein paar meiner Lieblings-Distributoren entdeckt, was mich einfach umgehauen hat:

intergalactic music pilot, Iintergalactic music pilot, II

Das ist Konzeptkunst von Charakter-Designer Oleg Memukhin. Er nennt das vielsagend

Intergalaktischer Musikpilot

und was das Beste ist: Es wurde _komplett_ mit der 3D-Open-Source-Modelling-Software Blender geformt!

Generell kann das jeder mit seiner Linux-Maschine machen, Blender gehört in 95% der Fälle zum Standard bei sämtlichen Repositories, die es gibt. Und wenn man das oben sieht, weiß man spätestens warum.

Hier präsentiert er sein Werk in Gänze und man sollte es auch direkt dort liken:

http://artstation.com/artwork/pilot-b.

Inspirationen hat er sich geholt bei Range Murata, Vitalii Bulgarov, Robocop und „anderen“.

Am Ende ganz verzichten auf proprietäre Software konnte aber auch Oleg nicht: Das Sculpting wurde mit ZBrush durchgeführt, das Rendering übernahm Vray; zwar ebenfalls proprietär, gibt es aber auch für Linux und wird durch Blender unterstützt.

Nice. One.

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urknall doch nicht so sicher

Glaubt eigentlich von euch jemand an den Urknall? Nein? Ich nämlich auch nicht. Und es scheint, als sind wir mit dieser Meinung nicht allein:

„It was hailed as the discovery of the century. But now the researchers who earlier this year reported the first detection of primordial gravitational waves – ripples in space time hailing from the early universe – say they are not so sure after all.“

Von einem philosophischen Standpunkt aus gesehen ist das darüberhinaus interessant: Wollt ihr wissen, was diese „klaren Ergebnisse“ zunichte gemacht hat? Sternenstaub! There we go!!

Hintergrund: Mit dem BICEP2 wurden im März, fälschlicherweise wie sich jetzt herausstellt, „Ur-Gravitationswellen“ gemessen, die nicht nur die Theorie der Inflation, also eines permanent sich aufblähenden Universums, sondern auch den Urknall bestätigen sollten. Nun, war nichts, denn:

„It seems that real data from Planck is indicating that these dust models are under-estimates,“ says Pryke. „The prior knowledge of dust at these latitudes in our field of view has gone up and so the confidence in the gravitational wave component has gone down.“

[via]

Es ist das erste Mal überhaupt, dass die Forscher vom Südpol eigenständig zurückrudern mussten/wollten/whatever. Sie wollen jetzt bis Oktober mit weiteren Messungen, insgesamt 8 an der Zahl, u.a. von Chile und der Antarktis aus, näher untersuchen, was es mit den „mysteriösen Staubdaten“ auf sich hat. Bis dahin darf weiter spekuliert werden.

Das mit dem Urknall ist ein sehr heikles Thema heutzutage. Wenn ich öfter mal mit diversen Leuten darüber diskutiere, ist das in etwa so, wie wenn ich mit der Faust in ein Wespennest hauen würde. Leute, es ist eine Theorie, nicht vergessen! Und wenn schon nicht darüber gesprochen werden kann, dann habt ihr erst recht nicht verdient, dass der Dreck stimmt. Sorry, aber das musste ich jetzt mal los werden, wie sage ich immer: You can’t fuck truth. Ich kann warten bis Oktober…

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r.i.p. haarp

Ihr habt es vielleicht mitgekriegt: Das mysteriöse HAARP wird abgeschaltet. Der Grund lässt hellhörig werden:

„…inject energy into the ionosphere to be able to actually control it. But that work has been completed.“

Ergo wurde mittlerweile mit diesen Antennen „genug Energie“ in unsere gute Ionosphäre „injiziert“, so dass man diese „tatsächlich kontrollieren“ kann und „die Arbeit abgeschlossen“ ist.

Aha.

Und wie hilft das mir jetzt weiter?

Obwohl die Universität von Alaska von Anfang an da mit drin hing, hat man übrigens keinerlei Interesse das Projekt der Forschung zur Verfügung zu stellen:

„…the school has not volunteered to pay $5 million a year to run HAARP.“

Keiner der Eskimos sah sich genötigt dafür Spenden zu sammeln. Somit werden wir nie wissen, was dieses Ding genau gemacht hat und wozu.

Aber was soll es denn!? Es hat Spaß gemacht! Ohne Ende. Egal was war mit dem Wetter, HAARP war schuld. Es waren g u t e Geschichten dabei, WTF. Ehrlich gesagt war mir das sogar viel lieber, als was sie dort wirklich gemacht haben. Respekt und auf Nimmerwiedersehen!

Zum Abschluss noch ein guter Bericht (der ist wirklich gut, viele Infos und noch viel mehr Wissen) zu HAARP:

http://io9.com/the-military-is-shutting-down-its-weather-controlling-1580112806.

R.I.P. HAARP! Verfickte Drecks-Antennen.

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iss-hd-livestream

Seit 13 Jahren schwirrt die ISS nun schon da oben im All herum, doch außer neue Bilder für die Reihe „Space Night“ bringt das dem normalen Menschen erstmal wenig.

Mittlerweile sind vier neue HD-Kameras dort angekommen, wer will kann sich nun, nach so langer Zeit, den Livestream der Erde endlich auch selbst anschauen:

http://ustream.tv/channel/iss-hdev-payload. [via]

Das mit dem Begriff „Experiment“ ist derzeit leider wörtlich zu nehmen: Seit 2 Tagen gibt es kein Bild in diesem Stream. :-/

Naja, man ist ja schon mit wenig zufrieden heutzutage…

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deltron 3030: event 2

Irgendwie ist mir das leicht peinlich, dass ich den Release verpasst habe. Aber nach neun(!) Jahren harter Arbeit es ist tatsächlich erschienen:

deltron 3030 - event 2

Bereits Ende September letzten Jahres, wohlgemerkt.

Deltron 3030 ist das Gespann um den Rapper Del the funky Homosapien von den Hieroglyphics und den DJs/Produzenten Kid Koala und Dan the Automator, die 2000 mit ihrem Debüt Deltron 3030 eines der legendärsten und zeitlosesten Alben der Genres Rap/Hiphop, Cyberpunk und Science-Fiction geschaffen haben.

Tracks wie „Virus“, „Mastermind“, „Turbulence“ und das epochale „3030“ sind mir selbst heute noch in sehr guter Erinnerung und sorgen nach der langen Zeit noch für Gänsehaut, wenn die Scheibe in meinem Player rotiert.

Event 2 soll erzählerisch genau dort weitermachen, wo sich der Vorgänger nach 60 fantastischen Minuten ausgeklinkt hat.

Bereits das Cover erinnert stark an „Bioshock“, zumindest aber an den wiederbelebten Art déco-Stil. Hier die Tracklist in der Übersicht inklusive Gästeensemble:

1. „Stardate“ (featuring Joseph Gordon-Levitt) 1:23
2. „The Return“ 6:40
3. „Pay The Price“ 4:23
4. „Nobody Can“ (featuring Aaron Bruno of Awolnation) 4:35
5. „Lawnchair Quarterback Part 1“ (featuring David Cross and Amber Tamblyn) 0:57
6. „Melding of the Minds“ (featuring Zack De La Rocha) 4:04
7. „The Agony“ (featuring Mary Elizabeth Winstead) 3:21
8. „Back in the Day“ (featuring The Lonely Island) 1:28
9. „Talent Supercedes [sic][22]“ (featuring Black Rob) 3:38
10. „Look Across the Sky“ (featuring Mary Elizabeth Winstead) 4:40
11. „The Future of Food“ (featuring David Chang) 1:18
12. „What is This Loneliness“ (featuring Damon Albarn and Casual) 3:51
13. „My Only Love“ (featuring Emily Wells) 3:49
14. „Lawnchair Quarterback Part 2“ (featuring David Cross and Amber Tamblyn) 1:09
15. „City Rising From The Ashes“ (featuring Mike Patton) 3:32
16. „Do You Remember“ (featuring Jamie Cullum) 5:22

Mir sind noch keine Inhalte bekannt, das Album gerade erst bestellt, ich kann und will darauf nicht weiter eingehen. Wie der Vorgänger so wird sich auch dieser Langspieler erst entfalten müssen, das kann also ein Weilchen dauern und ist auch gut so.

Was ich aber machen kann ist ein wenig zu den Hintergründen erzählen:

Die Produktionen hier begannen schon 2004, Mitte 2006 waren die Turntable-Einlagen von Kid Koala bereits abgeschlossen. Im selben Jahr fand die Aufnahme der ersten vier Tracks statt, es sah sogar offiziell danach aus, als könnte man die Platte noch im selben Jahr herausbringen. Einen Titel gab es dafür allerdings noch nicht. Es war daraufhin zwei volle Jahre komplett still, bis Del in einem Interview zugegeben hat, dass es wohl an ihm liegt, da er die Raps noch nicht fertigstellen konnte. Schließlich hat der gute Mann zwischenzeitlich diverse Projekte solo und auch mit seiner kalifornischen Hiero-Kombo am Laufen gehabt. Spätestens ab da wusste man, dass es für dieses Indie-Projekt keinen definitiven Termin geben wird. Das war völlig normal, nimmt man hin. 2010 und 2011 leistete er den nötigen Feinschliff, Mitte 2012 musste das Projekt wieder zu Dan the Automator, für September 2012 war schließlich der Release geplant.

Es dauerte aber ab da noch ein volles Jahr, bis die LP erhältlich war. Komischerweise komplett und eine Woche vorher bei einem Streaming-Dienst namens Pitchfork, der sich auf „Independent, Elektronische Musik, Singer-Songwriter und Hip Hop“ spezialisiert hat. Beim Debüt konnte Event 2 in der ersten Woche bereits 8.000 Abnehmer finden und landete auf Platz 41 der Billboard 200-Charts. Das ist schon eine Hausnummer nach 13 Jahren und als Indie-Vertreter, ferner war das Album 2.000 Einheiten beliebter als das eines gewissen Kendrick Lamar „good kid, m.A.A.d. city“, was seit der Zeit dermaßen durch die Decke gegangen ist, dass man es innerhalb unserer Heimatgalaxie gar nicht mehr findet.

Ich kann Event 2 nur jedem Musik-Liebhaber wärmstens ans Herz legen. Das wird hier wie bei 3030 völlig egal sein, ob jemand etwas mit Rap anfangen kann oder nicht, hier wird seit 2000 Musik-Geschichte geschrieben.

In 100-200 Jahren wird man die Platten in Museen hören können, weil hier Dinge & Themen antizipiert und umgesetzt wurden, die einfach zu visionär waren, um sie zu der Zeit komplett verstanden haben zu können. Das betrifft die gesamte Präsentation, der Einsatz der Instrumente, die verwendeten (DJ-)Techniken; und nicht nur die Texte.

Da ich bereits 2000 zu dieser Nische gehörte, die dieses 3030-Projekt komplett anspricht und wo man denkt, es sei wie für einen gemacht (was ein Glück damals), habe ich von 2001 bis 2009, als ich noch Hardcore-Blogger drüben beim cipha.net war, immer mal wieder bei anderen Autoren online darüber gelesen. Darunter waren Menschen unterschiedlichster Couleur; Schriftsteller, Künstler, Programmierer, Geeks, Nerds, Cyberpunks, Musiker oder einfach irgendwelche freiberuflichen Studenten. Und für fast jeden bedeutete das Album irgendwas anderes, ein jeder entdeckte eine neue Facette, die man nicht beachtet hat oder nicht in Erwägung zog. Worin sich am Ende aber alle einig waren, abgesehen dass man 3030 über Jahre spielen lassen kann, ohne das sie einem auf die Nerven geht oder gar langweilt: Dass das hier eine ganz besondere. Und sehr wertvolle. Rotierende Scheibe ist.

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der erste asteroid mit ringsystem

Schön:

chariklo asteroid hat eigene ringe
Illustration: Lucie Maquet

Chariklo ist der erste entdeckte Asteroid überhaupt, der eigene Ringe besitzt.

Chariklo ist nur 248km im Durchmesser groß und kreist irgendwo zwischen Uranus und Saturn. Von beiden Planeten ist bereits bekannt, dass sie Ringe bzw. ein komplettes Ringsystem besitzen. Meine logische Schlussfolgerung daraus: Er hat sich eben anstecken lassen. Würde mich nicht wundern, wenn es zwischen diesen beiden kosmischen Brüdern noch weitere Objekte mit Ringsystemen gibt.

Chariklo wurde 1997 das erste Mal entdeckt und gehört zur Zentauren-Klasse, genau genommen ist er der größte Vertreter dort. Deren Herkunft wird aus einem alten Kometengürtel vermutet. Den Bezug zur griechischen Mythologie verdanken diese der Eigenschaft, dass sie wie die Zentauren, die Hybridwesen aus Pferd und Mensch waren, zwei Bereiche überspannen.

[via]

Die Entdeckung selbst stammt vom Juni 2013 und wurde von der ESO gemacht. Eigentlich wollten die nur Chariklos Größe und Form mit ihren Teleskopen vermessen. In den paar Sekunden konnten die jedoch eine Abnahme der Leuchtkraft registrieren. Und nur anhand des Musters, wie sich dies abspielte, konnte eben das mit den Ringen bestätigt werden. Das sie sichtbar sind verdanken sie im Detail dem Umstand, dass sie hauptsächlich aus Wassereis bestehen.

Woher die Ringe kommen ist hingegen völlig unklar. Spekuliert wird über eine Kollision mit einem kleineren Objekt. Man will Chariklo zwar dieses Jahr erneut beobachten, wichtiger ist hingegen jetzt etwas anderes: Welcher von den 50 anderen Zentauren verfügt ebenfalls über Ringe?

„If this sort of thing can happen and is commonplace, what is that telling us?“ says Buie. „Discovering a new object is a pretty good experience,“ Braga-Ribas says. „We are making history here.“

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googles neuer militaersatellit

Jeder hat schon einmal Google Earth oder Google Maps benutzt. Die Bilder hier stammten jedoch nicht vom Suchmaschinenkonzern selbst, sondern vom kommerziellen Anbieter DigitalGlobe. Das wird auf den Karten auch zusammen mit den Logos kommuniziert.

Mit WorldView-3 wird noch dieses Jahr die dritte Generation dieser Satelliten ins All geschossen. Die BBC hat den entsprechenden Artikel dazu.

Jetzt sind kommerzielle Satelliten-Starts von Haus aus nichts Schlechtes. Zukunft und so, macht diese Abenteuer für Normalsterbliche irgendwann erschwinglich. Nur gibt es hier eine Beschränkung, die sauer aufstößt:

„It will have a maximum resolution of 25 cm, though DigitalGlobe is only licensed to sell images with a resolution below 50 cm to the US military.“

Das Killer-Feature wird also für uns in keiner Weise nutzbar sein. Auch hier hat es sich also jetzt mit diesem, mir langsam wirklich auf die Nerven gehenden und inflationär gebrauchten, „don’t be evil“.

Wobei: Zu den „Kunden“ zählten schon in der Vergangenheit das NGA. Man weiß also spätestens seit WorldView-1, also ab 2007, dass hier Geheimdienste mitsurfen.

Man muss wirklich genau hinsehen, um so etwas entdecken zu können. Bezüglich der Regierung als Kunden findet sich in dem BBC-Artikel auch eine der dämlichsten Feststellungen aller Zeiten:

„Behind it, a giant Stars and Stripes flag has been painted across the wall. “Seeing the flag makes our government customers unbelievably happy,” laughs Dierks

Drauf geschissen: Wir nutzen sowieso seit einiger Zeit lieber das Gemeinschaftsprojekt OpenStreetMap. Du hast keine Chance, also nutze sie.

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das war es mit den zeitreisen

Das Jahr ist sehr bald schon zu Ende. Es gab massenhaft Texte, die wichtig waren. Einer der wichtigsten für mich war dieser hier:

„Theoretical physics: The origins of space and time“, via nature.com.

Mich persönlich hat das Thema Zeitreisen schon immer irgendwie beschäftigt, schon von klein auf. Auch durch die ganzen harten Katastrophen, die passiert sind, kommt man um das Thema eigentlich fast nicht herum. Es wird auch immer wieder gerne im Scifi-Genre benutzt, auch eines meiner liebsten.

Nun, jedenfalls, „neuester“ Fakt: Zeitreisen sind _nicht_ möglich.

Dafür reichte in dem Artikel dann eine einzige Grafik: Die erste in der zweiten Reihe.

Kurz gesagt: Das Problem ist die Kausalität. Es kann ab heute mehrere Wege geben in die Zukunft zu kommen. Die Vergangenheit ist nicht änderbar. Nicht mal die Betrachtungsweise.

Also keine Timelords, kein Rückgängigmachen geschichtlicher Fehler der Menschheit, kein „Zurück in die Zukunft“, rein gar nichts. Was passiert ist, ist passiert. Punkt aus. Man kann es sich nur zum Ziel setzen es für die Zukunft besser zu machen. Wobei bei den vielen Weggabelungen ab heute es natürlich auch vorkommen kann, dass man einen Weg einschlägt, der noch viel viel schlechter ist als früher. Schlimmer geht eben immer, sagt der Volksmund.

Ich habe mir in der Vergangenheit selber einen Tipp gegeben, denn ich war in meinem Verhalten da eher lax: Sorge dafür, Dinge zu vermeiden, die nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Das passiert nämlich, so ist das Leben eben, schneller, als man denkt. Und der Artikel hat meine schlimmsten Befürchtungen diesbezüglich gnadenlos bestätigt.

Wenn man diese Grafik sieht wird einem das erneut bewusst. Leider ist durch diesen Text auch meine Fantasie zerstört worden, ein paar Gedankenexperimente in diesem Bereich zu vollführen. You can’t fuck truth und das ist am Ende halt auch gut so. Nur habe ich seitdem das Problem, Leute, vor allem auch Künstler, nicht mehr für voll zu nehmen, die solche Konzepte ernsthaft in Erwägung ziehen. Janelle Monáe ist so ein jüngerer Fall, die das ja in einem Interview zugegeben hat, an Zeitreisen genauso zu glauben wie an die Singularität.

Den Artikel kann ich nur jedem empfehlen. Hier kommen wichtige Konzepte zur Funktion und den Rätseln unseres Universums zur Sprache, die Kausalität ist sogar nur eine Randnotiz, die eben für mich persönlich äußerst relevant war. Man wird seine Schwierigkeiten haben das an einem Stück zu lesen, aber es lohnt sich. Die besten Texte sind die, zu denen man nach einiger Zeit zurückkehrt.

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der nrol-39-satelliten-krake

NROL-39 ueberwachungssatellit mti cthulhu-logo
(Quelle: Business Insider)

Das NRO ist ein „Militärnachrichtendienst“ der USA, 1961 gegründet, strikt geheim gewesen bis 1992 und verantwortlich für das militärische Satellitenprogramm. Das Personal wird vom Militär, sowie der CIA gestellt, die Kosten teilen sich die CIA und das Pentagon.

Bei dem jüngsten Überwachungsprojekt, Codename NROL-39, erst letzten Donnerstag in den Orbit geschossen, beweisen die eine ungewöhnliche Form von Humor: Auf dem Logo prangt ein gelber Krake, ähnlich der mythologischen Figur Cthulhu aus dem Repertoire des US-Horror-Autors H.P. Lovecraft.

Im Zuge des NSA-GCHQ-Abhörskandals, der seit Juni schwelt, natürlich bestens gewählt.

Aber das reichte denen auch nicht. Darunter ist zusätzlich der Spruch zu sehen „Nothing is beyond our reach“.

Und dieser Claim ist 100% ernst gemeint:

„NROL-39 is represented by the octopus, a versatile, adaptable, and highly intelligent creature. Emblematically, enemies of the United States can be reached no matter where they choose to hide, […]“

sprach Unternehmenssprecherin Karen Fergurson gegenüber Forbes und fand das gut so.

Mit Symbolen arbeitet man bei der NRO gerne: Es gibt einen eigenen Wikipedia-Eintrag nur zu deren Logos von den Überwachungssatelliten. Selbstredend wird natürlich auch der Illuminati-Mythos bedient, zweimal, dreimal; also bitte, wenn schon denn schon. Mit Raketen und so vor der Pyramide, voll titte!

Wer Näheres zu diesen Symbolen erfahren möchte, dem sei folgendes Riesenbuch empfohlen: „Codex Magica“, von Texe Marrs. Bezüglich der präsentierten Bildbeispiele dort kann man übrigens auch hervorragend Fernsehbilder und Presseartikel abscannen. Selbst SPIEGEL ONLINE arbeitet gerne mal so, es handelt sich hierbei als nicht um ein Hirngespinst, das nur von Militärs verwendet wird.

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space night ist zurueck(!)

Hut ab: Nach langen Querelen ist die Space Night nun doch zurückgekommen. Mit: CC-lizensierter Musik, die im Übrigen jeder selbst beisteuern kann, aktuellem HD-Material und zu einer ähnlichen Sendezeit wie damals.

neues logo der space night
(Neues Logo der „Space Night“, Quelle: BR)

Die ersten drei Folgen wurden bereits ausgestrahlt und sind hier zu finden: http://br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/spacenight/spacenight-104.html.

Kritikern zufolge, die sich mit dem Fernsehen auskennen (ich bin da nicht so der Fan von), meinen sogar es sei tatsächlich dem Hype gerecht geworden. Das mit der CC-Chillout-Musik sei „revolutionär“; ich nenne das einfach zeitgemäß. Schön finde ich auch den Fakt, dass in dieser Sammlung bereits 1.000 Stücke zu finden sind von Komponisten aus 11 Ländern.

Die Bilder wären „gestochen scharf“ und „atemberaubend“ von „noch nie gesehener Qualität“. Ich lasse das jetzt, das gute Telepolis hat den Artikel dazu: „Web Community reanimierte TV-Kultsendung“, via heise.de/tp/.

Das klingt jetzt wieder komisch, doch ich verbinde mit der Space Night meine besten Zeiten. Das lag an der vielen freien Zeit, den netten Mädels, viel „WOW!“, das wir geraucht haben und natürlich Gevatter Alkohol. Heute ist es so, dass ich selbst nachts für solche Sessions keine Zeit mehr finde. Ich will mir diese drei Folgen ansehen, gehe jedoch davon aus, dass selbst das schon schwierig wird. Denn obwohl ich von Anfang mitgekriegt habe, dass diese Reihe zurück ist; ich schaue eigentlich kein TV. Die Glotze nutze ich zum Zocken und gut. Und selbst dafür fehlt mir die Zeit.

Anyway. Trotz der bereits drei gesendeten Folgen ist der Sendeplatz alles andere als sicher. Ich nehme das persönlich mal für voll, dass die erste Staffel bis März 2014 läuft. Ich hoffe, ich bekomme davon etwas mit. Es hat mein Leben immer sehr bereichert, die Mucke läuft heute noch ab und zu in diversen Playern. Und ich gehe schwer davon aus, dass das auch heute noch möglich ist. Hoffentlich.

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globale erwaermung ist untertrieben

War mir klar, nur nicht warum: Das Netzwerk der Wetterstationen deckt nur 85% des Planeten ab. Boing!

Und der Witz kommt jetzt: Das schon seit 1997.

Was die Wetterdaten-Rekonstrukteure dann machen kriegt jedes Kind selber hin: Sie heben den Daumen in den Wind und schauen, ob er sich bewegt. Hilft bestimmt…

Nun, vielleicht ändert sich das ja bald, wird höchste Zeit: Kevin Cowtan (University of York) und Robert Way (University of Ottawa) wollen die Lücken mit Satellitendaten füllen. Wie das geht erläutern sie in diesem Video.

Das funktioniere wohl am besten über Ozeanen. Doch für die Regionen mit den Messdatenfehlern an Land ist ein hybrides Modell nötig. Ob das in dem Video erwähnt wird kann ich nicht sagen, kann das gerade nicht ansehen.

Geistreiches zum Schluss:

„…short term trends are generally treated with a suitable level of caution by specialists in the field, they feature significantly in the public discourse on climate change.“

Heißt: Experten raten davon ab, Messdaten für Vergleiche zu nutzen, die nur einen kurzen Zeitraum abdecken. Und doch sind es diese Daten, die in der Diskussion zum Klimawandel Verwendung finden. Lasse ich gerne so stehen.

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interaktiv: bewohnbare planeten

Es gibt eine interaktive Karte zu potenziell bewohnbaren Planeten:

http://exoplanets.newscientistapps.com/. [via]

Und das funktioniert so:

Das Kepler-Weltraumteleskop aus 2009 beobachtete einen ganz bestimmten Bereich in der Nähe des Sternbilds Schwan. Bezogen auf den typischen Nachthimmel ist dieses Grid ziemlich klein, es sind dennoch 150.000 Sterne anpeilbar gewesen in den vier Jahren.

Was Kepler dann macht ist recht simpel: Sollte ein Stern einen Trabanten besitzen, macht sich das in in der Leuchtstärke bemerkbar. Nur kurzzeitig nimmt diese ab, aber so, dass Kepler das messen kann. Jedenfalls, anschließend werden auch alle Planeten ausgeschlossen, die mindestens den zweifachen Durchmesser der Erde haben; warum man dies macht ist mir etwas unklar, versucht man hier wohl offiziell Gasplaneten (wie Jupiter) zu exkludieren.

Naja, ab hier bleibt nicht mehr viel übrig als die habitablen Zonen festzustellen. Die menschlichen Messgeräte sind einfach zu schlecht, um sicher zu sagen, ob man auf diesen potenziell lebensfreundlichen Planeten Wasser vorfindet. Oder ähnliche Substanzen, etc.

Es kommt aber noch dicker: das Kepler-Teleskop kann auch nur die direkten Transits beobachten. Kreist eine neue Erde in Form eines anderen Winkels vor einem Stern, sieht Kepler rein gar nichts.

Hier noch ein paar Zahlen & Fakten: Durch das Teleskop wurden 0,28% des Himmels beobachtet. Dabei auch nur in einer Entfernung von maximal 3.000 Lichtjahren, was weniger als 5% der Sterne in diesem Blickfeld ausmacht.

Gibt es denn endlich ein Ergebnis? Nur Hochrechnungen. Würde man die 0,28% hypothetisch auf den gesamten Himmel beziehen, es wären

15-30 Milliarden bewohnbare Planeten.

Immerhin. Wohl alleine in der Milchstraße.

Sollte der Text jetzt etwas negativ rüberkommen, dann liegt das an der verwendeten Technik: Die ist einfach Schrott. Das tut dem Erlebniseffekt am Ende erstaunlicherweise jedoch keinen Abbruch: Die wichtigste Slide ist die mit der Überschrift „the search continues“. Wenn man bedenkt, dass jeder kleine grüne Punkt hier in der Bewegung jede Nacht auf uns herunterstaunen könnte; die Hoffnung stirbt zuletzt. Gesegnet seien jegliche Formen von Intelligenz.

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teaser: space dandy

Ich bin ein riesen Fan von Shinichirō Watanabe (渡辺 信一郎) und verfolge seit „Cowboy Bebop“ so ziemlich alles, was er macht. Tatsächlich dürften die meisten DVDs in meiner kleinen Sammlung von ihm sein: Da gibt es die komplette Staffel von „Cowboy Bebop“ (カウボーイビバップ) (1998) genauso wie den dazugehörigen Film „Knocking on Heavens Door“ (劇場版 カウボーイビバップ 天国の扉) aus dem Jahr 2001. Dann noch die legendäre Samurai-Serie „Samurai Champloo“ (サムライチャンプルー) mit entsprechend legendärem Hiphop-Soundtrack von dem leider sehr jung verstorbenen Jun Seba (瀬場潤) aus dem Jahr 2004. Und auch „Genius Party“, sowie „Mind Game“ (マインド・ゲーム) stehen bei mir im Regal.

Für 2014 plant Watanabe nun eine komplett neue Animeserie mit dem Titel „Space Dandy“. Das Genre ist wieder Science-Fiction mit vielen Weltraum-Themen, wie man das bereits aus „Cowboy Bebop“ kennt. Diesmal jedoch mit viel mehr Slapstick und Humor und absolut nicht ernst gemeint. Das findet übrigens auch Watanabe selber. Umgesetzt wird das von dem in Tokyo ansässigen Animationsstudio Bones (株式会社 ボンズ).

Die Hauptfigur ist ein Typ mit Tolle namens Dandy, von Beruf Alienjäger. Zusammen mit seinem Roboterkumpel QT und einer Alienkatze namens Miau macht er das halbe Universum unsicher.

Erst Mitte bzw. Ende Juli wurden die Domains space-dandy.jp und space-dandy.us von Bandai registriert. [via] Außer den üblichen Werbeflächen wie bei Neuregistrierungen üblich sind hier allerdings noch keine Inhalte hinterlegt.

Meine Empfindungen nach dem Anschauen dieses Trailers sind zweigeteilt: Zum einen freut es mich wie Sau mal wieder kontinuierlichen Nachschub von einem meiner Lieblings-Regisseure zu kriegen. Das kommt nämlich nicht sehr häufig vor bei ihm. Andererseits habe ich Probleme damit diese Lächerlichkeit zu akzeptieren, die uns hier präsentiert wird. Da die Ähnlichkeit des Themas zu „Cowboy Bebop“ frappierend ist, fürchte ich eine klare Abwertung dieser Serie, die Ende der 90er-Jahre Maßstäbe gesetzt und mich animetechnisch entschieden geprägt hat. Da bin ich auch ganz froh drüber.

Vielleicht, und auch das ist bei Watanabe möglich, ist der viele Slapstick zur Abwechslung aber mal ganz gut. Die Zeiten sind schließlich hart genug. Visionär, wie er nun mal ist, könnte er damit auch einen neuen Trend setzen. Ob das nächstes Jahr von den Hardcore-Fans akzeptiert wird steht jedoch auf einem anderen Blatt.

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