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Archiv für die Kategorie „Weltraum“

der marsianer in uns

Ähm:

„…new research presented this week suggests that in reality; we all may hail from the Red Planet. ‚The evidence seems to be building that we are actually all Martians; that life started on Mars and came to Earth on a rock‘ […]“

[via]

Ja, gut, aber eigentlich sind wir hier wieder bei der Panspermie-Theorie. Und laut der kommt nicht nur der Mars als „Wiege von Leben“ in Betracht, sondern jeglicher Kosmosklumpen, der so da draußen umherfliegt.

Mir gefiel der Gedanke schon immer sehr gut. Ich will nicht vom selben Planeten wie Miley Cyrus stammen und auch nicht in einer Welt leben, in der ein schizophrener Super-Geheimdienst uns alle überwacht oder Wörter wie „derp“, „phablet“, „twerk“ und „selfie“ ins Oxford Dictionary aufgenommen werden.

Wie hat es Del mal ausgedrückt:

„I want to live on Mars somewhat closer to the stars
And farther away from dumb civilization with no mental stimulation“
– Deltron 3030 // Turbulance

Ginge es nach mir persönlich wäre ich am liebsten auch dort geblieben. Fuck this shit.

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star-trek-appartement

Für meine Trekkies:

Tony Alleyne kommt aus England und nennt sich selbst einen „24th Century Interior Designer“. Tatsächlich hält er diese Bezeichnung offiziell, fragt mich nicht, wie und warum er das gemacht hat.

Jedenfalls, irgendwann 1996 hatte er die fixe Idee die Transporter-Konsole aus „Star Trek: The Next Generation“ nachzubauen. Das gelang ihm auch, doch damit fand er sich nicht ab.

Über die Jahre ist so ein kompletter Nachbau des ganzen Transporter-Raums entstanden. Das füllt jetzt eine komplette kleine Wohnung.

Wer Quicktime mag, der kann sich gern die virtuelle Tour geben:

http://24thcid.com/virtual-tour-1.html. [via]

Es sind drei an der Zahl dort.

Da bei mir niemals Quicktime auf einem meiner Rechner landet kann ich schwer sagen, ob das rockt. Ich vertraue da einfach auf meine Quellen und Alleyne selber; denn hey: wann lernt man schon einen Menschen aus dem 24. Jahrhundert kennen??

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das plancksche raetsel

So setzt sich also nun unser Universum zusammen:

Laut dieser Grafik befinden wir uns in einer 4,9%-Anomalie.

95,1% des gesamten Universums ist also komplett gegen uns. Dort haben wir nicht das Geringste zu melden. Naja, vielleicht auch besser so. -.-

Der Artikel ist ganz interessant:

„Spuren des Urknalls: „Planck“-Daten geben Kosmologen Rätsel auf“, via SPON.

Besonders diese Stelle ist für mich bemerkenswert:

Lehners liebäugelt wie einige andere Kollegen mit der Idee eines zyklischen Universums. Das All würde demnach immer wieder entstehen und vergehen.“

Es gibt also demnach eine wissenschaftliche Strömung, die behauptet, alles passiert immer und immer wieder. Und wir können nichts dagegen machen. Mal ehrlich: so dumm soll das Universum sein? Bitch, please.

Ich finde auch immer wieder krass, wie Milliarden in solche Projekte fließen und am Ende wirft das ganze Unternehmen noch mehr Fragen anstatt Antworten auf. Das ist nicht besonders effizient, oder?

Das war beim Higgs-Teilchen so und auch hier. Laut dem Higgs macht unser Universum in 30 Milliarden Jahren Platz für etwas „Neues“. Es macht einfach die Biege. „Das“ soll dann „langweiliger“ sein als unser jetziges Universum und man würde es nicht mitkriegen, weil dieser Prozess „in Lichtgeschwindigkeit abläuft“. Also erstmal: Was versteht man hier unter dem Begriff „langweilig“? Das wird in solchen Artikeln nie erklärt. Auch WAS genau nach dem jetzigen Universum kommt, keiner weiß das. WTF.

Kann man diese dumme dunkle Energie eigentlich nicht irgendwie anzapfen? Ich meine, es ist „Energie“, oder? Das muss doch in irgendeiner Form nutzbar sein. Und bitte lasst diesmal Halliburton da raus, die fraggen auch noch die wichtigen 4,9% am Schluss.

Nun gut.

Die ESA hat heute erst die Planck-Teleskop-Daten veröffentlicht. Da war vorher schwere Geheimhaltung angesagt. Es geht um das tatsächliche Alter unseres Universums (13,82 Milliarden), dass es sich nicht gleichmäßig ausdehnt, um Asymmetrie bei den Temperaturen in den verschiedenen Himmelsrichtungen. Schwere Kost, aber nichts, was unsere Vorstellung nun komplett auf den Kopf stellen würde. Zumindest wurde so etwas nicht veröffentlicht. Natürlich.

Die Daten sind online einsehbar: http://sciops.esa.int/index.php?project=PLANCK&page=Planck_Published_Papers.

Viel Spaß beim Durchforsten und ihr wisst ja: Nichts, aber auch gar nichts ist so wie es scheint. See through it.

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die geburt eines planeten

Die ESO sagt, in unserer direkten Nachbarschaft, so 335 Lichtjahre entfernt, entsteht gerade ein neuer Planet. Sie nennen das Teil „Baby-Planet“, doch das ist ein Witz: Er könnte zwei- bis dreimal größer als unser bester Staubsauger Jupiter sein.

Sicher sind sie sich nicht zu 100%. Doch wenn die Daten stimmen, dann wird es wohl das erste Mal sein, dass man so eine Geburt richtig mitbekommt. Also als Mensch.

Solche Gebilde werden Protoplaneten genannt. Unsere Erde hatte in diesem Stadium wenig Glück: Sie soll mit einem anderen vor 4,5 Milliarden Jahren zusammengekracht sein (siehe Theia). In diesem Billard-Crash soll dann später unser Mond entstanden sein.

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meteor ueber russland

Da das gerade aktuell ist, ich kann mich der Faszination auch sehr schwer erwehren:

Meteoro Russia, Meteor Russia, Meteorite Russia from edimar on Vimeo.

Das ist tatsächlich ein waschechter Meteor, oder Teile davon, über Tscheljabinsk, einer Stadt 1.500km westlich von Moskau.

Scheinbar wurden durch diesen Vorfall fast 1.000 Menschen verletzt.

Spiegel Online tönt sogar, „Nie wurde die Zivilisation so folgenschwer von einem Meteoriten getroffen wie jetzt“, was natürlich völliger Quatsch ist: Man denke nur an Tunguska oder weiß heute noch einer, was damals im alten Babylon für Zeug vom Himmel fiel???

Jedenfalls, eine Laune der Natur will es so, dass da eben auch mal einer durch kommt.

Man denke nur an die Geschosse, die es nicht bis zum Boden schaffen; auch die sind wahrscheinlich schneller als 50.000km/h, interessieren tut das aber nur, sobald das irgendjemand auf Video aufnimmt.

Ich finde v.a. den Lichtblitz heftig. Das ist das Hellste, was ich je auf einem Video sah. Das geht schon direkt ins Gehirn.

Coole Videos in jedem Fall. Ohne Gadgets unmöglich: In Russland nennt man die Armaturen-Kameras „Dash Cams“. Die brauchen sie dort hauptsächlich, um korrupten Bullen und Versicherungsbetrügern ein Schnippchen schlagen zu können. Dafür protokollieren sie wirklich jede Strecke, die sie fahren. Man sagt sogar, „ein Russe fährt öfter mal ohne Hose, aber nie ohne Dash-Cam“. Ein tolles Land.

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mondstation aus dem drucker

mondstation_aus_dem_drucker

Die ESA hat da was vor, was ebenso vielversprechend wie ehrgeizig ist: Und zwar am Südpol des Mondes eine Basis zu bauen, die nur aus Mondgestein besteht. Mit einem Drucker.

Zitat:

„Der 3D-Druck stellt eine potenzielle Möglichkeit dar, die von der Erde aus notwendige Logistik zu reduzieren und die Besiedlung des Mondes damit zu erleichtern“, sagt Esa-Mitarbeiter Scott Hovland

Die Hülle hat man sich bei den Inuit abgeschaut, der Wohnraum wird einfach aufgeblasen und der Entwurf stammt von Baron Foster höchstselbst, der auch schon mit dem Querkopf Buckminster Fuller gemeinsame Sache gemacht hat und um die Häuser gezogen ist.

Alles also hervorragende Voraussetzungen.

Folgender Drucker wird verwendet: D-Shape. Dieses Gerät kann 3D-Strukturen aus Sandstein bauen und wurde von dem Italiener Enrico Dini entwickelt. 2 Meter pro Stunde schafft das Ding, eine neue Version soll 3,5 leisten.

Der Ort, wo dieses Basis stehen soll, wurde leicht gewählt: Zum einen wird am Südpol gefrorenes Wasser vermutet. Zum anderen scheint die Sonne dort 24 Stunden am Tag; das bedeutet weniger Temperatur-Turbulenzen und man kann Energie mit Solarzellen erzeugen.

Ob es jemals so weit kommt ist jedoch ungewiss: Erst 2018 will man mit einer unbemannten Mission den Pol auskundschaften. Was dann danach kommt, nobody knows.

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seti@home wow!-event-woche

Noch ein Tag und sechs Stunden: So lange noch läuft die WOW!-Event-Woche vom SETI@Home, in der die Entdeckung des WOW!-Signals vom 15. August 1977 gefeiert wird.

Nützliche Links zu diesem Event und weiterführende Informationen findet man auf der offiziellen deutschen SETI-Page:

http://seti-germany.de/Wow_2012/.

Soll mir ja niemand sagen ich hätte das vergessen. Es wäre mir nämlich fast passiert. Phew.

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die erde im zeitraffer

Schöner Zufall: In meinem Musikspieler läuft das Album The XX von XX seit geraumer Zeit auf Hochtouren. Und aus diesem Album verwendet der kroatische Filmemacher Tomislav Safundžic einen Track für sein atemberaubendes Zeitraffer-Video unseres blauen Planeten:

Als Quelle nahm er Bilder, die die ISS gemacht hat: via eol.jsc.nasa.gov. Alles mühevolle Kleinarbeit!

Das Ergebnis kann sich mehr als sehen lassen. Schöne Atmosphäre, auch durch XX. Auf einer wundervollen blauen Perle bewegen wir uns jeden Tag. Hier ist das Video dafür.

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das bte-projekt: build the enterprise

So ein paar Freaks in den USA wollen die Enterprise nachbauen, also zumindest eine erste Version davon. Das muss aber im Weltall stattfinden, dauert mindestens 20 Jahre und kostet ca. 1 Billion US-Dollar.

Das Design scheint zweckmäßig zu sein, so befindet sich in dem Teil, das wie ein UFO aussieht eine rotierende Scheibe, die für Gravitation sorgt und einen Platz umgibt, der 1000 Menschen an Bord Platz bieten soll:

Als Antrieb dienen drei Ionentriebwerke: Eine unter dem Hauptdeck und zwei in den Außenflügeln. Als Haupttriebwerk setzt man auf einen 1,5-Gigawatt-Atomreaktor. So soll das Raumschiff konstant 0,002g fliegen, was zwar alles andere als Warp bedeutet (das geht wohl nicht in echt), aber immerhin für einen Tagesflug zum Mond und 90 Tage zum Mars reichen soll.

Ich habe auch erst gedacht, das Ganze sei ein Witz, doch die Website sieht halbwegs seriös aus:

http://buildtheenterprise.org/.

Mir gefiel natürlich vor allem das Konzeptdesign.

Also man kann stark zweifeln, dass sich so ein Projekt durchsetzen wird. Die NASA hat schon kein Geld oder bekommt zumindest keines mehr und die verlangen pro Jahr 0,27 Prozent des BIP der USA, was alleine 2012 41 Milliarden Dollar wären. Das klingt mindestens utopisch…

Anyway, respect für die Idee. Und nächstes Jahr bauen wir dann den „Death Star“! Fo shizzle!

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yuri’s erstes mal

Ich habe gestern ganz vergessen darauf hinzuweisen, dass der 12. April den 51. Ehrentag des ersten Menschen im Weltall darstellt. Das hole ich hiermit nach mit einem Video dieser halsbrecherischen Aktion:

Ihr werdet nicht viel verstehen können. Es sei denn, ihr kommt aus der DDR. Aber die Bilder sind halt krass.

Wenn ihr wollt könnt ihr immer noch feiern: http://yurisnight.net/. Dort findet sich vieles Wissenswerte zum Thema.

Mit der Technik damals überhaupt etwas zu reißen grenzt an ein Wunder. Kaum zu glauben, dass sich Menschen das alles angetan haben. Aber, hey, es war Kalter Krieg, da ging es nur um die Frage, wer hat die dicksten Eier.

Und zum Schluss noch ein sehr schönes Zitat von Herrn Gagarin:

„Circling the Earth in my orbital spaceship I marveled at the beauty of our planet. People of the world, let us safeguard and enhance this beauty — not destroy it!“

In diesem Sinne: See you, Space Cowboy!

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2050: das jahr des weltraumaufzugs

weltraumaufzug
(Illustration: Michael Evans)

Geht es nach der Obayashi Corporation, einer japanischen Baufirma, dann wird Japan bis zum Jahr 2050 einen eigenen Weltraumaufzug haben, der Passagiere bis in 36.000km Höhe bringen kann.

Durchsetzbar wird das durch Karbon-Nanoröhren, 20mal stärker als Stahl, die als Seile für den Aufzug verbaut werden. Mit einem Gegengewicht in 96.000 Kilometer Höhe, das entspricht 1/4 der Distanz zwischen Erde und Mond(!), kann der Endbahnhof über Wägen dann erreicht werden, wobei 30 Leute in einen dieser Wagen passen, die dann mit 200km/h hinaufrasen.

Die Kosten allerdings sind nicht bekannt:

„At this moment, we cannot estimate the cost for the project. However, we’ll try to make steady progress so that it won’t end just up as simply a dream.“

[via]

Schon gewusst: Der Traum eines Aufzugs in den Weltraum ist noch gar nicht soo alt. 1895 war es der Russe Konstantin Ziolkowksi, der, inspiriert durch den Eifelturm, vorschlug, einen „Weltraumturm“ zu errichten. Noch mehr zum Thema: http://de.wikipedia.org/wiki/Weltraumaufzug.

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rods from god

Public service announcement:

„Rods from God (deutsch: Stäbe von Gott) sind Wolframstäbe, die hypothetisch als Bunkerbrecher eingesetzt werden könnten. Das Metall Wolfram hat den höchsten Schmelzpunkt aller reinen Metalle und eine ähnlich hohe Dichte wie Gold. Wolframkörper könnten daher ohne großen Masseverlust einen Wiedereintritt in die Atmosphäre überstehen. Diese Technik würde auf ein frühes Konzept des Luftkriegs im Ersten Weltkrieg zurückgreifen: Auch damals wurden sogenannte Fliegerpfeile, meist aus Stahl, in großer Zahl statt Bomben auf gegnerische Truppen abgeworfen, die diese durch ihre Aufschlagwucht töteten.“ [via]

Und jetzt lesen wir uns mindestens dreimal folgenden Artikel durch:

„Air Force to launch X-37 space plane: Precursor to war in orbit?“.

Coming soon: Die Faust Gottes, Gottes Mittelfinger und Gott scheisst auf uns alle.

GOTT war die beste Erfindung, die die Amerikaner jemals gemacht haben. The God-System, (C) DARPA.

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32 neue exoplaneten

Ein Exoplanet ist ein Planet außerhalb unseres Sonnensystems. Zusätzlich umkreisen diese einen anderen Stern, kommen also für weitere Sonnensysteme in Betracht, die unserem sehr ähnlich sein könnten.

Insgesamt konnte man bis zum heutigen Datum ungefähr 400 aufspüren und auf einer aktuellen Pressekonferenz in Portugal gab man die Entdeckung der letzten 32 bekannt; Planeten fünfmal schwerer als die Erde (als Minimum) bis achtmal Jupiter (Maximum).

Die Entdeckung möglich gemacht hat eine Anlage namens HARPS, die in La Silla (Chile) als European Southern Observatory betrieben wird.

Das ist insofern wichtig, als dass die genaue Forschung in diesem Bereich noch sehr jung ist und man sich durch die masse-leichteren Planeten (Minimum) erhofft, dort vielleicht extraterrestrisches Leben nachweisen zu können. Allerdings müsste man die noch kleineren Planeten dort untersuchen, wenn es denn welche gibt in diesen Sternsystemen, da auf großen Gasriesen Leben kaum anzutreffen sein wird.

[via]

Für solche Fälle gibt es dann Kepler von der NASA zum Beispiel, das im Sternbild Schwan nach eben solchen Planeten suchen soll; und wahrscheinlich auch erfolgreicher und präziser sein wird, da sich das Teleskop im All befindet und nicht auf der Erde.

Keine intergalaktische Anthologie ohne spannende Planeten-Geschichten.

Ein begehrtes Objekt, das sich seit geraumer Zeit im Fokus der Wissenschaftler befindet, ist Gliese 581 c, auf dem Wasser in lebensgünstigen Bedingungen vorhanden sein soll.

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VERSATILE

Javier Fernández-Han ist 15(!) und hat ein System namens VERSATILE entwickelt, mit welchem es möglich sein soll Energie aus Algen zu gewinnen.

Er kombiniert darin rund ein Dutzend neue und existierende Technologien, um ziemlich gleichzeitig Abfall zu beseitigen, Methan und Bio-Diesel als Treibstoff zu produzieren, Nahrung für Menschen und Vieh bereitzustellen und Treibhausgase in Sauerstoff umzuwandeln. Diese Idee hat ihm jüngst ein 20.000$-Stipendium im Rahmen des „invent your world“-Wettbewerbs beschert. Eigentlich fast zu krass für einen 15-Jährigen, hier geht’s zu der Erfindung:

via inhabitat.com, das „Versatile“-System (inkl. Grafiken).

Der modulare Aufbau seines Systems soll vor allem in Dritte-Welt-Ländern Anwendung finden, die auf unabhängige Quellen für Energie und Abfallverwertung angewiesen sind. Eine kleine Version von „Versatile“ für das eigene Heim soll so um die 200$/130€ kosten. Ein funktionierender Prototyp existiert hingegen noch nicht, sollte sich mit dem gewonnenen Geld allerdings irgendwie realisieren lassen.

Es ist sinnvoll, sich der Tragweite dieser Idee einmal bewusst zu werden: Javier gehört wie viele Millionen zu einer Generation, die massive Schwierigkeiten haben wird, den Dreck, den wir, unsere Eltern und Großeltern auf dem Planeten angerichtet haben, wieder wettzumachen. Das „Versatile“-System könnte ein richtiger „game-changer“ werden und ehrlich gesagt ist es fast dazu verdammt; es braucht weitere Einfälle dieser Richtung, um nicht wie von Stephen Hawking postuliert zukünftig das Leben komplett im Weltall verbringen zu müssen, weil die Erde unbewohnbar geworden ist.

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von der vermessung des multiversums

brian greene hat fast eine dekade damit verbracht, die string-theorie zu promoten. er hoffte auf eine „theorie für alles“, eine art weltformel, der heilige gral der physiker und er hoffte damit das universum zu erklären – unser universum, das vermeintlich einzigste. doch er fand heraus, dass die string-theorie auch andere universen erklären könnte, die komplett sich von unserem unterscheiden.

das multiversum ist eine relativ neue idee, doch die wissenschaftler lernen langsam sich damit abzufinden. die fortschritte in bezug auf die string-theorie und in bereichen der kosmologie sprechen einfach für sich. folglich könnte unser verständnis des universums sich ähnlich wandeln wie damals das der erde: raus aus dem zentrum von allem, rein in einen grösseren kontext, der das alles irgendwie belanglos macht.

einer der ersten, der sich mit der möglichkeit eines multiversums befasste, war der russe andrei linde. seine theorie des „inflationären universums“ aus dem jahr 1981 bezeichnet eine phase extrem rascher expansion, die unmittelbar nach dem urknall stattgefunden haben soll. deshalb sehe das universum in allen richtungen gleich aus. und weil diese inflation bis in die unendlichkeit dauert, entstünden im laufe der zeit alle möglichen typen von universen, wie von der string-theorie vorhergesagt. folglich ist auch das unsere nur teil eines viel grösseren multiversums.

dann dauerte es 17 jahre, als 1998 astronomen durch die beobachtung von supernovae die beschleunigung der expansion beweisen konnten. sie führten das auf das vakuum im weltall zurück und dessen kleine energiedichte. so entstand die idee der dunklen energie, die kosmologische konstante. bis zu diesem zeitpunkt dachten die wissenschaftler, die ultimative theorie wäre auffindbar, die die physikalischen gesetze und deren verhalten erklärt, bis zur formation von sternen und galaxien und dem entstehen von leben. nichts in der string-theorie oder irgendeiner anderen theorie konnte den beobachteten wert der kosmologischen konstanten vorhersagen.

wenn unser universum jedoch eines von vielen ist, so ist auch der wert der kosmologischen konstanten zufall. analog verhält es sich z.b. mit der masse eines elektrons. die idee ist, jedes gesetz der physik und fundamentale konstanten werden zufällig bestimmt und wir sind eben die glücklichen, die in einem universum wohnen, das leben hervorbringt.

das nächste schlagkräftige argument liefert die string-theorie gleich selbst: danach stammen alle fundamentalen partikel und naturgesetze von der vibration kleiner strings in 10(!) dimensionen. da wir die sechs zusätzlichen dimensionen nicht wahrnehmen können, sind die strings so kompakt, dass man sie nicht aufspüren kann. seit jahrzehnten beschäftigt mathematiker die frage, auf wieviele arten man die raumzeit zusammenfalten kann. sie fanden 10hoch500 und mehr. jede form ermöglicht so ein eigenes universum, mit eigenen gesetzen, eigener physik, usw. daraufhin hofften die wissenschaftler, es gäbe ein einzigartiges prinzip, nach dem wenigstens unser universum produziert worden wäre.

2004 wurde diese hoffnung zerstört. an der state university new york hatte man die entwicklungen in der string-theorie auf einen aktuellen stand gebracht. ergebnis: alle theoretisch machbaren variationen der raumzeit sollten auch wirklich wie physikalische realitäten betrachtet werden => multiversum, mit mindestens 10hoch500 verschiedenen universen. nichts in der string-theorie deutet ferner daraufhin, dass manche universen gegenüber anderen bevorzugt würden. alle sind „gleich“. die dunkle energie zusammen mit der string-theorie vernichtet die einzigartigkeit.

das führte zu einer neuen betrachtungsweise und zu neuen fragestellungen. zum beispiel, ob man unterscheiden kann, welche eigenschaften eines universums auf „erste grundsätze“ zurückgeführt werden können und welche zufällig sind. oder ob die ewige inflation auf bestimmten regeln beruht. 10hoch500 ist unvorstellbar, mehr als alle atome im beobachtbaren universum. man muss prioritäten setzen.

seitdem sind wieder die mathematiker an dem problem. sie zeichnen eine landschaft mit hügeln und tälern, universen mit eigener entwicklung, wo inflation weitergeht, stoppt oder andere formen der raumzeit hervorbringt. baby-universen, die tunnel bilden, sich von tal zu tal entwickeln und schliesslich stabil sind. das führt zu der frage, ob es ewige inflation überhaupt gibt, ob das bestimmte konfigurationen der raumzeit überhaupt zulassen. fast unmögliche arbeit.

hier hängt viel vom experimentieren ab. wellen in der raumzeit, durch die andauernde expansion, könnte das planck-weltraumteleskop der esa schon bald aufspüren (start war heute um ca. 13uhr). damit hätte man wenigstens eine bestätigung der inflation.

die string-theorie selbst macht sich jedoch rar, will man ihr experimentell nachspüren. der lhc, der momentan beschädigte riesige teilchenbeschleuniger vom cern, könnte allerdings bei dem auffinden einer string-theorie-schlüsselkomponente helfen: der supersymmetrie. diese besagt, jedes bekannte teilchen habe einen unsichtbaren schwereren superpartner.

man wird sich also noch eine weile gedulden müssen, um sich letztlich klar zu sein, welche landschaftsform unser universum hat. man sagt zwar, diese sei flach, aber man ist sich bei den messungen nicht sicher und geht eher von einer sattelform (negativ gekrümmt) oder einer sphäre (positiv gekrümmt) aus. theoretisch ist momentan beides möglich, wenngleich niemand mit einer positiven krümmung rechnet. solange fährt man sicher mit der string-theorie und der vorstellung eines tatsächlich existierenden multiversums.

[via]

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