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Archiv für die Kategorie „Zukunft“

aclu vs. myriad genetics

diese story hätte auch aus einem film stammen können: die aclu (amerikanische union für bürgerfreiheit) fährt aktuell ein gerichtsverfahren gegen die biopharma-firma myriad genetics. und zwar geht es darum, dass myriad genetics patente auf die gene brca1 und brca2 hält, die in verbindung gebracht werden mit brust- und eierstock-krebs. die patente gehen so weit, dass myriad als einzigste institution tests und studien an diesen genen durchführen darf. die aclu argumentiert jedoch, und das meiner meinung nach völlig zurecht, dieses gebaren sei verfassungswidrig. einen überblick kann man sich in folgendem dokument holen (englisch): faq von aclu. sowas kann es auch nur in den usa geben, als ob irgendjemand besitz von genen für sich beanspruchen könnte, generell unfassbar.

die eu sieht das zum glück auch kritisch, wie sie schon vor einigen jahren in einem artikel erläutert hat. das hat myriad jedoch nicht daran gehindert ansprüche zu stellen, wie z.b. dass man tests nur über die firmeneigenen labors durchführen lassen darf; und das gilt für ganz europa! zudem will myriad ein auf 20 jahre gesichertes monopol auf alle zukünftigen entdeckungen in diesem bereich.

das ist der gen-patente-wahnsinn, der im 21. jahrhundert zum standard gehören wird. nur die kleine spitze eines riesigen eisbergs. ein ausweg aus der misere wäre z.b. open-source-pharmaka, wenn man dieses prinzip auf gene übertragen will. es ist pervers, anzunehmen, patente auf die dns gehören irgendeiner firma. so eine scheisse passiert und sie passiert jetzt. land der unbegrenzten möglichkeiten up my a$$.

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nanobot-virtual-reality

wie bereits im februar bekannt wurde, planen die nasa, sowie die internet-firma google eine „singularitäts-universität“ im silicon valley, die dann von dem futurologen ray kurzweil geleitet werden soll.

der gute ray hat sich jüngst mal wieder zu wort gemeldet und sein statement zu virtual reality abgegeben: demnach werden in zukunft die menschen sich nicht vor bildschirmen damit befassen, sondern sie werden vielmehr durch die injektion(!) von nanobots direkt im gehirn dazu stimuliert werden. yeah, gruselig! dies sei wesentlich effektiver, weil die neuronen so ausgetrickst werden könnten und man direkt das gefühl habe, z.b. zu verreisen, obwohl man das nicht direkt tut. zeitpunkt, wann das möglich sein soll: 2030. [via]

die idee ist geklaut, wenngleich die thematik unterschiedlich ist: bereits in „metal gear solid 4“ verfügen die soldaten über nano-roboter in ihrem körper, die auf dem schlachtfeld den soldaten überwachen und optimieren. zusätzlich werden durch diese mikro-maschinen waffen direkt auf den individuellen soldaten zugeschnitten und können von niemandem sonst benutzt werden (was aber im spiel auch umgangen werden kann, siehe drebin).

mir ist zudem nicht ganz klar, wie man das à la „strange days“ umsetzen soll, ohne das dabei frittiertes gehirn dabei rauskommt. irgendwie wird man das ja testen müssen, um den von kurzweil gewollten effekt herbeiführen zu können. extern mit peripherie wie in dem film ist wohl gesünder, aber warten wir es ab. sind ja nur noch 21 jahre…

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die vergiss-pille II

nach den betablocker-experimenten, die einen irgendwann gezielt etwas vergessen lassen sollen, hat nun auch ein labor aus brooklyn etwas ähnliches vor: durch den einsatz einer injizierten droge namens zip ist es einem team um dr. todd sacktor gelungen, mäusen die angst vor einer krankmachenden substanz zu nehmen. dieser vorgang soll in zukunft helfen, die gedächtnisleistung zu steigern.

die substanz ansich beeinflusst bestimmte gehirnregionen, die verantwortlich sind für emotionen, räumliche orientierung und die motorik. süchte, trauma, gelernte dinge; all das liesse sich direkt umprogrammieren.

wie in dem anderen beitrag gibt es auch hier bereits konkrete ethische bedenken (verständlicherweise): was, wenn mehr als die unangenehmen erinnerungen verloren geht? würde eine droge gegen süchte dazu führen, dass sich die menschen nur noch mehr mit drogen-experimenten befassen? was, wenn man gezwungen wird, diese substanz zu nehmen?

nun, drogen zur leistungssteigerung nimmt der mensch gerne ein, seit es sie gibt: in sport, beruf, studium. allerdings gezielte reprogrammierung und löschung – das ist neu. schliesslich ist das gehirn viel zu komplex und unverstanden, was eher zu fiktion als zu wissenschaft führt. und doch: neuroscience ist ein relativ junges wissenschaftsfeld und beansprucht inzwischen bereits 20% des zur verfügung stehenden budgets. gut oder schlecht, das bleibt ansichtssache: auch kleine teams können momentan fortschritte machen, denn was wir hier sehen, ist erst die spitze des eisbergs.

im zuge dieser drastischen entwicklungen schlage ich eine neue reality-soap vor: „pimp my brain“. moderiert wird das ganze dann von wigald boning und jan ullrich ist der star-gast, der den ganzen schmu live vor publikum ausprobieren darf. also der erste gast, das wechselt natürlich von woche zu woche.

bnw. wo ist mein soma, verdammte scheisse!?

[via]

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siliziumgehirn

vergesst das skynet, matrix oder ghost in the shell: in europa hat ein internationales team von wissenschaftlern das erste siliziumgehirn entwickelt. 200000 neuronen verbunden mit 50 millionen synaptischen überträgern, soll der neue chip das menschliche gehirn imitieren. auf acht inch, das sind ca. 20cm, sind die neuronen transistoren und synapsen kondensatoren.

„In fact, the current prototype can operate about 100,000 times faster than a real human brain. „We can simulate a day in a second,“ says Karlheinz.“

[via]

karlheinz meier von der universität heidelberg versichert zwar, dass das aktuelle modell nur einen bruchteil der rechenleistung eines echten gehirns habe, die architektur sei jedoch problemlos ugradebar. nutzen soll diese forschung zukünftigen supercomputern.

in lausanne gab es jüngst ähnliche ergebnisse: blue brain von henry markram stützt sich auf datenbanken voller biologischer inhalte, die eine simulation des gehirns auf einem ibm-supercomputer ermöglichen.

ein hoch auf unsere neuen silizium-overlords!

„greetings, earthlings! we have now overtaken your brainzzz!“

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gedankenlesen mit gehirnscans III

alleine durch die elektrische aktivität im menschlichen gehirn ist es wissenschaftlern in einem aktuellen experiment gelungen, gedanken zu lesen. dabei ging es um die lösung eines labyrinth-rätsels. jedoch dauert die zuverlässige anwendung dieser technik, auch gedanken erraten zu können, wenn es jemand nicht möchte, noch mindestens zehn jahre. wie beruhigend. hier der komplette bericht:

„scientists able to read people’s minds“, via independent.co.uk.

die zentrierung lag dabei auf einem kleinen bereich direkt hinter dem hippokampus, der bei taxi-fahrern aus london leicht vergrössert ist. bestimmte nervenzellen, die „place cells“ genannt werden, halfen bei der analyse, wo sich der proband bei der navigation durch das labyrinth am ehesten befindet. bei tierversuchen war das bisher nicht möglich, hier fand man keine anhaltspunkte für eine genaue vorhersage.

natürlich, wie immer, hegt man hier hoffnungen und will uns nichts böses: zukünftig könnten bei neurologischen krankheiten (z.b. alzheimer) die fundamentalen erinnerungsprobleme vielleicht gelöst werden.

die diskussion zu den ethischen problemen läuft hier bereits. da man aber nur eine bestimmte region des gehirns beobachtet ist eine vollständige entschlüsselung von gedanken anderer menschen erstmal kaum machbar:

„we can rest easy in terms of mind-reading. while technically in this study we were able to predict someone’s spatial memory from their brain activity, there was nothing intrusive about what we did.“

die garantie gibt es aber nicht. es wird offensichtlich, dass auf lange sicht es keinen unterschied mehr zwischen wissenschaft und fiktion geben wird. ob und wie das gut für uns ist wird sich zeigen. bnw.

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weltenkonstrukteur

bruce branit hat diesen beeindruckenden und visionären kurzfilm erstellt, in dem ein merkwürdiger mann seiner kranken frau mit hilfe eines holografischen interface eine eigene stadt kreiert. „world builder“ wurde an einem einzigen tag gedreht, die digitalen arbeiten danach jedoch nahmen volle zwei jahre in anspruch. herausgekommen ist ein wunderschönes statement aus der zukunft mit einem atmosphärischen soundtrack. ganz grosse klasse.

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opensuse 11.1 ist schrott

es gibt momente im leben eines pc-nutzers, da wünscht man sich, man hätte sein system einfach so gelassen wie es war. windows vista ist so ein fall. der spruch „never change a running system“ trifft nicht immer, aber allzu oft zu. doch selbst linux ist davor nicht gefeit, wie meine persönliche erfahrung zeigt.

als am 19. dezember opensuse 11.1 erhältlich war, entschied ich mich, mein opensuse 10.3 zu aktualisieren. das erste problem kam gleich bei der installation:

„Some partitions in the system on /dev/sdaX are mounted by kernel-device name. This is not reliable for the update since kernel-device names are unfortunately not persistent. change the mount-by method to any other method for all partitions“

also erstmal wieder zurück ins alte system und den partitionierer gestartet. dann überall wo „einhängen mittels“ ein „k“ stand, auf „bearbeiten“ geklickt und bei den fstab-optionen statt „geräte-name“ „geräte-id“ ausgewählt. als das schliesslich erledigt war, lief das update durch ohne probleme.

zweitens: ich mache meine updates des installierten systems immer mit smart und nicht mit yast, weil neben dem betriebssystemkern auch programme und die desktop-umgebung aktualisiert werden. das ist schon ziemlich geil und ein grosser vorteil von linux. jedenfalls, mein aktueller smart funktioniert nun wann er bock hat zu funktionieren und bringt immer mindestens eine fehlermeldung in der konsole:

/usr/lib/python2.6/site-packages/smart/plugins/zyppchannelsync.py:22: DeprecationWarning: the md5 module is deprecated; use hashlib instead import md5

eine lösung dieser sache konnte ich nirgendwo finden, es scheint wohl ein bug von smart selbst zu sein, denn python ist installiert und das plugin-verzeichnis ist smart-spezifisch.

drittens: wenn mein rechner runterfährt oder rebootet schlägt jedesmal das aushängen meiner home-partition fehl. er schreibt dann:

unmount /home device /dev/sdaX busy blabla…

irgendwie schafft er es dann doch. aber die meldung bekomme ich nicht weg. in diversen foren wird geraten, dass man dieses fehlerhafte pulseaudio deinstallieren soll, weil es eventuell noch auf /home zugreift. das hätte ich gerne gemacht, hätte aber thunderbird, k3b, xmms und noch mindestens 39 weitere pakete in den tod gerissen. also gelassen.

viertens: ebenfalls beim reboot oder herunterfahren kommt immer:

nm-system.settings: nm_sysconfig_settings_remove_connection: assertion 'NM_IS_SYSCONFIG_SETTINGS (self)' failed

da beschwert sich also irgendwas über den knetworkmanager. nichts im web gefunden, was mir hier weiterhelfen könnte. hinzu kommt, dass der gute manager nun echt weniger gesprächig ist: keine infos mehr zum beispiel zu gefundenen wlan-netzen. das erscheint nur noch beim anlegen einer neuen verbindung. was soll das bitte?

fünftens: mein firefox 3 erlaubt keine uploads mehr. der browser friert komplett ein, wenn man irgendwo etwas hochladen möchte beim versuch das upload-formular anzuzeigen. das ist heftig. keine hilfe bisher gefunden, die eine lösung gebracht hätte. deinstall brachte nichts, internet-foren wissen keine konkrete antwort.

sechstens: immer wieder gerne sieht man seine xorg.conf komplett untergehen, wenn ein neuer suse-release kommt. zu allem überfluss habe ich eine ati-x700-mobility-grafikkarte, die nun nichts mehr an externe monitore sendet und die in der xorg.conf nur noch hex-werte anzeigt, anstatt ein verständliches „yes“, „no“, „false“ oder wasauchimmer. die device-sektion ist seit sechs wochen eine grossbaustelle und es schaut nicht danach aus, als würde sich das wohl in zukunft ändern.

soweit zu den sechs akuten schwerwiegenden krankheiten meiner opensuse 11.1-version, die mir aufgefallen sind. ich möchte jedem suse-nutzer, der mit einem update liebäugelt, ans herz legen, lieber auf eine 11.2er-ausgabe zu warten. die x.1-episoden scheinen auf ewig verseucht zu sein, was man spätestens seit 10.1 mitgemacht hat. ich bin richtig dabei seit 9.3 und ich muss sagen, dass mit jedem weiteren release mein rechner immer weniger konfigurierbar wird. ich war sehr zufrieden mit 10.2 und auch 10.3, aber das ist leider vergangenheit.

sollte irgendjemand wissen, wie man eines dieser probleme aus dem weg räumen kann, bitte ich um meldung. die grosse sache bei open-source ist die community, die auch in diesem fall lösungen finden wird. solange gilt: finger weg von opensuse 11.1! dieses betriebssystem ist leider nicht fertig geworden, was man an vielen ecken und enden merkt. schade.

[update I, 21.02.09]

okay, also auf manche dinge muss man erstmal kommen…

das problem mit firefox hat sich erledigt. auf meinem system war mozilla-xulrunner in der version 1.9.0 installiert. aus spass habe ich zusätzlich den xulrunner in der version 1.8.1. draufgeschaufelt. und siehe da: plötzlich kann ich wieder auf mein /home/user-verzeichnis zugreifen und auch die uploads funktionieren natürlich wieder. schon komisch und ein grosser zufalll. aber wenigstens meine browser-funktionalität ist wieder zu 100% zurück. manche dinge muss man echt alleine irgendwie regeln. alle anderen probleme allerdings bestehen weiterhin.

[update II, 04.03.09]

pulseaudio zu deinstallieren war ein muss. diese krüppel-software hat so ziemlich alles zerschossen, was mit sound zu tun hatte. man muss aber zwingend den esound-daemon installieren, bevor man alles entfernt, was mit pulseaudio zu tun hat. dann beschweren sich auch die anwendungen wie k3b nicht mehr. es bringt auch nichts libpulse auf dem rechner zu lassen, weil er dadurch bei jedem smart-update pulseaudio wieder reinschauffelt. katastrophe. jedenfalls, auch das wäre gelöst. bleiben noch das problem mit xorg und dem knetworkmanager… vielleicht könnte mir hier auch mal die community helfen, denn bisher musste ich alles alleine machen.

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daniel simon

daniel simon concepts

daniel simon lebt sicherlich in einer eigenen zukunft. aber das ist schon ganz gut so, denn dadurch kann er sich voll abgespacten fahr-/flugzeugen widmen, die es so garantiert niemals geben wird. und das ist schade. sein portfolio ist nicht besonders gross und doch über-cool:

http://danielsimon.net/portfolio/portfolio.html.

wem das alles zu kühl ist, der kann sich auch an seinen perfekten chixxx erlaben, die es in der „verführerische zeichnungen“-sektion gibt oder aber man erfreut sich an seinem photographie-hobby.

ach so, ein buch gibt es auch: und zwar nennt sich das ganze „cosmic motors“, 176 seiten mit über 200 zeichnungen und 130 illustrationen für nur 27€. abgefahren.

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holographie-interface

die zukunft ist jetzt:


Holographic Interface – round interface – Ringo from Ivan Tihienko on Vimeo.

ivan tihienko stellt sein grossartiges holographie-interface vor, das schon bald computer und handys obsolet machen könnte. das ganze ist sein abschlussprojekt an der bezalel kunstakademie. noch besser, als das ganze auf den boden zu projezieren, fände ich, wenn man fenster und wände miteinbeziehen könnte. würde mich nicht wundern, wenn bald die redmonder oder die design-fetischisten aus cupertino bei ihm anklopfen. im witz meint tihienko, in zehn bis 15 jahren hätte jeder so ein teil. gut, bitte, ich bin dabei.

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f.a.s.t.

die amerikaner haben seit den terror-anschlägen vom 9. september 2001 ein sogenanntes „heimatschutz-ministerium“. sowas ähnliches gab es in deutschland auch mal, ist noch gar nicht so lange her. jedenfalls, dieses ministerium soll die armen amerikaner vor bösen bösen terroristen schützen und gibt auch meldungen zum status der bedrohung heraus, ähnlich einem sturm-warn-system.

dieses ministerium will in naher zukunft mit einem „fast“ genannten system (FAST – „Future Attribute Screening Technologies“) nach „feindlichen gedanken“ suchen. was wie eine art science-fiction-witz klingt ist todernst gemeint: es checkt die pulsrate eines menschen genauso wie die atmung, temperatur der haut oder ausdrücken im gesicht. eine reihe sensoren, normale kameras und welche mit infrarot, spezielle laser arbeiten dann alle zusammen und errechnen, wie verdächtig der gescreente mensch wirklich ist. tests wurden schon gemacht, mit freiwilligen, die sich auch mal absichtlich verdächtig verhalten sollten und es soll eine trefferquote von 78% herausgekommen sein, was beachtlich wäre. [via]

das problem bei dieser geschichte ist, dass man von vornherein verdächtigt wird. das ist ein trend, der seit den anschlägen enorm populär geworden ist und mehr denn je durchgedrückt werden kann, was vor dieser katastrophe aus demokratischer sicht undenkbar gewesen wäre. die amis sagen dazu „pre-crime“, wenn sie philip k. dick folgen wollen oder „minority report“, wenn sie film-fans sind. freilich, dermassen fortgeschritten ist „fast“ noch nicht, aber es gibt immer einen anfang und der ist gemacht.

einige hürden müssen noch aus dem weg geräumt werden, vor allem bzgl. privatsphäre der gescannten personen und auch hinsichtlich der zeit, die dieser vorgang in anspruch nimmt. läuft alles erfolgreich, werden flughäfen nur die ersten stationen sein: eingesetzt werden kann das system überall, wo grosse menschenmassen zusammenkommen, als z.b. in stadien, auf festen oder in firmen.

BNW.

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gedankenkontrolle

das militär ist immer schnell dabei, wenn es um verrückte technologie geht. oftmals werden technische revolutionen immer erst dadurch möglich, so geschehen bei „gps“, dem „global positioning system“, das einem hilft den richtigen weg zu einem ziel zu finden oder auch beim internet, mit dem tcp/ip-protokoll. der neueste coup: ein helm, der die gedanken eines soldaten lesen kann und das an verbündete senden soll, quasi verständigung ohne mikrofon. kein witz!

die us-army stellt vier millionen dollar zur verfügung und in fünf jahren soll endlich was brauchbares dabei herauskommen. wissenschaftler von den universitäten california at irvine, carnegie mellon und maryland bekamen letzten monat den zuschlag. die werden dann, wenn sie erfolgreich sind, herausgefunden haben, wie das gehirn-netzwerk funktioniert. so soll ein soldat nur an eine nachricht denken und wer sie alles empfangen soll, fertig. den artikel gibt es beim bilderberg-medium-#1, der „time“: „the army’s totally serious mind-control project“.

„Having a soldier gain the ability to communicate without any overt movement would be invaluable both in the battlefield as well as in combat casualty care,“ the Army said in last year’s contract solicitation. „It would provide a revolutionary technology for silent communication and orientation that is inherently immune to external environmental sound and light.“

diese idee ist alles andere als neu: 1953 wollte man ähnliche ziele durch das „mk-ultra“-projekt erreichen, bei dem mit lsd experimentiert wurde. heute wird in anderen bahnen gedacht: die rechenpower der gegenwart und die momentane kenntnis der funktionen des gehirns sollen für diesen „sensor-helm“ ausreichend sein.

der schwerpunkt liegt hier auf der zu entwickelnden software: 128 sensoren im helm messen die stellen, die für die sprache wichtig sind und übersetzen diese für den pc, ohne mund und lippen bewegen zu müssen. die zukunft, bei erfolg, sieht vor, wie in dem film „firefox“ militärische flug- und fahrzeuge steuern zu können; nur durch gedanken(!).

wtf. aber keine sorge! denn natürlich bringt so eine technologie auch dem otto-normal-menschen etwas: „wie oft haben sie sich schon darüber aufgeregt, wenn jemand in sein mobiltelefon brüllt? wäre es nicht besser, man hätte eine bluetooth-kappe, die das gesagte überträgt, ohne den mund öffnen zu müssen?“ ja, schon klar, alles nur halb so wild, wie immer, „business as usual“…

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die zukunft des geldes

die zukunft des geldes - designstudien
(oben: designstudien)

man braucht kein grossartiger prophet zu sein, um konstatieren zu können, dass wir uns in die richtung einer komplett bargeldlosen gesellschaft entwickeln. technisch ist das portemonnaie bereits sowas von überflüssig und auch bankkarten braucht in zeiten von handys oder funkchips eigentlich niemand mehr.

studenten des royal college of art durften sich zum thema austoben, dabei ging es um nicht weniger als die zukunft des geldes. welche sozialen und psychologischen auswirkungen wird das haben? welche neuen verhaltensweisen, gefahren, rituale, begünstigungen wird es dann geben?

als fiktiver kunde fungierte eine forschungsgruppe bestehend aus ethnographen (eine art völkerkundliche forschung), anthropologen („die wissenschaft vom menschen“), computer-wissenschaftlern, psychologen und designern. gesponsert wurde das ganze vom chiphersteller intel.

die ergebnisse gibt es in einer ausführlichen form unter folgender adresse zur einsicht:

http://beta.interaction.rca.ac.uk/fom/. [via]

anwählbar sind hier die einzelnen projekte, ein klick darauf und die geschichte erscheint zum nachlesen. wirklich interessant und manchmal sogar witzig, könnte uns die eine oder andere idee mit gewisser wahrscheinlichkeit bald in der realität begegnen. oder eben nicht: denn studenten werden zu solchen themen selten um ratschlag gebeten, das geld kontrollieren andere.

meine persönliche meinung dazu sieht so aus, dass ich alles unterstütze, was sich in kritischen bahnen dazu bewegt (zum beispiel kenichi okada, dem jetzt schon das physische am geld fehlt). dem hype in bezug auf funkchips, besonders rfid, werde ich niemals folgen. dennoch kommen wir auf kurz oder lang kaum daran vorbei, uns vom geld, wie wir es kennen, zu verabschieden. die technischen entwicklungen setzen das immer mehr voraus und werden kaum diesen bereich aussparen.

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brave new world V

an der universität oxford fand dieser tage die global catastrophic risk conference statt. am letzten tag wurde dort über die konsequenzen von superintelligenten maschinen diskutiert.

„any entity which is radically smarter than human beings would also be very powerful.“

ihr müsst jetzt schon ein wenig tapfer sein.

im kern sah ein zukunftsszenario so aus, dass wir bald mit wissenschaft und technologie unsere menschliche biologie dementsprechend abändern können, was die natürliche evolution nur in zehntausenden von jahren schafft. diese revolution der metamorphose kann „zwischen acht und 200 jahren“ dauern.

dann aber gehts los: 2020 kommt die nanotechnologie-revolution. die kleinen roboter sollen krankheiten wie krebs heilen und tumore bekämpfen. nach und nach kann man die biologie durch künstliche austauschen.

bis 2030 sollen die menschen grösstenteils aus nichtbiologie bestehen, sagt ray kurzweil. die möglichkeit seine gedanken ins internet hochzuladen soll es dann ebenfalls geben, genauso wie man gleichzeitig in mehreren virtuellen welten lebt, wodurch „das altern und der tod“ ausgetrickst werden sollen.

2040, also lediglich zehn jahre später, wird „die nicht-biologische intelligenz milliarden mal der biologischen überlegen sein“ und „unsere gehirne obsolet“ machen. um hier schritt halten zu können werden die menschen zu „software-entitäten“.

dazu gibt es die theorie zu den respirozyten. respirozyten sind künstliche rote blutzellen, die das „normale“ blut ersetzen könnten. was das bringt? 15 minuten sprint ohne luft zu holen oder stundenlang auf dem boden eines swimming-pools sitzen zum beispiel.

ihr wisst nun auf was ihr euch die nächsten jahrzehnte einstellen könnt. ich denke nicht, dass diese konferenz unseriös oder übertrieben daher kommt, denn schliesslich war es in oxford.

wie auch immer, natürlich kann es nicht nur schlechtes geben. der zeitpunkt, an dem neue intelligenzen alte ersetzen werden wird aber kommen und die intelligenz ansich zur treibenden kraft im universum machen. vielleicht haben wir nicht mal selber in der hand, was aus uns wird. das sind nicht gerade die besten aussichten.

„i think there are grave dangers. technology has always been a double-edged sword.“

[via]

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netzneutralitaet II

es ist mal wieder an der zeit, über netzneutralität zu reden, da momentan ja das sogenannte telekom-paket in aller munde ist. mit diesem begriff wird irgendwie alles abgedeckt, was den internetnutzer einschränkt und/oder ihn zum urheberrechtsverletzer deklariert, von der eu iniziiert, was noch erschwerend hinzu kommt. der link oben sollte euch einen guten überblick geben, weil die kollegen von netzpolitik.org schon seit längerem darüber berichten.

ich selbst habe eigentlich schon einen eintrag zur netzneutralität verfasst, ende november 2006: netzneutralität I. als quelle diente damals das boing²-blog, im speziellen der kommentar von cory doctorow.

inzwischen habe ich einen weiteren kurzen text gefunden, der fünf fakten zur netzneutralität präsentiert, die jeder wissen sollte, egal ob hardcore-netzaktivist oder gelegentlicher web-blätterer. das ist wichtig! merken! hier geht es auch um eure zukunft!

1. netzneutralität ist kein gesetz. es ist vielmehr eine richtlinie, die sich mit eurem breitbandnetzwerk befasst. die provider sollen euch nicht einschränken dürfen, was ihr mit eurem breitband macht, also welche dienste ihr nutzt und wieviel traffic ihr tatsächlich in anspruch nehmt. eine aufsplittung in qualitativ niedere und höhere breitbanddienste findet nicht statt.

2. ein preismodell, welches euch anhand von gesendeten und empfangenen internet-paketen taxiert, gibt es nicht.

3. die provider schützen ihre kunden nicht. sobald sie eure zugänge drosseln, hat das wenig mit eurem schutz zu tun.

4. google geht neue wege mit ihrem 700mhz-drahtlos-frequenzband. dadurch könnte man breitband kostenlos anbieten, anstatt für dienste zu bezahlen, die darüber genutzt werden. (dieser punkt ist für de vielleicht derzeit uninteressant, kann aber kommen, da theoretisch machbar.)

5. manche provider in übersee haben bereits begonnen an zocker und downloader spezielle pakete zu verkaufen, die für einen bestimmten preis mehr empfangen dürfen. dies ist ein unnötiger schritt der bürokratie, den niemand wirklich braucht. trotzdem gibt es immer noch unwissende, die es begrüssen würden, für grössere bandbreite mehr zu bezahlen.

[via]

klar ist, dass die derzeitige infrastruktur kaum für diesen massiven internetverkehr tagtäglich ausgelegt ist. irgendwann wird auch uns endkunden es einen mehrbetrag kosten, damit die netze moderner und zukunftssicherer gemacht werden können.

wenn ihr jedoch die angesprochenen punkte im hinterkopf behaltet und was mit dem begriff netzneutralität anfangen könnt, lauft ihr weniger gefahr, von der industrie übers knie gelegt zu werden, auf das es im moment leider hinausläuft.

werdet euch bewusst, dass auch ihr als nutzer rechte habt und kämpft dafür, dass der offene charakter des internets noch lange erhalten bleibt.

(wenn ihr lieber eine prominente unterstützung wollt, haltet euch an tim berners-lee, einem der erfinder des web: „berners-lee warnt vor internet-restriktionen“.)

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medusa

um die dramatik des themas noch besser zu veranschaulichen kümmern wir uns schnell um den eigentlichen begriff: die einzige sterbliche der gorgonen aus der griechischen mythologie heisst so. auf wikipedia steht:

„ein geflügeltes Ungeheuer mit Schlangenhaaren, langen Eckzähnen, einem Schuppenpanzer, glühenden Augen und heraushängender Zunge.“ [via]

bei moderner hochtechnologie gehört es zum standard, sich bei griechischer mythologie zu bedienen. wieso sollte das beim militär anders sein?

das zauberwort heutiger „nicht-tödlicher waffen“ schimpft sich crowd-control. damit ist eigentlich alles gesagt.

über mikrowellen werden geräusche und stimmen zukünftig direkt in die köpfe der menschen gepflanzt. „medusa“ ist hier schliesslich die abkürzung für „mob excess deterrent using silent audio“. schon geil, nicht!? mob excess – englisch für ausschreitungen des pöbels. deterrent – zur absoluten abschreckung. mikrowellen – richtig schön diese homage an die gute alte sowjet-überwachungstechnik.

zur funktionsweise: die mikrowellen führen zu einer „schockwelle“ im schädel, die von den ohren aufgenommen wird; eine serie solcher impulse sorgt für die geräusche oder stimmen. dies ist „unblockbar“, selbstredend, wo kämen wir sonst hin. james lin, ein ingenieur hält auch noch weitere tests für nötig, denn: je heisser die mikrowellen, desto wahrscheinlicher, dass das gehirn frittiert wird. zudem sind die langzeitschäden ständiger geräuschinduzierung im gehirn noch unerforscht. „neural damage“ heisst soviel wie dauerhafter nervenschaden. prost mahlzeit. zum artikel des „new scientist“: „microwave ray-gun controls crowds with noise“.

sollte der militärische feldversuch scheitern, sich allerdings herausstellen, dass zumindest auf lange sicht solch ein (krankes) system keine grösseren schäden verursacht, macht euch bereit für unterbewusste werbung, also sätze wie z.b. „I’m lovin‘ it“, die ihr im vorbeilaufen bei anzeigentafeln wahrnehmt.

brave new world.

so, jetzt bauen wir diese technik schnell in zwei, drei überwachungssatelliten ein, dafür braucht man keine weiteren tests, ist doch egal und gib‘ ihnen. let’s roll! wtf. medusa und die realität wird zum albtraum.

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