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Archiv für die Kategorie „Zukunft“

interplanetarisches internet

Tztz, Sachen gibt’s.

Ohne tcp/ip gäbe es ja bekanntlich gar kein Internet, denn es ist das Haupt-Protokoll, das alles möglich macht.

Das interplanetarische Äquivalent dazu gibt es seit neuestem auch und das nennt sich delay-tolerant networking. Vint Cerf hängt da mit drinne und google ebenso, weshalb die das direkt in ihr Android miteingebaut haben.

Getestet wird das 80 bzw. 90 Lichtsekunden von der Erde entfernt. Die Entwicklung geht zurück bis ins jahr 1998 und auch die NASA macht mit.

Das problem bei tcp/ip ist die permanente Verbindung, mit der die Pakete versendet werden. DTM braucht sowas nicht, die Pakete werden einfach gebuffert, sprich gesammelt, bis eine stabile Verbindung zum Weitersenden genutzt werden kann. Das macht Gebrauch von der Latenzzeit und berücksichtigt die niedrige Energieaufnahme von Satelliten.

[via]

Es spielt also zukünftig keine Rolle mehr, wenn es nach google geht, ob ihr eure youtube-Videos auf dem Mars, der Venus oder sonstwo im Sonnensystem schaut. Vorausgesetzt natürlich, Satelliten von uns sind in der Nähe und ihr benutzt so ein Android-Handy. 😉

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steampunk-zeugs

steampunk-zeugs

Eigentlich ist Steampunk eine literarische Gattung mit Ursprüngen bei H.G. Wells und Jules Verne, doch die neuere Zeit hat das Thema immer mal wieder in den Kontext von Videogames oder Science-Fiction gebracht. Das ist auch ganz gut so, denn Steampunk sieht nicht nur ziemlich geil aus, wenn es gut gemacht wird, es fasziniert einfach.

Dank des Internets hat sich die Modifizierung von alltäglichen Gadgets wie Computern oder Handys rasant entwickelt, wie der folgende Beitrag zeigt:

26 sexy Steampunk-Gadgets & Hitech-Hacks, via weburbanist.com.

Auf lange Sicht wird sich das wohl durchsetzen, momentan sind solche Geräte noch sehr teuer und aufwendig in der Herstellung. Wenn es erstmal den 3D-Drucker für jedermann gibt, kann man das auch alleine am Rechner machen. Bis dahin bleiben uns nur die Visionen der Modder und viele viele abgefahrene Entwürfe & Photos.

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visible

Die Aktion mit dem Schüler-VZ-Crawler war schon cool. Einfach mal schnell auf alles geschissen und eigene Netzwerk-„Vorstellungen“ durchgedrückt; Respekt, 3x1t! Irgendwie war klar, dass mir das gefällt.

Anyway, so abwegig sind die Ideen des jungen Programmierers gar nicht:

Die CIA plant fette Investitionen durch seinen verlängerten Finanzierungs-Arm in-q-tel in eine Software-Firma namens Visible Technologies. Damit will man dann zukünftig Social Networks ausspähen. Mit allem, was dazugehört:

„Visible crawls over half a million web 2.0 sites a day, scraping more than a million posts and conversations taking place on blogs, online forums, Flickr, YouTube, Twitter and Amazon. (It doesn’t touch closed social networks, like Facebook, at the moment.) Customers get customized, real-time feeds of what’s being said on these sites, based on a series of keywords.

“That’s kind of the basic step — get in and monitor,” says company senior vice president Blake Cahill.

Then Visible “scores” each post, labeling it as positive or negative, mixed or neutral. It examines how influential a conversation or an author is. (”Trying to determine who really matters,” as Cahill puts it.) Finally, Visible gives users a chance to tag posts, forward them to colleagues and allow them to response through a web interface.“ [via]

BNW.

Das Problem ist, das ist keine neue Firma, sondern die machen das bereits für weltbekannte Riesen wie AT&T, Microsoft und Dell. Das ist grundsätzlich eigentlich „normal“, wenn man so will. Neu ist nur die Ausrichtung, die für „uns“ gefährlich werden könnte, da nun das erste Mal ein Auslandsgeheimdienst seine Millionen in Visible reinpumpt. Not funny, Sir:

„…the In-Q-Tel cash will be used to boost Visible’s foreign languages capabilities, which already include Arabic, French, Spanish and nine other languages.“

Aber, etwas Witziges kann ich der Aktion doch noch abgewinnen:

„…the CIA specifically needs the help of innovative tech firms to keep up with the pace of innovation in social media.“

Die besten der Besten der Besten, Sir!

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roboterethik

Viele kennen die erste Version einer Roboterethik von Isaac Asimov, eventuell sogar aus dem Film I, Robot mit Will Smith in der Hauptrolle:

# Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen.
# Ein Roboter muss den Befehlen eines Menschen gehorchen, es sei denn, solche Befehle stehen im Widerspruch zum ersten Gesetz.
# Ein Roboter muss seine eigene Existenz schützen, solange dieser Schutz nicht dem Ersten oder Zweiten Gesetz widerspricht.

Dr. Ronald Arkin soll nun die US-Army in diesem Bereich fit machen und arbeitet mit seinem Team an einer erweiterten Version. Das HPlus-Magazine hat ihn interviewt:

http://hplusmagazine.com/articles/robotics/teaching-robots-rules-war. [via]

Arkin ist der Meinung, dass Maschinen in Kriegsgebieten unabhängiger und ethisch korrekter agieren können als Menschen. Zu diesem Zweck erstellt er eine Software-Architektur, die auch die Genfer Konvention, Kriegsgesetze oder Kriegseröffnungsregeln (sowas gibt es in den USA tatsächlich) abdecken soll.

Die Vorteile seiner zukünftigen „ethisch korrekten“ Killer-Roboter sind die Nachteile des Menschen: keine Furcht, kein psychologischer Druck, keine Müdigkeit, etc. Auch Arkin benutzt Regeln für seine Kriterien, die sehen dann so aus:

1. Aufspüren und Neutralisieren von Zielen, die z.b. in Verbindung mit den Taliban gebracht werden
2. Feuer mit Feuer vergelten; aber bitte in einem angemessenen Rahmen
3. Kollateralschäden minimieren – zivile Opfer vermeiden
4. im Zweifelsfall taktische Manöver initiieren, um gefechtsbereit zu bleiben
5. Feinde stellen und zur Aufgabe zwingen, bis menschliche Verstärkung eintrifft

Wie man sieht hat das alles wenig mit Roboter-Romantik zu tun, hier geht es eiskalt ums Kriegsgeschäft. Arkin selbst sagt zwar, dass ein ernstzunehmender funktionierender Prototyp noch Jahre entfernt ist. Die Software, die das Ganze möglich machen soll, wird aber bereits programmiert. Auf der Seite mit dem Interview findet sich auch ein Video, wie das in Zukunft aussehen könnte.

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kindlekram II

Der Kindle, das Ebook-Gadget von Jeff Bezo$, ist ja nun mittlerweile in einer zweiten Version erhältlich. Etwas kleiner, etwas handlicher, aber immer noch kein Farbbildschirm, der Speicherkarten-Slot fehlt auch, kein richtiges Wifi und noch ein paar andere Krankheiten. Ein wahres Schnäppchen für 300$/190€, braucht man unbedingt.

Jedenfalls, würden wir in einer Zukunft leben, in der es keine Bücher mehr, sondern nur noch elektronische Kopien gibt und hätte Amazon mit dem Kindle den Ebook-Reader-Krieg gewonnen (was wir jetzt mal nicht hoffen wollen) sähe die Welt ziemlich traurig aus:

Amazon konnte nämlich durch die selbe Verbindung, mit der sich elektronische Bücher via USB auf das Gerät übertragen lassen, zwei Ebooks komplett löschen. Coole Ironie am Rande: das war Animal Farm und 1984 von keinem Geringeren als George Orwell. Der Geist in der Maschine…

Amazon behauptet zwar, es hätte Ärger mit dem Verleger der Bücher gegeben, weil die sich von Ebooks abgewendet hätten. Aber die Maßnahme selbst wäre so, wie wenn ich Bücher über Amazon kaufe, die dann in meinen Regalen stehen und schließlich Jeff Bezos klingelt, sie wieder mitnimmt, sie verbrennt und mir dann eine Gutschrift ausstellt. Bücher sind wichtig, damn it.

[via]

Ein schlagkräftigeres Argument gegen den Kindle gibt es wohl kaum. Zwar war bekannt, dass die Ebooks drm-gesichert sind und auch nicht weitergegeben werden dürfen. Zudem gibt es das Gerät und den Service auch nur in den USA bislang. Aber eigene Käufe zu vernichten, ohne Nachfrage oder sich Gedanken zu machen um die Konsequenzen, ist eigentlich einen Big-Brother-Award wert.

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gehirn-hacking II

Bereits heute existiert Technologie, die alleine mit Kraft der Gedanken Computer bedienen, Rollstühle bewegen und Micro-Blogging-Dienste nutzen kann. Diese neural devices agieren zudem immer mehr drahtlos, was Forscher aktuell Sorgenfalten bzgl. der Sicherheit dieser Techniken beschert. Sie fürchten, dass zukünftige Hacker direkt das Gehirn angreifen könnten und sprechen offen von den Gefahren des Gehirn-Hacking.

Dazu der Computer-Experte Tadayoshi Kohno von der Universität Washington:

„If we don’t start paying attention to security, we’re worried that we might find ourselves in five or 10 years saying we’ve made a big mistake.“

Finde ich jetzt persönlich alles andere als witzig.

Ein Horror-Szenario sieht so aus: in naher Zukunft wird es möglich sein künstliche Prothesen aus der Ferne mit WLAN zu administrieren. Sollte die Verbindung dabei nicht verschlüsselt sein und gibt es keine Zugangskontrolle, könnten Hacker die Gliedmaßen hijacken. Was einst Teil des eigenen Körpers war gehört nun jemand Unbekanntem. Hartes Brot.

[via]

BNW.

Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wer könnte daran Interesse haben, sich in andere Gehirne zu hacken? Nun, das Militär ist wohl die erste Adresse. Aber bereits 2007 und 2008 gab es Hacks diverser Epilepsie-Webseiten, die mit Animationen verändert wurden, die dann bei Patienten Anfälle auslösen können. Dadurch eröffnet sich eine völlig neue Form des dezentralen Psycho-Terrorismus.

Letztendlich gibt es aber noch ein Problem, das in der Natur des Internets liegt:

„Because the internet was not originally designed with security in mind, it is incredibly challenging — if not impossible — to retrofit the existing internet infrastructure to meet all of today’s security goals.”

Ghost in the Shell, here we come!

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quanten-computing II

Wir sind wieder einen entscheidenden Schritt weiter in Richtung des ersten Quantencomputers gekommen: an der Yale Universität wurde nun der erste Quantenprozessor entwickelt; kein Fake oder „falscher Fuffziger“. Was es mit Quantencomputing und der genauen Funktion auf sich hat erkläre ich hier nicht mehr, das habe ich schon an anderer Stelle.

Jedenfalls, für die Funktionen eines Prozessors sind Algorithmen unerlässlich. Und mit diesem Quantenprozessor ist das Suchverfahren bereits kein Problem mehr (hier wird nach Mustern oder Objekten mit bestimmten Eigenschaften gesucht).

[via]

Dank der Quantenmechanik ist die Performance hier wesentlich höher, weil nicht nur „1“ und „0“, „an“ oder „aus“ als Zustände verwaltet werden können, sondern auch die Superposition beider, d.h. „an“ oder „aus“ zur selben Zeit.

„Instead of having to place a phone call to one number, then another number, you use quantum mechanics to speed up the process,“ Schoelkopf said. „It’s like being able to place one phone call that simultaneously tests all four numbers, but only goes through to the right one.“

Richtig abgefahren und praktisch kaum vorstellbar.

Das Hauptproblem vorher bei den Qubits war die begrenzte Lebensdauer: die lag bei mickrigen Nanosekunden. Schoelkopf und sein Team aber haben bereits die Mikrosekunde erreicht; 1000 mal länger und somit auch fähig essentielle Algorithmen zu betreiben.

Die nächsten Ziele sind daher offensichtlich: zum einen die Lebensdauer weiter ausdehnen und immer mehr Qubits auf kleinerem Raum zum Arbeiten zu bewegen. Denn: jedes zusätzliche Qubit steigert die Rechenpower exponentiell(!).

Jaaa, das heißt aber noch lange nicht, dass diese Rechner dann intelligent sind. Heutige Rechner sind zurückgebliebene Kakerlaken, diese Geräte wären dann Millionen Kakerlaken auf Methylphenethylamin; oder so ähnlich.

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VERSATILE

Javier Fernández-Han ist 15(!) und hat ein System namens VERSATILE entwickelt, mit welchem es möglich sein soll Energie aus Algen zu gewinnen.

Er kombiniert darin rund ein Dutzend neue und existierende Technologien, um ziemlich gleichzeitig Abfall zu beseitigen, Methan und Bio-Diesel als Treibstoff zu produzieren, Nahrung für Menschen und Vieh bereitzustellen und Treibhausgase in Sauerstoff umzuwandeln. Diese Idee hat ihm jüngst ein 20.000$-Stipendium im Rahmen des „invent your world“-Wettbewerbs beschert. Eigentlich fast zu krass für einen 15-Jährigen, hier geht’s zu der Erfindung:

via inhabitat.com, das „Versatile“-System (inkl. Grafiken).

Der modulare Aufbau seines Systems soll vor allem in Dritte-Welt-Ländern Anwendung finden, die auf unabhängige Quellen für Energie und Abfallverwertung angewiesen sind. Eine kleine Version von „Versatile“ für das eigene Heim soll so um die 200$/130€ kosten. Ein funktionierender Prototyp existiert hingegen noch nicht, sollte sich mit dem gewonnenen Geld allerdings irgendwie realisieren lassen.

Es ist sinnvoll, sich der Tragweite dieser Idee einmal bewusst zu werden: Javier gehört wie viele Millionen zu einer Generation, die massive Schwierigkeiten haben wird, den Dreck, den wir, unsere Eltern und Großeltern auf dem Planeten angerichtet haben, wieder wettzumachen. Das „Versatile“-System könnte ein richtiger „game-changer“ werden und ehrlich gesagt ist es fast dazu verdammt; es braucht weitere Einfälle dieser Richtung, um nicht wie von Stephen Hawking postuliert zukünftig das Leben komplett im Weltall verbringen zu müssen, weil die Erde unbewohnbar geworden ist.

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spiegeltricks

Andrew Hicks ist Mathematiker und entwirft Spiegel. Aber nicht irgendwelche langweilige, die jeder hat, sondern er benutzt die Mathematik für absolut abgefahrene Effekte.

Acht Jahre hat er gebraucht, um einen Spiegel zu kreieren, der beim Auto den toten Winkel sichtbar machen soll; mit so gut wie keiner Verzerrung. Diese entwicklung ist dermaßen konkret, dass er bereits mit einem KFZ-Hersteller in Verhandlung steht. Aber er hat danach nicht einfach aufgehört.

Inzwischen besitzt er schon sechs Prototypen: einen Panorama-Spiegel, Spiegel für High-Tech-Kameras und einen „Vampir-Spiegel“, der, wenn man in die kurvige Oberfläche schaut und den rechten Arm hebt, es so aussehen lässt, als sei es der linke. Reality-remixing!

Der New Scientist hat ein paar interessante Photos dazu:

Andrew Hicks zeigt seine Spiegeltricks.

Die Technik selber existiert schon seit satten 8000 Jahren, als die Menschen anfingen mit gespiegeltem Licht zu arbeiten: das waren reflektierende Oberflächen aus vulkanischem Glas, die in der Türkei gefunden wurden. Dadurch wurde dem Verstand klar, dass nach außen gewölbte Scheiben eine größere Sicht auf die Welt ermöglichen.

Dank dem Computer ist es Hicks heute möglich seine Spiegel mit großer Präzision zu entwerfen. Das Problem versucht er dabei jedesmal mit ausgeklügelten Gleichungen zu lösen, was ihm eben so in den Sinn kommt. Der PC errechnet anschließend tausende Punkte, wie der Spiegel genau bearbeitet werden muss. Eine kanadische Firma fräst das dann aus Aluminium, was durchaus einen ganzen Tag dauern kann.

Gerade was seinen KFZ-Prototyp-Spiegel betrifft, wird er Unterstützung aus Übersee brauchen: in den USA ist es nicht erlaubt gewölbte Spiegel an der Fahrerseite anzubringen; und das, obwohl die Hicks-Erfindung 45 Grad anstatt nur 15 bis 20 grad Sicht abdeckt.

[via]

Selbst wenn das Gebiet um Patente und Vermarktung nicht sein Metier ist, wird er auch in Zukunft nicht stillhalten: seine neueste Idee sind bestimmte Anordnungen von Mikro-Spiegeln, die hunderte überlappender Bilder auf Video festhalten sollen. Mit Software zusammengesetzt ergäbe sich so eine extrem hohe Auflösung, mit unglaublichem Zoom-Faktor für Objekte oder Personen. Optimal für DVD-Player oder Spielekonsolen. Der gute Andrew Hicks, ein wahrer Spiegeltrick-Spezialist.

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bankomat-hacking

In Osteuropa macht sich langsam aber sicher ein neuer Trend breit, der auch in den Westen überschwappen könnte: und zwar werden dort vornehmlich Bankautomaten gehackt, auf denen Windows XP läuft. Also erstens, Respekt, Windows XP als Betriebssystem für Bankautomaten zu benutzen ist natürlich sowas von einfallsreich und sicher. Man schafft es also nicht mal ein eigenes System für diese scheiß-langsamen Schränke zu entwickeln. Und zweitens, wie blöd kann man eigentlich sein?

Bei insgesamt 20 Maschinen wurde das bisher festgestellt. Ich kann mir nicht ganz vorstellen, wie das direkte Hacken gehen soll, aber der Tenor geht davon aus, dass es dafür am Anfang eine Art „Controller Card“ braucht. Die untersucht die Maschine nach Schwachstellen, die dann später in der Weise ausgenutzt werden, dass Malware installiert werden kann. Die lässt dann Folgendes zu:

„This malware is unlike any we have ever had experience with. It allows the attacker to gain complete control over the ATM to obtain track data, Pins and cash from each infected machine.“

[via]

Man kann ebenfalls sagen, was im Inneren des infizierten Systems passiert: eine Datei namens isadmin.exe lässt sich im Verzeichnes C:\WINDOWS nieder, die dann die Zugriffe auf eine andere Datei namens lsass.exe manipuliert, so dass der geschützte Bereich des Speichersystems ausgelesen werden kann.

Das absolut Geilste kommt aber noch: da es sich bei der Malware um eine erste Version handelt, könnten zukünftige Iterationen des Programms mit weiteren Funktionalitäten glänzen, wie etwa das Verbreiten des Programms von Bankautomat zu Bankautomat. Eine Netzwerk-Funktionalität in dem Sinne besteht nicht, also geht das Abzocken der Geräte wohl nur lokal.

Das ist ja noch viel besser als das Bankomat-Sniffing von vor drei Jahren. Und irgendwie sehen die Bank-Pin-Hacker gegen diese Angriffe wie Grundschüler aus. Klasse!

Ich erinnere mich an ein Ereignis von vor (maximal) zwei Jahren oder so, als ich auch mal Geld an einem Bankautomat der Volksbank holen wollte. Diese Maschine hat sich einfach aufgehängt und einen Speicherzugriffsfehler angezeigt, natürlich in Form des berüchtigten Windows-Bluescreens. Ich habe leider kein Photo davon und ich kann auch nicht sagen, welches Windows hier eingesetzt wurde, aber dass es überhaupt Windows war ist ja schlimm genug.

Weiter so, liebe Banken! Und ich brauche jetzt diese „Controller Card“ und eine aktuelle Version der Malware, aber pronto!

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saatbombe

seedbomb 1

seedbomb 2

Seedbomb ist ein virtuelles Projekt von Jin-Wook Hwang.

Das funktioniert so: Seedbomb ist eine nicht-militärische Bombe, die den Planeten Erde vor Desertifikation und Sandstürmen beschützen soll. Der amerikanische Pilot Gale Halvorson tat etwas ähnliches kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mit Süßigkeiten über Berlin. Demnach ist die Seedbomb auch eine „Bombe der Hoffnung“. Sobald die Seedbomb ausgeklinkt wird, zerlegt sich diese in der Luft und die enthaltenen Saatkapseln streuen sich über eine große Fläche und fallen zu Boden. Hat die Pflanze dann irgendwann eine entsprechende Größe, zersetzt sich die kleine Hülle durch Feuchtigkeit automatisch.

Jin-Wook Hwang präsentiert noch weitere interessante Zukunfts-Konzepte, aber Seedbomb ist meiner Meinung nach das beste: via coroflot.com.

Viel glück, Herr Hwang! Ausgezeichnete Idee.

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hacking fuer dummies

Es war Donald Rumsfeld, der mal gesagt hat: „We are witnessing a revolution in the technology of war“. Aktuelle Krisen, wie die Auseinandersetzung Russlands mit Georgien zum Beispiel, haben gezeigt, dass es im 21. Jahrhundert mehr denn je auf technologisches Knowhow ankommt. Das Problem: Soldaten sind keine Hacker, sollen aber zukünftig über Geräte verfügen, die genau das mit Leichtigkeit erledigen.

Mögliche Szenarien:

– ein Software-System, um digitale Schwachstellen aufzuspüren. Das kann dann ohne Probleme Analysen durchführen und den Informationsfluss nachverfolgen. Anschließend bringt es Vorschläge, wie man am besten angreift und wertet die Ergebnisse zum Schluss aus.

– Einhacken in Satellitensysteme auf Knopfdruck. So wird Voice-Over-IP möglich und weil das alles nicht reicht, sollen entsprechende Funktionen dafür sorgen, dass sich Wlan-Netzwerke in der Umgebung gleichzeitig ausklinken, um beim erneuten Anmelden vulnerable Wlans finden zu können. (Oberbegriff: „planning, execution and penetration testing“).

– Einhacken in „Scada“-Netzwerke: das sind spezielle Kontrollsysteme, wie sie in Chemie-Fabriken, Nuklearkraftwerken oder Ölraffinierien Verwendung finden; quasi das Pünktchen auf dem „i“.

– mehrere Ergebnisse sollen Entscheidungsfindungen vereinfachen; die Ausführung soll möglichst einfach vonstatten gehen; schöne visuelle Menüs sollen bei der Bedienung helfen (GUI, Windows, was weiß ich).

So, stellt euch jetzt diese Rezepte zusammengerührt in einem Gerät vor, das nicht größer ist wie ein iPhone, NDS, PSP oder Netbook und von jedem Idioten (aka Soldaten) bedient und benutzt werden kann. Voilà: Hacking für Dummies!

[via]

So sieht also die schöne neue Welt der Kriegführung aus, auch genannt cyber-warfare. Natürlich gibt es derzeit weder einen Prototypen, noch feste Zusagen an interessierte Firmen, doch die DARPA (die Behörde, die auch TCP/IP und damit das Internet möglich gemacht hat) hat bereits entsprechende Aufträge ausgeschrieben. Hinter verschlossenen Türen wird jetzt fieberhaft gearbeitet, neben proprietären Lösungen finden auch Open-Source-Werkzeuge wie aircrack-ng oder madwifi Verwendung, die jeder Linux-Nutzer kennt.

Mich wundert das alles ein bisschen. Auf der einen Seite verstehe ich, dass die Militärs auf diese Idee masturbieren. andererseits braucht man lediglich eine Linux-Box mit z.B. Sabayon und eine Internet-Verbindung, um mit etwas Geduld auf ähnliche Ergebnisse zu kommen.

Das fertige Gerät wird also wirklich ein Tool für absolute Idioten, die sich mit Computern nicht auskennen. Und ich bezweifle stark, ob das großartig gut gehen kann. Ich stelle mir das gerade so vor, dass ein Soldat, nennen wir ihn Mr. Honky, gerade versucht sich in ein Atomkraftwerk zu hacken und irgendwelchen Blödsinn anstellt, dass dann dieses Gebäude in die Luft fliegt, weil er aus Versehen von Solitär abgelenkt war.

Soldaten zu Script-Kiddies zu konvertieren führt bei mir nur dazu, dass ich mich noch mehr über die lustig mache. Echtes Hacken setzt ein gewisses Talent und viel Freizeit voraus, um passable Ergebnisse erzielen zu können. Und mit Programmieren hat das schon zweimal nichts zu tun. Hier entwickelt man gerade ein ziemlich interessantes Computer-Spiel, das Virtualität mit Realität vermischt. Vielleicht hat man bei der DARPA einfach ein bisschen zuviel „Command & Conquer“ gezockt. Oder es waren eben die Drogen.

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aclu vs. myriad genetics

diese story hätte auch aus einem film stammen können: die aclu (amerikanische union für bürgerfreiheit) fährt aktuell ein gerichtsverfahren gegen die biopharma-firma myriad genetics. und zwar geht es darum, dass myriad genetics patente auf die gene brca1 und brca2 hält, die in verbindung gebracht werden mit brust- und eierstock-krebs. die patente gehen so weit, dass myriad als einzigste institution tests und studien an diesen genen durchführen darf. die aclu argumentiert jedoch, und das meiner meinung nach völlig zurecht, dieses gebaren sei verfassungswidrig. einen überblick kann man sich in folgendem dokument holen (englisch): faq von aclu. sowas kann es auch nur in den usa geben, als ob irgendjemand besitz von genen für sich beanspruchen könnte, generell unfassbar.

die eu sieht das zum glück auch kritisch, wie sie schon vor einigen jahren in einem artikel erläutert hat. das hat myriad jedoch nicht daran gehindert ansprüche zu stellen, wie z.b. dass man tests nur über die firmeneigenen labors durchführen lassen darf; und das gilt für ganz europa! zudem will myriad ein auf 20 jahre gesichertes monopol auf alle zukünftigen entdeckungen in diesem bereich.

das ist der gen-patente-wahnsinn, der im 21. jahrhundert zum standard gehören wird. nur die kleine spitze eines riesigen eisbergs. ein ausweg aus der misere wäre z.b. open-source-pharmaka, wenn man dieses prinzip auf gene übertragen will. es ist pervers, anzunehmen, patente auf die dns gehören irgendeiner firma. so eine scheisse passiert und sie passiert jetzt. land der unbegrenzten möglichkeiten up my a$$.

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nanobot-virtual-reality

wie bereits im februar bekannt wurde, planen die nasa, sowie die internet-firma google eine „singularitäts-universität“ im silicon valley, die dann von dem futurologen ray kurzweil geleitet werden soll.

der gute ray hat sich jüngst mal wieder zu wort gemeldet und sein statement zu virtual reality abgegeben: demnach werden in zukunft die menschen sich nicht vor bildschirmen damit befassen, sondern sie werden vielmehr durch die injektion(!) von nanobots direkt im gehirn dazu stimuliert werden. yeah, gruselig! dies sei wesentlich effektiver, weil die neuronen so ausgetrickst werden könnten und man direkt das gefühl habe, z.b. zu verreisen, obwohl man das nicht direkt tut. zeitpunkt, wann das möglich sein soll: 2030. [via]

die idee ist geklaut, wenngleich die thematik unterschiedlich ist: bereits in „metal gear solid 4“ verfügen die soldaten über nano-roboter in ihrem körper, die auf dem schlachtfeld den soldaten überwachen und optimieren. zusätzlich werden durch diese mikro-maschinen waffen direkt auf den individuellen soldaten zugeschnitten und können von niemandem sonst benutzt werden (was aber im spiel auch umgangen werden kann, siehe drebin).

mir ist zudem nicht ganz klar, wie man das à la „strange days“ umsetzen soll, ohne das dabei frittiertes gehirn dabei rauskommt. irgendwie wird man das ja testen müssen, um den von kurzweil gewollten effekt herbeiführen zu können. extern mit peripherie wie in dem film ist wohl gesünder, aber warten wir es ab. sind ja nur noch 21 jahre…

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die vergiss-pille II

nach den betablocker-experimenten, die einen irgendwann gezielt etwas vergessen lassen sollen, hat nun auch ein labor aus brooklyn etwas ähnliches vor: durch den einsatz einer injizierten droge namens zip ist es einem team um dr. todd sacktor gelungen, mäusen die angst vor einer krankmachenden substanz zu nehmen. dieser vorgang soll in zukunft helfen, die gedächtnisleistung zu steigern.

die substanz ansich beeinflusst bestimmte gehirnregionen, die verantwortlich sind für emotionen, räumliche orientierung und die motorik. süchte, trauma, gelernte dinge; all das liesse sich direkt umprogrammieren.

wie in dem anderen beitrag gibt es auch hier bereits konkrete ethische bedenken (verständlicherweise): was, wenn mehr als die unangenehmen erinnerungen verloren geht? würde eine droge gegen süchte dazu führen, dass sich die menschen nur noch mehr mit drogen-experimenten befassen? was, wenn man gezwungen wird, diese substanz zu nehmen?

nun, drogen zur leistungssteigerung nimmt der mensch gerne ein, seit es sie gibt: in sport, beruf, studium. allerdings gezielte reprogrammierung und löschung – das ist neu. schliesslich ist das gehirn viel zu komplex und unverstanden, was eher zu fiktion als zu wissenschaft führt. und doch: neuroscience ist ein relativ junges wissenschaftsfeld und beansprucht inzwischen bereits 20% des zur verfügung stehenden budgets. gut oder schlecht, das bleibt ansichtssache: auch kleine teams können momentan fortschritte machen, denn was wir hier sehen, ist erst die spitze des eisbergs.

im zuge dieser drastischen entwicklungen schlage ich eine neue reality-soap vor: „pimp my brain“. moderiert wird das ganze dann von wigald boning und jan ullrich ist der star-gast, der den ganzen schmu live vor publikum ausprobieren darf. also der erste gast, das wechselt natürlich von woche zu woche.

bnw. wo ist mein soma, verdammte scheisse!?

[via]

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