hid.im ist ein neuer Web-Dienst, der es möglich macht, torrent-Seeds in png-Grafiken umzuwandeln. So getarnt kann man dann torrent-Links in Foren oder Blogs seiner Wahl oder als Avatar-Bildchen anbieten. Ziemlich ausgefuxt.
Es gibt auch nur eine einzige Einschränkung: die Ausgangs-Torrent-Saatgut-Datei darf 250kb nicht überschreiten. Das sollte ohne Probleme einzuhalten sein. Die Dekodierung muss der Dienst allerdings auch übernehmen, klingt jedoch logisch. In der Praxis macht das eine Firefox-Erweiterung.
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Das Team setzt auf Open-Source und die Hoffnungen ruhen auf Interessierten, die das ganze auch für andere Browser realisieren wollen. Insgesamt möchte man auf lange Sicht den Seeds eine längere Lebensdauer bescheren. Das cyber-coole Aussehen der erstellten png-Grafiken gibt es umsonst als Bonus. Nice. Klein und fein.
Bereits heute existiert Technologie, die alleine mit Kraft der Gedanken Computer bedienen, Rollstühle bewegen und Micro-Blogging-Dienste nutzen kann. Diese neural devices agieren zudem immer mehr drahtlos, was Forscher aktuell Sorgenfalten bzgl. der Sicherheit dieser Techniken beschert. Sie fürchten, dass zukünftige Hacker direkt das Gehirn angreifen könnten und sprechen offen von den Gefahren des Gehirn-Hacking.
Dazu der Computer-Experte Tadayoshi Kohno von der Universität Washington:
„If we don’t start paying attention to security, we’re worried that we might find ourselves in five or 10 years saying we’ve made a big mistake.“
Finde ich jetzt persönlich alles andere als witzig.
Ein Horror-Szenario sieht so aus: in naher Zukunft wird es möglich sein künstliche Prothesen aus der Ferne mit WLAN zu administrieren. Sollte die Verbindung dabei nicht verschlüsselt sein und gibt es keine Zugangskontrolle, könnten Hacker die Gliedmaßen hijacken. Was einst Teil des eigenen Körpers war gehört nun jemand Unbekanntem. Hartes Brot.
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BNW.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wer könnte daran Interesse haben, sich in andere Gehirne zu hacken? Nun, das Militär ist wohl die erste Adresse. Aber bereits 2007 und 2008 gab es Hacks diverser Epilepsie-Webseiten, die mit Animationen verändert wurden, die dann bei Patienten Anfälle auslösen können. Dadurch eröffnet sich eine völlig neue Form des dezentralen Psycho-Terrorismus.
Letztendlich gibt es aber noch ein Problem, das in der Natur des Internets liegt:
„Because the internet was not originally designed with security in mind, it is incredibly challenging — if not impossible — to retrofit the existing internet infrastructure to meet all of today’s security goals.”
Ghost in the Shell, here we come!
Phil Torrone und Limor Freid sind beide bei der Firma Adafruit beschäftigt. Zusammen haben sie das Projekt „Citizen Engineer“ ins Leben gerufen, wo sie in der ersten Ausgabe zeigen, wie man Sim-Karten hackt. Sie wollen so dem Interessierten die Welt des Open-Source-Hacking vermitteln.
Mit innovativen Aktionen: nicht nur, dass sie auf der Website ein 30-minütiges Video zeigen, wie das denn genau alles funktioniert. Sie bringen auch einen Comic(!) heraus, den man hier als PDF bekommt: http://citizenengineer.com/01/.
„Learn how a SIM card works (the small card inside GSM cell phones), make a SIM card reader, view deleted messages, phone book entries and clone/crack a SIM card.
Modify a retired payphone so it can be used as a home telephone and for VoIP (Skype). Then learn how to modify the hacked payphone so it accepts quarters – and lastly, use a Redbox to make „free“ phone calls from the modified coin-accepting payphone.“
Wer 35$/22€ übrig hat, der kann auch direkt ein Set bestellen, bestehend aus dem Comic und einem Sim-Reader-Kit für den eigenen Rechner. Willkommen im h4x0r-Paradies!

Phew, schon fast drei lange Jahre ist es her, dass ich meinen Text zur elektronischen Gesundheitskarte veröffentlicht habe. Damals sah die Welt noch sehr gut aus, wenn man betrachtet, was nun daraus geworden ist; eine lächerliche Farce, wahlweise zum Schießen oder zum Heulen.
Wir erinnern uns: damals hat der Chaos Computer Club vor einer Kostenexplosion gewarnt. 1,4 Milliarden Euro sollten veranschlagt werden, damals gab es die Vermutung, die tatsächlichen Kosten lägen zwischen 4 bis 7 Milliarden euro. Und von Seiten der Ärzteschaft wurde ein regelrechter „Daten-GAU“ befürchtet (siehe Link oben).
Spulen wir schnell vor, in die Gegenwart: das schlimmste Szenario einer Beratungsfirma rechnet mit „der vollen Funktionsfähigkeit in 8 bis 10 Jahren“, Kosten insgesamt dann: 14,1 Milliarden Euro. Das ist ein glatte Verdopplung seit drei Jahren; Wahn-Sinn. Auch der angepeilte Zeitraum ist nicht mehr ganz normal: 2006 sollte sie kommen, die elektronische Gesundheitskarte und die Krankenversichertenkarte ersetzen. Jetzt sagt man, es dauere bis 2019??? FTW.
Schuld daran ist der große Praxis-Test: zwei Jahre lang wurde die Karte in Bochum-Essen ausprobiert. Das Ergebnis:
– elektronisches Ausstellen eines Rezepts dauert doppelt so lang wie nach der heutigen Methodik
– digitale Kommunikation der Ärzte untereinander funktioniert nicht
– Einpflegen von Notfalldaten ist kompliziert und zeitaufwendig
Wenigstens sind die politischen Konsequenzen aus dieser Odyssee zu gebrauchen: kein Start, solange die Karte nicht funktioniert (sagt die SPD…).
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Also halten wir fest:
1) die vom CCC befürchtete Kostenexplosion wurde sogar übertroffen
2) die technischen Mängel sind immer noch nicht behoben
3) das Projekt elektronische Gesundheitskarte, egal wer mit der technischen Umsetzung dahintersteckt, ist gescheitert
Gut so! Eigentlich hätten wir was zu feiern! Aber weil es auch ein Image-Projekt der Bundesregierung ist/war, ist alles nur traurig. Und jetzt bitte den elektronischen Personalausweis, das funktioniert bestimmt!! Geh‘ nach Hause.
Javier Fernández-Han ist 15(!) und hat ein System namens VERSATILE entwickelt, mit welchem es möglich sein soll Energie aus Algen zu gewinnen.
Er kombiniert darin rund ein Dutzend neue und existierende Technologien, um ziemlich gleichzeitig Abfall zu beseitigen, Methan und Bio-Diesel als Treibstoff zu produzieren, Nahrung für Menschen und Vieh bereitzustellen und Treibhausgase in Sauerstoff umzuwandeln. Diese Idee hat ihm jüngst ein 20.000$-Stipendium im Rahmen des „invent your world“-Wettbewerbs beschert. Eigentlich fast zu krass für einen 15-Jährigen, hier geht’s zu der Erfindung:
via inhabitat.com, das „Versatile“-System (inkl. Grafiken).
Der modulare Aufbau seines Systems soll vor allem in Dritte-Welt-Ländern Anwendung finden, die auf unabhängige Quellen für Energie und Abfallverwertung angewiesen sind. Eine kleine Version von „Versatile“ für das eigene Heim soll so um die 200$/130€ kosten. Ein funktionierender Prototyp existiert hingegen noch nicht, sollte sich mit dem gewonnenen Geld allerdings irgendwie realisieren lassen.
Es ist sinnvoll, sich der Tragweite dieser Idee einmal bewusst zu werden: Javier gehört wie viele Millionen zu einer Generation, die massive Schwierigkeiten haben wird, den Dreck, den wir, unsere Eltern und Großeltern auf dem Planeten angerichtet haben, wieder wettzumachen. Das „Versatile“-System könnte ein richtiger „game-changer“ werden und ehrlich gesagt ist es fast dazu verdammt; es braucht weitere Einfälle dieser Richtung, um nicht wie von Stephen Hawking postuliert zukünftig das Leben komplett im Weltall verbringen zu müssen, weil die Erde unbewohnbar geworden ist.
Ich habe da so ein System entwickelt, das auf Nanomaschinen basiert und die Überwachung des eigenen Bio-Computers ermöglichen soll. Der Name: „NANOMED“.
Im Prinzip ist es ganz einfach: dem Körper werden eine begrenzte Menge spezielle „friedliche“ Nanomaschinen zugeführt (Injektion, Schlucken, etc.), sogenannte NANOMED-Kapseln. Hier ein erstes Konzept:

Die verteilen sich über die Blutbahn schön gleichmäßig im ganzen Körper und überprüfen die unterschiedlichsten Dinge:
– Lmmunsystem
– Salz-, Elektrolyt-, Vitamin-Gehalt, usw.
– Wasser, Blut, Muskulatur, etc.
– wie sieht es mit der Nahrungszufuhr aus? Wieviele Kilometer muss ich heute noch laufen? Wann sollte ich meinem Körper Ruhe gönnen? etc, usw.
Eigentlich ist der Fantasie keine Grenze gesetzt, was man noch mit den Fühlern registrieren könnte. Im Allgemeinen soll das alles dem persönlichen Wohlempfinden dienen, eine Art Statistik-Fetisch für den eigenen Körper.
Dank dem Wlan-Modul (begrenzte Reichweite, wpa3-Verschlüsselung) lässt sich das bequem zuhause mit einem Web-Browser und der mitgelieferten Software am Bildschirm betrachten: dort ist dann zu sehen, wo sich die Kapseln gerade befinden, was sie bereits registriert haben, usw.
Ein Ampel-System gibt Auskunft über den Status des eigenen Körpers, z.b.: wieviele Vitamine welcher Art habe ich bereits aufgenommen und welche werden noch benötigt? Sollte ich nicht doch noch einen Liter trinken? Wie sieht es mit dem Hunger aus?
Auch das Deaktivieren der Module ist über dieses Web-Interface möglich. Diese werden dann beim nächsten Besuch auf dem WC einfach ausgeschieden.
Über Größe und Laufzeit der Module bin ich mir nicht sicher, denn zum einen existiert diese Technologie ja noch nicht und zum anderen halten Akkus auch nicht ewig. Es wäre aber denkbar, dass die Kapseln ihre Energie über Körperwärme bekommen und so durchaus eine Weile laufen könnten, weil sie ja so winzig sind.
Ich habe auch schon ein paar Slogans kreiert:
„Mit NANOMED sind Sie der Chef über Ihren Körper! Überwachen Sie ihn bequem von Ihrem Computer aus und steuern Sie rechtzeitig gegen! Ordern Sie jetzt Ihr Starterkit, bestehend aus 25 Kapseln, Software und einer bebilderten Anleitung für nur 999€!“
oder:
„Es gibt 35 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Mit NANOMED finden Sie heraus, zu welcher Ihr Leiden gehört und können exakte Massnahmen ergreifen!“
oder:
„Nie mehr zu wenig trinken! Nie mehr zuviel essen! Mit NANOMED, dem ultimativen Tuner für Ihre Gesundheit! Bestellen Sie jetzt Ihr persönliches Starter-Kit zum Aktionspreis auf www.NANOMED.com!“
oder:
„NANOMED kann Ihr Leben verändern! Das behaupten viele Firmen, aber nur NANOMED tut das zu Ihrem Besten! NANOMED – because your body belongs to you!“
Ideen habe ich genügend den lieben langen Tag, jetzt brauche ich nur noch einen Investor und jemanden, der was von Nanotechnologie versteht… in diesem Sinne:
„NANOMED – because your body belongs to you!“
Andrew Hicks ist Mathematiker und entwirft Spiegel. Aber nicht irgendwelche langweilige, die jeder hat, sondern er benutzt die Mathematik für absolut abgefahrene Effekte.
Acht Jahre hat er gebraucht, um einen Spiegel zu kreieren, der beim Auto den toten Winkel sichtbar machen soll; mit so gut wie keiner Verzerrung. Diese entwicklung ist dermaßen konkret, dass er bereits mit einem KFZ-Hersteller in Verhandlung steht. Aber er hat danach nicht einfach aufgehört.
Inzwischen besitzt er schon sechs Prototypen: einen Panorama-Spiegel, Spiegel für High-Tech-Kameras und einen „Vampir-Spiegel“, der, wenn man in die kurvige Oberfläche schaut und den rechten Arm hebt, es so aussehen lässt, als sei es der linke. Reality-remixing!
Der New Scientist hat ein paar interessante Photos dazu:
Andrew Hicks zeigt seine Spiegeltricks.
Die Technik selber existiert schon seit satten 8000 Jahren, als die Menschen anfingen mit gespiegeltem Licht zu arbeiten: das waren reflektierende Oberflächen aus vulkanischem Glas, die in der Türkei gefunden wurden. Dadurch wurde dem Verstand klar, dass nach außen gewölbte Scheiben eine größere Sicht auf die Welt ermöglichen.
Dank dem Computer ist es Hicks heute möglich seine Spiegel mit großer Präzision zu entwerfen. Das Problem versucht er dabei jedesmal mit ausgeklügelten Gleichungen zu lösen, was ihm eben so in den Sinn kommt. Der PC errechnet anschließend tausende Punkte, wie der Spiegel genau bearbeitet werden muss. Eine kanadische Firma fräst das dann aus Aluminium, was durchaus einen ganzen Tag dauern kann.
Gerade was seinen KFZ-Prototyp-Spiegel betrifft, wird er Unterstützung aus Übersee brauchen: in den USA ist es nicht erlaubt gewölbte Spiegel an der Fahrerseite anzubringen; und das, obwohl die Hicks-Erfindung 45 Grad anstatt nur 15 bis 20 grad Sicht abdeckt.
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Selbst wenn das Gebiet um Patente und Vermarktung nicht sein Metier ist, wird er auch in Zukunft nicht stillhalten: seine neueste Idee sind bestimmte Anordnungen von Mikro-Spiegeln, die hunderte überlappender Bilder auf Video festhalten sollen. Mit Software zusammengesetzt ergäbe sich so eine extrem hohe Auflösung, mit unglaublichem Zoom-Faktor für Objekte oder Personen. Optimal für DVD-Player oder Spielekonsolen. Der gute Andrew Hicks, ein wahrer Spiegeltrick-Spezialist.
Jeder kennt diese Schilder, „Zutritt Verboten“, meistens in Verbindung mit militärischen Sperrgebieten. Zum Glück leben wir in einer Zeit, in der es diverse Werkzeuge gibt, wie z.B. Google Maps, die uns solche Gebiete generell offen halten müssten; aber natürlich tun sie das nicht.
Jetzt ist eine interessante Liste aufgetaucht, die 51 Plätze auf der ganzen Welt präsentiert, wo das physische Zutritt Verboten ebenfalls in virtuelle Welten Einzug gehalten hat. Eine kleine Kostprobe:
1. das weiße Haus
3. Dick Cheneys Haus
13. NATO-Stützpunkt Geilenkirchen
14. Ramstein, US-Stützpunkt
19. Bahrain (ganz interessant, weil: man wollte die übrige Bevölkerung davon abhalten Jagd auf die Reichen zu machen. Der Link bietet daher ein PDF, mit Screenshots aus Google Earth.)
20. Europa (hier ist das Ablichten von Straßen im Gegensatz zu den USA seit Mai 2008 nicht erlaubt.)
21. Singapur (siehe Europa; auch Google Earth darf da nichts Brauchbares liefern.)
41. MIT Lincoln Laboratory (hier wird an Werkzeugen zur „nationalen Sicherheit“ Amerikas geforscht.)
47. HAARP (ungewöhnlich, da offiziell „nur“ an der Ionosphäre geforscht wird.)
Hier die Website: via itsecurity.com.
viele atom-anlagen und öl-raffinerien tauchen darin auf. auch auffällig sind zahlreiche niederländische orte. trotzdem gibt es sicher noch mehr, was man finden kann, aber dafür braucht man viel zeit und geduld (und natürlich eine gewisse affinität zu google maps, was von meiner seite schonmal nicht gegeben ist).
zensur ist könig!
In Osteuropa macht sich langsam aber sicher ein neuer Trend breit, der auch in den Westen überschwappen könnte: und zwar werden dort vornehmlich Bankautomaten gehackt, auf denen Windows XP läuft. Also erstens, Respekt, Windows XP als Betriebssystem für Bankautomaten zu benutzen ist natürlich sowas von einfallsreich und sicher. Man schafft es also nicht mal ein eigenes System für diese scheiß-langsamen Schränke zu entwickeln. Und zweitens, wie blöd kann man eigentlich sein?
Bei insgesamt 20 Maschinen wurde das bisher festgestellt. Ich kann mir nicht ganz vorstellen, wie das direkte Hacken gehen soll, aber der Tenor geht davon aus, dass es dafür am Anfang eine Art „Controller Card“ braucht. Die untersucht die Maschine nach Schwachstellen, die dann später in der Weise ausgenutzt werden, dass Malware installiert werden kann. Die lässt dann Folgendes zu:
„This malware is unlike any we have ever had experience with. It allows the attacker to gain complete control over the ATM to obtain track data, Pins and cash from each infected machine.“
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Man kann ebenfalls sagen, was im Inneren des infizierten Systems passiert: eine Datei namens isadmin.exe lässt sich im Verzeichnes C:\WINDOWS nieder, die dann die Zugriffe auf eine andere Datei namens lsass.exe manipuliert, so dass der geschützte Bereich des Speichersystems ausgelesen werden kann.
Das absolut Geilste kommt aber noch: da es sich bei der Malware um eine erste Version handelt, könnten zukünftige Iterationen des Programms mit weiteren Funktionalitäten glänzen, wie etwa das Verbreiten des Programms von Bankautomat zu Bankautomat. Eine Netzwerk-Funktionalität in dem Sinne besteht nicht, also geht das Abzocken der Geräte wohl nur lokal.
Das ist ja noch viel besser als das Bankomat-Sniffing von vor drei Jahren. Und irgendwie sehen die Bank-Pin-Hacker gegen diese Angriffe wie Grundschüler aus. Klasse!
Ich erinnere mich an ein Ereignis von vor (maximal) zwei Jahren oder so, als ich auch mal Geld an einem Bankautomat der Volksbank holen wollte. Diese Maschine hat sich einfach aufgehängt und einen Speicherzugriffsfehler angezeigt, natürlich in Form des berüchtigten Windows-Bluescreens. Ich habe leider kein Photo davon und ich kann auch nicht sagen, welches Windows hier eingesetzt wurde, aber dass es überhaupt Windows war ist ja schlimm genug.
Weiter so, liebe Banken! Und ich brauche jetzt diese „Controller Card“ und eine aktuelle Version der Malware, aber pronto!


Seedbomb ist ein virtuelles Projekt von Jin-Wook Hwang.
Das funktioniert so: Seedbomb ist eine nicht-militärische Bombe, die den Planeten Erde vor Desertifikation und Sandstürmen beschützen soll. Der amerikanische Pilot Gale Halvorson tat etwas ähnliches kurz nach dem Zweiten Weltkrieg mit Süßigkeiten über Berlin. Demnach ist die Seedbomb auch eine „Bombe der Hoffnung“. Sobald die Seedbomb ausgeklinkt wird, zerlegt sich diese in der Luft und die enthaltenen Saatkapseln streuen sich über eine große Fläche und fallen zu Boden. Hat die Pflanze dann irgendwann eine entsprechende Größe, zersetzt sich die kleine Hülle durch Feuchtigkeit automatisch.
Jin-Wook Hwang präsentiert noch weitere interessante Zukunfts-Konzepte, aber Seedbomb ist meiner Meinung nach das beste: via coroflot.com.
Viel glück, Herr Hwang! Ausgezeichnete Idee.
Es war Donald Rumsfeld, der mal gesagt hat: „We are witnessing a revolution in the technology of war“. Aktuelle Krisen, wie die Auseinandersetzung Russlands mit Georgien zum Beispiel, haben gezeigt, dass es im 21. Jahrhundert mehr denn je auf technologisches Knowhow ankommt. Das Problem: Soldaten sind keine Hacker, sollen aber zukünftig über Geräte verfügen, die genau das mit Leichtigkeit erledigen.
Mögliche Szenarien:
– ein Software-System, um digitale Schwachstellen aufzuspüren. Das kann dann ohne Probleme Analysen durchführen und den Informationsfluss nachverfolgen. Anschließend bringt es Vorschläge, wie man am besten angreift und wertet die Ergebnisse zum Schluss aus.
– Einhacken in Satellitensysteme auf Knopfdruck. So wird Voice-Over-IP möglich und weil das alles nicht reicht, sollen entsprechende Funktionen dafür sorgen, dass sich Wlan-Netzwerke in der Umgebung gleichzeitig ausklinken, um beim erneuten Anmelden vulnerable Wlans finden zu können. (Oberbegriff: „planning, execution and penetration testing“).
– Einhacken in „Scada“-Netzwerke: das sind spezielle Kontrollsysteme, wie sie in Chemie-Fabriken, Nuklearkraftwerken oder Ölraffinierien Verwendung finden; quasi das Pünktchen auf dem „i“.
– mehrere Ergebnisse sollen Entscheidungsfindungen vereinfachen; die Ausführung soll möglichst einfach vonstatten gehen; schöne visuelle Menüs sollen bei der Bedienung helfen (GUI, Windows, was weiß ich).
So, stellt euch jetzt diese Rezepte zusammengerührt in einem Gerät vor, das nicht größer ist wie ein iPhone, NDS, PSP oder Netbook und von jedem Idioten (aka Soldaten) bedient und benutzt werden kann. Voilà: Hacking für Dummies!
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So sieht also die schöne neue Welt der Kriegführung aus, auch genannt cyber-warfare. Natürlich gibt es derzeit weder einen Prototypen, noch feste Zusagen an interessierte Firmen, doch die DARPA (die Behörde, die auch TCP/IP und damit das Internet möglich gemacht hat) hat bereits entsprechende Aufträge ausgeschrieben. Hinter verschlossenen Türen wird jetzt fieberhaft gearbeitet, neben proprietären Lösungen finden auch Open-Source-Werkzeuge wie aircrack-ng oder madwifi Verwendung, die jeder Linux-Nutzer kennt.
Mich wundert das alles ein bisschen. Auf der einen Seite verstehe ich, dass die Militärs auf diese Idee masturbieren. andererseits braucht man lediglich eine Linux-Box mit z.B. Sabayon und eine Internet-Verbindung, um mit etwas Geduld auf ähnliche Ergebnisse zu kommen.
Das fertige Gerät wird also wirklich ein Tool für absolute Idioten, die sich mit Computern nicht auskennen. Und ich bezweifle stark, ob das großartig gut gehen kann. Ich stelle mir das gerade so vor, dass ein Soldat, nennen wir ihn Mr. Honky, gerade versucht sich in ein Atomkraftwerk zu hacken und irgendwelchen Blödsinn anstellt, dass dann dieses Gebäude in die Luft fliegt, weil er aus Versehen von Solitär abgelenkt war.
Soldaten zu Script-Kiddies zu konvertieren führt bei mir nur dazu, dass ich mich noch mehr über die lustig mache. Echtes Hacken setzt ein gewisses Talent und viel Freizeit voraus, um passable Ergebnisse erzielen zu können. Und mit Programmieren hat das schon zweimal nichts zu tun. Hier entwickelt man gerade ein ziemlich interessantes Computer-Spiel, das Virtualität mit Realität vermischt. Vielleicht hat man bei der DARPA einfach ein bisschen zuviel „Command & Conquer“ gezockt. Oder es waren eben die Drogen.
diese story hätte auch aus einem film stammen können: die aclu (amerikanische union für bürgerfreiheit) fährt aktuell ein gerichtsverfahren gegen die biopharma-firma myriad genetics. und zwar geht es darum, dass myriad genetics patente auf die gene brca1 und brca2 hält, die in verbindung gebracht werden mit brust- und eierstock-krebs. die patente gehen so weit, dass myriad als einzigste institution tests und studien an diesen genen durchführen darf. die aclu argumentiert jedoch, und das meiner meinung nach völlig zurecht, dieses gebaren sei verfassungswidrig. einen überblick kann man sich in folgendem dokument holen (englisch): faq von aclu. sowas kann es auch nur in den usa geben, als ob irgendjemand besitz von genen für sich beanspruchen könnte, generell unfassbar.
die eu sieht das zum glück auch kritisch, wie sie schon vor einigen jahren in einem artikel erläutert hat. das hat myriad jedoch nicht daran gehindert ansprüche zu stellen, wie z.b. dass man tests nur über die firmeneigenen labors durchführen lassen darf; und das gilt für ganz europa! zudem will myriad ein auf 20 jahre gesichertes monopol auf alle zukünftigen entdeckungen in diesem bereich.
das ist der gen-patente-wahnsinn, der im 21. jahrhundert zum standard gehören wird. nur die kleine spitze eines riesigen eisbergs. ein ausweg aus der misere wäre z.b. open-source-pharmaka, wenn man dieses prinzip auf gene übertragen will. es ist pervers, anzunehmen, patente auf die dns gehören irgendeiner firma. so eine scheisse passiert und sie passiert jetzt. land der unbegrenzten möglichkeiten up my a$$.

brian greene hat fast eine dekade damit verbracht, die string-theorie zu promoten. er hoffte auf eine „theorie für alles“, eine art weltformel, der heilige gral der physiker und er hoffte damit das universum zu erklären – unser universum, das vermeintlich einzigste. doch er fand heraus, dass die string-theorie auch andere universen erklären könnte, die komplett sich von unserem unterscheiden.
das multiversum ist eine relativ neue idee, doch die wissenschaftler lernen langsam sich damit abzufinden. die fortschritte in bezug auf die string-theorie und in bereichen der kosmologie sprechen einfach für sich. folglich könnte unser verständnis des universums sich ähnlich wandeln wie damals das der erde: raus aus dem zentrum von allem, rein in einen grösseren kontext, der das alles irgendwie belanglos macht.
einer der ersten, der sich mit der möglichkeit eines multiversums befasste, war der russe andrei linde. seine theorie des „inflationären universums“ aus dem jahr 1981 bezeichnet eine phase extrem rascher expansion, die unmittelbar nach dem urknall stattgefunden haben soll. deshalb sehe das universum in allen richtungen gleich aus. und weil diese inflation bis in die unendlichkeit dauert, entstünden im laufe der zeit alle möglichen typen von universen, wie von der string-theorie vorhergesagt. folglich ist auch das unsere nur teil eines viel grösseren multiversums.
dann dauerte es 17 jahre, als 1998 astronomen durch die beobachtung von supernovae die beschleunigung der expansion beweisen konnten. sie führten das auf das vakuum im weltall zurück und dessen kleine energiedichte. so entstand die idee der dunklen energie, die kosmologische konstante. bis zu diesem zeitpunkt dachten die wissenschaftler, die ultimative theorie wäre auffindbar, die die physikalischen gesetze und deren verhalten erklärt, bis zur formation von sternen und galaxien und dem entstehen von leben. nichts in der string-theorie oder irgendeiner anderen theorie konnte den beobachteten wert der kosmologischen konstanten vorhersagen.
wenn unser universum jedoch eines von vielen ist, so ist auch der wert der kosmologischen konstanten zufall. analog verhält es sich z.b. mit der masse eines elektrons. die idee ist, jedes gesetz der physik und fundamentale konstanten werden zufällig bestimmt und wir sind eben die glücklichen, die in einem universum wohnen, das leben hervorbringt.
das nächste schlagkräftige argument liefert die string-theorie gleich selbst: danach stammen alle fundamentalen partikel und naturgesetze von der vibration kleiner strings in 10(!) dimensionen. da wir die sechs zusätzlichen dimensionen nicht wahrnehmen können, sind die strings so kompakt, dass man sie nicht aufspüren kann. seit jahrzehnten beschäftigt mathematiker die frage, auf wieviele arten man die raumzeit zusammenfalten kann. sie fanden 10hoch500 und mehr. jede form ermöglicht so ein eigenes universum, mit eigenen gesetzen, eigener physik, usw. daraufhin hofften die wissenschaftler, es gäbe ein einzigartiges prinzip, nach dem wenigstens unser universum produziert worden wäre.
2004 wurde diese hoffnung zerstört. an der state university new york hatte man die entwicklungen in der string-theorie auf einen aktuellen stand gebracht. ergebnis: alle theoretisch machbaren variationen der raumzeit sollten auch wirklich wie physikalische realitäten betrachtet werden => multiversum, mit mindestens 10hoch500 verschiedenen universen. nichts in der string-theorie deutet ferner daraufhin, dass manche universen gegenüber anderen bevorzugt würden. alle sind „gleich“. die dunkle energie zusammen mit der string-theorie vernichtet die einzigartigkeit.
das führte zu einer neuen betrachtungsweise und zu neuen fragestellungen. zum beispiel, ob man unterscheiden kann, welche eigenschaften eines universums auf „erste grundsätze“ zurückgeführt werden können und welche zufällig sind. oder ob die ewige inflation auf bestimmten regeln beruht. 10hoch500 ist unvorstellbar, mehr als alle atome im beobachtbaren universum. man muss prioritäten setzen.
seitdem sind wieder die mathematiker an dem problem. sie zeichnen eine landschaft mit hügeln und tälern, universen mit eigener entwicklung, wo inflation weitergeht, stoppt oder andere formen der raumzeit hervorbringt. baby-universen, die tunnel bilden, sich von tal zu tal entwickeln und schliesslich stabil sind. das führt zu der frage, ob es ewige inflation überhaupt gibt, ob das bestimmte konfigurationen der raumzeit überhaupt zulassen. fast unmögliche arbeit.
hier hängt viel vom experimentieren ab. wellen in der raumzeit, durch die andauernde expansion, könnte das planck-weltraumteleskop der esa schon bald aufspüren (start war heute um ca. 13uhr). damit hätte man wenigstens eine bestätigung der inflation.
die string-theorie selbst macht sich jedoch rar, will man ihr experimentell nachspüren. der lhc, der momentan beschädigte riesige teilchenbeschleuniger vom cern, könnte allerdings bei dem auffinden einer string-theorie-schlüsselkomponente helfen: der supersymmetrie. diese besagt, jedes bekannte teilchen habe einen unsichtbaren schwereren superpartner.
man wird sich also noch eine weile gedulden müssen, um sich letztlich klar zu sein, welche landschaftsform unser universum hat. man sagt zwar, diese sei flach, aber man ist sich bei den messungen nicht sicher und geht eher von einer sattelform (negativ gekrümmt) oder einer sphäre (positiv gekrümmt) aus. theoretisch ist momentan beides möglich, wenngleich niemand mit einer positiven krümmung rechnet. solange fährt man sicher mit der string-theorie und der vorstellung eines tatsächlich existierenden multiversums.
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da ja anscheinend an den finanzmärkten nur dreckige ratten ihr unwesen treiben und alles in den abyss ziehen, wieso wechselt man die „falschen ratten“ nicht einfach mit „richtigen“ aus?
das versucht:
die viecher werden sauber trainiert, in einer kleinen box mit klimaanlage, musik und zwei signallichtern: grün für „lang“ (wenn die preise steigen werden) und rot für „kurz“ (wenn preise fallen werden). das basis-training dauert drei monate, fünf stunden täglich. der trainingsplan sieht so aus:
woche 1: training ohne sound, damit die ratten sich an die box gewöhnen
woche 2: siehe woche 1
woche 3 bis 12: training mit historischen börsenlaufschriften
woche 13: auswahl der besten rattenhändler
woche 14 bis 22: training mit historischen börsenlaufschriften
woche 15: auswahl der besten rattenhändler
woche 16 bis 26: spezial-training
nach bestimmten tönen, die menschen nicht hören können, sollen sie ihre entscheidungen treffen. traf die ratten-vorhersage zu, gibt es was zu fressen; lag der ratten-broker daneben, gibts einen kleinen stromschlag (eine genaue übersicht, was da genau abgeht findet sich hier mit bildern).
die besten händler werden gekreuzt, denn die zweite generation ist meistens einen tick besser als die vorhergehende.
eine individuelle beratung ist ebenfalls möglich. bereits stars der szene sind mr. lehmann, ms. coutts oder mr. morgan. die sehen sogar niedlicher und liebenswürdiger aus als deren namensvetter.
ich bin dafür. wer ist dagegen!?
„nothing is sacred to the rats. everything is simply another meal.“
1901 arbeitete nikola tesla an einem globalen system riesiger türme, mit deren hilfe nachrichten, börsenkurse und bilder durch die luft transportiert werden sollten. sein investor j. pierpont morgan war wenig amüsiert darüber, dass er auch vorhatte damit elektrizität kostenlos für alle zur verfügung zu stellen.
der erste turm wurde 1903 in long island installiert und war 18 stockwerke hoch. eines nachts im sommer schossen dort helle blitze in die höhe. leider wurde nichts aus diesem prototypen, weil das geld fehlte. so schloss auch das nahegelegene laboratorium.
heute gibt es streit um die überreste von wardenclyffe, wie es heute genannt wird. es ist der einzige übriggebliebene ort, den der drahtlos-kommunikations- und wechselstrom-pionier tesla hinterliess. eine wissenschaftliche vereinigung würde gerne ein museum errichten. die agfa corporation, der das land heute gehört, würde es hingegen gerne verkaufen, wegen „harter zeiten“. sie will 1,6 millionen dollar.
offensichtlich verfolgt der fluch immer noch alles, was mit dem genie nikola tesla zu tun hat. obwohl er über 700 patente besass, fehlte ihm zu lebzeiten der kommerzielle erfolg. zudem wurde er von thomas edison ausgestochen, was in dem kampf wechselstrom gegen gleichstrom gipfelte und edison kurzerhand mit einem assisstenten den elektrischen stuhl erfand, um tesla zu diffarmieren. das ganze intermezzo ist auch bekannt als stromkrieg.
wardenclyffe sollte bereits 1900(!) das nächste grosse ding werden: drahtlose kommunikation. die umwandlung von wechselstrom in elektromagnetische wellen, die über antennen übertragen werden konnten, war tollkühn, visionär und jahrzehnte allen anderen erfindern vorraus. j. p. morgan war der top-investor und steuerte 3 millionen dollar bei. doch nur ein jahr später gelang schon der britischen firma marconi das senden von radiowellen über den atlantik, was teslas pionierträume zunichte machte.
wardenclyffe wuchs aber weiter, es entstand ein rotes backstein-labor, eine bücherei, ein büro und ein gebäude für die ganzen ausrüstungen. j. p. morgan verlor jedoch den glauben und verweigerte weitere zahlungen, als es um die versorgung von „minderbemittelten“ von strom ging. tesla hatte seinen geldgeber falsch eingeschätzt. um seine rechnungen im waldorf astoria zahlen zu können, wo tesla wohnte, verkaufte er wardenclyffe für 400000$. 1917 sprengte man den turm. bis heute weiss niemand genau, was wardenclyffe eigentlich genau werden sollte, denn der turm konnte zwar informationen übertragen, aber keine energie.
das areal wurde von agfa „entseucht“, bis ende september, seit ende februar will man es nun verkaufen. bei der firma hat man kein interesse es für ein museum zur verfügung zu stellen. momentan sucht das tesla science center nach geldgebern, man will neben einem museum auch einen spielplatz, ein cafe und einen buchladen errichten. das schicksal von wardenclyffe ist erneut ziemlich ungewiss.
wenn ihr das nächste mal wlan benutzt, denkt ein bisschen an nikola tesla und wardenclyffe. und wenn euch jemand blöd kommt, das thema „freie energie“ existiere nur in der fantasie, der sollte sich näher mit teslas studien beschäftigen: seine sechs bände mit dem titel „sein werk“ sind über amazon oder ebay zu erwerben und kosten rund 120€. es ist das einzige, was von ihm selbst verfasst wurde und noch heute erhältlich ist.