
Der Italiener Francesco Morackini hat dieses Design einer portablen Schnaps-Brennerei entwickelt, die auseinandergebaut sich nahtlos in eine Küchenumgebung integriert.
Da das Brennen von Hochprozentigem in vielen Ländern eigentlich verboten ist, transformieren sich eine Obstschale, eine Gießkanne, ein kleiner Fondue-Herd und ein Topf in wenigen Sekunden in einen Kessel, Brenner, Kühlerblock und Auffangschale.
Clever, hier stellt er sein Design vor, dass er einfach „Prohibitions-Kit“ nennt:
http://cargocollective.com/morackini/Prohibition-kit. [via]
So ganz ernst gemeint ist das allerdings wahrscheinlich nicht.
Morackini ist in erster Linie ein Designer, der Spaß an seiner Arbeit hat, das sieht man schon an der Bebilderung.
Zum anderen hat er auch einen „Dildo-Maker“ im Angebot, der wie ein Tisch-Anspitzer aussieht und jeglichen(!) Gegenstand in ein Sex-Spielzeug verwandeln soll. Voraussetzung: Vorher sollte frau das Objekt bzw. Nahrungsmittel eingefroren haben.
Na dann: Have fun.
Meine ersten Internet-Erfahrungen habe ich vor 13 langen Jahren mit einem popligen Einwahl-Modem gemacht. Das konnte maximal 5,6KB/Sekunde leisten, hatte aber in der Regel einen Durchsatz von 3-4KB pro Sekunde.
Erzählt das mal den ganzen verwöhnten iPhone- und iPad-Kids. Verkommene Subjekte.
Jedenfalls, die Geräusche, die dieses Teil gemacht hat waren schon krass. Das hat sich im Laufe der Nutzungszeit ins Gehirn gebrannt.
Doch was passiert eigentlich während dieser Piep- und Fiep-Sequenzen?
Diese Frage hat sich Oona Räisänen auch gestellt. Er kam auf die ziemlich clevere Idee das zu visualisieren.
Oben ist das Bild in einer viel zu kleinen Ansicht eingefügt, mit einem Klick erscheint daher die Originalgröße.
Man wird mir zustimmen müssen, dass beim Vorgang des MFV (DTMF) des Modems gleich zu Anfang die Sequenz exakt so aussieht, wie uns die Wachowski-Brüder damals die „Matrix“ visualisiert haben. Man kann jetzt darüber streiten, wer hier wen imitiert hat…
Anyway, natürlich endet die komplette Sequenz nicht einfach, wenn eine Einwahlnummer gewählt wird. Das ganze „magische“ Zeug passiert eigentlich erst danach, das wird unfassbar kompliziert und ist in englischer Sprache schwer zu begreifen.
Da Räisanen das Werk allerdings mit einer Creative Commons-Lizenz versehen hat steht natürlich jedem offen das in die eigene Sprache zu übersetzen. Also hopp, hopp!
[via]
Irgendwie vermisse ich diese „alten Zeiten“. Webseiten waren nicht so bloated wie heute, es gab weniger Vollidioten online und auch keine Pseudos mit iPhone und iPad in Bus & Bahn. Auf der anderen Seite würde ich alleine schon vom Wissens- und Erfahrungsstand mit meiner 2000er-Version definitiv nicht tauschen wollen.

Die ESA hat da was vor, was ebenso vielversprechend wie ehrgeizig ist: Und zwar am Südpol des Mondes eine Basis zu bauen, die nur aus Mondgestein besteht. Mit einem Drucker.
Zitat:
„Der 3D-Druck stellt eine potenzielle Möglichkeit dar, die von der Erde aus notwendige Logistik zu reduzieren und die Besiedlung des Mondes damit zu erleichtern“, sagt Esa-Mitarbeiter Scott Hovland
Die Hülle hat man sich bei den Inuit abgeschaut, der Wohnraum wird einfach aufgeblasen und der Entwurf stammt von Baron Foster höchstselbst, der auch schon mit dem Querkopf Buckminster Fuller gemeinsame Sache gemacht hat und um die Häuser gezogen ist.
Alles also hervorragende Voraussetzungen.
Folgender Drucker wird verwendet: D-Shape. Dieses Gerät kann 3D-Strukturen aus Sandstein bauen und wurde von dem Italiener Enrico Dini entwickelt. 2 Meter pro Stunde schafft das Ding, eine neue Version soll 3,5 leisten.
Der Ort, wo dieses Basis stehen soll, wurde leicht gewählt: Zum einen wird am Südpol gefrorenes Wasser vermutet. Zum anderen scheint die Sonne dort 24 Stunden am Tag; das bedeutet weniger Temperatur-Turbulenzen und man kann Energie mit Solarzellen erzeugen.
Ob es jemals so weit kommt ist jedoch ungewiss: Erst 2018 will man mit einer unbemannten Mission den Pol auskundschaften. Was dann danach kommt, nobody knows.

Die „MiniDisc“ war schon eine geile Erfindung damals: Sah brachial gut aus, neueste Technik & Gedöns, aber von Anfang an komplett überflüssig. Eigentlich wie die 90er an sich, vielleicht stand dieses Format sogar stellvertretend für die damalige Generation.
Die MiniDisc ist nun, nach jahrelangem Gezerre, ob es jetzt offiziell fest steht oder nicht, toter als tot. Das hat Sony mittlerweile bestätigt.
Die Player werden aber tatsächlich auch noch dieses Jahr produziert und zwar bis März.
An der Technik lag es wohl am Ende gar nicht, dass dieses Format keinen Fuß fassen konnte: Die Discs und v.a. die Player waren einfach viel zu teuer. Weder Musiker, noch andere Künstler konnten oder wollten so ihre Musik unters Volk bringen. Vielleicht war die MiniDisc ein kleines Stück 90er-Dekadenz, als Sony noch ein globaler Player mit sicherer Zukunft war und 100% im Trend lag; oder, wie in diesem Fall, sogar einen erfinden wollte.
21 Jahre ist trotz CD, MP3, DVD und BluRay jetzt nicht soo schlecht. Und ehrlich gesagt hätte ich auch gerne gesehen, wenn die MiniDisc im PC ihren Dienst als Datenträger verrichtet hätte. Schade war’s.
Viel Style, wenig Substanz: R.I.P.!

dna_knarre
Immer wenn man denkt, die Realität kann nicht weirder werden biegt ein Vollpfosten um die Ecke und toppt das Ganze.
So auch hier:
Bei der DNA-Knarre denkt man zu allererst an die gute alte durchgeknallte DARPA. In diesem Fall aber wurde das Gerät von der britischen Waffenfirma Selectamark entwickelt; wer auch immer das ist.
Die Waffe feuert grüne Orbs. Nicht tödlich. Doch sie hinterlassen „biologische Markierungen“, künstliche DNS. Theoretisch hält das dann „mehrere Wochen“ an. So kann man verdächtigen Personen auch noch nach einer gewissen Zeit nachweisen, wann sie wo etwas verbrochen haben.
[via]
Die Bullen in UK spielen also zukünftig Paintball während der Arbeitszeit. Auch nicht schlecht, wenn man dafür bezahlt wird.
So sieht also das erste Firefox-Smartphone aus:

firefox_phone
Nun, vielleicht dann doch nicht ganz. Das ist vorläufig, mit was die Entwickler arbeiten müssen.
Die CPU gibt nicht wirklich viel her: hier drin ist ein 1GHz-Snapdragon-S1 am Werk. Da hat Qualcomm wesentlich bessere im Angebot. Single-Core ist so 2007.
Auch die 512MB RAM und 4GB interer Speicher können nicht wirklich überzeugen.
Sollten nicht normalerweise gerade Entwickler-Versionen von Hardware einiges aushalten können? Das geht so natürlich nicht. Hat schon mal jemand den Firefox-Browser auf einem ähnlichen Setup in Android probiert? Der versteht annähernd, was ich hier meine.
[via]
Erscheinen soll es nächsten Monat. Gibt’s auch in weiß.
Also ich schätze Mozilla und ihre Datenschutzbemühungen. Und auch den Firefox nutze ich seit Version 1. Aber was soll solch ein Smartphone nochmal für einen Sinn haben? Dann doch lieber Replicant.

Ich bin dann mal draußen. Gizmeo hat jetzt Winterpause. Muss auch mal sein.
Es war eigentlich ein recht erfolgreiches Jahr: Gizmeo ist bereits jetzt ein Top500-Technologie-Blog. Und das nach nicht mal zwei Jahren, ohne Werbung oder sonstige anderweitige Aufwendungen.
Im Schnitt erreicht dieses Medium derzeit 60 Besucher pro Tag. Das ist wirklich gut. Für Underground sowieso. Da kann man darauf aufbauen. Danke dafür.
Mittlerweile fasst das Archiv auch schon 650 Einträge, doch da sind die alten von cipha.net importierten bereits mit eingerechnet.
So kann’s weitergehen.
Frohe Festtage und rutscht mir gut rein!
Man liest sich Ende Januar.
STAY L33T.
„Droplets“ sind kleine Roboter-Helfer, die mit einer Schwarmintelligenz ausgestattet allerlei Aufgaben erledigen können.
Die in dem Video gezeigten wurden in Colorado entwickelt. Sie sind so groß wie Tischtennisbälle und können über eine „denkende Flüssigkeit“ (was auch immer das heißt) kommunizieren.
Mögliche Aufgaben: Satelliten bauen, Ölpest eindämmen.
Problem: Die Dinger funktionieren noch nicht, mehr wie experimentieren ist derzeit leider nicht drin.
Schön, dass hier auch außerhalb des Militärs geforscht wird. Ob die am Ende jedoch mit solchen Standards mithalten können ist mindestens fraglich.
Inzwischen ist wieder mehr als ein Monat vergangen, inzwischen gibt es wieder mehr Erfahrungen mit dem kleinen Androiden.
Diesmal habe ich erneut eine Liste gemacht mit Apps, die meiner Meinung nach Must-Haves sind.
Allerdings wird man am Ende des Artikels auch Applikationen finden, die ich nicht empfehlen kann und von denen man besser die Finger lassen sollte.

Fangen wir an!
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[Apps]
Poweramp – auf der langen und beschwerlichen Suche nach einem guten MP3-Player bin ich schließlich bei Poweramp hängengeblieben. Das Teil wird bereits seit drei Jahren entwickelt und stellt DAS Nonplusultra im Musikspieler-Bereich dar. Viele sagen, das Programm sei sogar besser als jeder iPod. Hinzu kommt ein komplexer und voll funktionsfähiger Equalizer. Es gibt kaum Störungen, selbst wenn man die App nur von einer SD-Karte aus betreibt. Und: Einen fetteren Bass findet ihr nirgends! Fazit: Kaufen! Kostet maximal 4€, die Testversion ist voll funktionsfähig und läuft 15 Tage.
Redphone (Beta) – diese App ist eine kleine Revolution: Nach dem Installieren lassen sich verschlüsselte Gespräche zwischen Androidnutzern führen. Die Qualität dieser Gespräche ist klar und deutlich, mit einem kleinen Echo im Hintegrund, das jedoch nicht weiter stört. Die App ist umsonst, aber noch in der Beta. Sollte man im Auge behalten, das.
Taptu – eine ziemlich geniale App. Wird vermarktet als „Nachrichten-DJ“ und genau das ist es auch. Im Prinzip ist es ein Feedreader, jedoch weniger minimalistisch und mit mehr Bildern und Farben. Trotzdem recht schnell, auch wenn man mobil unterwegs ist. Sind eine Menge gute Ansätze, Zeitungen sind damit überflüssig.
Pixlr Express – von allen kleinen Bildbearbeitungen für das Android-Gerät, gefällt mir das hier am besten. Pixlr Express macht verdammt viel richtig und nur wenig falsch. Außerdem sieht die App richtig gut aus. Empfehlung!
TuneIn Radio – schon die Webseite ist ziemlich gut: Streaming ohne Ende, mit so gut wie keinen Aussetzern. Wer 0,70€ für die Pro-Version berappen kann, der kann alle Radio-Apps getrost von seinem Handy schmeißen. Außerdem bietet das Programm noch eine Aufnahme-Funktion, was ein ziemliches Killer-Feature ist.
[Spiele]
Scarface – braucht man jetzt nicht unbedingt, aber man kann einfach nicht viel falsch machen, wenn man Tony Montana sein kann. Die Grafik ist das einzige, wo man meckern kann: Die ist doch recht mickrig…
[Sonstiges]
Dark Horse Comics – vergesst Marvel, DC und Co., Dark Horse ist der krasseste Comicbuch-Verlag des Planeten. Hier gibt es auch manches Comicheft umsonst, nur sind die nicht immer so komfortabel auf dem Handydisplay zu lesen. Sollte man trotzdem mal ausprobiert haben.
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Nun zu den weniger erfreulichen Apps, die man tunlichst nicht installieren sollte:
WhatsApp – reißt alle paar Wochen Lücken ins Sicherheitskonzept des Betriebssystem. Die werden aber weder offiziell bestätigt, noch schnell gestopft. Den Dienst braucht man eh nicht wirklich: SMS ist selbst sicherer(!!), aber es gibt noch Messenger wie IMO, die diese App komplett obsolet machen.
HD Widgets – war eine meiner ersten Apps, für die ich bezahlt habe. Bereue es bis heute. Funktionen: Wetter und eine rieseige hässliche Uhrzeitanzeige, mehr nicht. Für diesen Blödsinn ist die App viel zu groß. Auf gar keinen Fall kaufen, Uhrzeit hat jedes Android-Gerät und dazu noch cooler. Wetter gibt es kostenlos über Internetdienste wie Yahoo! oder wetter.com. Fazit: Ich weiß nicht, wo die Bewertungen herkommen, aber diese App ist bullshit.
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Das soll es dann mal gewesen sein mit Ausgabe #2. Ist auch der letzte Androiden-Impressions-Beitrag in diesem Jahr.
Mal sehen, mittlerweile bin ich wohl auch angekommen. Vielleicht Ende Januar oder Ende Februar wieder ein neuer Post zum Thema. Oder auch gar nicht, wer weiß.
Bis dahin, frohes Rumprobieren! Und ihr wisst ja, am besten Bescheid wissen immer noch die Jungs & Mädels drüben bei XDA. Cheers!

Der Burrito-Bomber ist komplett Open-Source. Und das System funktioniert so:
[via]
Die 3D-Baupläne sind über https://github.com/darwinaerospace/burritobomber erhältlich. Den Bomber kann man sich also selber nachbauen.
Das Problem, das ich sehe: Mexikanische Drogenbosse könnten mit diesen Dingern auch andere „Konsumgüter“ transportieren. Und zudem weiß bei den fetten Amerikanern niemand so recht, ob man ihnen Essen durch Drohnen anbieten sollte. Das kann uns in Europa aber herzlich egal sein, sollen die doch alle platzen. Who cares.
Trotzdem: Drohnen sind scheiße. Ob mit Essen, Drogen oder Bomben beladen. Mittlerweile senden diese Dinger sogar AC/DC-Songs per Laser aus. Schrecklich, schrecklich.
Grandioser Mod, typisches Arduino-Hacking:
Für heute ein Video zu finden war mega-einfach, denn dieser Clip ist auch eine Empfehlung der Leute von vimeo und die müssen es ja wissen bei dem krassen Angebot.
In dem Video ist eigentlich auch alles Wichtige erklärt. Aber für die, die lieber lesen, hier nochmal die Facts:
http://pinokio-lamp.com/index.php/making-of/.
Die Pinokio gehört definitiv zu den überzeugenderen Intelligenz-Maschinen. Wobei es das nicht richtig trifft, das Gerät suggeriert Intelligenz, mehr ist es eigentlich nicht.
Trotzdem sehr geile Arbeit! Wenn auch völlig nutzlos und: ohne Licht…
Eine neue Dimension der persönlichen Faulheit:

Der japanische Peripherie-Hersteller Thanko hat diese Gestenmaus entwickelt, die man sich wie einen Handschuh anziehen kann. Das alles erinnert an die Pläne von Nintendo in den 90er-Jahren mit ihrem Power Glove.
Zusammen mit dem hauseigenen Android-TV-Converter kann dieses Teil jede Bewegung ausführen, die man auch von der herkömmlichen Maus kennt. Hier ein ziemlich faules Video des Controllers in Aktion: via youtube.com.
Das soll aber auch mit den eigenen PCs funktionieren, auf denen Windows läuft. Oder mit dem Mac.
Die Produktseite ist natürlich auf japanisch, aber man kann sie sich spasshalber ja übersetzen lassen:
http://thanko.jp/product/2778.html.
Dann ist zu entnehmen, dass der Handschuh alleine 4980 Yen kosten soll, das sind nur 49€. Zusammen mit der Android-Box gibt’s die neue Maus auch im Set für 12.800 Yen, 125€.
Mit einer Ladezeit von nur einer Stunde soll man 12 Stunden navigieren können.
Fazit, mit freundlicher Unterstützung von Google Translate:
„Gerne dominieren die PC all die Geste Betrieb, sehr futuristisch. Die Zukunft ist da draußen und jetzt.“
„LED unterm Bett, LED unterm Schrank, LED unterm Sofa – leider geil.“ – Deichkind, „Leider geil“ (2011)

Vor ziemlich genau 50 Jahren wurde die LED geboren. Als ihr Erfinder gilt Nick Holonyak Jr., Jahrgang 1928 und heute Professor für Mikro- und Nano-Technologie an der Universität von Illinois.
Holonyak hat osteuropäische Wurzeln. Ab 1957 war er bei General Electric beschäftigt und durch Forschungen im Lasertechnik-Bereich gelang es ihm 1962 schon eine Laserdiode zum Laufen zu bringen, die im sichtbaren Wellenlängenbereich arbeitete.
Das Konzept von LED und Laserdiode ist identisch, daher die Gleichstellung.
Wer den Aufbau und die Funktionsweise besser verstehen möchte, der findet hier ein kurzes Video: via myvideo.de. Die Bildqualität ist ziemlich schlecht, aber die Präsentation ist auf deutsch und auch gut dargestellt.
Ein besonderer Vorteil von LEDs: Die Lebensdauer ist sehr lang (bis zu 100.000 Stunden) und auch der Stromverbrauch ist gering. Hier findet man eine Seite mit weiteren Vorteilen: http://warum-led.de/?Vorteile_der_LED_Leuchten.
Alles Gute, LED! Auf die nächsten 500!
Und danke für den kostenlosen Style-Faktor, der das 21. Jahrhundert mitprägen wird.
Skype war mal echt cool. Doch das ist jetzt schon eine Weile her.
Seit Ende 2011 gehört Skype zu Microsoft. Mit 8,5 Milliarden US-Dollar war das die teuerste Übernahme der Firmengeschichte. Der Deal wurde im Oktober letzten Jahres abgeschlossen, Skype ist nun eine 100%ige M$-Tochter.
Diese Hure.
Es war klar, dass nun alles schiefgehen muss. Doch auch in der Vergangenheit war nicht alles rosig mit Skype, dazu später mehr.
Jedenfalls, Microsoft hat ein Patent zum Ausspionieren von Skype angemeldet (Link). Hallo Big Brother und Auf Nimmerwiedersehen, Privatsphäre!
Dabei war Skype überhaupt zu keiner Zeit abhörsicher.
In Österreich werden die Gespräche bereits seit 2008 von der Polizei mitgeschnitten. Rein aus den AGBs geht eine Erlaubnis dafür jedoch nicht hervor, Skype räumt sich selbst das Recht ein.
Seit 2010 sind auch Fälle bekannt, wo Skype-Protokolle vor Gericht verwendet wurden. Skype ist seitdem genau so unsicher wie das normale Telefon.
Im Oktober 2010 wurde ferner bekannt, dass der Zoll noch vor dem Verschlüsseln von Gesprächen die Daten auf einen eigenen Server umleiten kann. Eine Fake-Signatur umgeht zudem die „erhöhte Sicherheit“ in 64Bit-Windows-Systemen.
Und wenn das alles nicht reicht: Dann bringt man eben wieder das Kinderficker-Argument (zieht immer) und versichert, man müsse uns ja irgendwie beschützen und das geht nur mit diesem M$-Patent. Of course.
Dann sind da noch viele kleine kritische Details.
Manche beziehen sich auf offene Standards (Skype unterstützt SIP und H.323 nicht), andere auf Open-Source-Lizenzen (Verletzung der GPL) oder die Einschränkung auf Intel-Hardware (ein dummer Marketing-Trick).
Am 10. September wurde die Marke von 43 Millionen gleichzeitiger Skype-Nutzer erreicht [via]. Das sind ca. 22 Millionen potenziell abhörbare Gespräche. Na dann: Viel Spaß noch!


Dieses Motherboard in Form der Londoner Underground Tube wurde vom japanischen Designer Yuri Suzuki kreiert. Hier ist das entsprechende Video auf Vimeo.
Das alles wäre so schon cool genug, doch dieses Teil funktioniert auch als Radio!
Derzeit wird es ausgestellt und zwar im London Design Museum. Zu sehen bis Mitte Januar; wenn jemand Zeit hat.