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Archiv für November 2013

limitless

Whoaaa:

Hätte ich früher problemlos im ciphanet posten können, aber das gibbet ja nun nicht mehr.

„Limitless“ ist ein Graffiti-Zeitraffer-Video von sofles, selinamiles, drapl, finat_magee, butchdaddy und über Ironlak veröffentlicht.

Die haben eine komplette Halle zugebombt. Aber nicht einfach so, eben Stop-Motion-Style. Untermalt ist das Ganze mit künstlichen Dubstep-Beats, die besser hätten ausgewählt werden können.

Aber ich will nicht meckern. Schönes Stück Video. Ging in einer einzigen Woche bereits 4,9 Millionen Mal über die Bildschirme dieser Welt. Zurecht.

R.I.P. CIPHA.NET!

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wisoistkeinentanet.de

Hahaha: Das war ein Suchstring irgendwann in den letzten sieben Tagen bei zockerseele.com. 😀 Es kommen kaum interne Suchen zustande, bekomme aber einen Überblick jedes Mal beim Einloggen. Muss ich bisher übersehen haben. -.-

Eigentlich führt uns das zu einer Reihe philosophischer bzw. technischer Fragen:

1) Wenn kein Entanet is‘, wie kann man dann bei zockerseele.com suchen?
2) Wieso ist nur kein Entanet in DE?
3) Für was braucht man die deutsche Rechtschreibung eigentlich noch? Versteht ja jeder, was gemeint ist
4) Wieso sollen wir drüben bei einem Videogame-Medium wissen, wieso kein Entanet is‘?
5) Was ist überhaupt dieses Entanet und wozu ist das gut?
6) Kommt Entanet von Antenne?
7) Oder doch eher von Annette?
8) Wer ist Annette? Sieht die gut aus?
9) WISO ist auch eine Wirtschaftssendung im ZDF
10) Hat WISO das Entanet erfunden?

Das führt uns natürlich auch gleich zu ein paar Antworten:

Vor Juni 2013 hätte ich und viele Millionen anderer Menschen gesagt, wenn kein entanet.de ist, liegt das an der Telekom. Seit Juni 2013 liegt es wahrscheinlich an der NSA. Oder dem GCHQ. 50/50.

Ich persönlich hoffe, entanet kommt von Annette, die Bombshell, und dass sie mir möglichst bald über den Weg läuft.

Ja, das ZDF hat WISO erfunden, und das entanet gleich mit.

Hoffentlich konnte ich hier Klarheit schaffen. Ich kümmere mich wenigstens, wenn de mal wieder kein entanet hat. Hatte nämlich beim Schreiben dieses Textes auch keines und weiß bis heute nicht, für was man das braucht. Scheiß entanet.

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neil

NEIL schläft nie: Das Akronym steht für Never Ending Image Learning. Und seit Mitte Juli macht dieser Cluster nichts anderes:

Das System scannt, in kleinen Schritten, 24/7 das Internet nach Bildern ab.

Es soll dabei selbst entscheiden, wie diese Bilder im Zusammenhang stehen.

Das Ziel: Common Sense. Das bedeutet übersetzt: Gesunder Menschenverstand(!). Die Fähigkeit Dinge zu erlernen, die NEIL nicht extra beigebracht wurden bzw. beigebracht werden mussten.

[via]

Das Tandem, das dieses Projekt an der Carnegie Mellon University zusammen leitet, ist ebenfalls interessant: Zum einen ist es Google. Der andere „Partner“ die US-Navy.

NEIL hat bislang mit seinen 200 CPUs 1.500 Objekte und 1.200 Szenen in vier Monaten erfasst, dabei 2.500 Assoziationen geknüpft.

Natürlich kam auch viel Unsinn heraus: Etwa „ein Rhinozeros ist eine Form der Antilope“ oder „Schauspieler kann man in Gefängnissen finden“ (wobei ich mit dem Wahrheitsgehalt von Letzterem leben könnte). Trotzdem scheinen die Verantwortlichen ganz zufrieden zu sein; wie auch immer man das hier definiert…

Der Plan? YouTube! Kommt als nächstes. Was das Ganze soll? Offenkundig. Auf direkte Anfragen der Washington Post wollte weder Google, noch die Navy antworten. Man kann es sich aber denken. Zitat von der Website der Navy:

„Today’s battlespace environment is much more complex than in the past“ and „the rate at which data is arriving into the decision-making system is growing, while the number of humans available to convert the data to actionable intelligence is decreasing.“

Braucht man keine Website des US-Militärs dazu. Kann man auch so darauf kommen, mit Common Sense

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alternative heizung mit blumentoepfen

Ein Hack für kalte Schlafzimmer:

1. drei-vier Teelichter
2. eine kleine Auflaufform für die Teelichter
3. zwei Blumentöpfe, wobei der größere über einen kleinen gesetzt wird
Ergebnis: 8 Stunden Heizung für (fast) umsonst!

Das behauptet zumindest Dylan Winter. Aber sein Video ist ganz einleuchtend: „How to Easily Heat Your Home Using Flower Pots & Tea Lights“, via trueactivist.com.

Für die Physik-Freunde: Thermische Konvektion. Ist das selbe Phänomen, weshalb man bei manchen Heizungen Papierblätter in die Luft bringen kann. Ist ganz nett, funktioniert nur nicht immer. Also das mit den Blättern, die Konvektion durchaus:

„This system works because the candles produce gases full of heated particles that are captured and channeled through the pots. As hot gas particles are lighter than the air, they will rise up through the top into the colder area.

What will then be caused is the cold air to fall into the warm areas and create a convection current; then heat is transferred from one pot to another, and then out of the hole.“

Den Versuch wäre es wert, doch kann das selbst gar nicht ausprobieren: Habe keine passende Form für die Teelichter und keine entsprechenden Töpfe. Wenn ihr das macht, lasst mich wissen, ob das was taugt. Ich freue mich über jegliche Energie-Einsparung, die es da draußen zu finden gibt.

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der proxykrieg, hipster-version

drohnenkrieg in pakistan. auf instagram.

Wir leben in modernen Zeiten. In dieser Phase des 21. Jahrhunderts finden Kriege statt, die kaum beachtet werden. Geführt von Videogamern. Per Fernsteuerung. Undemokratisch und in in Tausenden Kilometern entfernt. Im Zeitalter der Drohnen.

Da trifft es sich gut, dass man heutzutage im Web direkt Kriege mit Lifestyle verbinden kann. Das findet hier in Reinform statt:

http://instagram.com/dronestagram. [via]

Soldat trifft Hipster.

Die Angabe der vielen Toten in den Bildunterschriften gerät zur Nebensache: Die Bilder eines falschen Krieges werden erneut verfälscht, in diesem Fall mit Filtern, die der große Bruder Facebook über Instagram zur Verfügung stellt. Sie wirken, gewollt oder ungewollt, ob der Flut an geposteten Hunden in Sepiatönen, Sonnenuntergängen in Falschfarben und Schnappschüssen von westlichen Mittagessen, als sei das ohnehin nicht real, wichtig oder sonstwie relevant. Kurzum: Es repräsentiert einfach _alles_ wofür der Westen steht. Und wofür man ihn problemlos hassen kann.

Dabei hatte James Bridle mit diesem Projekt eigentlich etwas anderes im Sinn. Er wollte eben diesen Kontrast mit seinem Feed anbieten, eben nicht diese alltägliche Kakophonie gepostet sehen. Diesen ignorierten Krieg „tangible“, also greifbar machen. Erreicht hat er genau das Gegenteil.

Eben weil er Instagram für diesen Feed gewählt hat, ist seine Glaubwürdigkeit solch einer Ambition schon beim ersten Post flöten gegangen. Es gibt nichts Unechteres wie Instagram.

Schon alleine die Größenbeschränkung der Bilder deckt den betroffenen Bereich der Karte wahrscheinlich nie komplett ab. Irgendwo muss er die Photos zum Bearbeiten auch herkriegen, es sind sicher nicht seine eigenen. Und dann gibt es den moralischen Aspekt: Wenn ich weiß, bei einem Angriff sind zehn Menschen ums Leben gekommen, sollte ich die Vogelperspektive lieber heute mal mit Sierra oder doch lieber mit Lo-Fi posten? Morgen nehme ich dann bestimmt Walden, weil ich erinnere mich gerne an Ashton Kutcher von Zeit zu Zeit.

Das ist so krank. Ich gehe kotzen.

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space night ist zurueck(!)

Hut ab: Nach langen Querelen ist die Space Night nun doch zurückgekommen. Mit: CC-lizensierter Musik, die im Übrigen jeder selbst beisteuern kann, aktuellem HD-Material und zu einer ähnlichen Sendezeit wie damals.

neues logo der space night
(Neues Logo der „Space Night“, Quelle: BR)

Die ersten drei Folgen wurden bereits ausgestrahlt und sind hier zu finden: http://br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/spacenight/spacenight-104.html.

Kritikern zufolge, die sich mit dem Fernsehen auskennen (ich bin da nicht so der Fan von), meinen sogar es sei tatsächlich dem Hype gerecht geworden. Das mit der CC-Chillout-Musik sei „revolutionär“; ich nenne das einfach zeitgemäß. Schön finde ich auch den Fakt, dass in dieser Sammlung bereits 1.000 Stücke zu finden sind von Komponisten aus 11 Ländern.

Die Bilder wären „gestochen scharf“ und „atemberaubend“ von „noch nie gesehener Qualität“. Ich lasse das jetzt, das gute Telepolis hat den Artikel dazu: „Web Community reanimierte TV-Kultsendung“, via heise.de/tp/.

Das klingt jetzt wieder komisch, doch ich verbinde mit der Space Night meine besten Zeiten. Das lag an der vielen freien Zeit, den netten Mädels, viel „WOW!“, das wir geraucht haben und natürlich Gevatter Alkohol. Heute ist es so, dass ich selbst nachts für solche Sessions keine Zeit mehr finde. Ich will mir diese drei Folgen ansehen, gehe jedoch davon aus, dass selbst das schon schwierig wird. Denn obwohl ich von Anfang mitgekriegt habe, dass diese Reihe zurück ist; ich schaue eigentlich kein TV. Die Glotze nutze ich zum Zocken und gut. Und selbst dafür fehlt mir die Zeit.

Anyway. Trotz der bereits drei gesendeten Folgen ist der Sendeplatz alles andere als sicher. Ich nehme das persönlich mal für voll, dass die erste Staffel bis März 2014 läuft. Ich hoffe, ich bekomme davon etwas mit. Es hat mein Leben immer sehr bereichert, die Mucke läuft heute noch ab und zu in diversen Playern. Und ich gehe schwer davon aus, dass das auch heute noch möglich ist. Hoffentlich.

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amazon baut 600-millionen-dollar-cloud der cia

Ist irgendwie alles nichts, was ich bisher durch Feeds gelesen habe.

Da das bisher aber auch bei uns noch nicht erwähnt wurde (oder ich habe es noch nirgends gelesen, egal), hier eine verstörende Nachricht für alle Amazon-Kunden:

„AWS will build and manage the cloud that will sit in a CIA data center“, via networkworld.com.

Ich wusste bisher nicht, dass Amazon zu Vertragspartnern der CIA zählt. Man lernt nie aus.

Auch ist in dem Bericht die Rede davon, die hätten den Vertrag „gewonnen“; was ja nach einem tollen Wettbewerb mit Kuchen und Luftballons klingt. Nur waren darin eben überall kleine Kameras mit Mini-Mikrofonen versteckt.

Es ist natürlich alles streng geheim, wie das vonstatten gehen soll. Fest steht nur: Es wird die erste Cloud sein, auch nur deswegen, weil es ein mega-mega-profitabler Deal ist, die _nicht_ bei Amazon gehostet wird. Die wird in einem, ebenfalls strengstens geheimen, CIA-Datencenter-Gulag zu finden sein. Wahrscheinlich in Bielefeld, das es auch nicht gibt.

Erlaubt mir die süffisante Bemerkung zum Schluss: Hätte vor 20 Jahren ein Geheimdienst einen Deal über 600 Millionen-US-Dollar für, sagen wir ein Datencenter, abgeschlossen, das von einem Buchhändler erdacht werden muss, wäre es vor dem US-Kongress sicher zu einer Handvoll Untersuchungen gekommen.

Im Übrigen hätte man wohl ebenfalls den mentalen Gesundheitszustand einiger Geheimdienstler angezweifelt. Wobei das Letztere sich ja, wie wir seit Juni immer mal wieder berichtet kriegen, bis heute gelohnt hätte, hätte man das weiter verfolgt.

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globale erwaermung ist untertrieben

War mir klar, nur nicht warum: Das Netzwerk der Wetterstationen deckt nur 85% des Planeten ab. Boing!

Und der Witz kommt jetzt: Das schon seit 1997.

Was die Wetterdaten-Rekonstrukteure dann machen kriegt jedes Kind selber hin: Sie heben den Daumen in den Wind und schauen, ob er sich bewegt. Hilft bestimmt…

Nun, vielleicht ändert sich das ja bald, wird höchste Zeit: Kevin Cowtan (University of York) und Robert Way (University of Ottawa) wollen die Lücken mit Satellitendaten füllen. Wie das geht erläutern sie in diesem Video.

Das funktioniere wohl am besten über Ozeanen. Doch für die Regionen mit den Messdatenfehlern an Land ist ein hybrides Modell nötig. Ob das in dem Video erwähnt wird kann ich nicht sagen, kann das gerade nicht ansehen.

Geistreiches zum Schluss:

„…short term trends are generally treated with a suitable level of caution by specialists in the field, they feature significantly in the public discourse on climate change.“

Heißt: Experten raten davon ab, Messdaten für Vergleiche zu nutzen, die nur einen kurzen Zeitraum abdecken. Und doch sind es diese Daten, die in der Diskussion zum Klimawandel Verwendung finden. Lasse ich gerne so stehen.

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metaphone

Als das mit dem NSA-Skandal aufkam im Juni, war als allererstes die Rede vom Sammeln von „Metadaten„, eigentlich eines jeden Benutzers. Jetzt ist nicht immer sofort klar, was als Metadata deklariert wird. Bei einer Email z.B. sind das u.a. Kopfdaten, die man sich optional sogar im Thunderbird-Email-Client anzeigen lassen kann. Bei Telefonen und Handys wird das schon schwieriger.

Die Universität Stanford, genauer deren Security Lab, hat da ein interessantes Projekt mit dem Titel Metaphone gestartet. Das Geile hierbei ist, die App gibt es jetzt schon für Android:

https://play.google.com/store/apps/details?id=edu.stanford.seclab.metadata.

Die Beschreibung dazu lautet wie folgt:

„MetaPhone is a project to understand call and text privacy. Researchers at Stanford University’s Department of Computer Science are studying metadata to estimate the reach of National Security Agency surveillance.

This study is open to all members of the public 18 or older. An Android smartphone and a Facebook account are required to participate. Participation ordinarily takes under five minutes.

Additional details and contact information are available on the study website. In the course of the study, you will provide mobile phone and social network data to Stanford researchers. Please carefully review the study explanation before electing to participate. The study is entirely voluntary and does not guarantee any benefits.“

Ich kann nur empfehlen, das zu unterstützen. Nicht vergessen dürfen wir nämlich auch: Die technischen Möglichkeiten sind in den USA größer als anderswo. Auch was Gegenmaßnahmen zu diesem NSA-Gedöns betrifft. Wie wir als einziges Land in Europa, so wird auch die USA als „Gefahrenland“ durch das Programm Boundless Informant eingestuft. Und die Universität Stanford wird ihren Teil dazu beigetragen haben; schließlich kommen auch die zwei Google-Jungs von dieser Schule.

Es gibt dennoch Haken bei dieser Sache: Man wird seinen Facebook-Account bereitstellen müssen. Was jetzt genau an Daten von eurem Smartphone übertragen werden, wird zwar erläutert. Aber auch wenn die sicherstellen, dass am Ende der Studie die Daten gelöscht werden, sind sie ja bereits in den USA gelandet. Und am Ende ist es eben wie mit jeder Studie: Die Garantie auf einen positiven Ausgang gibt es nicht.

Vielleicht sollten sich die Universitäten hierzulande ein Beispiel an diesem Vorhaben nehmen. Ich denke für die ist es ein Leichtes, das für unsere Gegebenheiten entwickeln zu können; es reicht ja Eclipse zum Programmieren. Und wenn selbst Stanford für diese Idee fünf Monate gebraucht hat, würden die mit ein bis zwei Monaten Verspätung einer ähnlichen App für uns/bei uns ja jetzt keine Lücken reißen.

Also entweder direkt mitmachen. Oder eben selber bauen. Ich behalte das mal im Auge und poste, wenn ich was zu den Ergebnissen lese. Wichtig ist das in jedem Fall, was hier passiert.

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reactos

Eine Handvoll verrückter Russen plant den Windows-Komplett-Ersatz:

reactos zu windows und linux

Vorbild ist Windows selbst. o.O

Der Name für diese Alternative: ReactOS.

Seit 2004 ist Alex Ionescu der Hauptverantwortliche für die Kernelentwicklung und in dem Video hier bringt er alle Interessierten auf den neuesten Stand. Bisher wurde der Film von über 21.000 Menschen angeschaut.

Wer den Artikel bei Wikipedia durchliest, bemerkt eine sehr bewegte Geschichte, die tatsächlich bis 1996 zurückreicht. Damals war man noch an einem Reverse Engineering von Windows 95 interessiert, was komplett verrückt erscheint heute. ReactOS selbst ist allerdings erst seit 2003 zu haben.

Wer das bereits heute ausprobieren möchte (es sollen ja Windows-Programme schon jetzt zum Teil lauffähig sein), hier die Hauptseite des Projekts: http://reactos.org/de.

Gut, ich will aber das Negative auch nicht unerwähnt lassen:

1) Angesichts bereits erhältlicher echter freier Alternativen ist die Entwicklung eines solchen Betriebssystems unsinnig
2) sollte ReactOS mal durch die Decke gehen, was eher unwahrscheinlich erscheint, werden es sich die Redmonder nicht nehmen lassen auf ihre unvergleichliche Weise dagegen vorzugehen
3) Nicht nur Microsoft wird dann der Feind sein: Adobe, Oracle, SAP und viele weitere Unternehmen mehr profitieren direkt davon, dass sie auf einem geschlossenen Betriebssystem laufen. Sobald man „von unten her“ verfolgen können wird, was deren Programme mit dem Betriebssystem machen (und umgekehrt), wird sich da etwas Dunkles zusammenbrauen
4) ReactOS ist unnötig politisch: Als Dmitri Medwedew 2011 Präsident von Russland war, wurde ihm das Projekt persönlich vorgestellt. Im selben Jahr wurden 100.000 Rubel ausgeschüttet. Und seit 2012 weiß auch der gute Putin davon: Die Präsentation beim Seliger Youth Forum wurde von Marat Karatov durchgeführt

Also im Kern sieht es doch schwer danach aus, dass der ehemalige Ostblock mit Russland zusammen nach einer effektiven Waffe gegen die Dominanz von Windows auf handelsüblichen PCs sucht. Aus Europa stammt immerhin Linux, wir haben so etwas nicht nötig. Und Putin ist auch bekannt dafür, genau solche Richtungen zu verfolgen. Habe ich persönlich kein Problem damit, sollen sie machen, mal schauen wie es ausgeht. Der Sinn davon erschließt sich mir nicht. Die Windows-Architektur zu klonen, mit Werkzeugen von hier und Gedöns von da, erscheint mir nicht wirklich originell.

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usv fuer den raspberry pi

Ich mache mal ein wenig Werbung in eigener Sache. Ein paar Kollegen, mit denen ich früher in die (Berufs-)Schule gegangen bin, haben eine Unterbrechungsfreie StromVersorgung für den Minirechner Raspberry Pi entwickelt:

Das Projekt selbst wurde aus einer Not heraus geboren, da es wohl diverse SD-Karten zerschossen hat, weil das Teil einfach nicht korrekt herunterfuhr. Die USV verhindert solche Dinge und noch viel mehr, hier steht, was eine USV überhaupt ist.

Die ganze Idee fängt gerade an mächtig durch die Decke zu gehen, was in dem Ausmaß nicht vorhersehbar war. Wenn ihr selbst eine USV erwerben wollt, besucht einfach diese Seite:

http://piusv.de/.

Der momentane Preis für die USV ist an eine Aktion gebunden. Momentan kostet sie 23,76€ (Stand heute), ab dem 26. Dezember, dem voraussichtlichen Lieferdatum, dann 29,99€. Auch kann man sich als „Early Adopter“ wohl noch die Farbe der Platine (gelb, blau, rot, grün, etc.) raussuchen.

Wichtig: In dem Video dort ist noch der Prototyp zu sehen. Die fertige Platine steckt man einfach auf den GPIO-Port des Pi, wobei auch die Anschlüsse weiterhin für andere Anwendungen auf diesem Port erhalten bleiben. Sobald es hier Bilder gibt, werde ich die mit einem Update nachreichen.*

Die Überwachungssoftware wird übrigens auch von denen entwickelt werden. CW2. ist im Kern ein Software-Unternehmen mit Schwerpunkt auf Business-Software-Lösungen aus dem Stuttgarter Raum. Das ist deren erstes kommerzielles Hardware-Projekt. Ich bin gespannt, wie das ausgeht und drücke natürlich die Daumen.

*[Update I, 14.11.13]

Seit heute sind auch die Bilder eingefügt, wie ihr oben sehen könnt. Wenn ihr Kontaktdaten braucht, einfach bei mir kurz melden!

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spiegel online: social-button-penetration. bis zum tod.

Von den unzähligen „sozialen Netzwerken“ unterstützt Spiegel Online standardmäßig nur drei: Natürlich das völlig unnütze und von Anfang an pathologisch überschätzte Twitter, den Monopolisten Facebook, sowie das mittlerweile visuell ansprechende und dennoch irrelevante Google+. Das war’s.

Doch obwohl es nur drei Netzwerke sind, wurde man von Beginn an von insgesamt acht(!) Buttons belästigt:

Drei links bei den Eigenschaften des Artikels, wo Angaben wie das Datum der Publikation gelistet sind. Zudem drei unten am Ende jedes Artikels, die wiederum von einem ganz kleinen „+“ begleitet werden, wo, allerdings nur wenn man auch selbst aktiv wird, weitere sechs Netzwerke gelistet sind, davon nur zwei deutsch.

Tja, und dann hat jeder Autor, natürlich, ist ja das Wichtigste heute, auch noch einen eigenen Twitter-Account. Was sie als seriöse Vertreter ihres Fachs bereits disqualifiziert. Hier _muss_ selbstredend zwingend noch ein solcher Autor-Profil-Button über den oben erwähnten Artikelende-Schaltflächen angebracht werden.

Wer jetzt dachte, dass es wohl reicht, der irrt.

Ebenfalls links neben den Artikeln findet man, zum dritten Mal, einen Facebook-Gefällt-Mir-Button. Dieser Button gehört sogar zu einer noch viel größeren Box, eine Art Ausschnitt der Fanseite der entsprechenden Rubrik beim Gesichtsbuch.

Ihr werdet mir nun zustimmen müssen, dass man durch diese Faktenlage allein zu folgendem Schluss kommen muss: SPIEGEL ONLINE lutscht sehr gerne Social-Network-Schwänze.

Und dass ihnen das ungeheuer wichtig ist, also dieses Schwanzlutschen mit allem was dazugehört, sind sie erst vor kurzem noch einen Schritt weiter gegangen.

Das ist wirklich unfassbar, aber bereits umgesetzt:

Sie haben einfach nochmal drei weitere Buttons eingebaut. Der selben überrepräsentierten Netzwerke. WHAT. THE. FUCK.

Das haben sie nun auf eine Weise gemacht, die die bisher penetranteste ist: Scrollt man als Leser nach unten, um einen Artikel ganz zu lesen, poppt plötzlich von unten eine Leiste auf. Kein. Witz. Diese Leiste geht nicht mehr weg, es sei denn, man klickt auf ein kleines „X“. Nach jedem Reload der Seite, sowie beim Lesen eines anderen Artikels, erscheint diese Leiste erneut.

Fassen wir also zusammen: Für die drei weltweit bekanntesten sozialen Netzwerke findet man nun ingesamt 9 Buttons auf einer(!) einzigen HTML-Seite. Addiert man die zwei optionalen für die Autoren und die Rubrik-Fanseiten hinzu, sind es sogar 11.

Pikant ist ebenfalls folgender Fakt: Ich hatte ja weiter oben bereits erwähnt, dass man selbst aktiv werden muss, um auch zwei kleine Buttons deutscher Netzwerke sehen zu können. Davon ist Xing definitiv relevant, und die VZ-Verzeichnisse niemals. Ein sehr bekannter Dienst aus DE ist aber Mr. Wong aus Bremen, der ebenfalls komplett ignoriert wird wie Wer kennt wen aus Köln. Das selbe trifft auf StayFriends aus Erlangen zu.

Ich weiß nicht wie du das siehst, werte Leserin/werter Leser, doch für ein so häufig besuchtes „Nachrichtenportal“, das seinen Sitz in Hamburg hat, erwarte ich, dass man solche Dienste wenigstens berücksichtigt. Schließlich werden hierzulande StayFriends und Werkenntwen häufiger genutzt als Twitter.

Dieser Social-Network-Hype war gequirlte Kacke von Anfang an. Von Beginn an hatte außer den bestens finanzierten und durch massenhafte Marketing-Manipulationen hervorragend platzierten Diensten aus den USA niemand eine Chance. Wir leben aber leider nun in einer Realität, in welcher diese Dienste von sehr sehr vielen Menschen genutzt werden. Das ist einfach so und sich komplett dagegen zu sperren würde nichts nützen. Man kann aber, verfickt nochmal, zumindest schauen, dass sich die Unterstützung für diese Dienste IM RAHMEN HÄLT. Es bringt nichts EINEN BESUCHER EINER WEBSITE MIT BUTTONS ZU MALTRÄTIEREN, die sich in der Funktion IN KEINSTER WEISE UNTERSCHEIDEN. Zumal hier der lokale Support für alternative Dienste aus DE (und die gibt es tatsächlich, mit einem Bekanntheitsgrad, der auch den „Experten“ bei SPON vertraut sein dürfte) völlig vernachlässigt wird. Das ist, so dumm es den Idioten erscheinen mag, noch wichtiger, seit die Öffentlichkeit von Geheimdienstprogrammen wie PRISM oder Tempora weiß.

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natuerliche fraktale. ueberall.

einfach nur brokkoli
(oben: einfach nur Brokkoli… [via])

Auch die Natur kann Technik! Ehrlich gesagt hatte sie dafür auch genügend Zeit, wa!?

Hier findet sich viel mehr Atemberaubendes:

„Earth’s Most Stunning Natural Fractal Patterns“, via wired.com.

Spiralen & der Goldene Schnitt allüberall.

Vorgestellt werden Salzbänke, Schneckenhäuser, Farnkräuter, Wolken, Blätter, Berge, Blitze, Pfauenfedern, Eiskristalle, Wasserfälle, Flussdeltas und, nicht zu sehen, Galaxien.

Die gute Gaia kifft ganz schön was weg, du. Da sag‘ noch einer Frauen verstehen nichts von Mathematik. o.O

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apple $uck$ VII

Entwickler sind in der Regel keine stupiden Fanboys. Es sind Menschen, die sich intensiv mit Technik auseinandersetzen und Lösungen(!) für Probleme anbieten, um es anderen, egal ob Usern/Powerusern/Experten oder sonstwie Interessierten, möglichst einfach zu machen sich derer zu entledigen.

Apple ist und bleibt einfach ein Mülladen, das Microsoft des 21. Jahrhunderts. Das macht folgende Geschichte wieder sehr deutlich:

RIP Apple Tracker

[via]

Mordy hat eine Website entwickelt, die angezeigt hat, wo welches Apple-Gerät noch verfügbar war. Apple ist dafür bekannt die Stückzahlen in einem begrenzten Bereich zu halten, um diesen dummen Hype um die neueste Hardwareversion jedes.verfickte.Jahr noch künstlich anzuheizen. In der Politik nennt man so etwas Spin. Jedenfalls, auf der Website musste ein Nutzer nur seine Postleitzahl eingeben und schon konnte er sehen, wo das Gerät noch zu haben war. Effizient & einfach.

Anstatt sich zu freuen, dass man möglichst viele Geräte der ersten Generation wegbekommt, hat Apple Mordy verklagt. Das ist nicht witzig, wenn so etwas passiert, die Südkoreaner von Samsung können ein Lied davon singen. Es ist klar, dass der Entwickler dem harten Prozedere aus dem Weg gehen will. Er hat die Seite schließen müssen. Die entsprechende Klage hat er unter sein letztes Posting angehängt, oben sieht man einen kleinen Ausschnitt.

Mordy wird darin vorgeworfen, die Apple-Website unrechtmäßig ausgelesen zu haben. Irgendwo musste er ja die Daten her nehmen. Das wird, tatsächlich ausdrücklich, in den AGB verboten.

Das ist ein waschechter Beweis, dass diese Totalkontrolle, die ein gewisser totalitärer Steve Jobs zu Regierungszeiten eingeführt hat, weiterhin betrieben wird.

Ernsthaft: Das Web wurde offen designt. Jeder sollte in der Lage sein neue Dinge zu entwickeln. Um Daten gegen Auslesen zu schützen, die über das Web stattfinden (wir reden hier nicht über einen geschlossenen und per SSL oder sonstwie geschützen Bereich!), sollte einem 185-Milliarden-Dollar-Unternehmen schon etwas einfallen. Das ist Punkt 1.

Punkt 2 ist, dass solche Leute in jedem Unternehmen gerne gesehen sind. Denn: Es sind keine Idioten, sondern welche vom Fach. Zweitens führen sie ja direkt zu mehr Umsatz, wie in diesem Fall leicht antizipierbar. Drittens wären andere Unternehmen eher an den Leistungen interessiert, statt sie in die Wüste zu schicken. Das hat Apple mit diesem Image schon lange nicht mehr nötig, westliche Dekadenz in Reinform.

Punkt 3: Es geht das Gerücht um, dass Apple diesen Dienst einfach selbst plant. So arbeiten die von Cupertino, fragt mal die App-Entwickler. Oft fließen neue Funktionen in iOS ein, die es im App-Store zu Ruhm gebracht haben. In manchen Fällen schmeißen sie die App dann einfach aus dem Store. Hey, das Konzept funktioniert!1

Punkt 4: Es ist Apple. Ein Unternehmen, das sich rühmt, mal Pionier gewesen zu sein und auf eine entsprechende Geschichte in der IT zurückblickt. Verdammt Mann, die haben selbst mal in einer Garage angefangen! Was zum Henker machen die heute für eine Scheiße? Wollt ihr wissen für was Apple heute steht? Hier:

Arrogant
Paranoid
Pervers
Lebensfeindlich
Erbärmlich

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droz-automaton: der schreiber

Gemeinhin gilt ja der Antikythera-Mechanismus als „erster Computer der Welt“. Das 2100 Jahre alte und von griechischen Ingenieuren mit unglaublicher Präzision erbaute Gerät konnte u.a. Sonnen- und Mondfinsternisse vorhersagen.

Dieses Baby hier ist aber auch nicht schlecht:

the writer: programmierbares automata

Es sieht von vorne ungeheuer niedlich (und auch altbacken) aus, doch was verbaut wurde ist purer Uhrmacher-Wahnsinn: 6.000 einzelne Teile steuern diese Puppe, die obendrein programmierbar(!) ist und das schreibt, was man selbst möchte. Bis zu 40 Zeichen. Das Automaton selbst stammt aus 1770 und ist nun 243 Jahre alt.

[via]

Erschaffen wurde dieser Steampunk-Traum von nur drei Menschen: Dem schweizer Uhrmacher Pierre Jaquet-Droz und dessen Sohn Henri-Louis, sowie Jean-Frédéric Leschot. Droz war ein Meister seines Fachs und The Writer gilt als seine Glanzleistung. Auf Wikipedia gibt es einen eigenen Artikel ausschließlich zu Automata von ihm: https://en.wikipedia.org/wiki/Jaquet-Droz_automata. Allerdings nur auf englisch, französisch, spanisch und portugiesisch.

Ganz im Ernst: Alleine wegen der Puppe hätte ich solche Sachen früher niemals gepostet. Doch wer mal „Bioshock“ durchgezockt hat, kommt um Steampunk nicht herum. (Und, ganz nebenbei, auch nicht um Art Deco) Von daher sind solche Maschinen, Automata halt, wenn sie echt sind und dermaßen alt, von einer unwahrscheinlich unheimlichen Faszination.

Eigentlich ist es auch unfassbar, dass man durch solche Erfindungen nicht automatisch zu einem rudimentären Computer kam. Wer 6.000 Teile zu solch einem Ungetüm feinstens aufeinander abstimmen kann, muss den Universalrechner doch schon mehrfach vor dem geistigen Auge gehabt haben. Doch wie hat Antoine de Saint-Exupéry mal gemeint: „Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

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