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patent gegen window shopping


~ Lesezeit: 2 Minuten

Aus der Kategorie pure evil: Amazon hält seit dem 30. Mai ein Patent auf eine Technologie, die das window shopping in Geschäften unmöglich machen soll.

Unter window shopping versteht man einfach den Vorgang, wenn jemand in einem Geschäft über das WLAN dort einen Live-Preisvergleich macht.

Die „Physical Store Online Shopping Control“ benannte Technik snifft den WLAN-Verkehr mit und checkt, ob Kunden Webseiten der Konkurrenz aufrufen. [via] Ab diesem Zeitpunkt hat Amazon dann mehrere Möglichkeiten:

1. den Internetzugriff auf die Konkurrenz ganz blocken
2. Umleitungen auf Amazon-eigene Seiten oder
3. Umleitung auf von Amazon genehmigte/gesponserte Seiten
4. Informationen gehen an Mitarbeiter vor Ort, den Kunden aufzuspüren
5. dem Kunden eine SMS senden oder
6. einen Gutschein, eben auch per SMS, um diesen in den Amazon-Kosmos zurückzulocken

Man könnte jetzt einwerfen, so viele Amazon-Geschäfte gibt es eigentlich (noch) gar nicht. Doch nach der Schwanzvergleich-Übernahme von „Whole Foods“, für die man 13,7 Milliarden in bar(!) auf den Tisch legte, kommen auf einen Schlag im englischsprachigen Raum 465 Geschäfte unter die Fittiche des US-amerikanischen Buchhändlers.

Jep: Kunden – gefickbumst.

Übrigens läuft es im deutschsprachigen Raum überwachungstechnisch gerade genauso Amok: sowohl die „Deutsche Post“ als auch die Supermarktkette „Real“ wurden angezeigt. Die zeichnen seit geraumer Zeit munter über biometrische Systeme ihre Kunden auf, offiziell (als gäbe es nichts Niederträchtigeres) um auf ihren poppligen Bildschirmen „bessere Werbung“ schalten zu können.

Fun fact: der Link mit dem Patent stammt von der Washington Post, die Amazon-Gründer und Multimilliardär Jeff Bezos gehört.

Teaser: zu Amazon habe ich bald ebenfalls eine „lustige“ Geschichte, denn die haben meine eBook-Hexalogie gelöscht und wollten nicht sagen wann und warum. Das hatte einen trivialen Hintergrund, den ich in einem (deutschsprachigen) Telefongespräch mit dem Customer Service aus Cape Town (Südafrika) erfuhr, doch dazu mehr im Laufe der nächsten Wochen.

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