Jeder hat schon einmal Google Earth oder Google Maps benutzt. Die Bilder hier stammten jedoch nicht vom Suchmaschinenkonzern selbst, sondern vom kommerziellen Anbieter DigitalGlobe. Das wird auf den Karten auch zusammen mit den Logos kommuniziert.
Mit WorldView-3 wird noch dieses Jahr die dritte Generation dieser Satelliten ins All geschossen. Die BBC hat den entsprechenden Artikel dazu.
Jetzt sind kommerzielle Satelliten-Starts von Haus aus nichts Schlechtes. Zukunft und so, macht diese Abenteuer für Normalsterbliche irgendwann erschwinglich. Nur gibt es hier eine Beschränkung, die sauer aufstößt:
„It will have a maximum resolution of 25 cm, though DigitalGlobe is only licensed to sell images with a resolution below 50 cm to the US military.“
Das Killer-Feature wird also für uns in keiner Weise nutzbar sein. Auch hier hat es sich also jetzt mit diesem, mir langsam wirklich auf die Nerven gehenden und inflationär gebrauchten, „don’t be evil“.
Wobei: Zu den „Kunden“ zählten schon in der Vergangenheit das NGA. Man weiß also spätestens seit WorldView-1, also ab 2007, dass hier Geheimdienste mitsurfen.
Man muss wirklich genau hinsehen, um so etwas entdecken zu können. Bezüglich der Regierung als Kunden findet sich in dem BBC-Artikel auch eine der dämlichsten Feststellungen aller Zeiten:
„Behind it, a giant Stars and Stripes flag has been painted across the wall. “Seeing the flag makes our government customers unbelievably happy,” laughs Dierks
Drauf geschissen: Wir nutzen sowieso seit einiger Zeit lieber das Gemeinschaftsprojekt OpenStreetMap. Du hast keine Chance, also nutze sie.
https://blockout.io/ ist ganz cool für das Verschlüsseln von kurzen Texten zwischendurch, läuft in jedem Browser. [via]
Über AES-256 wird beliebiger Text verschlüsselt. Das war’s. 🙂
Ich kann mich persönlich an diese Spielzeuge nicht erinnern, aber sogenannte „Dekodier-Ringe“ gab es wohl früher häufiger, weil die billig herzustellen waren. Der Wikipedia-Artikel ist leider nur in englischer Sprache verfügbar.
Man wird auf der Seite explizit aufgefordert nicht das Privateste zu verschlüsseln mit dem Ding.
Ein Anwendungsbeispiel wäre, die API in sein Blog zu integrieren, um das für Kommentare zu nutzen. jquery-technisch schaut das z.B. so aus:
Example jQuery Ajax Encode
$.ajax({
url: „https://blockout.io/encode“,
type: „POST“,
data: { key: „passkey“, s: „hello“ },
success: function(response) {
$(„#encoded“).html(response);
}
});Example jQuery Ajax Decode
$.ajax({
url: „https://blockout.io/decode“
type: „POST“,
data: { key: „passkey“, s: „███████████████████████████████████████████████████████████████“ },
success: function(response) {
$(„#decoded“).html(response);
}
});
Ich habe die fertige Version dieses Features bereits bei ein paar kleinern News-Seiten gesehen.
Das Tumblr-Blog http://blockoutio.tumblr.com/ protokolliert auch jede über die Seite direkt verschlüsselte Nachricht. Reiner G33k-Pr0n, kann man als normaler Leser wenig mit anfangen.
Mir gefällt die Idee, vielleicht kann man das ja noch ausbauen. Solche ciphers werden immer wichtiger, der spielerische Ansatz von blockout.io kann helfen das weiter hinaus in die Welt zu tragen.
Glenn Greenwald hat endlich sein Medium, weswegen er den renommierten Guardian verlassen hat:
https://firstlook.org/theintercept/news/.
Zu meiner positiven Überraschung mischt hier sogar Trevor Paglen mit, den ich bereits hier mal gefeaturet habe. Bekannt ist mir der Gute bereits seit vielen Jahren und zwar wegen diesem Buch.
Dafür, dass in The Intercept 250 Millionen US-Dollar stecken sollen sieht das ziemlich rudimentär aus. Und viele News sind nicht zu finden, seit Montag keine Updates. Außerdem bricht dauernd die Leitung zusammen. Wird wohl an gewissen klandestinen Diensten liegen.
Jedenfalls, The Intercept gibt es nun in meiner Blogroll; Glückwunsch!
Nur das Beste Euch dort auf diesem Weg! Ich weiß Ihr versteht mich nicht, aber ich Euch dafür umso besser. Die Welt ist eben ungerecht.
Hoffentlich wird endlich noch mehr Material vom Ed veröffentlicht. Laut dem Guardian wurden bisher erst 1% publik gemacht, was dauert hier so lange?? DO THIS!
Wenn es die Matrix gibt, dann wurde sie von der DARPA erfunden.
Die US-militärische Technik-Innovations-Behörde, der wir so unbedeutende Dinge wie GPS und das Internet zu vedanken haben, macht einen auf humaner Freund: Sie haben den DARPA Open Catalog eingerichtet, http://darpa.mil/OpenCatalog/index.html, wo sie Quellcode und auch umfangreiche Datenbestände verfügbar machen, die für öffentliche DARPA-Projekte verwendet wurden/werden.
Das Ziel hilft uns nicht weiter:
„Making our open source catalog available increases the number of experts who can help quickly develop relevant software for the government,“ Chris White, the DARPA program manager behind the effort, said in a statement
Ihr sollt also anfangen eure eigene R&D-Community für die DARPA zu starten und ab jetzt direkt bei der Verbesserung der Matrix helfen. Echt nett!
Derzeit sind im Katalog 60 Projekte gelistet. Die meisten stehen unter einer BSD– oder ALv2-Lizenz.
Wie so oft bei denen, findet man unter den Projekten pathologisch verwendete Akronyme, die für irgendwelche abgefahrenen Programme stehen. Da gibt es z.B. LibNMF, das für high-performance, parallel library for nonnegative matrix factorization on both dense and sparse matrices steht. Oder wie wäre es mit SNAP, Stanford Network Analysis Platform? Vielleicht ist auch Neon interessant für euch: a framework that gives a datastore agnostic way for visualizations to query data and perform simple operations on that data such as filtering, aggregation, and transforms.
Ob dieser Katalog weitergeführt wird, ist vom Interesse abhängig. Ich denke wir brauchen so etwas nicht, die wirklichen Diamanten werden so nie erhältlich sein. Die DARPA entwickelt Dinge, die die Welt verändern. Und sie waren niemals gut darin, der Welt vorher zu sagen, was das sein würde. Und um Erlaubnis wurde bisher ebenfalls niemand gefragt.
Nun gut. Viel Spaß beim Weiterentwickeln der US-Streitmacht! Wasauchimmer.

Meine Geduld diesbezüglich ist definitiv am Ende. Deshalb hier die zwei Regeln für eure Adblocker, damit diese dumme Social-Media-Bar bei Spiegel Online nicht mehr auftaucht:
www.spiegel.de##div[class=“top-poster“]
www.spiegel.de##div[class=“sticky-home-link article-function-social-media“]
Habe ich hier entnommen, ich danke dafür, war gleichzeitig mein erster geflattrter Beitrag.
In dem Artikel wird wohl Adblock Plus erwähnt/verwendet. Bitte nutzt dieses Plugin NICHT mehr, verwendet stattdessen Adblock Edge oder etwas vergleichbares Freies. Sascha Pallenberg läuft schon seit Monaten Sturm gegen die korrupten Macher von Adblock Plus, hier könnt ihr euch einlesen.
Mehr gibt es zu diesem Thema nicht mehr zu sagen, wir haben die Werkzeuge und wir werden sie auch benutzen. Es reicht.

Die gute Oona Räisänen stammt aus Helsinki und ihr jüngter Hack ist ziemlich interessant: Sie hat es geschafft GPS-Koordinaten eines Helikopters aus einem öffentlichen YouTube-Video zu extrahieren.
Sie betreibt ein kleines Blog drüben bei Google Blogspot, wo sie das Prozedere vorstellt und das updatet sie auch regelmäßig: http://windytan.com/2014/02/mystery-signal-from-helicopter.html. [via]
Das war wirklich ein dummer Zufall: Dieses Video hat sie vorgeschlagen gekriegt. Es war eine Verfolgungsjagd in Kansas, eben mit einem Helikopter. Sie muss hier im linken Kanal etwas gehört haben, was einer Störung gleich kam, von der sie erst dachte, es sei der Motor des Hubschraubers. Als sie das näher untersuchte war es ein digitales Signal.
Sie war in der Lage das wohl vollständig zu isolieren und kam auf eine spezielle Technik der Frequenzmodulation: https://de.wikipedia.org/wiki/Frequenzumtastung. Sie hat das Ergebnis gefiltert, bekam einen Datenstrom und analysierte dessen Inhalt. Bis auf drei Gruppen von Bytes waren alles konstante Werte. Wie sie auf Idee kam hier entweder die Orts-Telemetrie des Helikopters, Informationen einer Kamerarichtung oder Video-Zeitstempel zu vermuten wollte sie nicht näher erläutern. In jedem Fall sieht es so aus, dass sie sich sehr gut mit solchen Dingen auskennt.
Was in ihrem Beitrag folgt sind noch eine Reihe technischer Dinge, das Endergebnis war dies: Mit Hilfe von Google Earth konnte sie die zurückgelegte Flugstrecke des Helikopters komplett rekonstruieren. o.O Eine Grafik ist dort auch eingefügt.
Durch Leser-Feedback kamen sie wohl sogar auf den verwendeten GPS-Transmitter: Nucomm Skymaster TX, oder sehr ähnliches Gerät.
Warum ich das jetzt erzählt habe: Zum einen ist die Geschichte natürlich grandios, die zufällig gegebenen Umstände, eine Hackerin aus Finnland, die genau hinhört, das globale Überwachungssystem GPS. Zum anderen hat sie das ja mit einem Video auf YouTube gemacht. Das wird nicht das einzige Video sein, wo dies funktioniert. Was ist praktisch durch solche Hacks sonst noch herausfilterbar?? No one knows.
Ist wohl noch work in progress: Die Universität Rutgers (New Jersey) arbeitet an einer Android-App, die über einen Hinweis GPS-Zugriffe von anderen Apps auf dem Smartphone zeigt:

Mehr als zehn Seiten PDF gibt es bisher leider noch nicht, der Screenshot oben wurde auch daraus entnommen:
http://winlab.rutgers.edu/~janne/USECfieldstudy.pdf. [via]
Als Methode wurde hier Heuristic Discovery of Location Access benutzt, die Änderungen der Variable getLastKnownLocation protokolliert und so eben Abweichungen des GPS-Status berechnen kann.
Ein paar Problemchen gibt es wohl noch, z.B. stören derzeit Apps diese Berechnung, wenn ein Benutzer die währendessen nutzt. Die Veröffentlichung soll sich auch wegen anderer Detailfragen noch bis zu zwei Monate hinziehen. Sobald es hier einen Link zur APK gibt, füge ich den unten ein.
Ich selbst hatte auch solche Ideen, wenn auch etwas drastischer: Ich wollte einfach über eine App GPS komplett auf Android deaktivieren. Ohne PIN ist GPS dann nicht mehr benutzbar, aber irgendwie fand ich bisher wenig Zeit das umzusetzen und es ist wohl auch nicht so einfach, wie man hier wieder sieht.
Im Übrigen braucht man GPS meistens sowieso nicht: Standortdaten können ähnlich präzise über das Mobilfunknetzwerk abgefragt werden. Bisher hat sich bei mir keine App über fehlendes GPS beschwert. Wäre ja noch schöner.
Der offene Charakter von Android macht solche Konzepte wie Blackphone überhaupt erst möglich.
Blackphone ist ein Krypto-Smartphone, ein Stück aufwendige Technik für verschlüsselte Kommunikation, wie sie sonst nur Staatslenkern für sehr viel Geld zur Verfügung steht. Hier eben für Lieschen Müller und Erik Muster gleichermaßen.
Ich habe mich umgehend für deren Newsletter angemeldet, als das öffentlich wurde. Nur leider bekam ich bisher noch keinerlei weiterführende Informationen.
Zum Einstieg muss uns die Website reichen, die gibt es nämlich vom Start weg auch in deutscher Sprache:
Mal davon abgesehen, dass wir mittlerweile und ganz nebenbei in ein Zeitalter eingetreten sind, wo sichere Hardware sexy sein darf, auch das personelle Backup hier ist vielversprechend:
Phil Zimmerman ist Entwickler von PGP und in der „Internet Hall of Fame“. Jon Callas war Mitgründer der PGP-Foundation. Was die beiden alleine wegen PGP schon durchmachen mussten, man möchte nicht mit ihnen tauschen. Dann war David Purón Vorsitzender der Open Mobile Alliance und kennt sich mit massenhaft Mobilfunkstandards aus. Das spanische Startup Geeksphone (u.a. Firefox OS) mischt ebenfalls mit. Und Mike Kershaw hat mal das nette Wifi-Tool Kismet entwickelt.
Die modifizierte Android-OS-Version wird nach derzeitigem Stand PrivatOS heißen. Und die soll dann das Folgende möglich machen:
* Verschlüsselung aller Anrufe
* Verschlüsselung aller Emails
* Verschlüsselung aller Texte
* Verschlüsselung für Internet-Browsing
* Internetzugang über VPN
* Komplette Kontrolle über den eigenen „digitalen Fußabdruck“
Und wahrscheinlich noch viel mehr, was bisher einfach noch nicht verfügbar ist.
Weder Release-Datum, noch Einführungspreis stehen bisher fest.
Die Vorbestellungsphase für das Gerät beginnt am 24. Februar. Am selben Tag wird das Smartphone auch das erste Mal auf der Mobilfunkmesse MWC in Barcelona präsentiert. Vormerken! Alleine um das hier rückgängig machen zu können:
„Technology was supposed to make our lives better. Instead we have lost our privacy — we have become enslaved.“
Mit Androiden ist es recht einfach ins Darknet abzutauchen, sofern man dies wünscht.
Alles was man dazu braucht:
1) Orbot. Die APK gibt es offiziell im Play Store, hier der Link
2) Firefox. Ich empfehle diesen Android-Browser vor diesem komischen verkrüppelten Orweb. Auch diese APK gibt es im Play Store, wenn ihr den nicht eh schon benutzt
3) Um beide Apps nun zu verheiraten, braucht ihr das Firefox-Plugin ProxyMob. Und das findet ihr direkt(!) hier: Add-On installieren
4) Das war’s! 😀
Die Funktionsweise ist nun wie folgt:
Orbot aufrufen -> auf dem Button bleiben, bis er grün wird -> auf die Weltkugel in Orbot klicken -> Firefox als App auswählen -> es _muss_ eine Erfolgsmeldung kommen, dass Firefox nun für Tor konfiguriert ist
Ihr könnt das dann ganz einfach überprüfen (falls ihr ungläubig seid, etc.), wenn ihr nun das Hidden Wiki aufruft: http://thehiddenwiki.org/, dort findet sich der Link gleich ganz oben unter der Bezeichnung „Link to the original Hidden Wiki:“. Der Link ist unter normalen Umständen nicht zu erreichen.
Dass Orbot läuft lässt sich an einem Icon mit Ausrufezeichen in der Statusleiste eures Androiden sehen. Das kann übrigens ruhig die ganze Zeit laufen, andere Browser wurden nicht mit TOR verknüpft und können für das „normale“ Web verwendet werden.
Wenn ihr Firefox nun wieder ohne Orbot nutzen wollt, reicht es das Proxy-Plugin zu deaktivieren.
SPEZIALTECHNIKEN (optional)
Ihr könnt weitere Plugins für Firefox installieren, um eure Privatsphäre noch mehr zu erhöhen:
I) Phony, direkt installieren. Hier kann man andere Hardware als Client auswählen, etwa Mac, Windows, Firefox OS, etc.
II) Self-destructing Cookies, direkt installieren. Cookies, die nicht mehr gebraucht werden, etwa für zuvor offene Tabs, werden umgehend gelöscht. Es erscheint jedes Mal allerdings eine Meldung, was genau zerstört wurde. Ist trotzdem echt gut.
III) alternative Standard-Suchmaschine: Ob DuckDuckGo oder Startpage; ihr könnt jede beliebige Suchmaschine zum Standard in Firefox für Android machen. Dazu bleibt ihr einfach lange auf der Sucheingabemaske und es erscheint das entsprechende Popup
IV) naja, den Tab für privates Browsing (mit der venezianischen Maske) solltet ihr inzwischen vom PC-Feuerfuchs kennen
V) solltet ihr keinen Wert auf eine interne History in Firefox legen, es gibt noch ein Plugin namens Clean Quit, direkt installieren
VI) eventuell erstellt noch ein Master-Passwort, ebenfalls bekannt aus PC-Welten
[via]
Habe ich etwas vergessen!? Nee, ich denke nicht.
Wenn ihr selber zu dem OpenSource-Projekt ProxyMob beitragen möchtet, etwa weil ihr ein Coder mit zu viel Freizeit seid, besucht doch https://github.com/guardianproject/ProxyMob!
Have fun!
P.S.: Anständig bleiben! ^^ Im Darknet nicht immer ganz einfach. Doch leider wird dieser Teil des Webs immer wichtiger. Was ein Armutszeugnis für uns alle ist.
Es liegt in der Natur des Menschen, schleichenden Misständen zunächst mit Humor zu begegnen. Ebenfalls seiner Natur entspricht, dass ihn diese anfängliche Leichtsinnigkeit, sei es aufgrund technischen Unverständnisses, Abarbeiten strikter Befehlsketten ihm aufgezwungener Interessenvertreter, ob eigener Faulheit, kaum verfügbarer zeitlicher Ressourcen, einfach aus Dummheit, schneller in ärgste Bedrängnis bringen kann, als ursprünglich beabsichtigt war. Ein Beispiel:

(Quelle)
Beim Thema Drohnen, einem der wichtigsten der momentanen Dekade, und wahrscheinlich auch weiterer, die kommen, findet derzeit ein Prozess statt, der von zahlreichen Medien und sonstigen Vertretern anderer Couleur gnadenlos heruntergespielt wird. Als Leser kann man sich nun aussuchen, welchem der oben aufgeführten Gründe dies entsprechen mag. Das fällt mal mehr, mal weniger schwer.
Neben den technisch (noch) völlig unmöglichen und rein aus Spaß heraus erdachten Plänen eines weltweit agierenden Internetversandhändlers, zukünftig Pakete seiner Kunden mit Drohnen zuzustellen, sofern diese in einem Umkreis von höchstens 16km entfernten Versandzentren wohnen [via], hat es sich auch die Deutsche Post nicht nehmen lassen hier herumzu-spin-nen: Sie testete vor zwei Tagen erst einen sogenannten „Paketkopter“, der medienwirksam mit einem kleinen Päckchen 50 Meter weit fliegen konnte.
Anhand des Post-Drohnen-Beispiels kurz, schließlich fand der „Spaß“ hierzulande unter Verwendung der deutschen Sprache statt, was man unter einem beispielhaften Spin versteht:
* Einladungen an diverse Medienvertreter, vornehmlich mit Kameras (am besten die größten Idioten in dem Feld, technische Kompetenz ist nicht erwünscht)
* dem Platzieren eines „Publikums“ (kann, muss nicht mal echt sein. Ebenfalls bloß keine Technik-Freaks!)
* das „Publikum“ sollte durch die größte Kleinigkeit begeistert werden können (ausgiebiges Lachen, Klatschen, etc.; Vorhandensein von Intelligenz nicht erwünscht)
* deutliches Ansagen diverser populärer Claims, z.B. aus dem militärischen Bereich, wie:
„Der Adler ist gelandet!“
„Lufthoheit!“
„Forschungsprojekt!“
„Spannende Technologie!“
„Deutliche Vorteile!“
„Weiterentwicklung der Technik!“
„Wird nie krank!“
„Arbeitet immer!“
* dem Herunterspielen für das Umsetzen tatsächlicher Pläne, wie
„Noch lange hin!“
„Noch gar nicht gesetzlich geregelt!“
„Braucht Weiterentwicklung!“
„Viel zu teuer!“
„Akku zu schwach!“
Das Schlimme bei Drohnen ist, das war aber bereits bei GPS und dem frühen Internet beobachtbar: Es wird erst militärisch entwickelt und eingesetzt, danach in der freien Wirtschaft, und am Ende verkauft man es als die totale Befreiung und etwas tatsächlich Gutes. In Wirklichkeit aber wird es permanent missbraucht, es lässt sich nicht mehr rückgängig machen, ist zeitweise unkontrollierbar und es schadet dem Individuum.
Der Unterschied: Wir können mittlerweile selbst diesen Prozess verfolgen. Bei Drohnen noch viel besser wie bei GPS und Internet/ARPANET, denn wir haben plötzlich die Werkzeuge dafür.
Die Geschichte der Drohnen ist eng mit militärischen Zwecken verknüpft. Das ist kein Geheimnis, die Idee gibt es, seit der Mensch sich aufgemacht hat die Lüfte zu erobern. Dass es bisher einfach nicht beachtet wurde ist das Besorgniserregende. Und derzeit, das ist noch viel besorgniserregender, gibt es ernsthafte und konsequente Bemühungen von unterschiedlichsten Seiten das herunterzuspielen.
Bereits damals gab es massenhaft Überlegungen und Fragen, die heute einfach nicht mehr gestellt werden:
– wer steuert die Drohnen?
– wem steht eine Lizenz dafür zu?
– mit welcher Technik werden diese Dinger genau ausgestattet sein?
– Konsequenzen für Mensch und Tier?
– was genau soll dadurch eigentlich „besser“ werden?
Dass es eben _nicht_ gut ist, was in dem Bereich derzeit passiert, habe ich kürzlich erst verlinkt: Der Proxykrieg: Hipster-Version.
Schon alleine die Bezeichnung des seit 2002 (spätestens!) stattfindenden Krieges mit dieser Technik lässt aufhorchen: Unter normalen Umständen sollte der Begriff seit dem Ende des Kalten Krieges keine reale Anwendung mit militärischen Mitteln mehr darstellen. Stellvertreterkrieg hat es danach in den allgemeinen Sprachgebrauch geschafft. In Bezug auf diesen Artikel von mir bedeutet das, es ist ein Krieg der
I) in den Medien nicht erwähnt und/oder verarbeitet wird
II) weitestgehend im Verborgenen stattfindet und das auch bleiben soll
III) aus der Ferne geführt wird, als wäre Krieg ein Videospiel
IV) aus der Ferne geführt wird, als wäre Krieg rein virtuell und es gäbe keine realen Menschenverluste
V) ein, wenn nicht das Paradebeispiel eines asymmetrischen Krieges
Überlegen ist in diesem Krieg der, der die bessere Technik besitzt. Soziale Kompetenzen sind hier unnötig. Ebenso legt man außer auf die Reaktionszeit keinerlei Wert auf irgendwelche menschlichen Fähigkeiten. Das nächste Ziel, so kann man es aus Artikeln lesen, ist noch nicht einmal mehr das Vorhandensein eines menschlichen Operators, sondern autarke Tötungsmaschinen. Denkbar sind sprach- oder gestengesteuerte Computerprogramme, die messerscharfe Algorithmen ausführen, überall auf dem Planeten und wohl auch im Weltall, und sich sogar durch eigenes Handeln und Erfahrung selbstständig weiterentwickeln können.
Das 21. Jahrhundert wird nicht witzig, lasst euch hier bloß keinen Scheiß erzählen. Es gibt nach wie vor akute „alte“ Bedrohungen wie Kernwaffen, Überbevölkerung, Klimawandel, die angepackt werden müssen, soll es die nachfolgenden Jahrhunderte weiterhin einen Planeten Erde im Sonnensystem geben. Drohnen so zu sehen als wären es irgendwelche Spielzeuge, lustige Robotniks, die man sich gegenseitig unter den Weihnachtsbaum legen kann, ist schon aufgrund der Geschichte dieser Technik nicht nur gefährlich, sondern saudumm. Und wer es noch nicht wusste, großes Sorry: MacGyver wird es _nicht_ regeln. Für vieles ist es, leider, leider, bereits zu spät. Wer das noch nicht verstanden hat, der soll halt einfach Kuchen kaufen, wenn es kein Brot mehr gibt.
„And I can see them in my eyes when they’re closed, I can feel them at night/
I can feel them plot a course through the sky, I believe in their flight/
Drones over Brooklyn/
Dr-Drones over Brooklyn/“ – El-P, Cancer 4 Cure LP, Track #4, 2012

(Quelle: Business Insider)
Das NRO ist ein „Militärnachrichtendienst“ der USA, 1961 gegründet, strikt geheim gewesen bis 1992 und verantwortlich für das militärische Satellitenprogramm. Das Personal wird vom Militär, sowie der CIA gestellt, die Kosten teilen sich die CIA und das Pentagon.
Bei dem jüngsten Überwachungsprojekt, Codename NROL-39, erst letzten Donnerstag in den Orbit geschossen, beweisen die eine ungewöhnliche Form von Humor: Auf dem Logo prangt ein gelber Krake, ähnlich der mythologischen Figur Cthulhu aus dem Repertoire des US-Horror-Autors H.P. Lovecraft.
Im Zuge des NSA-GCHQ-Abhörskandals, der seit Juni schwelt, natürlich bestens gewählt.
Aber das reichte denen auch nicht. Darunter ist zusätzlich der Spruch zu sehen „Nothing is beyond our reach“.
Und dieser Claim ist 100% ernst gemeint:
„NROL-39 is represented by the octopus, a versatile, adaptable, and highly intelligent creature. Emblematically, enemies of the United States can be reached no matter where they choose to hide, […]“
sprach Unternehmenssprecherin Karen Fergurson gegenüber Forbes und fand das gut so.
Mit Symbolen arbeitet man bei der NRO gerne: Es gibt einen eigenen Wikipedia-Eintrag nur zu deren Logos von den Überwachungssatelliten. Selbstredend wird natürlich auch der Illuminati-Mythos bedient, zweimal, dreimal; also bitte, wenn schon denn schon. Mit Raketen und so vor der Pyramide, voll titte!
Wer Näheres zu diesen Symbolen erfahren möchte, dem sei folgendes Riesenbuch empfohlen: „Codex Magica“, von Texe Marrs. Bezüglich der präsentierten Bildbeispiele dort kann man übrigens auch hervorragend Fernsehbilder und Presseartikel abscannen. Selbst SPIEGEL ONLINE arbeitet gerne mal so, es handelt sich hierbei als nicht um ein Hirngespinst, das nur von Militärs verwendet wird.
Oha: Microsoft will an die Brüste der Damen dieser Welt.
Dafür haben eine Handvoll Entwickler in deren Research-Team einen BH entwickelt, der mit Sensoren ausgestattet ist, um allerlei Zeug zu messen:
* Herzschlag(!)
* Atmung(!)
* Hautleitfähigkeit(?)
* Bewegung allgemein
Diese Indikatoren sind, scheinbar, zuständig dafür, wie gestresst frau heute ist. Und deshalb, offizieller Grund aus dem Hause Microsoft, ich habe nichts damit zu tun, überfressen sich (over-eating) viele Damen. Das will man dort durch einen „smarten BH“ nun verhindern.
Der schickt einen Tweet(!) auf das Smartphone, sobald „Gefahr“ besteht; eine Gefahr, die ein zweifelhaftes Software-Unternehmen aus Seattle dann vorgibt. [via] Hauptproblem noch derzeit: Der Akku hält „nur“ 4 Stunden.
Für die Männer war ebenfalls sowas angedacht: Die passende Unterhose. Doch da das Herz physikalisch zu weit von dieser Stelle ist(!), hat man die Pläne wieder fallengelassen. o.O
Die Geschichte ist dermaßen abgefahren, man hätte sie gar nicht erfinden können. Meine Dichtung ist das nicht, steht alles im Artikel.
Fassen wir zusammen: Microsoft will, offizieller Grund, das Problem der Fettleibigkeit mit Chips in Unterwäsche ein für allemal aus der Welt schaffen. Doch da man beim Schwanz den Herzschlag nicht richtig messen kann, gibt es diese Version vorerst nur für die Frauen. W.T.F.
Vielleicht ist man einfach nur neidisch auf Apple: Ohne das iPhone gäbe es keine Milliarden Selfies von knackigen splitterfasernackten blutjungen Mädels und auch nicht dieses dumme twerking. Da wollten die Redmonder eben mitmischen. Welche Idee nun die teuflischere ist, es sei dem Leser/der Leserin überlassen. In jedem Fall möchte ich mit keiner Frau Sex haben oder auch nur zusammenleben, die ihre BHs mit Sensoren von Microsoft ausstatten lässt.
Ladiez: Bitte lasst euch keinen Quatsch erzählen. BHs werden ohnehin völlig überschätzt.
Was die vom Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie so den ganzen Tag machen würde mich ja brennend interessieren.
Ende Oktober gab es die Meldung, es wurde eine Art Trojaner aufgespürt, der „BadBIOS“ getauft wurde und der nicht damit aufzuhalten war sich zu verbreiten, selbst wenn Netzwerkverbindungen ausgeschaltet waren. Das Problem war dem Beobachter Dragos Ruiu allerdings da schon drei(!) Jahre bekannt, der hat das eben erst kürzlich veröffentlicht.
Die Frage hier war dauernd, wie so etwas möglich sein kann. Und dann biegen eben die vom FKIE um die Ecke und behaupten, rein zufällig einen Prototypen, oder eben die Idee dazu zu haben, wie so etwas in der Realität stattfinden kann:
Mit Mikrophonen und Lautsprechern in handelsüblichen Laptops, einem Audiosignal, das Menschen nicht hören können und das sogar über ein Mesh von Gerät zu Gerät wandert, mit einem maximalen Abstand zwischen einzelnen Geräten von immerhin 20(!) Metern.
Schon „lustig“.
Ars Technica hat, aus Gründen die mir nicht bekannt sind, das komplette Prozedere „verrafft“ und in einem ersten Artikel behauptet, die vom FKIE hätten diesen neuen Trojaner sogar erfunden. Das FKIE reagierte, nicht einmal angepisst, aber dass sie sich überhaupt genötigt sahen zu reagieren sagt schon Einiges aus, so:
„[…] Our mission is to strengthen security by the means of early detection and prevention of potential threats. The research on acoustical mesh networks in air was aimed at demonstrating the upcoming threat of covert communication technologies. Fraunhofer FKIE does not develop any malware or viruses and the presented proof-of-concept does not spread to other computing systems, but constitutes only a covert communication channel between hypothetical instantiations of a malware. The ultimate goal of the presented research project is to raise awareness for these kinds of attacks, and to deliver appropriate countermeasures to our customers.“
Die Frage ist am Ende, wer denn diese „Kunden“ sein sollen. Also die „Kunden“ bekommen dann Mittel an die Hand, solche Angriffe abzuwehren. Sucht man auf Wikipedia in deutschen Einträgen nach FKIE, gibt es keinen eigenen Eintrag. Doch scrollt man die Ergebnisse durch, findet man heraus:
„Fraunhofer-Institute FKIE und FHR, ehemals Forschungsinstitute der Forschungsgesellschaft für Angewandte Naturwissenschaften FGAN in Wachtberg bei Bonn (Institute zur Erforschung neuer Radar- und Kryptoverfahren für militärische Anwendungen, finanziert aus Mitteln des Bundesministeriums für Verteidigung[37][38][39])“
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Bundesnachrichtendienst#Andere_kooperierende_Dienststellen_des_Bundes
Soll ich jetzt zu schreiben aufhören, eigentlich hat sich das Geschwätz doch erledigt, oder!?
Und nur um mal ein Gefühl dafür zu kriegen, was dem Herrn Dragos Ruiu damals mit seinem Mac(!) passiert ist, das war nicht mal ein Window$-Rechner, dürft ihr euch jetzt selbst einlesen, was diese „Erfindung“ für die Gegenwart bedeutet. Ich verlinke erstmal nichts mehr. Die labern hier alle von „Zukunft der Malware“; Alter, das passierte dem Ruiu 2010, die lachen sich heute über diese Technologie den Ast ab bei der NSA und entsprechenden Schergendiensten.
NEIL schläft nie: Das Akronym steht für Never Ending Image Learning. Und seit Mitte Juli macht dieser Cluster nichts anderes:
Das System scannt, in kleinen Schritten, 24/7 das Internet nach Bildern ab.
Es soll dabei selbst entscheiden, wie diese Bilder im Zusammenhang stehen.
Das Ziel: Common Sense. Das bedeutet übersetzt: Gesunder Menschenverstand(!). Die Fähigkeit Dinge zu erlernen, die NEIL nicht extra beigebracht wurden bzw. beigebracht werden mussten.
[via]
Das Tandem, das dieses Projekt an der Carnegie Mellon University zusammen leitet, ist ebenfalls interessant: Zum einen ist es Google. Der andere „Partner“ die US-Navy.
NEIL hat bislang mit seinen 200 CPUs 1.500 Objekte und 1.200 Szenen in vier Monaten erfasst, dabei 2.500 Assoziationen geknüpft.
Natürlich kam auch viel Unsinn heraus: Etwa „ein Rhinozeros ist eine Form der Antilope“ oder „Schauspieler kann man in Gefängnissen finden“ (wobei ich mit dem Wahrheitsgehalt von Letzterem leben könnte). Trotzdem scheinen die Verantwortlichen ganz zufrieden zu sein; wie auch immer man das hier definiert…
Der Plan? YouTube! Kommt als nächstes. Was das Ganze soll? Offenkundig. Auf direkte Anfragen der Washington Post wollte weder Google, noch die Navy antworten. Man kann es sich aber denken. Zitat von der Website der Navy:
„Today’s battlespace environment is much more complex than in the past“ and „the rate at which data is arriving into the decision-making system is growing, while the number of humans available to convert the data to actionable intelligence is decreasing.“
Braucht man keine Website des US-Militärs dazu. Kann man auch so darauf kommen, mit Common Sense…

Wir leben in modernen Zeiten. In dieser Phase des 21. Jahrhunderts finden Kriege statt, die kaum beachtet werden. Geführt von Videogamern. Per Fernsteuerung. Undemokratisch und in in Tausenden Kilometern entfernt. Im Zeitalter der Drohnen.
Da trifft es sich gut, dass man heutzutage im Web direkt Kriege mit Lifestyle verbinden kann. Das findet hier in Reinform statt:
http://instagram.com/dronestagram. [via]
Soldat trifft Hipster.
Die Angabe der vielen Toten in den Bildunterschriften gerät zur Nebensache: Die Bilder eines falschen Krieges werden erneut verfälscht, in diesem Fall mit Filtern, die der große Bruder Facebook über Instagram zur Verfügung stellt. Sie wirken, gewollt oder ungewollt, ob der Flut an geposteten Hunden in Sepiatönen, Sonnenuntergängen in Falschfarben und Schnappschüssen von westlichen Mittagessen, als sei das ohnehin nicht real, wichtig oder sonstwie relevant. Kurzum: Es repräsentiert einfach _alles_ wofür der Westen steht. Und wofür man ihn problemlos hassen kann.
Dabei hatte James Bridle mit diesem Projekt eigentlich etwas anderes im Sinn. Er wollte eben diesen Kontrast mit seinem Feed anbieten, eben nicht diese alltägliche Kakophonie gepostet sehen. Diesen ignorierten Krieg „tangible“, also greifbar machen. Erreicht hat er genau das Gegenteil.
Eben weil er Instagram für diesen Feed gewählt hat, ist seine Glaubwürdigkeit solch einer Ambition schon beim ersten Post flöten gegangen. Es gibt nichts Unechteres wie Instagram.
Schon alleine die Größenbeschränkung der Bilder deckt den betroffenen Bereich der Karte wahrscheinlich nie komplett ab. Irgendwo muss er die Photos zum Bearbeiten auch herkriegen, es sind sicher nicht seine eigenen. Und dann gibt es den moralischen Aspekt: Wenn ich weiß, bei einem Angriff sind zehn Menschen ums Leben gekommen, sollte ich die Vogelperspektive lieber heute mal mit Sierra oder doch lieber mit Lo-Fi posten? Morgen nehme ich dann bestimmt Walden, weil ich erinnere mich gerne an Ashton Kutcher von Zeit zu Zeit.
Das ist so krank. Ich gehe kotzen.