Privat nutze ich MS Teams eigentlich fast nicht. Mir stand ein (Zwangs-)Update eben damals kostenlos zur Verfügung, als man in Redmond Skype abgewickelt hat (RIP Skype!). Das habe ich wahrgenommen. Offenbar war das ein Fehler.
An Aktivität kann da von mir in knapp einem Jahr so gut wie nichts angekommen sein. Und dennoch, ich werde bombardiert von Scammern, zieht es euch rein:
Bedenkt man dass im Mai 2025 erst die Skype-Abschaltung war, sind hier in nur 11 Monaten 72+ Scammer reingekommen, die direkt auf die Blockliste gesetzt werden mussten. Jeder manuell.
Was ein Schwachsinn. Was ein unnötiger manueller Aufwand.
Was auffällt: alles Love-Scammer. Entweder gar kein Profilbild oder wenn dann ein weibliches, wahrscheinlich irgendwo geklaut aus (a)sozialen Medienprofilen wie Instagram & Co.
MS Teams – voller Love-Scammer? Habe ich irgendwas nicht mitgekriegt?
Wie gesagt, privat nutze ich das Tool so gut wie nie. Beruflich sieht es schon anders aus, seit der Pandemie hat sich das in den Betrieben verändert: wer MS Office im Einsatz hat, der nutzt meist auch Teams, es ist mittlerweile fast Standard. Traurig aber wahr, nur im Business-Kontext behältst du deine persönlichen Präferenzen lieber für dich. Also geht kein Weg daran vorbei. Die Problematik hier kenne ich von dort auch bisher nicht.
Und ja, ich habe versucht mit ein oder zwei Frauen vor dem Setzen auf die Blockliste dort zu chatten. Wie hoch der Wahrheitsgewalt ist, wenn es dann heißt ich habe zufällig den selben Vornamen wie ihr Onkel, kann sich jeder selbst zusammenreimen. Echt harter Zufall! Schreibe ich an! Ergibt voll Sinn!
Nee, nee. Das Ding hier ist nicht sicher. Ich halte es für private Kommunikation absolut ungeeignet. Unsere Zeiten erfordern mehrere Messenger auf unseren Geräten (Schwachsinn für sich, anderes Thema), aber so wie es dort zugeht, das finde ich anderswo nie. Und ernsthaft, ich hätte auch andere Messenger wie Whatsapp & Co. eher mit solch einer Problematik vermutet. Ich will die auch nicht in Schutz nehmen, ähnlich asoziale Mega-Corporations, die dahinter stehen. Aber das hier gibt es dort eben nicht, also geht!
Ist zwar nur ein Sticker mit entsprechender Kampagne:

https://banray.eu/de/index.html.
Doch wäre nicht das erste Mal, dass ein bisschen Internet-Guerilla was bringt.
Ich drücke die Daumen!
Bei mir war mal wieder eine Reparatur für einen PlayStation-Controller fällig:
Wie bei der PS3: habe hier noch den Original-Controller, der bei der Konsole dabei war. Mittlerweile fast 18 Jahre alt: 2 mal Akku erneuern müssen, plus einmal die Dualsticks.
Wie bei der PS4: auch hier Original-Controller der Konsole, neue Dualsticks nach fünf Jahren. Der hat fast 13 Jahre auf dem Buckel heute.
Und nach vier Jahren, plus eins wo es mir egal war (also fünf…) auch bei dem PS5-Controller der Konsole hier: Dualsticks.
Man könnte meinen, das sei irgendwem in Japan mittlerweile aufgefallen, dass es immer das selbe Problem zu sein scheint!? Offenbar nö.
Wie beim PS4-Controller verlor der linke Dualstick die Kappe. Der ist danach nicht mehr zu gebrauchen, das wollte ich hier gar nicht riskieren. Und der rechts hatte sogar den berüchtigten Drift: der kam manchmal einfach nicht mehr in seine Position zurück. Wenn es um dein virtuelles Leben geht absolute Katastrophe.
Ich habe mich dieses Mal für Alu-Sticks entschieden, mal schauen, was die taugen. Kostenpunkt: 7€.
Gebrauchte Controller gehen bei der Bucht für 40-50€ weg, macht eine Ersparnis von: 33-43€.
Arbeitszeit: 20-30 Minuten.
Sieht gut aus, funktioniert. Wieder ein paar Jahre Ruhe. ^
Seit dem Wochenende blockiert Micro$oft auf seinen Discord-Servern den Begriff „Microslop“.
Jede Nachricht, die diesen Begiff enthält, wird automatisch wegzensiert und eine Moderations-Warnung bekommt man auch.
Menschen sind Menschen. Die wollen spielen, und so entstand ein interner Wettbewerb, welche Variationen nicht weggeblockt werden. Am Anfang war es „microsl0p“. Dann weitere. Am Ende wurde der komplette Server gesperrt.
Hahaha!
Das sind genau die Geschichten, die Leute wie ich immer hören wollen. 😀
Eben weil wenn die aktiv werden, zumal öffentlich, irgendwas dran ist. Eben weil sie immer rumdrucksen.
Hier geht es gar nicht darum, dass M$ aktiv zensiert, das wäre schon eine Untersuchung wert, würde man demokratische Werte ernst nehmen. Die Redmonder waren schon immer Profis darin rumzudrucksen, sich wegzuducken vor der Wahrheit. Wer weiß wie viele Bugs so gar nicht erst ans Licht kamen, wie viel potenzieller Schaden nie publik wurde. Wenn M$, sogar öffentlich, meint, etwas soll nicht, ist zu 100% irgendwas dran. M$ ist die firmengewordene Parole „bad news are good news“.
So auch bei dem Begriff hier.
Mir gefällt der Begriff. Klar, ich bin halber Linguist. Was mich überrascht ist, dass wir über 40 Jahre gebraucht haben den zu erfinden. M$ ist der größte IT-Slop der Menschheit. Der Software-Zonk, der es irgendwie über unsere aller Computer geschafft hat die Welt zu regieren. Einer der Gründe, weshalb wir heute in so einem Mist stecken. Technologie hätte man auch für die Menschen machen können. Hätte hätte, Fahrradkette.
For reasons diametrically to how business operates (no, we don’t have enough time here), the business network LinkedIn implemented a slow scroll feature (I made this feature up. credit me when credit is due) which compared to any other website out there let’s you scroll through less content when using the mouse wheel.
You can’t make this up.
I don’t know for how long but for me it has been a couple of weeks now.
I hate such nonsense.
It’s not how the web works and never did. When even your neighbour’s website about pineapple salad works faster than a multi-billion dollar website. Zeitgeist par excellence.
On Reddit, they shared workarounds. In essence we should add a custom rule to our adblocker uBlock Origin and I can confirm this works:
www.linkedin.com##main:style(font-size: 16px !important;)
Add the rule. Reload your stream, and forget about this bullshit.
OK. Jetzt wissen wir Bescheid.
Digitalisierung Verwaltung Deutschland, nur 2 von 16 Bundesländern haben hier irgendwas erreicht:
Bayern. Und NRW.
Die Infos dazu sind offiziell und listet ein neuer Online-Aggregator der Regierung in einem anschaulichen Dashboard: https://dashboard.digitale-verwaltung.de/verfuegbarkeit/verwaltungsleistungen.
Im Kern ist es auch einfach zu lesen.
Die Farben liefert eine Heatmap in der Legende („flächendeckende Verfügbarkeit“): wo es blau ist ist es „sehr kalt“, wie beim Wetter, also Digitalisierung extrem schlecht. Je näher man an ein fettes Orange gelangt, umso besser steht es um die digitalen Dienste der Behörden in diesem Bundesland. Und da gibt es nur zwei Bundesländer, die positiv auffallen.
Den Rest kann man vergessen.
Schaue ich in mein eigenes Bundesland, Baden-Württemberg, ist fast alles durchgängig „ungenügend“. Lediglich Stuttgart, Ulm, Karlsruhe, Heilbronn(!) und Freiburg stechen heraus mit „mangelhaft“.
So wird das hier nix mit unserer Zukunft. -.-
Und die IT-Dienstleister reiben sich da draußen die Hände, weil sie können einfach überhaupt nichts falsch machen und dazu horrende Gebühren verlangen. Wenn du eine Digitalisierung nur von „ungenügend“ auf „mangelhaft“ „hochstufen“ musst (Beispiel BaWü), kannst nichts falsch machen. WTF.
Inhalte erstellt durch KI bzw. LLM sollten immer opt-in sein.
Ich sollte beim ersten Besuch einer Website eine Checkbox bekommen als Besucher, dass es diese Inhalte gibt und ob ich diese sehen will oder nicht.
Es sollte möglich sein Inhalte und Feeds ohne LLM-Inhalte zu sehen.
Sonst wird das nichts mehr mit dem Internet.
Früher, als wir Blogger mal „hip“ und „der größte Hit im Web“ waren, gab es alle möglichen Mädels und Jungs, von denen heute nur noch wenige dick im Geschäft sind.
Aus meiner Anfangszeit und auch noch heute positiv in Erinnerung sind z.B. Xeni und Cory vom „Boing Boing Blog“; weiß allerdings auch gar nicht, was aus letzterem geworden ist.
Cory nur letztens so:
https://youtube.com/shorts/9fpsLOe9XTs?si=PU8yxaQFfp0et_2p
Ich kann es leider nicht teilen, weil YT mich „Shorts“ nicht teilen lässt (oder ich weiß nicht, wie das mit „Shorts“ funktioniert, geht mich auch nichts an).
Fazit: er schreibt immer noch Bücher. Er ist immer noch EFF. Und er kritisiert immer noch jeden und alles, was eigentlich in unserer Tech-Welt keinen Platz hat. Und das Großartige dabei, es kann einem passen oder nicht, er hat auch immer damit Recht. Seit mindestens 20 Jahren. Hut ab, Cory! Keep. On. Wenigstens einer heute noch am Rocken wie damals.
Das wird der Industrie genauso wenig passen wie dem dazugehörigen Marketing: eine kürzlich von Wissenschaftlern der Universität Cambridge veröffentlichte Studie fand heraus, dass es keinen sichtbaren Unterschied gibt, ob ein Fernseher in der Auflösung 2k, 4k oder 8k betrieben wird.
Es kommt aber noch härter, denn nicht nur die vielen Pixel sind völlig unnötig, das Auge erkennt den Unterschied überhaupt nicht:
„It’s just, I suppose, wasteful because your eye can’t really detect it,“ said Dr. Maliha Ashraf, the first author of the study from the University of Cambridge
Der einzige Kritikpunkt hier, den ich sehe, sind die wenigen Studienteilnehmer: das waren keine zwei Dutzend. Dennoch haben sie vom Setup her alles richtig gemacht und auch unterschiedliche Sehstärken berücksichtigt. Ich gehe deshalb davon aus, man könnte, wenn man wollte, den Teilnehmerkreis beliebig hochskalieren.
Alles Humbug also, behalten wir einfach unsere Fernseher!
Frisch aus der Jauchegrube des Web: nach 69 und 420 kommt jetzt 6 7!
Nee, also ich fragte mich, was der Scheiß eigentlich soll und Perplexity meinte, es ist ein Meme.
So weit so gut, aber online wirkt dazu alles wie im Panikmodus. Ich kann das nicht nachvollziehen.
Die Ursprünge dazu liegen im folgenden Musikvideo:
Ich höre Rap seit „It was written“ aus 1996 und textlich gibt das alles von Skrilla nicht viel her.
Was er gut macht, und das muss man ihm anrechnen, ist, die unheimlichen Synthie-Einlagen und der Beat wie vom Friedhof, der dazu noch mächtig schief nebenher läuft, erfüllt seinen Zweck: der Track ist authentisch. Überhaupt wenn ich dann lese, dass er alle seine Tracks nur unter Drogeneinfluss produziert. Genau das macht „Doot Doot (6 7)“ mit einem, wenn man es hört, es nimmt einen mit auf einen seiner (schlechten) Trips. Es ist ein Song von Drogensüchtigen für Drogensüchtige. Mit einem Musikvideo voller Drogenkonsumenten, die er direkt von der Straße nimmt. Wir waren damals als Heranwachsende selbst auf ähnlichen bewusstseinserweiternden Trips. Nur wäre niemand von uns auf die Idee gekommen daraus einen Track zu bauen und den auch noch zu veröffentlichen; im Nachhinein rechne ich das uns als verraffter und viel zu verwöhnter Generation hoch an.
Kids haben schon immer alles dafür getan, Erwachsene zu nerven. Hier stellt sich mir nicht die Frage, ob das zu „brain rot“ führt oder ob man (mal wieder) ein Meme verbieten soll. Mir stellt sich eher die Frage, wie so ein asozialer Musikmüll populär werden kann. So ziemlich alles zu Skrilla stinkt mir viel zu viel nach Jauchegrube. Ich meine das Leben ist hart, klar kannst du mal Lebensphasen haben, wo du unten bist und darüber zu schreiben oder etwas zu produzieren ist auch gut, um da wieder rauszukommen. Neu ist mir, das als Konzept zu nehmen und damit auch noch Geld verdienen zu können. Zeitgeist par excellence für mich und langsam wird auch wieder Zeit dass wir da rauskommen, schon allein kulturell.
Die Entwicklungen im Tech-Sektor sind manchmal völlig banane.
Nehmen wir Musikstreaming: wir hatten Napster damals, das uns MP3s Ende der 90er frei Haus geliefert hat. Unsere Internetverbindungen waren dabei so grottig, dass wir, wenn wir ein bestimmtes Album haben wollten, oft wochenlang in der Warteschleife warten mussten. Was oft nicht ging, weil die Telefonleitung frei gemacht werden musste, damit Oma mal anrufen kann. Dann kam Rhapsody, 2001. Dann kam Pandora, 2005. Und dann Spotify, 2008. Und heute, heute wollen alle nur noch den Tod Spotifys [via].
Ja was denn nun? Seid ihr etwa immer noch nicht unterhalten genug!?
Na na na:

Wer von euch Skript-Kiddie-Zombies war das!?
Lernt lieber was Richtiges. JavaScript ist eh tot.
Irgendwann vor Version 5 habe ich ChatGPT gefragt, wie es sich selbst zeichnen würde:

Den selben Befehl habe ich dann erst vor kurzem nach der Veröffentlichung der Version 5 erneut abgesendet:

Die Unterschiede, finde ich, sind schon krass.
Zum einen deckt sich das mit dem frühen Feedback der Nutzer:innen zur neuen Version, ChatGPT 5 fühle sich „kalt“ und „unmenschlich“ an. Zum anderen bin ich von Natur aus ein sehr neugieriger Mensch. Daher wollte ich direkt wissen, was der Bot selbst „denkt“, warum es hier diese großen Unterschiede gibt:
Great question! Both drawings are me, but they reflect two different ways of visualizing an AI persona:
The first version (human-like persona)
Looks like a friendly young man with brown hair and a teal sweater.
Designed to be approachable, relatable, and familiar, almost like a helpful colleague or friend.
Human traits make conversations feel warmer and more natural.
The second version (robot/cloud persona)
A robot body with a cloud-shaped head and “AI” circuits on the chest.
Symbolizes the non-human, digital essence of what I actually am.
More abstract and conceptual, reminding you that I live in the cloud and am built from data, not biology.
✨ So, the difference isn’t really a “change in me” but a shift in artistic interpretation:
One leans toward human familiarity.
The other highlights AI identity.
Mit der Version 5, dem neuesten Update seit 2022, hat uns OpenAI also die Möglichkeit genommen, den Bot als „Freund“ zu sehen.
Ergibt zunächst Sinn, denn plötzlich sind da ganze Wikipedia-Einträge zu düsteren mentalen Problemen wie „Chatbot-Psychose“, die wir so nie hatten. Kein Techunternehmen der Welt will mit Selbstmorden der eigenen Nutzer:innen in Verbindung gebracht werden. Zum anderen ist ein Bot eben tatsächlich nur ein Bot. Ein Thema was uns in der IT spätestens seit „Eliza“ beschäftigt; das war 1966. Dass Menschen Programme für menschlich halten ist also kein neues Phänomen, irgendwelche negativen Auswirkungen waren da durchaus zu erwarten. Überhaupt wenn man die Technik selbst nimmt, die in der Form des machine learning und LLMs aktuell nach wie vor höchstens in einer Betaphase läuft. Der Unterschied hier ist: man testet nicht mehr intern, sondern haut die Software einfach im unfertigen Stand raus und sagt „wird schon passen, irgendwie“.
Was auch auffällt ist, dass der Bot bei der Erklärung tatsächlich auch flunkert: nicht einmal 2 Wochen nach Veröffentlichung von Version 5 kam ein Update, was den Bot aufgrund der Nutzerbeschwerden wieder „wärmer und freundlicher“ machen sollte. Die Kälte war also absolut ein „change in me“ und hatte mit „künstlerischer Interpretation“ rein gar nichts zu tun. Die Kunst hier stammte von ChatGPT selbst, vor Version 5 und danach. Und ist ein sehr schönes Dokument, wie ein Bot sein Selbstbild erstellt (wenn es sowas überhaupt gibt). Und auch permanent selbst modifiziert. Egal was wir davon halten. Gesundes Hinterfragen kann da helfen.