Schon extremst geil und wirklich heftigst eye candy plus cyberpunk:
eDEX-UI ist ein Terminalemulator, wie man ihn von PC-Interfaces aus Scifi-Filmen wie „Tron“ und „Alien“ kennt. Er läuft auf allen gängigen Plattformen, Linux bevorzugt, aber auch Mac oder sogar Windows mit wenigen Einschränkungen.
Das Programm aus der Zukunft ist frei hier erhältlich: https://github.com/GitSquared/edex-ui.
Nach der Installation erwartet einen ein Echtzeitmonitor für CPU, RAM, Swap und laufende Prozesse, sowie das Netzwerk. Für Touchscreens liefert er eine entsprechende Tastatur mit, die sich bei Nichtbedarf auch ausblenden lässt. In jedem Interface ist ein Verzeichnis-Browser eingebaut. Und: natürlich enthält er immer auch die entsprechende Konsole zum Arbeiten oder Experimentieren.
Das Customising kann man selbst übernehmen, braucht dafür allerdings das Wiki. Das sind schon erweiterte Konfigurationen, die man hier durchführen muss, nicht jeder kennt sich beispielsweise mit CSS-Injections aus.
Wer möchte, kann sich auch zum Konsolen-Skin entsprechende Sounds einblenden lassen.
Oben zu sehen ist der Skin neofetch mit eDEX-UI 2.2 und dem Standard-„Tron“-Thema. Ein Stückchen weiter unten das Thema „interstellar“ mit den geöffneten Grafikeinstellungen der Applikation.
Fettestes Projekt, absolute Empfehlung! Viel Spaß beim Ausprobieren!
Erst im Januar hatte AMD auf der CES in Las Vegas der Welt die neue 4000er-Serie seiner leistungsstarken Ryzen-Prozessoren vorgestellt. Unter anderem auch den 4800H(S), der in einem 14-Zoll-Exzellenz-Gaming-Notebook von ASUS präsentiert wurde, die sechs Monate das Exklusivrecht für die Veröffentlichung dieser CPUs halten sollten.
Das passte ganz gut in meine eigenen Hardwareplanungen, hatte ich mir doch seit 2011 keinen Rechner mehr gegönnt. Und die Thematik mit Meltdown und Spectre machte ab 2018 ja alles nur noch viel schlimmer und ätzender. Es war mal wieder allerhöchste Zeit, Intel so richtig in den A**** zu treten!
Die Notebook-Prozessoren von AMD spielen mittlerweile in einer eigenen Liga. Kein Vergleich mehr zu meiner letzten AMD-Hardware aus 2005, damals war der Turion64 „ultramodern“ und 64bit war d-e-r heiße Scheiß, die CPUs aber wie immer von AMD im Notebook viel zu laut und viel zu warm.
Die Hardware, die ich seit letzter Woche nun mein Eigen nennen darf, gilt aktuell als beste Laptop-CPU der Welt, neben dem 4900er-Modell, der Ryzen 7 4800HS.
Wie es der Zufall so wollte bin ich seit 2018 im CPU-Benchmarking-Territorium unterwegs, zumindest in meiner Freizeit. Was lag da also näher, als sich den Prozessor mal mit dem Tool HPL (High Performance Linpack) vorzunehmen, der Benchmark-Suite, mit der auch die TOP500-Liste der Supercomputer seit Jahren gebenchmarkt wird? Eben!
Gesagt, getan, Freitag Abend drei Stunden Arbeit investiert und das Ergebnis meiner Maschine kann sich doch durchaus sehen lassen, wie ich finde:
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HPLinpack 2.2 — High-Performance Linpack benchmark — February 24, 2016
Written by A. Petitet and R. Clint Whaley, Innovative Computing Laboratory, UTK
Modified by Piotr Luszczek, Innovative Computing Laboratory, UTK
Modified by Julien Langou, University of Colorado Denver
================================================================================An explanation of the input/output parameters follows:
T/V : Wall time / encoded variant.
N : The order of the coefficient matrix A.
NB : The partitioning blocking factor.
P : The number of process rows.
Q : The number of process columns.
Time : Time in seconds to solve the linear system.
Gflops : Rate of execution for solving the linear system.The following parameter values will be used:
N : 13920
NB : 240
PMAP : Row-major process mapping
P : 1
Q : 2
PFACT : Right
NBMIN : 4
NDIV : 2
RFACT : Right
BCAST : 2ring
DEPTH : 1
SWAP : Spread-roll (long)
L1 : transposed form
U : transposed form
EQUIL : yes
ALIGN : 8 double precision words——————————————————————————–
– The matrix A is randomly generated for each test.
– The following scaled residual check will be computed:
||Ax-b||_oo / ( eps * ( || x ||_oo * || A ||_oo + || b ||_oo ) * N )
– The relative machine precision (eps) is taken to be 1.110223e-16
– Computational tests pass if scaled residuals are less than 16.0================================================================================
T/V N NB P Q Time Gflops
——————————————————————————–
WR12R2R4 13920 240 1 2 7.23 2.486e+02
HPL_pdgesv() start time Fri Jul 10 23:17:19 2020HPL_pdgesv() end time Fri Jul 10 23:17:26 2020
——————————————————————————–
||Ax-b||_oo/(eps*(||A||_oo*||x||_oo+||b||_oo)*N)= 0.0046572 …… PASSED
================================================================================Finished 1 tests with the following results:
1 tests completed and passed residual checks,
0 tests completed and failed residual checks,
0 tests skipped because of illegal input values.
——————————————————————————–End of Tests.
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Wie zu erwarten war schneidet das 8-Kerne-AMD-Biest formidabel ab, das Endergebnis des etwas über 7 Sekunden dauernden und alle acht Kerne ausnutzenden Tests ging voll auf den L3-Cache, der hier zwei Mal vorhanden ist und je 4MB beträgt: 248,6 GFLOPS!
I <3 it! Selbst nur im Akkumodus und vom Stromnetz getrennt kam der Prozessor noch auf 210,4 GFLOPS.
Ich kann mir nicht helfen, aber ich habe selten so eine krasse, alleinige CPU-Leistung von einem meiner Heimgeräte gesehen. Gut, die PS3 war auch noch gut dabei, bis heute übrigens, obwohl die Hardware aus 2007/2008 stammt. Der Ryzen 7 4800HS ist also die zweite CPU in meinem Haushalt, die über 200 GFLOPS mit HPL erreicht. Hut ab, AMD, gerne mehr davon!
Solche Benchmarks selbst durchzuführen, v.a. unter Linux, ist eine Kunst, die selbst mich als Berufsinformatiker immer wieder vor Herausforderungen stellt. Man merkt das schon sehr gut bei der Recherche zu dem Thema, wo nie Tools gelistet sind, die außerhalb der Intel-Welt ein Ergbnis in (G)FLOPS liefern. Wie kompliziert das hier war und wie man den Test erfolgreich durchführt, bei noch viel komplizierterer Vorkonfiguration, erläutere ich gerne mal in einem anderen Beitrag. Stay tuned! 😉
Was Unterstützung für Linux betrifft, so ist Canon aus Japan beileibe kein A****loch-Hersteller: für meinen Drucker TR 8550 aus 2017/2018 gibt es wenigstens Treiber für Debian Linux und RPM-basierte wie z.B. Fedora. Wenngleich die seit Ende 2017 auch nie mehr einem Update unterzogen wurden…
Wie Canon in den 80ern Populärkultur wurde: dank „Akira“!
Nur was mit Arch oder auf Arch basierenden Derivaten? Viel Spaß mit der Installation über den Sourcecode!
Nee, das funktioniert nicht. Ehrlich jetzt.
Ich hatte noch ein funktionierendes Setup auf einem anderen Linux-Rechner, aber selbst meine manuell kopierten Dateien (cmdtocanonij2
, cmdtocanonij3
, rastertocanonij
) nach /usr/lib/cups/filter/
brachten das Mistding nicht ans Laufen. Ich bekam beim Druckversuch einer Testseite nur immer wieder die Meldung „Filter failed“.
In einer Onlinerecherche kam irgendwo (ich spare mir Links, keine Zeit, hier auch unnötig), das bedeute „eine Vielzahl von Fehlern“, ich solle debuggen.
Nee, das funktioniert heute nicht. Nicht heute. Und morgen auch nicht. Und auch nicht irgendwann nächstes Jahr.
Phew, was tun?
Wir werden pervers! Aber so richtig! Wir konvertieren das erhältliche *.deb-Paket in eine Arch-Installationsdatei, die pacman dann essen muss! Völlig egal, ob es funktioniert oder nicht danach! Muhahahaha!
Das Tool, das dies erledigt, nennt sich debtap und ist über offizielle Quellen nicht erhältlich, man muss das inoffizielle AUR anzapfen. Doch selbst dann läuft es nicht einfach von selbst, man muss indizieren lassen, aber wie das alles genau geht steht hier, denn den Link share ich gerne weiter: https://ostechnix.com/convert-deb-packages-arch-linux-packages/.
Der Befehl, der die Konvertierung durchführt, lautet schließlich so:
debtap cnijfilter2_5.50-1_amd64.deb
Der hat wahrscheinlich eine halbe Ewigkeit Gültigkeit, denn der Treiber wird von Canon für Pinguinnutzer ja eh nie geupdatet.
Man kann übrigens die Fragen, die sich hier stellen, nach Belieben ausfüllen, das ist nicht wichtig. Heraus kommt eine cnijfilter2-5.50-1-x86_64.pkg.tar.zst
, die man nur noch mit sudo pacman -U
installieren muss. DONE!
Gestern, nach 22:00, end-lich funktioniert’s!
Gut, bei mir schlug die Installation erst einmal fehl, denn meine manuell kopierten Dateien waren ja noch da, worüber sich pacman beschwert hat. Doch nach dem Löschen dieser war dann eine Installation ohne Fehlermeldung möglich. Danke debtap, danke pacman, danke TCP/IP!
Mit diesem Tutorial wollte ich mehrere Dinge auf einmal zeigen:
1) die erfolgreiche Installation des Druckers TR 8550 von Canon unter Arch Linux bzw. einem der vielen Derivate
2) dass eine manuelle Installation fehl schlägt (verschwendete Lebenszeit!)
3) was das Tool debtap ist und warum wir hier pervers werden müssen
4) warum Versuch manchmal kluch macht
5) get it running or die tryin‘!
Wenn diese Exkursion in die Tiefen der Linux-Druckertreiber-Höllen bei euch auch zum Erfolg geführt hat, klickt doch auf einen der Buttons und spendet bitte! KTHXBYE! <3
Der Begriff fuzzing entstand 1988 an der Universität von Wisconsin. Die Studierenden wurden aufgefordert ein UNIX-Werkzeug einem fuzz test zu unterziehen: so sollten diese mit zufällig generierten Daten und Kommandozeilenparametern das Programm an den Rand des Wahnsinns und damit zum Absturz bringen. Nebenbei half das Projekt bei der Entwicklung von Debugging-Tools, um die aufgetretenen Fehler aufzuspüren und zu kategorisieren.
Und da wir aktuell alle viel zu viel Zeit wegen Corona haben, machen wir heute mal zur Abwechslung etwas Sinnvolles:
Wir fuzzen den Windows-Kernel! Yay!
Linux-Distributionen für die PlayStation 3 sind sehr rar, was zum einen an der von Wenigen benutzten CPU-Architektur ppc64 liegt; für mich bis heute unverständlich, gehört diese Architektur doch mit zu den modernsten und jüngsten überhaupt. Mit Red Ribbon GNU Linux lag uns bis Mitte 2018 dennoch eine inoffizielle Debian-Distribution vor, die man bis hoch zur Version 8.11 aktuell halten konnte. Danach waren Updates, nicht einmal Sicherheitsupdates, mehr möglich, da ppc von den Debian-Paketquellen-Maintainern nicht unterstützt wurde. Sonst hätte man damit noch locker bis zum 30. Juni diesen Jahres arbeiten können.
Dieser Umstand bzw. diese Not führt mich als PS3-Linux-Entwickler immer mal wieder zu den verschiedensten Ecken des Web, wo ich Fragen stelle und mich umhöre, ob wir nicht doch einen Workaround finden können zwischenzeitlich. Und siehe da: im letzten Monat wurde ich bei reddit fündig, wo jemand kurzerhand eine PS3-Distribution basierend auf Alpine Linux zusammengestellt hat:
https://github.com/fasif/AlpinePPC64.
Alpine Linux kannte ich bis dato gar nicht, Distrowatch liefert mir anschließend allerlei Informationen wie dass es aus Norwegen stammt, regulär oft auf Routern und Telefoniesystemen zum Einsatz kommt, und auch wie das Logo ausschaut:
Das Geilste aber ist der Kernel, mit dem diese PS3-Distribution läuft: hier wurde mein eigener 3.15.10er aus Ende 2018 dafür benutzt! 😀
Alle meine PS3-Kernels werden auf der PS3 selbst gebaut. Die Hardware braucht für das Kompilieren dafür oft mehrere Stunden. Im Zuge des Spectre-Meltdown-Desasters 2018, das so ziemlich alle OoOE-CPUs betraf und dazu zählt nun mal auch der Cell-Prozessor, hat dazu geführt, dass ich auch versucht habe 4er-Kernels zu bauen (siehe hier). Es scheiterte am Ende jedoch immer wieder an zu alten IBM-Patches. Die zu aktualisieren fiel mir schwer, kannte ich nämlich die Syntax nicht und begegnet sind mir solche Patches bis 2018 auch nie. Am Ende fehlten nicht viele (Link zur Übersicht), für etwaige Hilfe und Fehlersuche stellte ich auch *.rej-Dateien zur Verfügung. Allein, mir ist bis heute nicht bekannt, dass die Patches irgendwo aktualisiert zur Verfügung stünden, um einen lauffähigen 4.x.x-Kernel für eine CFW-PS3 zu bauen. Wäre mir das damals gelungen, diese neue PS3-Linux-Distribution weiter oben hätte dann einen aktuelleren Kernel als 3.15.10 gehabt. Immerhin ist mein Kernel aber neuer als der 3.12.6er, der mit Red Ribbon ausgeliefert wird und auch nie einem Update unterzogen wurde in der Lebensspanne der Distribution.
Es ist wie es ist und eigentlich habe ich auch mal wieder Lust mich am Kompilieren eines 5.x.x-Kernel für die PS3 zu versuchen. Allein, mir fehlt nach wie vor die Zeit dazu.
Trotzdem, es ist schön zu sehen, dass geleistete Arbeit für F/OSS auch von anderen verwertet wird, verwertet werden kann. Das ist einer der riesengroßen Vorteile der OpenSource-Bewegung und eine Leistung, auf die wir nicht umsonst sehr stolz sind.
Die PS3 mit ihrer besonderen und wertvollen Architektur aus den Jahren 2007/2008 ist nicht die einzige Hardware, die auf diese Weise weiter am Leben gehalten werden kann und generationenübergreifend für weitere Faszination und spannende Coding-Projekte sorgen wird. Eine nagelneue Linux-Distribution aus dem Nirgendwo ist schon eine Hammermeldung, wie ich finde.
Traveling, von begemot_dr via flickr.com
Schlechte Nachrichten für alle Zeitreisende oder die, die es noch werden wollen: eine aktuelle Physikstudie fand heraus, wenn sich drei oder mehr Objekte gegenseitig beeinflussen, lässt sich die Zeit bzw. die Geschichte nicht mehr zurückdrehen. Damit sei die Unmöglichkeit der Zeitumkehrung fest in der Natur verankert.
Getestet wurde das Modell im Computer anhand von Schwarzen Löchern. Das Phänomen lässt sich wohl bis auf die atomare Ebene zurückverfolgen. Bedeutet konkret, es spielt offenbar keine Rolle, ob das drei Schwarze Löcher, drei Planeten oder drei Atome sind.
Also Obacht: ab drei oder mehr Personen kennt die Zeitachse naturgegeben nur noch eine Richtung und alles endet im Chaos!11
Oben: Hack – a hacked make magazine shirt, von Brian Rowe
Hackaday ist Fundgrube und Must-Read-Website für Hardware-Hacker weltweit.
Da wir ja alle nun zu viel Zeit haben (*hust!*), können wir auch alle gleich im Handumdrehen selbst zum Maker werden!
Zum Beispiel erstellen wir mit einem 3D-Drucker Zubehör für Beatmungsgeräte!
Oder warum nicht gleich ein OpenSource-Beamtmungsgerät?
Hier wird (wie von mir schon in einem älteren Beitrag kurz vorgestellt) genauer erklärt, wie man Folding@Home einrichtet, um seinen PC zum Crunchen gegen das Virus abstellen zu können. Wer damit neu in Berührung kommen sollte: das nennt sich Verteiltes Rechnen und ist ein Phänomen aus den 90ern. SETI@Home war der Vorläufer von all diesen Projekten. Schließlich ergeben tausende Privat-PCs auch einen Supercomputer!
Der LED-Tagesplan für Kindergarten-Kiddies aus improvisierten Modulen zusammengebastelt ist auch sehr nett!
Ob das hier funktionieren kann, da bin ich nicht ganz sicher, aber einen Versuch ist es wert: eine Mod-Sonnenbrille, die einen erinnert, sich nicht ins Gesicht zu fassen.
Schön solche Optionen zu haben heutzutage! Bitte mehr davon!
Greetings from EU to Hackaday – Hacks that made my day! ^^
Der Zugang und die Verfügbarkeit zu Trinkwasser wird, so exotisch sich das in unseren Breitengraden auch anhören mag, die kommenden Jahrzehnte immer schwieriger und unselbstverständlicher werden. Es gibt viele Gründe dafür, etwa die versuchte Monopolisierung der Trinkwasserversorgung durch Großkonzerne (Beispiel Nestlé), oder das explosionsartige Bevölkerungswachstum weltweit.
Gut, da ein paar bereits funktionierende Asse im Ärmel zu haben:
Was wir hier sehen ist ein PoC (Proof of Concept) auf dem Dach des M.I.T. eines solarbetriebenen Meerwasserentsalzers.
Dieses wenig kompliziert anmutende Gerät versteht es ca. 5,68 Liter (1,5 Gallonen) Trinkwasser für jeden Quadratmeter Solarzellen zu produzieren. Pro Stunde. Geplant ist, Küstenstädten (die ja durch den Klimawandel auch immer mehr werden…), eine „kostengünstige, netzunabhängige und effiziente Wasserquelle“ zur Verfügung stellen zu können.
Der offizielle Beitrag dazu erschien am 6. Februar online über M.I.T. News: http://news.mit.edu/2020/passive-solar-powered-water-desalination-0207.
Das Konzept selbst, wenngleich ohne „Mini-Solarkraftwerk“, ist nicht einmal wirklich neu: bereits 1758 entdeckte ein britischer Arzt, James Lind, dass sich aus dem Dampf von erhitztem Meerwasser Trinkwasser gewinnen ließ, das „wie Regenwasser schmeckte“. Er gilt bis heute als ein Pionier auf dem Gebiet.
Es lässt sich nur spekulieren, weshalb es offiziell erst seit 1997 z.B. auf der spanischen Insel Teneriffa eine kommerzielle Anlage in Betrieb gibt; das sind immerhin über 200 Jahre nach dieser Entdeckung!
Fakt ist auch: es werden in Zukunft nicht nur Entwicklungsländer vor dem Problem stehen, kein sauberes Trinkwasser mehr zu haben. Das erklärt wieso sich ein renommiertes Hightech-Institut wie das M.I.T. plötzlich prominent damit befasst und die Öffentlichkeit sucht. Sie sind hier sicher nicht die erste Institution aus dem Westen, die solche Erfindungen macht(e). Und ohne chinesische Hilfe gäbe es diese Konstruktion auch überhaupt nicht.
Die USA und China mit akuten Problemen bei der Trinkwasserversorgung!? Ein Schelm, wer Böses…
Im Normalfall bin ich kein großer Liebhaber von Laptops unter einer Displaygröße von 15“, doch für das ASUS ROG Zephyrus G14 kann ich gleich mehrere Ausnahmen auf einmal machen:
Zum einen bin ich CPU-N3rd sondergleichen und auch schon jahrelanger „Fanboy“ der Underdog-CPU-Schmiede AMD. Einen entsprechenden 80×15-Button aus Anno dazumal findet sich noch heute deswegen in meiner Sidebar. Und erst am 23. Dezember, also kurz vor Weihnachten, geisterte die Meldung durch das Web, Veröffentlichungen erster Laptops mit AMDs Ryzen 4xxx-er-Prozessorserie stünden kurz bevor, sowohl von ASUS, als auch HP. Die passenden Links lieferte ein spanischer Onlinehändler und machte diese Gerüchte dann „wahr“. Was fehlten, waren Fotos entsprechender Hardware. Komischerweise sind die Links heute auch nicht mehr erhältlich.
Im Zuge der Konsumentenmesse CES in Las Vegas hat zumindest ASUS das Geheimnis dann gelüftet. Deren subtiles Meisterwerk ist ein Laptop-Powerhouse im 14“-Format, das in zwei Farben ab dem 2. Quartal für ca. 1.299€-1.499€ erhältlich sein soll.
Was zuallererst dabei auffällt ist der ungewöhnliche Laptop-Deckel (siehe oben): es gibt nämlich ein Modell extra für G33ks, das 1.200(!) programmierbare(!) Mini-LEDs auf der Außenhülle mitbringt! Die Möglichkeiten zur Visualisierung scheinen hier unbegrenzt, auf der Messe selbst konnten sich schon diverse Hacker austoben, man findet viele Fotos wenn man in Suchmaschinen die Bildsuche anwirft und nach „AniMe Matrix“ sucht – so heißt dieses Feature nämlich offiziell im Sprech des Herstellers aus Taiwan.
Von der Optik wieder weg zum eigentlichen Novum: das leistungsfähige Maschinengehirn wird ein AMD Ryzen 4800H sein. Nicht nur die Typbezeichnung wurde inzwischen konkretisiert, diese SoC („SystemOnAChip“) bringt diesmal acht Zen2-Kerne mit. Höchste Taktung wird bei schönen 4,2GHz liegen. Pro Kern. Gepaart mit der zuletzt Anfang 2018 in die Schlagzeilen geratenen „Hyperthreading“-Technologie (Meltdown und Spectre und Konsorten, wir erinnern uns), stehen dem Betriebssystem hier also satte 16 Threads zur Verfügung. Und das bei nur 45W Leistungsaufnahme, möglichgemacht durch eine 7nm-Herstellungstechnologie, u.a. Weitere Daten zur CPU findet man direkt bei AMD oder z.B. Notebookcheck.
Ich selbst wäre hier bereits bedient gewesen.
Auch mache ich mir nichts aus den mitgelieferten Grafikeinheiten dieser SoCs.
Doch eine weitere Eigenart dieses Modells ist, dass man in einem G15 z.B. nicht finden wird: die Nvidia GeForce RTX 2060 Max-Q.
Jep, richtig gelesen: ASUS ist einer der wenigen Hersteller weltweit, der Highendgrafikkarten von Nvidia in AMD-Laptops verbaut (leider). Ich war schon immer großer Fan und auch Anwender dieser Kombo, weil Linux halt und Treibergedönsen; wissen schon. Für mich ist solche exotische Hardware daher sehr, sehr, sehr sehr attraktiv…
Diese Leistung wird hier einmalig sein. Selbst der 15“-Bruder wird prozessor- und grafikkartenseitig diesem Gerät hier unterlegen sein, zumindest auf dem Papier. Ob das merklich in der Praxis etwas ausmachen wird, darüber kann man bereits streiten und wird das auch erst herausfinden können, wenn beide Notebooks ausgiebig kurz vor dem 2. Quartal zur Verfügung stehen und getestet werden können.
Wer das G14 noch etwas detaillierter als lebendes Objekt sehen will, dem empfehle ich auch hier die Fotos von Notebookcheck: https://notebookcheck.com/Asus-ROG-Zephyrus-G14-Das-leistungsstaerkste-14-Zoll-Gaming-Notebook-der-Welt.449298.0.html. Die meisten anderen Quellen liefern nämlich lediglich Standardbildmaterial, z.B. von ASUS-Webseiten. Ist jedoch verständlich, schließlich hat nicht jedes Onlinemedium zum Thema Gadgets die Ressourcen mal schnell nach Las Vegas für Gadget-Pr0n zu fliegen. Schade eigentlich.
Ob das Teil seinen Platz in meine h4x0r-Stuben finden wird steht in den Sternen. Für die angebotene Leistung ist der Preis nicht mal „zu hoch“, aber doch ordentlich für einen kommerziell wenig erfolgreichen Indie-Autoren wie mich. Da bräuchte ich schon zigtausende Flattr-Spenden, das wird nicht funktionieren. Zudem ärgert mich irgendwie immer noch die 14“-Zoll-Displaygröße. Ich kann nichts dafür, ich bin fast so groß wie ein Zollstock, das sähe bei mir wie Kinderspielzeug aus!11 Witzig finde ich auch, dass mir diese AniMe Matrix nicht mehr aus dem Kopf geht – was ich damit alles programmieren könnte! Und wie viel Zeit es verschwenden würde!1 Und wie sinnlos es sein würde!11 Und wie unwichtig auf lange Sicht!111 Muhahaha! Ach, wir dummen Männer: sabbern und hecheln und träumen von PC-Hardware statt vom anderen, attraktiven, natürlich perfekten Geschlecht! Zum Glück, phew, war ich in der Vergangenheit so schlau und habe diese Art von Porno zum Beruf gemacht, haha! 😀
Das Jahr 2020 beginnt für dieses Underground-Blög mit einem schockierenden Fakt: Cyberpunks lesen Mangas!
No shit:
Was wir hier sehen ist eine Art „offizielles Unboxing“ der Deluxe Complete Box Set-Edition aus dem japanischen Verlagshaus Kodansha zu Ghost In The Shell!
Den Direktlink zur Galerie findet ihr hier, könnt euch das direkt anschauen oder auch herunterladen: https://cloud.aethyx.eu/index.php/apps/gallery/s/xY5C3nzX6GWMmdm.
Diese Komplettausgabe aus 2017 ist die erste überhaupt des Ende der 80er Jahre erschienene Kult-Mangas, der eine sagenhafte Franchise nach sich zog, die man im japanischen Original, also von rechts nach links, lesen darf.
Auf 864 Seiten erfährt man in englischer Sprache alles zu den Hintergründen des „Ghost In The Shell“-Kosmos und woher der Stoff für die ersten Animes und auch die Anreize zu den Anime-Serien stammt. Die Box enthält alle drei GITS-Bände, also „Ghost in the Shell“ (1989 – 1991), „Ghost in the Shell 2 – Man-Machine Interface“ (1997), „Ghost in the Shell 1.5 Human-Error Processor“ (2003).
Wer sich Cyberpunk nennt, der kommt daran nicht vorbei! 🙂
Einziger Wermutstropfen: da es nicht die Ausgaben der 2nd Edition von Dark Horse aus dem Jahr 2004 sind, sondern eben die westlichen, und Herr Shirow damals auch von anderen Verlegern zu viel Druck hatte, enthält die Box die berüchtigten Sexszenen des dritten Hefts Schrottdschungel nicht. Das macht aber überhaupt nix: da es sich durchgängig um Seinen-Mangas handelt, sind, v.a. die farbigen Seiten, pervers geil genug!
Interessant und zum Schießen sind auch immer wieder die Originalkommentare des Autors: damit hätte man ganze Bücher füllen können! 😀 Man findet die meist an den Rändern der Seiten, wo viel über Shirows Philosophie, Waffenkenntnis, Meinung zu Politik und Technik, und v.w.m. vermerkt wurde. Absolute Highlights, immer wieder! Oft sind das auch einfach nur Rants oder Meinungen zu einzelnen Panels; zum Wegwerfen manchmal! ^^
Die Box ist im Internet zum Preis zwischen 60€ und 90€ zu haben (ohne Versand) und kommt in einem dicken, hochwertigen Pappschuber, sowie mit einer kleinen Lithografie.
Wer online über mich recherchiert, findet schnell heraus, dass ich mich als Cyberpunk bezeichne. In der Folge und weiteren guten Gesprächen, meist in der Realität, erläutere ich sehr gerne, was das ist und wie ich dazu kam.
Selbst heute kann mit dem Begriff allein nämlich nicht jede/r etwas anfangen, obwohl wir mittlerweile von Cyberpunk-Themen im Alltag durchdrungen sind.
Mit der neuen exklusiven Reihe Cyberpunk: bitte was!? will ich erzählen, was ich persönlich zum Thema beizutragen habe. Folge 1 der Serie widmet sich meinen jugendlichen Anfängen.
Keine Sorge, geht in dem Fall ganz schnell. 🙂
Wir schreiben das Jahr 1997 oder 1998. Ich war 14 oder 15. Der Musiksender MTV läuft in meiner kleinen Röhrenglotze. Und zwar mit folgendem Video:
Der Titel des Songs war „King of my castle“, Künstler war eine Band namens Wamdue Project. In Zeiten ohne Internet musste das einfach an Informationen reichen damals.
Und mit Kraftwerk in meinen Genen war ich nicht nur wie automatisch gehooket auf einem superben Electronica-Track. Sondern das erste Mal in meinem Leben wohl auch auf einem Anime.
Internet und Anime, oder gar Mangas, kamen erst Jahre später in mein Leben.
Im zweiten Teil widme ich mich erneut der hier im Musikvideo vorgestellten Bewegtbild-Koryphäe „Ghost In The Shell“, wenn auch in anderer Form. Stay tuned! Das Thema „G.I.T.S.“ sollte mich nämlich bis heute, spät in die 30er, einfach nicht los lassen…
(Oben: Forschungsbereiche der künstlichen Intelligenz, CC0 Paula Piccard)
Den Spezifikationen nach hat man bei der KI-Text-Software GPT-2 alles richtig gemacht:
* 1,5 Milliarden Parameter
* Datensatz von 8 Millionen Webseiten als Grundlage
* einfach gestecktes Ziel: Vorhersage des nächsten Worts in einem 40GB-großen Internet-Text
Entstanden ist so „das Modell einer unbeaufsichtigten Sprache, das allgemeinverständliche Textpassagen mit einer guten Performanz und einem rudimentären Leseverständnis, sowie Maschinenübersetzung, Fragestellung und Zusammenfassung“ (Quelle: https://openai.com/blog/better-language-models/) in sich vereint.
Als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Planeten Erde ein „Hut ab!“ von mir und Respekt, dass es im Jahr 2019 solch eine Software gibt! Das war eine News im Februar.
Daraus entstanden ist ein regelrechter „Shitstorm“. Denn paranoide Zeitgenossen und Skeptiker witterten darin „ein bereits einsetzbares Programm zur Verbreitung von Fake News, Spam und Desinformation“ (via).
Mittlerweile haben sich die Gemüter wohl beruhigt. Und OpenAI, ein gerade mal vier Jährchen junges Startup aus San Francisco, war die Sache dann zu blöd, die haben die Vollversion der Software letzte Woche kurzerhand öffentlich gemacht.
Von nun an sollten wir alle in der Lage sein, theoretisch, z.B. durch die Eingabe einer beliebigen Überschrift, uns einen entsprechend sinnvollen Text generieren zu lassen. Oder umgekehrt. Und noch viel mehr.
Um zu verstehen, wie das System funktioniert, muss man der englischen Sprache mächtig sein und kann dann mal live hier ausprobieren, worum es geht:
https://talktotransformer.com/.
Einziger Wermutstropfen: die Dropdown ist bereits vorausgefüllt. Trotzdem: nettes Web-Gimmick mit Potenzial!
„The Verge“ hat in einem entsprechenden Artikel natürlich allerlei Nachteile entdeckt: die Verwendung von Namen durchgängig im Text sei nicht kohärent; das System bleibe in einem Nachrichtenartikel nicht beim Thema; solche Sachen. Doch ganz ehrlich: das machen Menschen auch und irgendwo kamen ja auch die Millionen Texte her. Das kann durchaus auch erlernt sein, bleibt aber natürlich Spekulation.
„The Verge“ war auch eines von vielen US-Onlinemedien, denen gar nicht so wirklich wichtig war, was hier genau Revolutionäres passiert. Viele Passagen im Artikel dort widmen sich einer laufenden US-Debatte, ob KI-Forscher Schaden anrichten oder nicht und ob denen das bewusst ist. Ich will da auch nicht weiter darauf eingehen, weil da sind auch wieder so hässliche Themen dabei. Kurzes Fazit: in ~95% der Fälle wissen die OpenAI-Mitarbeiter wohl selbst, ob ein Text ein GPT-2-erstellter ist.
Für mich hingegen ist eigentlich nur wichtig: wann geht denn jetzt Eliza Cassan endlich auf Sendung in meiner Glotze!?
Google so: „Unsere CPU hier macht irgendwas mit Qubits, wofür ein regulärer Supercomputer 10.000 Jahre gebraucht hätte!“
IBM so: „Pfft, das selbe Experiment simulieren wir euch in 2,5 Tagen!“
Und ich so: „Hmmmm, nehme ich diese Woche SALZ oder ZUCKER zu meinem POPCORN!?“
Oben: Zerstörte Intel-CPU, CCBYSA porras
Es gibt Artikel zu Linux, da schüttelst du als IT-Experte einfach nur noch den Kopf.
Oder auch mehrfach.
Alleine auch schon, wo die Fragestellung dazu herkommen soll.
Hier ist mal wieder so einer: „HOWTO make Linux run blazing fast (again) on Intel CPUs“.
Nichts davon, was hier an „Workarounds“ beschrieben wird, sollte man machen, weder auf einem Arbeitsplatz-PC, noch auf einem persönlichen.
Da reißen sich ein Jahr lang Entwickler weltweit den Allerwertesten auf, damit Meltdown, Spectre & Co. in den Griff bekommen wird, und dann sowas.
Der Artikel hier beschreibt, wie man jegliche Sicherheitsschranke ausschaltet, die ab Januar 2018 im Linux-Betriebssystem-Kern implementiert wurde. Das ist einfach nur eklig.
An Insider-Wissen spart der Artikel hingegen nicht.
So steht hier, dass man bei allen Kerneln vor Version 5.1.13 auf insgesamt 8 neue Sicherheits-Features kam (noibrs noibpb nopti nospectre_v2 nospectre_v1 l1tf=off nospec_store_bypass_disable no_stf_barrier mds=off). Ab Kernel 5.3.6 waren es schon 10 (nopti, kpti=0, nobp=0, nospectre_v1, nospectre_v2, spectre_v2_user=off, spec_store_bypass_disable=off, ssbd=force-off, l1tf=off, mds=off). Wie immer bei meinen Artikeln zu diesem Thema: hardwareseitig ist auch damit rein gar nichts gepatcht. Lediglich das eigene Betriebssystem bleibt sicher.
Ferner liefert der Artikel auch einen Vergleich der „Performance-Einbußen“, die sich mittlerweile leichter erstellen lassen als noch vor knapp zwei Jahren. Ergebnis: solange „SMT“ (simultanes Multithreading) aktiv bleibt, die eigentliche Wurzel des Problems (Marketingidiotensprech „Hyperthreading“), wird man diese weder sehen, noch spüren können. Schaltet man das Problem hingegen komplett aus, wozu beispielsweise Google vor wenigen Monaten riet, sind die Einbußen im Schnitt bei 10-15% Leistung. Das kann sich, je nach genutzter Anwendung, durchaus beim Arbeiten/Spielen bemerkbar machen.
Warum ich dem Artikel am Ende doch dankbar war, lag an zweierlei Gründen: man kann die Inhalte auch wundervoll als Satire lesen und sich daran erfreuen. Und es spricht Bände, überhaupt über die gegenwärtige IT-Situation, dass er überhaupt existiert (und sogar noch heute aktuell gehalten wird, das letzte Update war am 15.10.).