S{o}cial
Gizmeo.eu RSS-Feed c1 auf LinkedIn c1 auf Google+ c1 bei YouTube Gizmeo.eu als Android-App
Komm{e}ntare
  • Borno: interessant! danke
  • Abbey: Vielen Dank Probiere es jetzt mal aus war früher mal im darknet aber hatte absolut keine Ahnung mehr wie es...
  • c1ph4: @Unknownuser: Wo? Ist deine Version die neueste aus dem FDroid-Repository? Sehe hier keine. Versuch‘ mal...
  • c1ph4: @R2D2:Ist eine spezielle Firefox-Version für Orbot. Meine Präferenz im Tutorial hier war der übliche Firefox...
  • Unknownuser: Was ist die weltkugel in orbot?
Archi{v}

Sie sind momentan im Archiv der Kategorie Hacking.

{L}eftovers
GET FIREFOX!
GET THUNDERBIRD!
www . cipha . net

www . cipha . net
Please use an AMD CPU!
cell processor rox, fuck INTEL
KDE - the Ueber-Desktop-Environment!
STOP FACEBOOK!
msn user die!
aol sucks cock!
FUCK MYSPACE!
explicit content
NEIN zu Softwarepatenten
save the net! net-neutrality is important!
Aktion UBERWACH!
Credit{s}
Created, Made & Maintained by AETHYX.EU

Archiv für die Kategorie „Hacking“

intel: defective by design

Das neue Jahr 2018 beginnt mit einem cybersecuritytechnischen Albtraum, der es in sich hat.

Intel: defective by design
Grafik gefunden bei: https://defectivebydesign.org/intel-hdminsult

Im Zentrum des Skandals steht kein Geringerer als CPU-Behemoth Intel.

Erst Ende 2017 wurde bekannt, dass sich Intel-CEO Brian Krzanich von 250.000 Intel-Aktien getrennt hatte. Darüber berichtete am 19. Dezember noch fool.com, sogar mit einem recht neutralen Artikel, dass das mal vorkommen kann. Trotzdem fragte man sich da, was das eigentlich sollte. Zu der Zeit waren bereits über zwei Wochen ins Land gegangen, als ein IT-Team aus Graz in einem Selbsttest eine kritische Prozessor-Lücke fand.

Am 2. Januar, also am Dienstag dieser Woche, sickerte dann durch, was eigentlich nicht sollte: „The Register“ macht publik, dass ein elementarer Designfehler(!) in den Prozessoren von Intel seit 1995(!) dazu führte, dass Kernel-Entwickler über Weihnachten und Neujahr durcharbeiten mussten, um den Bug im Betriebssystemkern zu fixen. Betroffen ist jegliches Betriebssystem, das auf einer Intel-CPU läuft, also mindestens Windows, macOS und auch Linux. Der Name dieses kritischen Fehlers: Meltdown.

Meltdown Logo: CC0 Natascha Eibl

Jetzt ist es so, dass man unter Sicherheitsforschern und in der Industrie sich im Geheimen geeinigt hatte, dass entweder gar nicht oder nachträglich publik zu machen. Gedacht waren Updates zum 9. Januar von den Betriebssystemherstellern. „The Register“ hat dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Auf der einen Seite ist das gut so, aus journalistischer Sicht. Auf der anderen steht jetzt erst einmal die Tür offen für Hacker, was aber so ja auch nicht stimmt, denn die Lücke ist Jahrzehnte alt. Und da man Intel mittlerweile sehr gut kennt, kann man auch nicht nachweisen, dass diese Lücke Zufall war.

Was man also über die Feiertage in Angriff nahm, wird nächste Woche frühestens gefixt, das Hauptaugenmerk gilt zuerst Meltdown. Der Haken dabei: betroffene Rechnersysteme verlieren durch das Patchen maximal 30% Leistung.

Es kam aber natürlich noch dicker, denn Intel ist ein schlechter Verlierer.

Neben Meltdown wurde eine weitere Lücke bekannt, Spectre. Und diese ist nicht nur bei Prozessoren von Intel, sondern auch von AMD und ARM anzutreffen.

Spectre Logo CC0 Natascha Eibl

Meltdown erlaubt es sicherheitsrelevante Informationen aus dem Speicher des Kernels (Betriebssystemkern) auszulesen. Das können Webseiten sein, die man besucht hat, Passwörter, Logins, etc. Spectre hingegen zwingt Programme ihre Geheimnisse freizugeben. Der Bug ist härter zu exploiten, aber auch schwerer zu beseitigen. Spectre dürfte Sicherheitsforscher in der IT noch weit über den Januar hinaus beschäftigen.

Zu der Wartezeit und dem Patchen gibt es keinerlei Alternative. Zwar kann man seinen Prozessor z.B. in einem Desktop-PC austauschen, doch das verhindert das Vorhandensein von Spectre nicht. Was Programmierer hier leisten müssen ist überirdisch: einen Hardwarefehler auf Softwareebene beseitigen. Wer sich ein wenig mit der Materie auskennt, der weiß, dass das physikalisch gar nicht geht. Die Schuld liegt also eindeutig beim US-amerikanischen Chiphersteller Intel. Selbst in Sicherheitskreisen fragt man sich, ob dieser Bug nicht von vornherein ein „Feature“ war. Wenn auch Intel als US-amerikanisches Unternehmen sich an US-amerikanische Vorgaben halten muss. Seit den Enthüllungen von Edward Snowden im Juni 2013 ist hier alles denkbar.

Einen widerlichen Beigeschmack hat darüberhinaus der massive Aktienverkauf von Intel-CEO Krzanich: als das Grazer Team und ein weiteres von Google, die zufällig zur selben Zeit auf den Bug stießen, Anfang Dezember von Intel selbst kontaktiert wurden, wurden diese hellhörig. Man fragte sich, was das große Interesse des Chipriesen hervorgerufen hatte. Spätestens da war klar, auf was die Forscher gestoßen waren. Zwischen dem Bekanntwerden des Bugs intern bei Entwicklern und der Veröffentlichung von „The Register“ lagen keine vier Wochen. Sich noch kurz vor Bekanntwerden eines kritischen Bugs von Aktien des eigenen Unternehmens zu trennen ist nicht nur feige, sondern auch völlig verantwortungslos. Es ist nicht davon auszugehen, dass sich Krzanich so noch länger halten kann, zumal es beim CPU-Megakonzern schon länger kriselt: im November erst schnappte man sich den Grafik-Chef von AMD, Raja Koduri, und machte ihn zum Grafik-Boss bei Intel. Das Ergebnis ist ein Platinen-Bastard, der eigentlich nie denkbar war: mit dem Core i7-8809G erscheint Anfang 2018 die erste Intel-CPU mit einer AMD-Grafikeinheit(!). Es geschehen Dinge hier seit Monaten bei Intel, wo man früher abgewunken hätte. Die sind nicht mehr ganz dicht. Wäre ja nichts Neues.

Ein Moment der Stille für die schizophrenste CPU-Klitsche der Welt.

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

ps3: herausfinden, wie weit man downgraden kann

Noch irgendwo eine PS3 zuhause herumstehen? Gebt sie nicht einfach so weg! Mit einer bestimmten Firmware-Version bringt die Hardware locker 400€. Besonders die „Fat Lady“ ist beliebt, da hier noch die Hardware darauf zugeschnitten war Linux zuzulassen. Ab der Slim wird es zwar nicht unmöglich, aber hakelig.

Wie aber herausfinden, ob die alte Hardware zu einem Sammlerobjekt qualifiziert? Das geht ganz einfach mit dem MinimumVersionChecker, kurz MinVerChk: PS3 MinVerChk tar.gz (Download, tar.gz-Datei).

Den Inhalt schiebt ihr einfach auf einen alten USB-Stick und „installiert“ das als Update. Es ist kein wirkliches Update, es wird nur gecheckt, wie weit ihr eure Hardware downgraden könnt. Im Optimalfall kommt dann so etwas dabei heraus:

PS3: MinVerChk in Aktion

Ihr habt ab da zwei Möglichkeiten: entweder ihr downgradet die Hardware runter auf 3.55.2, dann ist die „Fat Lady“ noch OtherOS++-fähig. Oder aber auf 3.15, dann ist sogar das eigentliche OtherOS noch drauf. In beiden Fällen lässt sich dann Linux auf der PS3 installieren und die Konsole als Wohnzimmer-Supercomputer(!) betreiben. Deshalb sind die Preise in Internetauktionshäusern so hoch.

Noch ein Hinweis: der offizielle PS3-Linux-Kernel, der heute noch gewartet wird unter https://git.kernel.org/pub/scm/linux/kernel/git/geoff/ps3-linux.git, läuft theoretisch nur mit Firmware 3.15. Der Kernel braucht ab 3.55.x besondere Patches, die früher unter http://git.gitbrew.org/ erhältlich waren. Das war nicht ganz legal und so um 2011/2012 herum musste gitbrew dichtmachen. Wer also ernsthaft heute noch Linux mit einer PS3 betreiben möchte, wird um 3.15 nicht herumkommen. Beide Versionen eignen sich allerdings zum Verkauf der Konsole als Sammlerobjekt. Die 3.55.x ist jedoch interessanter bei Homebrew-Fans und Piraten, aber wenig relevant für die Wissenschaft.

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

bitcoin knackt 15.000 euro

Un-glaub-lich:

Bitcoin knackt 15000 Euro

Ich würde behaupten, dieser Preis hat auch mit Weihnachten zu tun, doch selbst das mit einkalkuliert sind 15.000 Euro ein Wahnsinnspreis für eine einzige dieser digitalen Münzen.

Vor nicht mal 10 Tagen wurden erst die 10.000 geknackt. Kapitalismus; eine kranke Sache.

Spätestens jetzt lohnt es sich, sich auch mal mit Cypherpunks zu beschäftigen, sofern noch nicht geschehen. Diese Bewegung gibt es erst seit den 90ern, viele Themen findet man sogar heute noch in Web-Archiven. Hilft, um herauszufinden, was Bitcoin eigentlich will und was es ist. Einer der berühmtesten Vertreter dieser Bewegung: Julian Assange. Und: trägt auch ungeheuer dazu bei, „gute“ von „schlechten“ Coins zu unterscheiden. Weil wenn wir mal ehrlich sind, ein Ziel von Bitcoin können wir inzwischen abhaken: ein alternatives Zahlungsmittel für alle, besonders arme Länder und die Menschen auf der Welt ohne Bankkonto.

Ich bin hier auch draußen. Ich persönlich halte 1500 Euro für einen realistischen Preis. Alles darüber: blanker Irrsinn. Das wird selbst mir zu heiß, purer Schwachsinn gerade.

Vier Jahre hat mich der Dreck jetzt beschäftigt. Goodbye Bitcoin and thanks for all the fish!

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

bitcoin knackt 10.000 euro

Ritterschlag für die Cypherpunks dieser Welt:

Bitcoin knackt 10000 Euro

Ich hätte das nie für möglich gehalten, dass so etwas passiert. Scheinbar sind unsere Zeiten doch unsicherer, als ich mir eingestehen will.

Hut ab, mutiger Bitcoin! To ze moon!

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

spionagepflanzen

Ich bin mir nicht mehr sicher, ob man die DARPA heute noch ernstnehmen kann:

Spionagepflanzen der DARPA
Grafik: DARPA

Von den Visionären, die einst das mächtige Internet erfanden, kommen zwar immer mal wieder kuriose Ideen wie diese hier. Aber ganz ehrlich: die haben doch einen gewaltigen Schuss weg. o.O

Vielleicht ist mir das früher auch einfach nie so richtig aufgefallen. Die PPTs der NSA aus dem Snowden-Fundus funktionierten irgendwie genauso: viel Gelaber und kunterbunt, aber alles andere als zielführend und umsetzbar. Und auch die Vault-7-Geschichte von Wikileaks zeigte deutlich, zum Glück eigentlich, dass auch die CIA nur mit Wasser kocht.

Nee, da ist nichts mit „Alien-Technologie“. Das sind einfach LSD-Ideen. Irgendwie innovativ zwar, aber absolut kindisch und hirnrissig.

Wer Details zu den „Spionagepflanzen der DARPA“ in deutscher Sprache nachlesen möchte, hier der informative Telepolis-Artikel dazu: „Darpa will „einfache Pflanzen als Informationssammler der nächsten Generation““, via telepolis.de.

Ich wäre dann im (schriftlichen) Kampf gegen die DARPA auch raus. Die USA danken gerade ab und wir dürfen live dabei sein. Und es gibt heute mächtigere und ekligere Gegner: Apple. Facebook. Twitter. Uber. Einzig, es fehlt an Munition.

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

shakti cpus

Indien hat wohl die kompetenteste IT-Workforce der Welt. Und wohl die am meisten unterbezahlte.

Ein neues ambitioniertes CPU-Projekt von dort könnte bald ARM den Garaus machen: Shakti.

Gerne hätte ich ein Bild des Prototypen eingebunden. Oder ein Logo. Einzig: es existiert noch nichts davon. Was ich weitergeben kann ist ein Gruppenfoto des mutigen Projekt-Teams.

Zwei Dinge, die mir imponieren und wo ich großes Potenzial sehe: Open-Source-Hardware. Und basierend auf RISC-V. Gefährliche Mischung! Die schmeckt. Zumindest mir.

Für die Spindoktoren reicht einfach, dass wir Schlagworte und -phrasen wie „IoT“, „Start Frühjahr 2018“ oder „Elektronik ist das Öl Indiens ab 2020“ weitergeben. Ich überlasse es denen, entsprechende „Hashtags“ zu generieren. Ich hoffe und bete, sie kriegen das hin.

Wer gerne tiefer einsteigen möchte in die Materie, ich gebe gerne ein paar nützliche Ressourcen weiter:

*Offizielle Website des Shakti-CPU-Projekts
*Das Shakti-Prozessor-Programm (PDF allerdings aus 2015)
*Open CPU-Projekte auf GitHub, basierend auf RISC-V
*Für was Shakti im Hinduismus steht, Wikipedia

Schön! Gut! Vielversprechend! उंगलियों को पार कर!

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

diy: einfacher smart contract mit solidity

Solidity ist die Programmiersprache von Ethereum, eine Turing-vollständige Programmiersprache, exklusiv entwickelt für diese eine Kryptowährung. Wobei, Ethereum ist eine vollständig neue Plattform, Solidity nur die Sprache dieser Plattform. Sie ist JavaScript sehr ähnlich, jeder mit Erfahrung in JavaScript sollte sich hier sehr gut zurecht finden. Aber Vorsicht: JavaScript != Java. JavaScript ist zwar schnell, aber nicht schön und leider auch keine Hochsprache.

Anyways. „Smart Contracts“ sind wohl das Killer-Feature von Ethereum. Im Kern handelt es sich hierbei um unfälschbaren, verfizierten Code, der zu einer bestimmten Bedingung ausgeführt wird. Es soll sehr einfach sein „smart contracts“ zu schreiben, von daher möchte ich in diesem Beitrag die Aufmerksamkeit auf ein einfaches Tutorial lenken, das wir Entwickler alle kennen: „Hello World“. Der Code und auch die Details dazu sind auf GitHub hinterlegt: https://github.com/evbots/greeter_contract.

Ich bin im Übersetzen sehr schnell (und meist auch sehr präzise), von daher gebe ich die Einführung einfach in deutscher Sprache weiter. Eure Versuche gehen natürlich auf euer Risikokonto. 😉

=== Der Gruß-Vertrag ===

Ein einfacher „Hallo Welt“-Smart-Contract geschrieben in Solidity.

=== Hintergrund ===

Dieser Code stammt direkt aus dem Anfänger-Tutorial der Ethereum-Entwickler, den ihr hier findet. Das Tutorial selbst erwähnte jedoch eine alte web3.js-Spezifikation, von daher wurde der Vertrag leicht angepasst.

=== Vorbereitungen ===

* Die Fähigkeit, Ether zu akzeptieren, die Währung von Ethereum. Benutzt eine Tauschbörse oder leiht euch ein paar Ether von einem Freund.
* Ladet euch Go Ethereum herunter und führt es aus mit geth --rpc
* Erstellt einen Ethereum-Account mit geth über die Kommandozeile oder JavaScript-Konsole. Mehr dazu hier.
* Überweist Ether zu diesem neuen Account.

=== Setup ===

Nachdem ihr die Paketquelle geklont habt, installiert die Abhängigkeiten.

yarn

Stellt sicher, dass geth läuft, sofern noch nicht geschehen.

geth --rpc

Bereitet das Build-Skript vor, damit es ausgeführt werden kann:

yarn build

Sofern ihr Ether zu eurem Account transferiert habt (es genügt sehr wenig), entsperrt den Account, damit ihr das Geld ausgeben könnt. Dies geschieht über die Konsole von geth. Sobald geth aufgesetzt ist und läuft, öffnet ein neues Terminal und benutzt diese Befehle:

geth attach

Danach schreibt ihr in eure Konsole:

personal.unlockAccount(eth.accounts[0], , 15000)

Jetzt, davon ausgehend ihr seid im Projektverzeichnis, führt den Code aus:

node lib.js

Ihr verbindet euch so mit geth über euer lokales Netzwerk und dessen API, dabei wird versucht ein Vertrag zu erstellen.

Notiert euch die Adresse des Vertrages, nachdem ihr diesen errechnet (geminet) habt. Sobald geth den letzten Block synchronisiert hat, werdet ihr die Adresse als Ausgabe sehen. Sollte das nicht der Fall sein, prüft eure Wallet-Adresse über etherscan.io und ebenso den Status eures Vertrags. Sobald der Vertrag errechnet wurde, könnt ihr wieder zur JavaScript-Konsole von geth zurückkehren und kreiert so eine Instanz eures Vertrags. Danach grüßt das Ding. ^^

Damit das funktioniert, benötigt ihr zwei Sachen: die ABI des Vertrags, sowie die Adresse. Um die ABI zu bekommen, habe ich ein einfaches Skript geschrieben, um diesen auszugeben. Führt einfach Folgendes aus:

yarn printAbi

=== Vertrag erstellen ===

Zurück in der JavaScript-Konsole von geth (Tipp: ihr erreicht diese mit geth attach in einem neuen Konsolen-Tab/-Fenster) erstellt ihr nun euren Vertrag mit dem Code:

var myContract = web3.eth.contract(YOUR_ABI).at(YOUR_CONTRACT_ADDRESS);

=== Vertrag ausführen ===

Ab jetzt lassen sich die Methoden eures Vertrags aufrufen:

myContract.greet();

und

myContract.kill();

Wie wir sahen ist das alles zum Glück kein großer Aufwand.

Auf die Frage, was man damit machen, hat der Kanton Zug (Schweiz) inzwischen schon eine praktische Antwort: die können nämlich bald ihre digitale ID in der Ethereum-Blockchain hinterlegen. Erwartet sowas mal in Deutschland. -.-

Alles Pfosten hier. Seid schlau, geht, aber geth mit Ethereum!

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

kodi-entwickler auf mpaa-abschussliste

2017. Wer mal schnell wissen möchte, welche harten Kämpfe FOSS auch heute noch ausfechten muss, der soll sich bitte diesen Artikel zu „MPAA gegen Kodi-Addon-Entwickler“ ansehen. Das ist verrückt, was hier abgeht. Das ist Behinderung von Innovation in Reinform. Und schon auf dem Schreiben solltet ihr die Logos checken. Das sind nicht unsere oder eure Freunde.

Kurz zum Hintergrund: KODI, ehemals XMBC, ist wohl das Beste, was die XBOX je hervorgebracht hat.

Kodi Logo via Wikipedia

Am Anfang war es einfach ein Opensource-Medienplayer, mittlerweile ist es eine eigene Linux-Distribution, im Hintergrund ein komplettes Non-Profit-Konsortium, das sich großer Beliebtheit erfreut und auch eines der ersten Software-Spielzeuge für den Raspberry Pi war.

Man konnte ferner „dumme HD-Fernseher“, also TVs, die zwar HD anboten, aber keinen Internetanschluss hatten, im Handumdrehen „smart“ machen. Man findet den Quellcode zum Herumschrauben auch drüben bei GitHub: https://github.com/xbmc/xbmc.

Ich hatte die MPAA schon gar nicht mehr auf dem Radar. Die 1922 gegründete Motion Picture Producers and Distributors of America (MPPDA) kämpft noch heute gegen die Torrent-Technologie. Das Wort „Takedown“ gehört zum gängigen Vokabular in der Berichterstattung. Die brachten ein ganzes Protokoll zu Fall: eDonkey. Sie legen sich mit ganzen Ländern an, auch in Europa, siehe die Geschichte von „The Pirate Bay“ aus Schweden. Verklagen Leute, die verlinken, Blogs betreiben, oder, wie in Kodis Fall, eben Open-Source-Addons entwickeln.

In dem konkreten Fall geht es wirklich nur um die Addon-Funktion:

*jsergio123 stoppt die Entwicklung von urlresolver, metahandler umgehend
* The_Alpha aus UK, verantwortlich für das Addon bennu, hat das Schreiben online gepostet
* Ares Wizard ging noch am selben Tag des Postings offline

Die Kodi-Entwickler-Szene ist in Aufruhr, ruft öffentlich zur Unterstützung des Gerichtsverfahrens auf. Das sind schwere Schläge, die hier ausgeteilt werden, weitgehend ignoriert oder unverstanden von der medialen Öffentlichkeit.

Es hat sich auch etwas gedreht im Verhalten der Coder nach solchen Anschuldigungen: früher hätten sie sich quergestellt und ins Darknet oder sonstwo verdrückt. Heute wird viel schneller eingeknickt. Das ist entmutigend als Opensource-Entwickler so etwas zu lesen, doch der Selbstschutz sollte immer vorgehen. Das wurde früher oft verpennt. Die jungen Hacker sind reihenweise wegen Dummheit oder falschem Stolz oder einfach jugendlichem Leichtsinn in den Knast gewandert. Insofern sind diese Reaktionen der Entwickler nicht feige, sondern tatsächlich weise. Schmerzen verursacht es dennoch.

Vielleicht denkt ihr das nächste Mal beim Filmgucken kurz drüber nach, welche Scheiße ihr hier unterstützt. Wie kann es sein, dass eine Organisation, bestehend aus nur sechs Filmstudios aus den USA sich mit kompletten Ländern anlegen und Jagd auf Menschen machen kann!? In welcher „freien Welt“ leben wir eigentlich?

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

die wertvollsten kryptos 2017

2017 war für Kryptowährungen wohl das verrückteste Jahr. Alleine die älteste Währung, Bitcoin, verteuerte sich innerhalb von nur einem Jahr um das Zehnfache: im Oktober 2016 konnte man eine digitale Münze noch für 500 Euro ergattern.

Steigt der Bitcoin, steigen auch alle anderen Kryptowährungen, die auf dem SHA-256-Algorithmus aufbauen, die sogenannten Altcoins. Auch für die war es ein sehr erfolgreiches Jahr. Vielleicht wird man in 20 Jahren auf 2017 zurückblicken und sagen, Kryptos sind damals erwachsen geworden.

Was ich in diesem Beitrag zeigen will ist, welche Kryptowährungen man bereits heute zu den wertvollsten zählen kann. Dabei wird alleine der Wert eines einzigen Tokens betrachtet. Für eine erste Auflistung möchte ich die Kryptowährungen zeigen, die den Wert von 100€ erreicht oder bereits um ein Vielfaches überstiegen haben. Here we go:

1. Bitcoin, 4844€

Bitcoin icon

„Die Mutter aller Kryptowährungen“ taugt im Jahr 2017 kaum noch als Zahlungsmittel. Wer beispielsweise im August Bitcoin im Wert von 1€ transferieren wollte, zahlte dafür bereits 2€ Transaktionsgebühr. Das macht Bitcoin als reines alternatives Zahlungsmittel heute unattraktiv.

Als „digitales Gold“ lässt sich die Währung allerdings nach wie vor betrachten. Durch Brexit und Trump-Wahnsinn wird der Wert weiter steigen. Im Gespräch sind locker fünfstellige Beträge. Ein Ende nicht absehbar. Das macht die Währung, neben ihrem attraktiven Charakter als Geldanlage, aber weiterhin zu einer Waffe gegen die Wirtschaft allgemein. Da können Mega-Banken wie J.P. Morgan Chase noch so Stimmung dagegen machen. Der wahre Feind von Bitcoin wurde schon von Beginn an tief in die DNS der Kryptowährung eingraviert. Das lässt sich, zum Glück, weder ändern noch rückgängig machen.

Ferner sind digitale Bitcoin-Münzen nach wie vor mit speziellen Minern, ASIC-Maschinen, weiterhin selbst produzierbar. Das ist zwar nicht wirtschaftlich und verbraucht viel zu viel Strom (Bsp.: eine 1,1TH-Maschine mit einem 590-Watt-Netzteil kostet pro Monat 119€ Stromkosten bei einem Preis von 0,28€/KWh. Wertverlust/Monat alleine durch Stromkosten: 84€), doch es ist ein cooles und attraktives Hobby und macht auch Spaß. Ferner stützt jeder kleine Miner das Bitcoin-Netzwerk allgemein.

2. Ethereum, 261€

Ethereum icon

Ethereum gehört mit zur „Champions League“ der Kryptowährungen. Das von Vitalik Buterin gestartete Projekt bietet mit Solidity eine eigene Programmiersprache. Außerdem ist Ethereum im Gegensatz zu Bitcoin turing-complete; allerdings ist weit und breit kein PC zu sehen, der nur auf Ethereum basiert. Das wäre hier nämlich möglich. Und auch wahrscheinlich _die_ Killer-Applikation.

Der Code wird derzeit weiterentwickelt und ein neuer Haupt-Release wartet auch. Mit smart contracts glänzt das System mit einer Art programmierbarem Vertrag als App, die fälschungssicher und ohne Mittelsmann-Schicht funktioniert. Doch auch hier gab es bisher keinen „Killer-Smart-Contract“. Das vielversprechende Projekt The DAO scheiterte letztes Jahr im Oktober komplett, daraus entstand das kontroverse Ethereum Classic. In der Krypto-Szene wird diese Währung wie Bitcoin Cash auch als dreistes Plagiat und Betrug gewertet.

3. Dash, 248€

Dash icon

Dash, auch „Digital Cash“, wird als Anwärter auf den Thron der Kryptos gesehen, die es als erste schafft eine DAO, also eine Dezentrale Autonome Organisation erfolgreich aufrecht zu erhalten. Die Anzahl Apps ist derzeit überschaubar und wenig attraktiv, was hier lockt ist zum einen das selbstständige Betreiben einer „Masternode“ (die jedoch teuer ist), wodurch man massive Stimmrechte erhält. Und zum anderen verfügt Dash über ein IO-System, das es schafft Monat für Monat sein Budget selbstständig(!) zu steigern, wodurch neue Projekte und neue Entwickler finanziert werden können. So etwas gab es meines Wissens noch nicht.

4. Zcash, 196€

Zcash icon

Um Zcash rankt sich die eine oder andere Verschwörungstheorie. Im Kern ist es einfach eine Kopie von Bitcoin, selbst die Anzahl von 21 Millionen Tokens ist die selbe. Niemand weiß genau, zu was es gut sein soll. Es gibt Gerüchte, es sei von gewissen Regierungen gesponsert. Was niemanden in der Szene wirklich wundern würde.

5. Byteball Bytes, 177€

Byteball icon

Ganz ehrlich: keine Ahnung. Auf Wikipedia in englischer Sprache keinerlei Einträge. Byteball Bytes will ein „smartes Bezahlsystem“ sein. Leider ist das nicht wirklich innovativ. Um die Popularität zu steigern werden immer mal wieder Events organisiert, zuletzt im August, wo Tokens für die verschenkt werden, die Bitcoin-Adressen bereitstellen. Das könnte auch mal nach hinten losgehen für Bitcoin-Fans. Ich persönlich kann mir nicht erklären, wieso der Wert hier so hoch angesetzt ist, zumal man die Währung _nicht_ minen kann. Der Community-Gedanke existiert hier also überhaupt nicht. Vielleicht ist der Mangel ein Phänomen hier: insgesamt sind nicht einmal 600.000 Tokens im Umlauf. Viele finden schon alleine diese Vorstellung attraktiv.

6. BitConnect, 172€

BitConnect icon

Den Abschluss der Liste macht BitConnect, ein seit Februar 2016 existiertendes „High-yield Investment Program“. Diese Programme sind organisierte Ponzi-Schemes und ergo: schlicht Betrug. Ich würde jedem davon abraten hier zu investieren. Insgesamt gibt es 28 Millionen Einheiten, 7,2 Millionen befinden sich aktuell im Umlauf. BitConnect ist ein sehr gutes Beispiel, dass wir in Bezug auf Kryptowährungen bis auf ein paar Ausnahmen auch noch sehr am Anfang stehen: hätten Leute Ahnung, oder einfach Erfahrung, wäre der Wert nicht so hoch und das Interesse gleich Null. Man soll es aber minen können, also immerhin dachte man bei der Entwicklung doch an eine Community. Wo es genau herkommt, Regierung oder Individuum, weiß selbst die Wikipedia nicht.

Dahinter warten vielversprechende Währungen und neue Technologien, etwa Monero (derzeit 76€), Litecoin (derzeit bei 51€) oder der nagelneue China-Krypto Neo (25€). Die drei möchte ich listen, da ich diese als besonders sicher und potenziell attraktiv ansehe. Wie immer helfen so subjektive Eindrücke meist nichts, wenn man selbst investieren will: die intensiven Recherchen wird euch niemand abnehmen können…

Man darf gespannt sein, wo die Reise hingeht. 2018 will ich erneut so eine Liste machen. Und nach meinem heutigen Wissensstand dürften Bitcoin und Ethereum die einzigen sicheren Vertreter sein. Für die anderen, ganz ehrlich, das klingt alles irgendwie cool und neu und so; doch bei etwas genauerer Betrachtung sind die einfach nur Unsinn.

Im Kern, die Menschen versuchen gerade gemeinsam eines der Hauptprobleme der Menschheit zu lösen. Und: es wurde ein nagelneues Medium zum Speichern und Austausch von Werten statt Informationen geschaffen, die Blockchain. Das ist schon aller Ehren wert, was hier passiert. Ob das Experiment gelingt? Es steht in den Sternen. Wie das bei Experimenten eben immer ist.

Quellen:
* Werte von Coinmarketcap.com, Stand 20.10.17
* Icons von Cryptocompare.com

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

updaten sie ihr bluetooth noch heute!

Bluetooth. Übersetzt Blauzahn. Wenn wir mal ehrlich sind, es klang von Anfang an ungesund.

Was internationale Handy- und Smartphone-Hersteller nicht daran hinderte diesen vermurksten und unsicheren Funk-Standard auf mittlerweile 8 Milliarden Geräten weltweit zu installieren. Mit Vernunft oder technischem Wissen hat das alles nichts zu tun.

Der einzige Grund, warum wir nicht permanent mit Bluetooth-Horrormeldungen vollgeballert werden liegt in dem Umstand, dass die kleine Antenne nur maximal 10 Meter weit funken kann. Wobei das mit dem neuesten Standard auf 30 Meter geändert werden soll. Wer’s braucht…

Okay, genug, jetzt zum Geschäft:

Eine ca. 1 Woche junge Sicherheitslücke im Bluetooth-Quellcode sorgt dafür, dass ein sich in 10-Meter-Umgebung befindlicher Angreifer durch eine Puffer-Unterlauf-Attacke (buffer underflow attack vector) Zugang zu jedem Gerät verschaffen kann, das Bluetooth aktiviert hat. Getauft wurde dieser Bug auf BlueBorne.
Als Smartphone-Nutzer mit PIN- oder Muster-Sperre kann man das daran merken, dass plötzlich das Display an- und wieder ausgeht. Pikant: ohne eine solche Sperre ist die komplette Übernahme und das Ausspähen des eigenen Geräts möglich.

Boing!

Ob man mit seinem mobilen Gerät davon betroffen ist, kann man z.B. mit folgender App herausfinden: BlueBorne Vulnerability Scanner von „Armis Security“, via Google Play Store. Diese App checkt einfach, ob die Sicherheits-Patch-Ebene von Android aktuell ist. Ist sie das nicht, zeigt die App ein rotes Icon. Ist das Gerät sicher, ein grünes. Für iOS gibt es sicher ähnliche Apps, aber ich habe keinerlei Ahnung von iOS und bin da auch froh drum.

Gerade was mobile Geräte betrifft, ist man ab letzter Woche abhängig von Google und Apple, sowie den Smartphone-Geräte-Herstellern wie Samsung, HTC und Konsorten. Bieten die ein Update an, kann man sich seit kurzem gegen BlueBorne schützen. Nutzt man etwa eine Android-Version vor KitKat (4.4), ist ein Schutz nicht mehr möglich(!). Auch bei den Custom ROMs ist man abhängig von den Programmierern: ein Update wird von manchen angeboten, von vielen nicht.

So, wir sprachen nun über BlueBorne auf Smartphones. Aber was ist mit Tablets, PCs, Laptops, Kühlschränken? Das selbe Problem! Wurde schon erwähnt, dass Bluetooth auf 8 Milliarden Geräten weltweit vorinstalliert ist!?

Bei Linux kam erst heute bei meiner Distribution ein Update von bluez, das ist der Bluetooth-Treiber unter Linux. Mein Notebook war also bis heute verwundbar. Nicht so toll.

Wer kein Update mehr machen kann, dem hilft nur noch eines, was bisher Bluetooth auch immer gerettet hat: man schaltet den Funkdienst einfach nicht an. Wobei das bei iOS 11 beispielsweise gar nicht mehr möglich ist. Tolle Technik, nicht!?

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

ethereum-knoten inklusive wallet mit raspberry pi betreiben

Ethereum mit Raspberry Pi verheiraten

Ist ein bisschen längerer Artikel, doch hier beschreibt jemand ein spannendes Projekt, einen Raspberry Pi 3 so einzurichten, dass man damit einen eigenen Knoten für das Ethereum-Netzwerk und ein Krypto-Wallet gleichzeitig mit Linux betreiben kann:

https://pgaleone.eu/raspberry/ethereum/archlinux/2017/09/06/ethereum-node-raspberri-pi-3/.

Die Gesamtkosten für die benötigte Hardware belaufen sich hierbei um die 200€.

Als Linux kommt ArchLinux ARM zum Einsatz. Es ist aber laut dem Autor auch möglich, Raspbian dafür zu benutzen. Bei Raspbian muss man sich nur geth und go selbst ziehen und installieren, danach den binären Pfad auf $GOPATH/bin umstellen. Bitte auch das Fazit unten lesen („Conclusion“), hier stehen noch ein paar Tipps wegen der Sicherheit. So sollte man bei dieser Lösung u.a. auf sudo verzichten.

200€ scheinen nicht so günstig zu sein auf den ersten Blick. Ich bezweifle jedoch stark, dass es billiger geht. Zudem ist Ethereum faktisch chronisch unterbewertet. Und mit vielen neuen Features in der Pipeline, u.a. kommt auch ein komplett neuer Release Anfang 2018 mit „Metropolis“, sollte der Preis schnell noch weiter nach oben gehen. Besser hier früh einsteigen als zu spät (wobei ich diesen Tipp derzeit auch für Dash (perpetuierendes Entlohnungssystem) und XEM (bald ein neuer Major Release) empfehle).

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

der cpu geheimnisse entlocken

Wir bleiben einen Moment bei der komplizierten Materie der Computer-Prozessoren.

Mit sandsifter finden wir drüben bei GitHub ein ziemlich cooles Tool, das x86-Prozessoren nach Bugs und versteckten Instruktionen absuchen kann.

sandsifter: CPU-Fuzzer

Hier der Link:

github.com/xoreaxeaxeax/sandsifter.

Ein Standard-Lauf wird nach der Installation folgendermaßen gestartet:

sudo ./sifter.py --unk --dis --len --sync --tick -- -P1 -t

In der oberen Hälfte laufen dann die Schritte, die sandsifter gerade durchführt. In der unteren listet euch das Programm die Anomalien. Wichtig: je nach Geschwindigkeit und Komplexität eurer CPU kann ein Scan mehrere Stunden oder sogar Tage dauern, plant also genügend Zeit für den Test ein.

Sobald alles durch ist, fasst die Ergebnisse mit diesem Befehl in einem Log zusammen:

./summarize.py data/log

Es ist üblich, dass Millionen Instruktionen gefunden werden. Im Kern gibt es aber drei Bereiche, die euch Aussagen liefern sollen zu:

* CPU-Software-Bugs (z.B. im Hypervisor)
* CPU-Hardware-Bugs
* Undokumentierte Instruktionen (Instruktionen, die eure CPU zwar liefern kann, aber vom Hersteller nicht bestätigt werden)

Besonders der letzte Punkt dürfte für Hacker und Hardware-Freaks interessant sein.

Falls ihr Hilfe bei der Analyse benötigt, wendet euch einfach per EMail an den Entwickler und schickt das Log mit: xoreaxeaxeax@gmail.com.

Viel Spaß beim Jagen und schönes Wochenende!

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

howto: eigenes privates ethereum-netzwerk

Hinter Bitcoin ist Ethereum die Kryptowährung mit dem höchsten Marktwert. Wenngleich wir heute noch auf _die_ Killer-App warten, das Meiste sind doch nur Coin-Börsen & Wallets, so ist Ethereum in der Hinsicht vielversprechend, als dass die Währung als „turing complete“ gilt, man kann also im Gegensatz zu Bitcoin dafür und damit „richtig programmieren“.

Mit der folgenden Anleitung bauen wir uns heute ein eigenes privates Ethereum-Netzwerk!

Ethereum Logo Portrait Black X-Small

WARNUNG: die Durchführung des Tutorials geschieht auf eigene Gefahr. Ich übernehme keinerlei Garantie dass irgendwas funktioniert! Auch solltet ihr darauf achten, dass ihr eure eigenen Ethereum von diesen erstellten Ethereum getrennt aufbewahrt. Das Tutorial soll dazu dienen, a) für Ethereum zu programmieren und richtet sich an Entwickler, b) einen einfachen „smart contract“ aufzusetzen, sowie c) das wohl Wichtigste, zu verstehen, wie Ethereum funktioniert.

Los geht’s! 🙂

1. Vorbereitungen

Ihr braucht Zugang zu einem eigenen Server-Bereich und den geth („Go Ethereum Client“). In dieser Anleitung nehmen wir mal an, ihr betreibt einen Ubuntu-Server. Hier findet ihr die Anleitung für die geth-Installation unter Ubuntu: geth installieren. Ferner solltet ihr um minen zu können mindestens 2GB RAM bereitstellen.

Das private Netzwerk wird „gizmeodoteu“ genannt. Es ist aufrufbar unter der Fake-IP-Adresse 101.102.103.104.

Öffnet nun ein Konsolenfenster, loggt euch über SSH in Ubuntu ein und erstellt ein Arbeitsverzeichnis:

ssh root@101.102.103.104
mkdir gizmeodoteu
cd gizmeodoteu
mkdir data
mkdir source

2. Generierung des Genesis-Blocks

Der Genesis-Block ist der allererste Block jeder Blockchain und die Parameter sind in der Datei genesis.json definiert. Die Datei speichern wir ab unter /root/gizmeodoteu/genesis.json. Hier der Inhalt der Datei:

{
"config": {
"chainId": 15,
"homesteadBlock": 0,
"eip155Block": 0,
"eip158Block": 0
},

"alloc" : {
"0x0000000000000000000000000000000000000001": {"balance": "111111111"},
"0x0000000000000000000000000000000000000002": {"balance": "222222222"}
},

"coinbase" : "0x0000000000000000000000000000000000000000",
"difficulty" : "0x00001",
"extraData" : "",
"gasLimit" : "0x2fefd8",
"nonce" : "0x0000000000000209",
"mixhash" : "0x0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000",
"parentHash" : "0x0000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000",
"timestamp" : "0x00"
}

Hierbei steht chainId=1 für das Ethereum-Hauptnetzwerk. Daher ist es wichtig eine eigene chainId für euer privates Netzwerk zu nehmen, damit euer privates Netzwerk die Blockchain nicht mit der offiziellen verwechselt.
Zum Testen und für ein allgemein besseres Verständnis, setzen wir die Schwierigkeit auf einen niedrigen Wert. Auch sollte ein einzigartiger Wert für nonce gewählt werden. Über das Feld alloc werden Accounts mit Ether (die Ethereum-Währung) vorgefüllt.

Geht nun in euer Verzeichnis, wo ihr die genesis.json abgelegt habt und initialisiert den bootnode. Das ist der Knoten, mit welchem sich euer Client mit dem privaten Netzwerk verbinden und auch mit anderen Knoten kommunizieren kann:

cd /root/gizmeodoteu/data
geth --datadir=/root/gizmeodoteu/data init /root/gizmeodoteu/genesis.json
bootnode --genkey=boot.key
bootnode --nodekey=boot.key

3. Neuen Account erstellen und Kontostand prüfen

Öffnet ein neues Konsolenfenster und wechselt über SSH auf euren virtuellen Server:

ssh root@101.102.103.104
geth attach /root/gizmeodoteu/data/geth.ipc
> eth.accounts

Natürlich gibt es noch keine Adressen von Konten. Den ersten Account eröffnen wir nun. Ersetzt „meinPW“ mit einem starken Passwort, bewahrt dieses an einem sehr sicheren Ort auf. Ethereum vergibt nicht: ohne dieses Passwort werdet ihr niemals mehr Zugang zu eurem Account haben:

> personal.newAccount("meinPW")
> web3.fromWei(eth.getBalance(eth.accounts[0]), "ether")

Speichert eure Adresse gut ab, diese beginnt mit dem Präfix 0x. Auch gibt es noch keine Ether in diesem Account, dazu kommen wir noch. Natürlich ist das geminte Ether hier nur nützlich in eurem privaten Netzwerk.

4. Im privaten Netzwerk minen

Das Minen hier hat doppelten Zweck: Ether erzeugen um die Transaktion durch gas, eine Ethereum-Untereinheit, zu betreiben. Zudem führt das Minen eure Transaktionen in die Blockchain.

Öffnet ein neues Konsolenfenster und verbindet euch zu eurem privaten Server:

ssh root@101.102.103.104
geth --datadir=/root/gizmeodoteu/data --mine --minerthreads=1 --etherbase=0x...

Der Parameter etherbase hier spezifiziert die Zieladresse, wohin eure durch das Mining generierten Ether gesendet werden sollen. Hier steht eure Wallet-Adresse aus Schritt 3. Wenn ihr nun den Kontostand erneut checkt (siehe Schritt 3), solltet ihr eine große Zahl angezeigt bekommen. Gratulation! Ihr seid nun Ether-Milliardär!

Klar, diese generierten Ether sind nur wertvoll innerhalb eures privaten Netzwerks. Trotzdem geil! Ihr wisst nun, wie ihr für Ethereum entwickeln könnt und _das_ ist wirklich unbezahlbar.

5. Einen einfachen Vertrag kompilieren

Die offizielle Dokumentation zu Ethereum erwähnt nicht, dass das Kompilieren über solC nicht mehr via RPC möglich ist. Alle Tutorials, die darauf aufbauen, enden in einer Art Fass ohne Boden. Es gibt wohl 2 Wege Verträge zu kompilieren, es ist für das eigene Verständnis wichtig, beide mal versucht zu haben.

Als Erstes installiert ihr den Kommandozeilen-Compiler solC:

sudo add-apt-repository ppa:ethereum/ethereum
sudo apt-get update
sudo apt-get install solc

Öffnet nun erneut ein Konsolenfenster, verbindet euch über SSH mit eurem Server und navigiert zum Verzeichnis, wo euer Quellcode abgelegt wird:

cd /root/gizmeodoteu/source

Speichert den folgenden „Begrüssungs“-Vertrag in /root/gizmeodoteu/greeter.sol:

contract mortal {

/* Variable "owner" vom Typ address definieren */
address owner;

/* diese Funktion wird bei Initialisierung ausgeführt und setzt den Besitzer des Vertrags */
function mortal() { owner = msg.sender; }

/* Funktion, um die Investionen des Vertrags wiederherzustellen */
function kill() { if (msg.sender == owner) selfdestruct(owner); }
}

contract greeter is mortal {
/* Variable "greeting" vom Typ string definieren */
string greeting;

/* das hier wird ausgeführt, wenn der Vertrag aufgerufen wird */
function greeter(string _greeting) public {
greeting = "Hallo, Welt!";
}

/* Hauptfunktion */
function greet() constant returns (string) {
return greeting;
}
}

Jetzt kompilieren wir den Vertrag mit solC:

solc --bin --abi -o /root/gizmeodoteu/source /root/gizmeodoteu/source/greeter.sol

Das Setzen von bin und abi sagen dem Compiler, dass „Ethereum Virtual Machine (EVM)“-Bytecode und eine Datei Application Binary Inferface (ABI) erstellt werden sollen. Mit -o legt man wie üblich ein Ausgabeverzeichnis fest, welches mit der zweiten Angabe des Verzeichnisses mit einer *.sol-Datei abgeschlossen wird.

Die Kompilierung hier erzeugt zwei Dateien:

– eine EVM-Datei, erkennbar an der Endung *.bin. Diese entspricht dem Vertrags-Bytecode, der vom webbasierten Compiler generiert wird; dieser ist einfacher zu verwenden und wird weiter unten vorgestellt.

– eine ABI-Datei, erkennbar an der Endung *.abi: stellt euch das application binary interface als eine Art Vorlage für den Vertrag vor. Das erleichtert die Kommunikation von euch und anderen mit dem Vertrag, sobald er sich in der Blockchain befindet.

Öffnet beide Dateien nun mit nano oder einem anderen Texteditor eurer Wahl. Indem ihr versteht, was darin steht, werdet ihr weniger Mühe damit haben eure Verträge zu veröffentlichen und mit ihnen zu interagieren.

Alternativ dazu könnt ihr auch den Online-Compiler benutzen. Durch einfaches Copy&Paste nimmt dieser euch die Arbeit ein bisschen ab. Jedoch sind beide Methoden gleichwertig.

Kopiert dazu einfach den Text aus greeter.sol von oben in den Online-Compiler. Wartet einen Moment und klickt dann auf den Link „Contract details…“. Der Inhalt des Felds Bytecode sollte mit dem aus der Datei greeter.bin übereinstimmen. Das Selbe gilt für das Feld Interface aus der Datei greeter.abi.

6. Einen „Begrüssungs“-Vertrag in eurem privaten Netzwerk veröffentlichen

Kopiert den Inhalt des Feldes Web3 deploy in den Online-Compiler. Fügt den Inhalt in einen Texteditor eures PCs und achtet auf die hervorgehobenen Bereiche:

var _greeting = 'gizmeoDOTeu rockt!';

var browser_ballot_sol_greeterContract = web3.eth.contract([{"constant":false,"inputs":[],"name":"kill","outputs":[],"payable":false,"type":"function"},{"constant":true,"inputs":[],"name":"greet","outputs":[{"name":"","type":"string"}],"payable":false,"type":"function"},{"inputs":[{"name":"_greeting","type":"string"}],"payable":false,"type":"constructor"}]);

var browser_ballot_sol_greeter = browser_ballot_sol_greeterContract.new(

_greeting,

{

from: web3.eth.accounts[0],

data: '0x6060604052341561000f57600080fd5b6040516103dd3803806103dd833981016040528080518201919050505b5b336000806101000a81548173ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff021916908373ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff1602179055505b6040805190810160405280600d81526020017f48656c6c6f2c20576f726c642100000000000000000000000000000000000000815250600190805190602001906100b99291906100c1565b505b50610166565b828054600181600116156101000203166002900490600052602060002090601f016020900481019282601f1061010257805160ff1916838001178555610130565b82800160010185558215610130579182015b8281111561012f578251825591602001919060010190610114565b5b50905061013d9190610141565b5090565b61016391905b8082111561015f576000816000905550600101610147565b5090565b90565b610268806101756000396000f30060606040526000357c0100000000000000000000000000000000000000000000000000000000900463ffffffff16806341c0e1b514610049578063cfae32171461005e575b600080fd5b341561005457600080fd5b61005c6100ed565b005b341561006957600080fd5b61007161017f565b6040518080602001828103825283818151815260200191508051906020019080838360005b838110156100b25780820151818401525b602081019050610096565b50505050905090810190601f1680156100df5780820380516001836020036101000a031916815260200191505b509250505060405180910390f35b6000809054906101000a900473ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff1673ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff163373ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff16141561017c576000809054906101000a900473ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff1673ffffffffffffffffffffffffffffffffffffffff16ff5b5b565b610187610228565b60018054600181600116156101000203166002900480601f01602080910402602001604051908101604052809291908181526020018280546001816001161561010002031660029004801561021d5780601f106101f25761010080835404028352916020019161021d565b820191906000526020600020905b81548152906001019060200180831161020057829003601f168201915b505050505090505b90565b6020604051908101604052806000815250905600a165627a7a7230582069d50e4318daa30d3f74bb817c3b0cb732c4ec6a493eb108266c548906c8b6d70029',

gas: '1000000'

}, function (e, contract){

console.log(e, contract);

if (typeof contract.address !== 'undefined') {

console.log('Contract mined! address: ' + contract.address + ' transactionHash: ' + contract.transactionHash);

}

})

Das oben abspeichern als myContract.js.

Bevor ihr fortfahrt prüfen, dass a) euer Kontostand nicht 0 ist und b) euer Account entsperrt ist. Ist der Kontostand zu niedrig oder der Account gesperrt, könnt ihr den Vertrag nicht veröffentlichen. Deshalb solltet ihr die obigen Schritte nochmals abarbeiten, um Ether zu minen und entsperrt dann euren Account wie folgt (ersetzt „meinPW“ mit eurem eigenen von oben):

Öffnet ein neues Konsolenfenster:

ssh root@101.102.103.104
geth attach /root/gizmeodoteu/data/geth.ipc
> web3.fromWei(eth.getBalance(eth.accounts[0]), "ether")
> personal.unlockAccount(eth.accounts[0], "meinPW")

Bitte nicht abschalten, denn es wird wichtig: auch hier gibt es kein Update der Dokumentation zu Ethereum, daher gibt es Verwirrungen, wie man Verträge kompiliert. Beachtet, dass die Funktion web3.eth.contract() ein Argument braucht. Das ist das selbe, wie die Datei greeter.abi, die wir mit dem solC erstellt haben. Das Feld data ist gleichbedeutend mit dem EVM-Bytecode der Datei greeter.bin. Der einzige Unterschied ist wieder das Präfix 0x.

Jetzt wird der Vertrag öffentlich gemacht:

loadScript(myContract.js)

Die Ausgabe sollte ungefähr so aussehen:

Contract mined! address: 0x4000737c8bd7bbe3dee190b6342ba1245f5452d1 transactionHash: 0x0a4c798467f9b40f2c4ec766657d0ec07c324659ea76fcc9c8ad28fc0a192319

Glückwunsch! Euer Vertrag „lebt“ und ist zu finden unter der Adresse 0x4000737c8bd7bbe3dee190b6342ba1245f5452d1 eurer privaten Blockchain.

Notiert euch diese, denn sowohl ihr oder auch andere werden diese brauchen, wenn ihr damit interagieren wollt.

Falls es nicht funktioniert hat: stellt sicher, dass ihr aktiv in einem anderen Fenster minet, damit die Transaktion in die Blockchain geführt werden kann.

7. Mit dem Vertrag interagieren

Auch hier gibt es noch keine Updates der offiziellen Ethereum-Doku. Die beschriebenen Funktionen werden schon nicht mehr benutzt. Startet erneut geth und versucht Folgendes:

> var abi = '[{"constant":false,"inputs":[],"name":"kill","outputs":[],"payable":false,"type":"function"},{"constant":true,"inputs":[],"name":"greet","outputs":[{"name":"","type":"string"}],"payable":false,"type":"function"},{"inputs":[{"name":"_greeting","type":"string"}],"payable":false,"type":"constructor"}]'
> var abi = JSON.parse(abi)
> var contract = web3.eth.contract(abi)
> var c = contract.at("0x4000737c8bd7bbe3dee190b6342ba1245f5452d1")
> c.greet()

Mit den ersten drei Eingaben legt ihr fest, wie der Vertrag laut ABI aussieht. Die Methode contract.at() braucht als Übergabeparameter die Adresse, wo euer Vertrag residiert. Ihr solltet nun die folgende Ausgabe sehen:

gizmeoDOTeu rockt!

Hinweis: geth bekommt Schnupfen, sobald eine eurer Eingaben illegale Zeichen beinhaltet, siehe:

“ (illegal) is not equal to " (legal)

und

‘ (illegal) is not equal to ' (legal)

9. Fazit

Wir haben nun mehr als nur kurz mal reingeschnuppert in Ethereum: wir haben ein eigenes (privates) Netzwerk aufgesetzt und sogar einen eigenen „smart contract“ kompiliert. Zudem haben wir Sackgassen der offiziellen Dokumentation vermieden. Wir haben ferner gesehen, wie man einen Vertrag veröffentlicht (deploy) und mit diesem interagiert.
Solltet ihr je Mist gebaut haben und müsst nochmals neu anfangen, startet „einfach“ euren Server neu und löscht eure Blockchain:

rm -R /root/gizmeodoteu/data/geth/chaindata

[via]

10. Ausblick

Die smart contracts sind, was Ethereum so stark macht. Durch diese Eigenschaft entfällt die Stelle des Vermittlers, Verträge werden dadurch fälschungssicher und günstig. Nicht nur Notare werden zukünftig dadurch überflüssig. smart contracts haben das Zeug dazu, ganze Institutionen, egal ob privat oder staatlich, zu ersetzen.

Ferner ist Ethereum „turing complete“: diese Eigenschaft besitzt das Bitcoin-Protokoll nicht. Dadurch kann man für Ethereum relativ leicht selbst Anwendungen entwickeln. Wer schonmal JavaScript programmiert hat, wird sich hier prima zurecht finden. Vielleicht hilft dieses Tutorial ja, mal mit einer anderen Anwendung an den Start zu gehen, als nur Wallets oder Coin-Börsen! 🙂

Falls euch das Tutorial gefallen hat, spendet mir doch ein paar Bitcoin! Die Adresse findet sich bei jedem Bitcoin-Button überall auf gizmeo.eu verstreut! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und happy hacking!

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

vault 7: ssh-hacking

Es scheint, fast ist es ein bisschen ruhiger geworden um Vault 7. Doch was erst im März diesen Jahres von Wikileaks gestartet wurde und den größten Geheimdienst-Leak aller Zeiten darstellt, uns länger beschäftigen würde, war vorhersehbar. Ist auch gut so!

Die neuesten Enthüllungen drehen sich um die Tools BothanSpy und Gyrfalcon. Beides sind Werkzeuge um SSH-Sessions zu knacken und zwar sowohl auf Unix-/Linux-Systemen, woher man diese Art Sessions sehr gut kennt, aber auch von Windows-SSH.

Hintergrund: mit SSH ist es im Kern möglich Zugang zu jedem Rechner weltweit zu bekommen. Gerade auf Unix- und Linux-Systemen sind GUIs, also grafische Nutzeroberflächen, nur ein Schnickschnack um die User von der Konsole fernzuhalten. Hinter den schönen bunten Fensterchen laufen die selben Befehle ab, die man auch von den Terminals kennt. Linux lässt sich hervorragend von einem Laptop fernadministrieren. Ein Beispiel: ein Raspberry Pi liegt irgendwo im selben Netzwerk wie mein Laptop. Mit ssh pi@192.168.x.x kann ich auf diesen von meinem Laptop aus zugreifen, einrichten, Programme installieren/deinstallieren, etc. Viele nutzen ssh auch um ihren Webspace zu administrieren, etwa für eigene Webseiten und -projekte.

BothanSpy hier ist das Tool zum Hacken der XShell, also für Windows-Systeme. Wie es aussieht ist es aber eine Erweiterung von Shelltermn 3, die man erstmal dafür braucht. Die gestohlenen Daten können direkt an CIA-Server gesendet werden oder werden bis zur Internetverbindung in einer eigens dafür verschlüsselten Datei gespeichert.

Wie zu erwarten war ist Gyrfalcon das OpenSSH-Pendant. Unklar bleibt, ob außer Ubuntu, Debian, CentOS, Suse und Red Hat weitere Linux-Distributionen betroffen sind, da nur diese explizit im Manual beschrieben werden. Linux-Fragmentierung ist hier also gleichbedeutend mit Schutz. Gyrfalcon kann den kompletten Verkehr abgreifen, wenn gewollt. Außerdem wie bei BothanSpy auch Nutzernamen und Passwörter.

Mit diesen Informationen geht Wikileaks nun schon in die 15. Verlängerung. Nicht immer sind meine Beiträge hier auf dem neuesten Stand. Es lohnt sich eventuell der Blick ins Archiv von href.ninja. Dinge, die hier nicht behandelt wurden, tauchen wahrscheinlich dann dort auf. Mir fehlt für eine Art permanenter Chronik leider viel zu oft die Zeit (auch wenn man das von mir früher nicht gewohnt war). Dafür entschuldige ich mich, geht aber nicht mehr anders.

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^

chinas bitcoin-fabriken

Der Grund, warum wir heute mit unseren USB-Minern keine Bitcoin mehr abgreifen können:

Nachtschicht in einer Bitcoin-Fabrik in China
(Nachtschicht in einer Bitcoin-Fabrik in China, via qz.com)

QUARTZ hat eine schöne Photoserie gemacht zu Bitcoin-Fabriken in China: https://qz.com/1026605/photos-chinas-bitcoin-mines-and-miners/.

Gezeigt werden seltene Einblicke in die technische Ausrüstung dieser Fabriken und wie die Menschen dort arbeiten.

Alles Hightech, alles 21. Jahrhundert, und doch sieht so heute Drecksarbeit aus. Daran werden wir uns gewöhnen müssen und wohl schnell auch gewöhnen können. Geschürft wird heute nicht mehr unter Tage, statt geschwärzter Gesichter gibt es nun Zimmer voller Polystyrol, in welchem die einzelnen Miner geliefert wurden, bevor man diese zu einem oder mehreren Petahash-Netzen zusammen schloss. Was China mit dieser Macht anstellen wird; daran wird sich der Westen weniger gewöhnen können…

Flattr this!
Ether spenden // Donate Ether
Bitcoin-Spenden hier akzeptiert ^^