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Archiv für Mai 2009

hacking fuer dummies

Es war Donald Rumsfeld, der mal gesagt hat: „We are witnessing a revolution in the technology of war“. Aktuelle Krisen, wie die Auseinandersetzung Russlands mit Georgien zum Beispiel, haben gezeigt, dass es im 21. Jahrhundert mehr denn je auf technologisches Knowhow ankommt. Das Problem: Soldaten sind keine Hacker, sollen aber zukünftig über Geräte verfügen, die genau das mit Leichtigkeit erledigen.

Mögliche Szenarien:

– ein Software-System, um digitale Schwachstellen aufzuspüren. Das kann dann ohne Probleme Analysen durchführen und den Informationsfluss nachverfolgen. Anschließend bringt es Vorschläge, wie man am besten angreift und wertet die Ergebnisse zum Schluss aus.

– Einhacken in Satellitensysteme auf Knopfdruck. So wird Voice-Over-IP möglich und weil das alles nicht reicht, sollen entsprechende Funktionen dafür sorgen, dass sich Wlan-Netzwerke in der Umgebung gleichzeitig ausklinken, um beim erneuten Anmelden vulnerable Wlans finden zu können. (Oberbegriff: „planning, execution and penetration testing“).

– Einhacken in „Scada“-Netzwerke: das sind spezielle Kontrollsysteme, wie sie in Chemie-Fabriken, Nuklearkraftwerken oder Ölraffinierien Verwendung finden; quasi das Pünktchen auf dem „i“.

– mehrere Ergebnisse sollen Entscheidungsfindungen vereinfachen; die Ausführung soll möglichst einfach vonstatten gehen; schöne visuelle Menüs sollen bei der Bedienung helfen (GUI, Windows, was weiß ich).

So, stellt euch jetzt diese Rezepte zusammengerührt in einem Gerät vor, das nicht größer ist wie ein iPhone, NDS, PSP oder Netbook und von jedem Idioten (aka Soldaten) bedient und benutzt werden kann. Voilà: Hacking für Dummies!

[via]

So sieht also die schöne neue Welt der Kriegführung aus, auch genannt cyber-warfare. Natürlich gibt es derzeit weder einen Prototypen, noch feste Zusagen an interessierte Firmen, doch die DARPA (die Behörde, die auch TCP/IP und damit das Internet möglich gemacht hat) hat bereits entsprechende Aufträge ausgeschrieben. Hinter verschlossenen Türen wird jetzt fieberhaft gearbeitet, neben proprietären Lösungen finden auch Open-Source-Werkzeuge wie aircrack-ng oder madwifi Verwendung, die jeder Linux-Nutzer kennt.

Mich wundert das alles ein bisschen. Auf der einen Seite verstehe ich, dass die Militärs auf diese Idee masturbieren. andererseits braucht man lediglich eine Linux-Box mit z.B. Sabayon und eine Internet-Verbindung, um mit etwas Geduld auf ähnliche Ergebnisse zu kommen.

Das fertige Gerät wird also wirklich ein Tool für absolute Idioten, die sich mit Computern nicht auskennen. Und ich bezweifle stark, ob das großartig gut gehen kann. Ich stelle mir das gerade so vor, dass ein Soldat, nennen wir ihn Mr. Honky, gerade versucht sich in ein Atomkraftwerk zu hacken und irgendwelchen Blödsinn anstellt, dass dann dieses Gebäude in die Luft fliegt, weil er aus Versehen von Solitär abgelenkt war.

Soldaten zu Script-Kiddies zu konvertieren führt bei mir nur dazu, dass ich mich noch mehr über die lustig mache. Echtes Hacken setzt ein gewisses Talent und viel Freizeit voraus, um passable Ergebnisse erzielen zu können. Und mit Programmieren hat das schon zweimal nichts zu tun. Hier entwickelt man gerade ein ziemlich interessantes Computer-Spiel, das Virtualität mit Realität vermischt. Vielleicht hat man bei der DARPA einfach ein bisschen zuviel „Command & Conquer“ gezockt. Oder es waren eben die Drogen.

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aclu vs. myriad genetics

diese story hätte auch aus einem film stammen können: die aclu (amerikanische union für bürgerfreiheit) fährt aktuell ein gerichtsverfahren gegen die biopharma-firma myriad genetics. und zwar geht es darum, dass myriad genetics patente auf die gene brca1 und brca2 hält, die in verbindung gebracht werden mit brust- und eierstock-krebs. die patente gehen so weit, dass myriad als einzigste institution tests und studien an diesen genen durchführen darf. die aclu argumentiert jedoch, und das meiner meinung nach völlig zurecht, dieses gebaren sei verfassungswidrig. einen überblick kann man sich in folgendem dokument holen (englisch): faq von aclu. sowas kann es auch nur in den usa geben, als ob irgendjemand besitz von genen für sich beanspruchen könnte, generell unfassbar.

die eu sieht das zum glück auch kritisch, wie sie schon vor einigen jahren in einem artikel erläutert hat. das hat myriad jedoch nicht daran gehindert ansprüche zu stellen, wie z.b. dass man tests nur über die firmeneigenen labors durchführen lassen darf; und das gilt für ganz europa! zudem will myriad ein auf 20 jahre gesichertes monopol auf alle zukünftigen entdeckungen in diesem bereich.

das ist der gen-patente-wahnsinn, der im 21. jahrhundert zum standard gehören wird. nur die kleine spitze eines riesigen eisbergs. ein ausweg aus der misere wäre z.b. open-source-pharmaka, wenn man dieses prinzip auf gene übertragen will. es ist pervers, anzunehmen, patente auf die dns gehören irgendeiner firma. so eine scheisse passiert und sie passiert jetzt. land der unbegrenzten möglichkeiten up my a$$.

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von der vermessung des multiversums

brian greene hat fast eine dekade damit verbracht, die string-theorie zu promoten. er hoffte auf eine „theorie für alles“, eine art weltformel, der heilige gral der physiker und er hoffte damit das universum zu erklären – unser universum, das vermeintlich einzigste. doch er fand heraus, dass die string-theorie auch andere universen erklären könnte, die komplett sich von unserem unterscheiden.

das multiversum ist eine relativ neue idee, doch die wissenschaftler lernen langsam sich damit abzufinden. die fortschritte in bezug auf die string-theorie und in bereichen der kosmologie sprechen einfach für sich. folglich könnte unser verständnis des universums sich ähnlich wandeln wie damals das der erde: raus aus dem zentrum von allem, rein in einen grösseren kontext, der das alles irgendwie belanglos macht.

einer der ersten, der sich mit der möglichkeit eines multiversums befasste, war der russe andrei linde. seine theorie des „inflationären universums“ aus dem jahr 1981 bezeichnet eine phase extrem rascher expansion, die unmittelbar nach dem urknall stattgefunden haben soll. deshalb sehe das universum in allen richtungen gleich aus. und weil diese inflation bis in die unendlichkeit dauert, entstünden im laufe der zeit alle möglichen typen von universen, wie von der string-theorie vorhergesagt. folglich ist auch das unsere nur teil eines viel grösseren multiversums.

dann dauerte es 17 jahre, als 1998 astronomen durch die beobachtung von supernovae die beschleunigung der expansion beweisen konnten. sie führten das auf das vakuum im weltall zurück und dessen kleine energiedichte. so entstand die idee der dunklen energie, die kosmologische konstante. bis zu diesem zeitpunkt dachten die wissenschaftler, die ultimative theorie wäre auffindbar, die die physikalischen gesetze und deren verhalten erklärt, bis zur formation von sternen und galaxien und dem entstehen von leben. nichts in der string-theorie oder irgendeiner anderen theorie konnte den beobachteten wert der kosmologischen konstanten vorhersagen.

wenn unser universum jedoch eines von vielen ist, so ist auch der wert der kosmologischen konstanten zufall. analog verhält es sich z.b. mit der masse eines elektrons. die idee ist, jedes gesetz der physik und fundamentale konstanten werden zufällig bestimmt und wir sind eben die glücklichen, die in einem universum wohnen, das leben hervorbringt.

das nächste schlagkräftige argument liefert die string-theorie gleich selbst: danach stammen alle fundamentalen partikel und naturgesetze von der vibration kleiner strings in 10(!) dimensionen. da wir die sechs zusätzlichen dimensionen nicht wahrnehmen können, sind die strings so kompakt, dass man sie nicht aufspüren kann. seit jahrzehnten beschäftigt mathematiker die frage, auf wieviele arten man die raumzeit zusammenfalten kann. sie fanden 10hoch500 und mehr. jede form ermöglicht so ein eigenes universum, mit eigenen gesetzen, eigener physik, usw. daraufhin hofften die wissenschaftler, es gäbe ein einzigartiges prinzip, nach dem wenigstens unser universum produziert worden wäre.

2004 wurde diese hoffnung zerstört. an der state university new york hatte man die entwicklungen in der string-theorie auf einen aktuellen stand gebracht. ergebnis: alle theoretisch machbaren variationen der raumzeit sollten auch wirklich wie physikalische realitäten betrachtet werden => multiversum, mit mindestens 10hoch500 verschiedenen universen. nichts in der string-theorie deutet ferner daraufhin, dass manche universen gegenüber anderen bevorzugt würden. alle sind „gleich“. die dunkle energie zusammen mit der string-theorie vernichtet die einzigartigkeit.

das führte zu einer neuen betrachtungsweise und zu neuen fragestellungen. zum beispiel, ob man unterscheiden kann, welche eigenschaften eines universums auf „erste grundsätze“ zurückgeführt werden können und welche zufällig sind. oder ob die ewige inflation auf bestimmten regeln beruht. 10hoch500 ist unvorstellbar, mehr als alle atome im beobachtbaren universum. man muss prioritäten setzen.

seitdem sind wieder die mathematiker an dem problem. sie zeichnen eine landschaft mit hügeln und tälern, universen mit eigener entwicklung, wo inflation weitergeht, stoppt oder andere formen der raumzeit hervorbringt. baby-universen, die tunnel bilden, sich von tal zu tal entwickeln und schliesslich stabil sind. das führt zu der frage, ob es ewige inflation überhaupt gibt, ob das bestimmte konfigurationen der raumzeit überhaupt zulassen. fast unmögliche arbeit.

hier hängt viel vom experimentieren ab. wellen in der raumzeit, durch die andauernde expansion, könnte das planck-weltraumteleskop der esa schon bald aufspüren (start war heute um ca. 13uhr). damit hätte man wenigstens eine bestätigung der inflation.

die string-theorie selbst macht sich jedoch rar, will man ihr experimentell nachspüren. der lhc, der momentan beschädigte riesige teilchenbeschleuniger vom cern, könnte allerdings bei dem auffinden einer string-theorie-schlüsselkomponente helfen: der supersymmetrie. diese besagt, jedes bekannte teilchen habe einen unsichtbaren schwereren superpartner.

man wird sich also noch eine weile gedulden müssen, um sich letztlich klar zu sein, welche landschaftsform unser universum hat. man sagt zwar, diese sei flach, aber man ist sich bei den messungen nicht sicher und geht eher von einer sattelform (negativ gekrümmt) oder einer sphäre (positiv gekrümmt) aus. theoretisch ist momentan beides möglich, wenngleich niemand mit einer positiven krümmung rechnet. solange fährt man sicher mit der string-theorie und der vorstellung eines tatsächlich existierenden multiversums.

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rattenboersianer

da ja anscheinend an den finanzmärkten nur dreckige ratten ihr unwesen treiben und alles in den abyss ziehen, wieso wechselt man die „falschen ratten“ nicht einfach mit „richtigen“ aus?

das versucht:

http://rattraders.com/. [via]

die viecher werden sauber trainiert, in einer kleinen box mit klimaanlage, musik und zwei signallichtern: grün für „lang“ (wenn die preise steigen werden) und rot für „kurz“ (wenn preise fallen werden). das basis-training dauert drei monate, fünf stunden täglich. der trainingsplan sieht so aus:

woche 1: training ohne sound, damit die ratten sich an die box gewöhnen
woche 2: siehe woche 1
woche 3 bis 12: training mit historischen börsenlaufschriften
woche 13: auswahl der besten rattenhändler
woche 14 bis 22: training mit historischen börsenlaufschriften
woche 15: auswahl der besten rattenhändler
woche 16 bis 26: spezial-training

nach bestimmten tönen, die menschen nicht hören können, sollen sie ihre entscheidungen treffen. traf die ratten-vorhersage zu, gibt es was zu fressen; lag der ratten-broker daneben, gibts einen kleinen stromschlag (eine genaue übersicht, was da genau abgeht findet sich hier mit bildern).

die besten händler werden gekreuzt, denn die zweite generation ist meistens einen tick besser als die vorhergehende.

eine individuelle beratung ist ebenfalls möglich. bereits stars der szene sind mr. lehmann, ms. coutts oder mr. morgan. die sehen sogar niedlicher und liebenswürdiger aus als deren namensvetter.

ich bin dafür. wer ist dagegen!?

„nothing is sacred to the rats. everything is simply another meal.“

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wardenclyffe

1901 arbeitete nikola tesla an einem globalen system riesiger türme, mit deren hilfe nachrichten, börsenkurse und bilder durch die luft transportiert werden sollten. sein investor j. pierpont morgan war wenig amüsiert darüber, dass er auch vorhatte damit elektrizität kostenlos für alle zur verfügung zu stellen.

der erste turm wurde 1903 in long island installiert und war 18 stockwerke hoch. eines nachts im sommer schossen dort helle blitze in die höhe. leider wurde nichts aus diesem prototypen, weil das geld fehlte. so schloss auch das nahegelegene laboratorium.

heute gibt es streit um die überreste von wardenclyffe, wie es heute genannt wird. es ist der einzige übriggebliebene ort, den der drahtlos-kommunikations- und wechselstrom-pionier tesla hinterliess. eine wissenschaftliche vereinigung würde gerne ein museum errichten. die agfa corporation, der das land heute gehört, würde es hingegen gerne verkaufen, wegen „harter zeiten“. sie will 1,6 millionen dollar.

offensichtlich verfolgt der fluch immer noch alles, was mit dem genie nikola tesla zu tun hat. obwohl er über 700 patente besass, fehlte ihm zu lebzeiten der kommerzielle erfolg. zudem wurde er von thomas edison ausgestochen, was in dem kampf wechselstrom gegen gleichstrom gipfelte und edison kurzerhand mit einem assisstenten den elektrischen stuhl erfand, um tesla zu diffarmieren. das ganze intermezzo ist auch bekannt als stromkrieg.

wardenclyffe sollte bereits 1900(!) das nächste grosse ding werden: drahtlose kommunikation. die umwandlung von wechselstrom in elektromagnetische wellen, die über antennen übertragen werden konnten, war tollkühn, visionär und jahrzehnte allen anderen erfindern vorraus. j. p. morgan war der top-investor und steuerte 3 millionen dollar bei. doch nur ein jahr später gelang schon der britischen firma marconi das senden von radiowellen über den atlantik, was teslas pionierträume zunichte machte.

wardenclyffe wuchs aber weiter, es entstand ein rotes backstein-labor, eine bücherei, ein büro und ein gebäude für die ganzen ausrüstungen. j. p. morgan verlor jedoch den glauben und verweigerte weitere zahlungen, als es um die versorgung von „minderbemittelten“ von strom ging. tesla hatte seinen geldgeber falsch eingeschätzt. um seine rechnungen im waldorf astoria zahlen zu können, wo tesla wohnte, verkaufte er wardenclyffe für 400000$. 1917 sprengte man den turm. bis heute weiss niemand genau, was wardenclyffe eigentlich genau werden sollte, denn der turm konnte zwar informationen übertragen, aber keine energie.

das areal wurde von agfa „entseucht“, bis ende september, seit ende februar will man es nun verkaufen. bei der firma hat man kein interesse es für ein museum zur verfügung zu stellen. momentan sucht das tesla science center nach geldgebern, man will neben einem museum auch einen spielplatz, ein cafe und einen buchladen errichten. das schicksal von wardenclyffe ist erneut ziemlich ungewiss.

wenn ihr das nächste mal wlan benutzt, denkt ein bisschen an nikola tesla und wardenclyffe. und wenn euch jemand blöd kommt, das thema „freie energie“ existiere nur in der fantasie, der sollte sich näher mit teslas studien beschäftigen: seine sechs bände mit dem titel „sein werk“ sind über amazon oder ebay zu erwerben und kosten rund 120€. es ist das einzige, was von ihm selbst verfasst wurde und noch heute erhältlich ist.

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