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und was ist mit javascript??

Seit die DSGVO (aka GDPR) in Kraft ist, werde ich von jeglicher Website angeschissen, ich soll ihre dämlichen Cookies akzeptieren. Dabei waren Cookies nie das Problem.

Cookies waren ein niedliches Hilfsmittel, als das Web noch in den Kinderschuhen steckte. Mit diesem Workaround konnte man Mini-Informationen speichern, die zum Verwenden von Meta-Informationen benötigt wurden. Zum Beispiel Postleitzahlen zum Weiterverarbeiten in Formularen. Wer auch nur ein bisschen Wert auf Sicherheit legte streute ein bisschen Salz über die eigentliche Zahl, man hashte diese, und sie wurde bei der Übertragung unkenntlich. Cookies waren auch nie böse per se. Das zeigt schon die Bezeichnung.

Wirklich böse ist bis heute einzig und allein JavaScript.

Einen in eine HTML-Seite hinzugefügten JavaScript-Code erkennt man immer im Quelltext einer Website am öffnenden und schließenden script-Tag. „Hinzugefügt“ klingt schön verharmlosend, denn eigentlich handelt es sich um eine Injection, eine Injektion. Injektionen bringt man immer in Verbindung mit Spritzen und damit lässt sich so ziemlich alles transportieren, was der Mensch an Bösem erfunden hat. Durch Injektionen bringt man Gifte in die Blutbahnen von biologischen Systemen.

Was genau in eine HTML-Seite injiziert wird lässt sich nicht einmal herausfinden, wenn man JavaScript-Code selbst untersucht. Das wirklich Allermeiste davon ist selbst für Programmierer nichtssagend, Unternehmen und Hacker schreiben JavaScript-Code häufig zudem so, dass man an die eigentliche Funktion gar nicht mehr herankommt. Ich weiß nicht genau, wer sich das ausgedacht hat, ich habe es auch nicht recherchiert vorher. Doch man muss schon ausrangiert im Geiste sein, um so etwas öffentlich zur Weiterverwendung zu publizieren.

Klar, auch ich selbst nutze JavaScript-Code auf vielen meiner Webseiten. Aber nicht, weil ich das will: mir wird einfach von den Anbietern einer bestimmten Funktion keine Alternative zur Verfügung gestellt. Schaut man sich die Evolution des Webs an, v.a. während der Zeit 2000-2010, sind erweiterte Techniken wie AJAX unerlässlich geworden. Auch nicht, weil es so schon einfach oder toll wäre, sondern einfach, weil es keine Alternative gab.

Dass das Web Fehler hat im Design liegt in der Natur in der Sache: es ist ein lebendes Medium. Um fatal errors wie „Flash“ von Adobe ein für allemal auszumerzen aus der Geschichte des Web, brauchte es gar zwei Mega-Player im Onlinegeschäft: YouTube, die verstanden hatten, dass man auch Videos im Web ohne Flash anbieten kann. Und Steve Jobs von Apple, der in einem Move aus Eigensinn und Technik-Verstand den Rotz im Alleingang von seinen Geräten bannte. Beide Unternehmen haben maßgeblich dazu beigetragen, dass kleinere Unternehmen und Individuen der (intelligenten) Anweisung folgten.

Etwas Gleichwertiges bräuchten wir leider auch bei JavaScript. Zugegebenermaßen bin ich hier jedoch nicht optimistisch.

Mir würde es eigentlich schon reichen, wenn mir diese nervige DSGVO auch die Möglichkeit gegeben hätte, JavaScript zu verweigern. Ich wäre gezwungen gewesen, bei bestimmten Angeboten mich mit dem dort verwendeten JavaScript-Code näher zu befassen. Millionen Programmierer und Coder hätten das Selbe gemacht. Diese Chance wurde vertan.

Was wiederum zeigt, dass wir IT-technisch in Europa zwar auf guten Wegen sind, aber leider dauernd die richtige Ausfahrt verpassen. Auf lange Sicht wird das leider nicht gut gehen.

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