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Archiv für die Kategorie „Gesundheit“

NANOMED

Ich habe da so ein System entwickelt, das auf Nanomaschinen basiert und die Überwachung des eigenen Bio-Computers ermöglichen soll. Der Name: „NANOMED“.

Im Prinzip ist es ganz einfach: dem Körper werden eine begrenzte Menge spezielle „friedliche“ Nanomaschinen zugeführt (Injektion, Schlucken, etc.), sogenannte NANOMED-Kapseln. Hier ein erstes Konzept:

Das Konzept der NANOMED-Kapseln

Die verteilen sich über die Blutbahn schön gleichmäßig im ganzen Körper und überprüfen die unterschiedlichsten Dinge:

– Lmmunsystem
– Salz-, Elektrolyt-, Vitamin-Gehalt, usw.
– Wasser, Blut, Muskulatur, etc.
– wie sieht es mit der Nahrungszufuhr aus? Wieviele Kilometer muss ich heute noch laufen? Wann sollte ich meinem Körper Ruhe gönnen? etc, usw.

Eigentlich ist der Fantasie keine Grenze gesetzt, was man noch mit den Fühlern registrieren könnte. Im Allgemeinen soll das alles dem persönlichen Wohlempfinden dienen, eine Art Statistik-Fetisch für den eigenen Körper.

Dank dem Wlan-Modul (begrenzte Reichweite, wpa3-Verschlüsselung) lässt sich das bequem zuhause mit einem Web-Browser und der mitgelieferten Software am Bildschirm betrachten: dort ist dann zu sehen, wo sich die Kapseln gerade befinden, was sie bereits registriert haben, usw.

Ein Ampel-System gibt Auskunft über den Status des eigenen Körpers, z.b.: wieviele Vitamine welcher Art habe ich bereits aufgenommen und welche werden noch benötigt? Sollte ich nicht doch noch einen Liter trinken? Wie sieht es mit dem Hunger aus?

Auch das Deaktivieren der Module ist über dieses Web-Interface möglich. Diese werden dann beim nächsten Besuch auf dem WC einfach ausgeschieden.

Über Größe und Laufzeit der Module bin ich mir nicht sicher, denn zum einen existiert diese Technologie ja noch nicht und zum anderen halten Akkus auch nicht ewig. Es wäre aber denkbar, dass die Kapseln ihre Energie über Körperwärme bekommen und so durchaus eine Weile laufen könnten, weil sie ja so winzig sind.

Ich habe auch schon ein paar Slogans kreiert:

„Mit NANOMED sind Sie der Chef über Ihren Körper! Überwachen Sie ihn bequem von Ihrem Computer aus und steuern Sie rechtzeitig gegen! Ordern Sie jetzt Ihr Starterkit, bestehend aus 25 Kapseln, Software und einer bebilderten Anleitung für nur 999€!“

oder:

„Es gibt 35 verschiedene Arten von Kopfschmerzen. Mit NANOMED finden Sie heraus, zu welcher Ihr Leiden gehört und können exakte Massnahmen ergreifen!“

oder:

„Nie mehr zu wenig trinken! Nie mehr zuviel essen! Mit NANOMED, dem ultimativen Tuner für Ihre Gesundheit! Bestellen Sie jetzt Ihr persönliches Starter-Kit zum Aktionspreis auf www.NANOMED.com!“

oder:

„NANOMED kann Ihr Leben verändern! Das behaupten viele Firmen, aber nur NANOMED tut das zu Ihrem Besten! NANOMED – because your body belongs to you!“

Ideen habe ich genügend den lieben langen Tag, jetzt brauche ich nur noch einen Investor und jemanden, der was von Nanotechnologie versteht… in diesem Sinne:

„NANOMED – because your body belongs to you!“

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elektronische gesundheitskarte: aus gold?

der ccc warnt einer aktuellen meldung zufolge vor einer „massiven kostenexplosion“ und einem „technologie-desaster“ bei der kommenden elektronischen gesundheitskarte.

zu beginn seien „nur“ 1,4 milliarden euro veranschlagt worden, neue studien aber behaupten, die tatsächlichen kosten dürften zwischen 4 und 7 milliarden euro liegen. weiter heisst es:

„Die Sicherheits- und Zuverlässigkeitsauslegung der Software-Architektur der elektronischen Gesundheitskarte genügen den Anforderungen an ein bundesweit ganztägig im Einsatz befindliches System in keiner Weise. Im Ernstfall droht ein Totalausfall des Systems zu kritischen Zeiten, wie z. B. im Fall einer Grippeepidemie.“

ferner seien bereits österreichische pläne in diesem bereich weniger erfolgreich verlaufen. nur ist österreich ja nicht deutschland, in der brd leben ein, zwei menschen mehr. [via]

wieso müssen alle elektronischen projekte der deutschen regierung in mehr oder weniger grossen katastrophen enden? (siehe maut, siehe umstellung der software für hartz-iv, siehe wahlcomputer, siehe…) wieso werden für solche sachen nicht studenten(-teams) befragt und eingesetzt? so hätten die was zu tun und elektronische apokalypsen könnten wahrscheinlich verhindert werden. mit dem transfer von wissen funktioniert das irgendwie nicht so richtig in diesem land. aber bekanntlich ist das nicht das einzige problem.

[update I, 18.06.07]
„ärzte fürchten daten-gau bei elektronischer gesundheitskarte.

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