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Archiv für März 2017

homo deus

Die tägliche Ration Mindfuck zur Nacht stammt heute von Yuval Harari, Autor des derzeit in US-Technikkreisen heiß diskutierten Buches Homo Deus: A brief history of tomorrow:

„Ein KI-System mit scheinbar harmlosen Zielen vorzuprogrammieren könnte extrem nach hinten losgehen. Ein beliebtes Szenario besteht aus einem Unternehmen, das die allererste KI-Superintelligenz entwickelt hat und der die Aufgabe übertragen wurde, die Kreiszahl Pi zu berechnen. Bevor irgendjemand realisiert, was passiert, übernimmt diese KI den Planeten, löscht die menschliche Rasse aus, beginnt Kampagnen, um an das Ende der Galaxie zu gelangen, polt das gesamte Universum in einen Supercomputer um, der auf Jahrmilliarden nur ein Ziel hat: eine immer genauere Kreiszahl zu berechnen. Denn hinter alledem ist das die göttliche Aufgabe, die dem System von seinem Schöpfer aufgetragen wurde.“

Harhar.

Nee, is‘ klar. Hat er aber gesagt, steht hier am Ende des Artikels, in dem noch ganz andere düstere Prophezeiungen vorkommen. So z.B.:

  • das Aufkommen der „Klasse der Arbeitsunfähigen“. Die wurde durch autonome Systeme dazu gezwungen in VR-Welten abzuhängen, weil das das Einzige ist, wozu die noch taugen
  • Organismen sind Algorithmen. Jedes Tier, homo sapiens inklusive, ist ein Algorithmus organischer Natur, durch Jahrmillionen Evolution geformt
  • Algorithmen sind nicht davon abhängig, woraus der Rechner gebaut ist: ein Abakus kann aus Holz oder Metall sein, zwei Perlen plus zwei Perlen macht immer vier
  • von daher gibt es keine Gründe, nicht-organische Algorithmen könnten Dinge nicht, die die organischen können. Solange die Berechnungen gültig sind, wen interessiert, ob diese von einem Organismus aus Silizium oder Kohlenstoff stammen?
  • 99% der menschlichen Qualitäten sind überflüssig für die meisten Jobs der Neuzeit
  • was die Kinder heute lernen, wird im Alter von 40 nicht mehr gültig sein
  • sicherer Job? Archäologe. Die Wahrscheinlichkeit, hier durch autonome Systeme ersetzt zu werden, liege bei 0,7%

Die USA sind ein bisschen spät das zu diskutieren, das Buch Home Deus erschien hier erst im Februar. Auf hebräisch erschien es schon 2015 und in UK im September letzten Jahres.

Was Professor Yuval Noah Harari richtig gut kann: er spinnt die Dinge weiter, die derzeit brandaktuell sind. Diese sind natürlich durchdrungen von Technik, behandeln Themen wie KI, VR, die Macht von Algorithmen (siehe Google, Facebook). Er versucht sich daneben an Prophezeiungen des Jobmarkts so um 2030-2040. Und: er erläutert, warum Religion eigentlich die erste virtuelle Realität der Menschheit war:

„Man gab dadurch den Menschen Bedeutung indem man ihnen imaginäre Regeln für eine objektive Realität an die Hand gab“

Themenspektrum: sahne! Verkaufsargumente durch die Vermengung der Themen, die jeden irgendwie tangieren: Genius! So verkauft man Bücher heute, von Hariri können wir Einiges lernen.

Es gefällt nicht jedem in den USA. Erscheint verständlich, die meisten angesprochenen Probleme heute wurden dort erfunden. Wer einer spannenden Diskussion folgen möchte, was dieses Buch mit einem macht und auch welche Gegenperspektiven sich dadurch eröffnen, dem sei folgender Beitrag drüben bei metafilter mit dem passenden Titel nothing hurts anymore (jetzt schmerzt gar nichts mehr) empfohlen:

http://metafilter.com/165402/Nothing-hurts-any-more.

Worth more than a read! Kaufen Sie mehr Bücher!

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streamtuner2 revived

Man kann mich für bekloppt halten, doch auch nach über einer Dekade mit Linux schaue ich noch immer manchmal nach Lebenszeichen von Streamtuner2. 2008 hatte ich ihn eigentlich bereits für tot erklärt, danach mich immer mal wieder mit alten Paketen versorgt, um zumindest teilweise die Funktionalität, die das Programm bietet, auf meinem System erhalten zu können.

Wie es der Zufall so will und das ist das Schöne an Open-Source-Projekten, existiert aber mittlerweile eine Art Rewrite in Python:

http://milki.include-once.org/streamtuner2/.

Die deb– und rpm-Pakete erfordern entsprechende Abhängigkeiten, die ein System erst einmal erfüllen muss. Auch ist der Verzeichnis-Musik-Streamer nicht mehr so schnell wie früher, braucht ein bisschen mehr Speicher als die Version in C und orientiert sich auch vom Design an der ersten Version von Streamtuner.

Was bei mir aber problemlos zu funktionieren scheint ist die PyZIP-Version, die mit python streamtuner2-2.2.0.pyz von der Konsole aus gestartet werden kann. Und: als kleinen Zusatz gibt es das Programm sogar nun in einer expliziten Konsolenversion, komplett ohne GUI.

Witzig ist das schon, neue Dienste gibt es dort auch (TuneIn, YouTube, etc.) und scheinbar soll man auch streamripper benutzen können, was mir noch nicht gelingt: xterm: No absolute path found for shell ballert er mir raus, er findet, scheinbar, meine Konsole nicht, was Blödsinn ist. Auch will shoutcast nach wie vor nicht, doch damit habe ich mich nach so langer Zeit dann auch abgefunden.

Schönes Ding! Plugin-fähig! Respekt und dankschee an die devs! <3

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