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Archiv für die Kategorie „Cyborg“

a cyborg gone wrong

Dieser adrett gekleidete junge Herr ist der Brite Neil Harbisson:

neil harbisson: cyborg

Neil Harbisson wird von der britischen Regierung als Cyborg anerkannt, da er ein Passfoto mit seiner Antenne in seinem Personalausweis abbilden lassen darf.

Neil hatte zu Lebzeiten ein Problem, denn er konnte nur schwarzweiß sehen. Das hatte einige Vorteile, denn Schwarzweiß-Kopien und -Fotos sind einfach günstiger. Aber das war auf Dauer doch irgendwie uncool.

Also beschloss Neil, es war ein selten sonniger Tag im April 2003, er will UV-Licht sehen und pflanzte sich diese Antenne in den Schädel. Damit läuft er jetzt rum, weiß wann er Sonnencreme auftragen muss, wo im Wald die lautesten Blumen stehen, wird manchmal von jungen Leuten für ein Pokemon gehalten (oder für einen Selfie-Stick-Süchtigen, von den älteren) oder wird in Italien auch gerne mal von Einheimischen gefragt, ob er damit Cappuccini zubereiten kann.

Das Meiste davon ist kein Witz, die Story geistert schon ein paar Jahre durch’s Internet, hier findet man ein Interview mit ihm:

https://medium.com/startup-grind/a-talk-with-cyborg-activists-neil-harbisson-and-moon-ribas-790845008629:

Davon abgesehen, dass er nun seit Jahren wie ein Trottel aussieht, ist Moon Ribas eine ziemlich geile Sau. Aber lassen wir den Spaß mal kurz beiseite.

Tatsächlich ist Neil nämlich ein Cyborg per definitionem:

„…they posited the importance of adapting ourselves via technology, so we could not only explore space, but make it possible to live there. A combination of the words cybernetic and organism, these cyborgs would replicate animals’ abilities, organs, and senses to compensate for our biological limitations instead of interfering in the alien biome“

So formuliert in dem legendären Artikel aus den 1960er-Jahren des vorherigen Äons in „Cyborgs and Space“.

Soll also heißen: um hier weg zu kommen, raus zu kommen ins All, oder uns auch nur an eine sich verändernde Umwelt anzupassen, sollte man Technologie nutzen, die uns selbst modifiziert. Die berüchtigte „nächste Stufe der Evolution“. Wo sich Transhumanisten wie Neil mit KI-Entwicklern streiten, was sich wohl am Ende durchsetzen wird. Wer ab und zu IRC-Chats verfolgt, wird davon ein (Antennen-)Liedchen singen können.

Ich sehe hier mehrere Probleme, was Neil betrifft, die sollen und können aber nicht Teil dieses Artikels sein.

Was ich festhalten möchte ist, Neil ist sicher nicht der einzige Mensch der Welt (oder gar der erste), der sich auf diese Weise modifiziert (hat).

Und hier wird ferner ein zwischenmenschliches Problem stark: wer das erste Bild in dem Interview sieht, der weiß anhand der Gesichter der Teilnehmer im Raum, was sie von dieser Modifizierung halten. Da ist eher Mitleid, Unverständnis, Angst zu sehen. Weniger Bewunderung, Spaß, Zustimmung.

Ich selbst bin eher der Meinung, „es ist dein Körper, mach‘ was du willst!“. Aber werdet weniger wie Neil. Werdet bitte mehr wie Motoko. Und damit ist eigentlich a-l-l-e-s zusammengefasst, was ich zu diesem Thema sagen möchte. Ist doch auch mal geil!

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trailer: hollywood’s ghost in the shell

Kein Witz. Wird aber nicht gut gehen:

Erstens kann im Jahr 2017 in einem 2-Stunden-Hollywood-Blockbuster nicht erzählt werden, was uns G.I.T.S.-Kennern seit 1995(!) über Animes und Anime-Serien erzählt wird. 22 Jahre schafft niemand, auch nicht Trump’s Hollywood.

Wir reden hier von zwei Anime-Spielfilmen („Ghost in The Shell“ 1995 und „Ghost in the Shell 2: Innocence“ aus 2004), sowie über zwei komplette Staffeln „Ghost in the Shell Stand Alone Complex“ mit jeweils 26 Folgen, sowie die strittige Mini-Serie „Arise“ aus 2013 mit 7 Folgen. Hier wurden keinerlei Spin-Offs und unnütze Videogames berücksichtigt.

Zweitens: Scarlett Johansson!? Eine der arrogantesten Prototyp-Arier spielt _den_ asiatischen Über-Cyborg?? O’RLY!? Titten!11

Ich wusste, dass 2017 schwer wird, aber so schwer…

Ja, die Japaner sind gemein. Was hier drin passiert, warum es passiert, wie es zu interpretieren ist; das hat über zwei Jahrzehnte jetzt nur (Netz-)Subkulturen interessiert. Lasst mich wissen, sollte die „Live-Action-Adaption“ etwas anderes sein als Effekthascherei, vielleicht bekommt ihr von mir dann einen Bitcoin!

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(geheime) geschichte: silicon valley

Wer eine gute Stunde seiner wertvollen Zeit entbehren kann, und nicht allzu viel gegen ein bisschen Geschichte hat, dem sei der folgende Vortrag von Steve Blank empfohlen:

[via]

In „Die geheime Geschichte des Silicon Valley“ erklärt er anschaulich und oft auch mit Humor, worin diese weltverändernde Kolchose ihre Ursprünge hat. Für die Ungeduldigen, hier der SPOILER: Zweiter Weltkrieg, elektronische Kriegsführung, Mikrowellen, Hewlett Packard. Ungefähr auch in der Reihenfolge.

Selbst wenn Opa nicht gerne erzählte, was er wirklich so trieb, manche Dinge konnte auch er nicht ins Grab mitnehmen. o.O

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der gesunde sith lord

Sith Lord zu sein hat auch Vorteile, so kann man in diesem Stadium u.a. mit Blitzen schießen.

Die Aufrechterhaltung dieser Fähigkeit für den menschlichen Körper ist allerdings sehr aufwendig, fanden Forscher der Universität Leicester Anfang Dezember heraus: für einen 10-Meter-Blitz werden ca. 1012kcal benötigt. Äquivalent 1,85 Millionen „Big Macs“ (PDF).

Das PDF ist nur zwei Seiten klein, 100% wissenschaftlich und enthält auch eine Reihe ausgefuchster Formeln. Die Forscher kommen zu einem ernüchternden Darth Vader-Fazit:

„We can thus conclude that without drawing power from some other source it is unlikely a Sith Lord could healhilty produce lightning.“

Vorher stirbt man wohl tausendfach an Fettleibigkeit, deckt man den Energiebedarf nur durch Nahrung.

Ohne Cheating durch The Force ist halt auch nichts, Darth Vader zu sein ist eben nicht leicht.

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persona: die vermenschlichung von objekten

Gadgets sind doch auch nur Objekte. Mit Persona. Strangely human fand von Januar bis November eine Ausstellung im Musée du Quai Branly in Paris statt. Gezeigt wurden 200 Objekte und Videos, wie eigentlich Leben Objekten eingehaucht wird. Hier der verstörende, aber sehenswerte Trailer:

Post-apokalyptische Kleidung existiert hier neben Utensilien zum Geisterfangen, nigerianischen Monolithen wie japanischen Bunraku-Puppen.

Nicht falsch verstehen: es ist alles Kunst. Schwer bis überhaupt nicht benutzbar in der Alltags-Welt. Doch die Themen sind brandaktuell und passen perfekt in dieses Weblog: Transhumanismus. Künstliche Intelligenz. Verschwimmende Grenzen zwischen Mensch und Maschine.

Der Besucher wird so mit einer möglichen Zukunft konfrontiert, die sich bereits mehr als abzeichnet. Das wird nicht jedermanns Geschmack sein. Gefallen muss Kunst nicht. Doch sie kann Augen öffnen oder zum Nachdenken anregen: wo gehen wir hin, welchen Weg verfolgen wir eigentlich, will ich das am Ende wirklich und was sind die möglichen Konsequenzen?

Der Unterschied zu einer reinen skurrilen Schau von Objekten: Anthropologie, die Wissenschaft vom Menschen, ist das Hauptthema hier. Das Menschliche zeigen im Nicht-Menschlichen. Persona.

[via]

Was ganz nebenbei geklärt wird ist die Frage, warum wir mit unseren Objekten solche Fetische entwickeln. Das Smartphone z.B. ist heute ein größeres Statussymbol als das Automobil. Und dieser Wandel vollzog sich nicht mal innerhalb einer einzigen Dekade.

Es liegt an uns, Wert oder Leben in Dingen zu sehen, die nichts davon besitzen. Leider leben wir allerdings in einer Zeit, in der dieser Umstand mehr und mehr problematisch wird, da die Masse entscheidet, welches Objekt nun Wert und/oder Leben hat. Und im Gegensatz dazu wurde diese Ausstellung auch von Anthropologen, also Wissenschaftlern, erdacht und gestaltet. Mal schauen, wie oft das in „postfaktischen“ Zeiten noch möglich sein wird.

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siliziumbasiertes leben

Silizium ist neben Sauerstoff das Element, das am meisten auf der Erde vorkommt. Warum Mutter Erde bisher nicht selbst auf die Idee kam Organismen zu entwickeln, die auf diesem Element Nr. 14 basieren, ist Wissenschaftlern schleierhaft.

Also nahmen ein paar Forscher vom California Institute of Technology (Caltech) das Heft selbst in die Hand und kreierten eben welches. Ein Bakterium zwar, aber immerhin.

Leben, wie wir es eben nicht kennen: könnte so aussehen, wenn es nach Künstlern geht. Mögliche Anwendungen, mal abgesehen von Horror-Manga-Szenarien, sind derzeit ganz pragmatisch: Medikamente. Produkte für die Landwirtschaft. Treibstoff. Vorteile dieser Verbindungen: umweltfreundlicher. Und wohl auch günstig herstellbar. Wann diese Lebewesen den Planeten übernehmen, kann noch ein wenig dauern.

1960 gab es mal eine Episode in „Star Trek“. Darin zu sehen war eine Alien-Welt, Janus IV, die eben auf Silizium basiert. Die Lebewesen wurden darin „Horta“ genannt und sahen so aus. Welcher Film war das nochmal, wo erwähnt wurde, dass die Amerikaner entscheiden, wann eine Erfindung öffentlich gemacht wird, weil es sie schon längst gäbe? War ein deutscher Film, wenn ich mich recht erinnere.

Wenn diese Lebewesen dann, irgendwann in der nahen Zukunft, ihren Bakterienstatus verlassen haben werden, wird Trumpland durchgesetzt haben dass silicone bitte schön auch direkt mit Silikon zu übersetzen sei und alle Escherichia coli-Bakterien in Pamelaanderson coli umbenannt. Zu meinem persönlichen Glück werde ich das nicht mehr miterleben müssen.

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photosynthese-hacking

Auszug aus dem Biologie-Unterricht: Photosynthese ist der Vorgang von Pflanzen wenn sie Schadstoffe in Sauerstoff umwandeln. Ohne Wikipedia und da es bereits einige Jahre her sind bei mir, ohne Gewähr.

Biochemiker muss ein geiler Beruf sein: so arbeiten Tobias Erb und weitere an einem Verfahren, das „lebende Organismen“, also nicht ausschließlich Pflanzen, mehr C02 aus der Atmosphäre aufnehmen können. Erb ist vom Max Planck Institut für terrestrische Mikrobiologie und der Artikel dazu erschien hier.

Erb und Kollegen gingen nicht anders als Hacker vor, die ein Programm durch „Reengineering“ in seine ursprünglichen Bestandteile zerlegen, um es genauer untersuchen zu können. So holten sie eine Steigerung der Photosynthese von 25% heraus, zudem soll das mit deren Methode zwei- bis dreimal schneller erfolgen als natürlich vorkommend.

Der Knackpunkt: ohne genetische Modifikationen vornehmen zu müssen wird aus diesem „Tuning“ leider nichts. Soll heißen, es ist für derzeitige Organismen schlicht nicht anwendbar. Man müsste schon genetisch modifiziert sein oder genetisch modifizierte Pflanzen „hergestellt“ haben, damit dieser Trick funktioniert. Das wird also nicht nur die Ethik beschäftigen, bevor das Photosynthese-Hacking hier serienreif wird.

Es geht aber auch ohne Modding: global konsumieren Pflanzen und Algen 350 Gigatonnen CO2 pro Jahr weg. Das ist schon sehr, sehr gut. Man müsste also Wege finden, unter diesen 350 Gigatonnen/Jahr zu bleiben. Die Menschen arbeiten hart daran, aufgrund von Dummheit, Starrsinn und fehlender Einsicht sowie Kooperation sind die Aussichten im Hinblick auf die aktuelle geopolitische Situation jedoch mehr als trübe.

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biomimetischer fisch 1.0

Wir präsentieren stolz:

Aus den Kategorien „Unnützes Wissen am Abend“ und „Was macht eigentlich die 1. Welt so, wenn ihr langweilig ist?“, der biomimetische Fisch, der von echten Fischen akzeptiert wurde, wie er ist und sogar als Anführer respektiert wurde:

biomemetic fish

Wir verneigen uns, vor der polytechnischen Universität New Yorks und bedanken uns artig, unsere Welt ist wieder einen entscheidenden Schritt heraus aus der ewigen Verdammnis getreten!

Quelle: www.fuck.this.shit.com.

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singularitaet? war da was?

Singularität. Janelle Monáe z.B. glaubt fest an dieses Konzept. Und im Moment sieht es auch so aus, als sei das ein heißer Kandidat für eine komplett neue Religion. Jedenfalls gewinnt diese immer mehr Befürworter. Oder eben Mitläufer. Jedem das Seine.

Alva Noe
von der Universität Berkeley sieht das anders. Er findet, derzeit seien Menschen nicht einmal in der Lage „Maschinen mit dem Bewusstsein einer Amöbe“ zu realisieren:

„Artificial intelligence isn’t synthetic intelligence: It’s pseudo-intelligence. This really ought to be obvious. Clocks may keep time, but they don’t know what time it is. And strictly speaking, it is we who use them to tell time.“

Den kompletten Artikel gibt es hier: npr.org/blogs/13.7/2014/11/21/365753466/artificial-intelligence-really-is-pseudo-intelligence. [via]

Irgendwie ist das natürlich beruhigend. Aber es deckt sich auch mit einer Theorie von mir: Es gibt da diesen Spruch „Code is poetry“. Dem Code ist Poesie jedoch scheißegal. Ein in den schönen Künsten nur ein bisschen bewanderter Mensch kann damit aber sehr wohl etwas anfangen. Und dem gelingt es auch (sicher nicht in allen Fällen, aber es gibt welche) eine gewisse Poesie in stupidem Maschinen-Code zu sehen.

Am Ende bin ich ein Freund von Intelligenz und sollten Maschinen jemals, aus welchem Grund auch immer, intelligent werden, begrüße ich dies selbstredend. Aber ich halte nichts von Religion. Ihr kennt bestimmt diese Multiversum-Theorie? Auch dieses Konzept wird von vielen Wissenschaftlern als „gefährlich“ eingestuft. Ob das auf die Singularität ebenfalls zutrifft, persönlich kann ich das nicht sagen. Aber es riecht danach. Und wenn etwas riecht, dann stinkt es auch irgendwann. Und Alva Noe stinkt es eben schon jetzt. Ganz gut!

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die tastatur der vereinsamung

the keyboard of isolation

Unwichtig ist dieses Kunstprojekt hier keinesfalls, doch am Ende hängt es doch an jedem Menschen selbst, was er aus seinen Möglichkeiten macht:

http://fubiz.net/2014/10/15/the-keyboard-of-isolation/.

Der Slogan erinnert so ein bisschen an Kriegszeiten: „Go online and family is isolated“. Wisst ihr, wie auf diesen Retro-Propaganda-Postern.

Die Beschreibung darunter lautet im Original:

„What you see is 36 real-life families isolated in 115 keys. In reality, there are many more isolated families. With half a billion netizens in China, many are unaware of how being online can alienate their family members. This installation features 115 9cm-tall human figurines – crafted in the likeness of 36 real-life families – each isolated in various glass jars arranged in the form of a keyboard. Through this installation, we encourage everyone to spend less online time and more family time.“

Leider wurzelt das Problem viel tiefer und ist nicht nur auf die eigene Familie beschränkt. Oder wann wart ihr das letzte Mal in einem Wald oder einem Museum? Eben.

Am Ende, da wiederhole ich mich gerne, macht es selbst besser! Denn:

„Do you wanna get isolated? Because that’s how you get isolated!“

Beweg‘ deinen Arsch, Nutte!

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gehirn-zu-gehirn-kommunikation

Yo. Ehhhh:

gehirn-zu-gehirn-kommunikation wird real
Quelle

Vor Neurowissenschaftlern muss man sich wohl in Acht nehmen, nicht nur wegen dem hier:

„For the first time ever, neuroscientists have demonstrated the viability of direct — and completely non-invasive — brain-to-brain communication in humans. Remarkably, the experiment allowed subjects to exchange mentally-conjured words despite being 5,000 miles apart.“

[via]

Zugegeben, in dem Fall war das wohl Cheating mit Technikhilfe: Auf der einen Seite einen mit dem Internet verbundenes EEG. Auf der anderen transkranielle Magnetstimulation (TMS), durch Roboter/Maschinen unterstützt. Das Ergebnis: Man tauscht so „hola“ und „ciao“ über eine Entfernung von 8000+ Kilometern aus.

Was ich hier fühle deckt sich mit dem „LO“, was damals bei der ersten Internetübertragung aus dem „LOGIN“ übrig geblieben ist, bevor der Rechner abschmierte. Könnte was Nützliches werden, nun ja, solange es keine Hacker dafür gibt…

„Egal wie weit ein Esel auch reisen mag, er wird nicht als Pferd zurückkommen.“ – aus „Ghost in the Shell: Innocence“ (2004)

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hartz-IV-virtual-reality

Nett:

google cardboard: vr-brille

Nee, jetzt wirklich!

Nur leider braucht man ein Smartphone dafür, was den netten Menschen in „weniger entwickelten Ländern“ nicht so ganz in ihr finanzielles Konzept passen dürfte. :-/

Baut euch das Teil selbst: Google Project Cardboard Vorlage, via chip.de.

Die Jungs hier drüben sagen, es gäbe sogar Pläne das aus Aluminium zu machen. Und hier wünscht sich irgendein Trottel das Teil aus Plastik; wo doch das mit der Pappe die legendäre Idee schlechthin ist. USA nowadays, WTF…

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die chinesische oculus

Es gibt zwei gute Gründe für eine Oculus „Made in China“:

1) Die Specs sind allgemein bekannt für so ein Gerät und es existiert bereits. Ergo: Man kann es sehr gut nachbauen.
2) Ca$h.

Auch die Plattform, um das nötige Geld einzutreiben ist, wie könnte es anders sein, die selbe:

https://kickstarter.com/projects/805968217/antvr-kit-all-in-one-universal-virtual-reality-kit?ref=discovery.

Für die Backer steht eine Summe von nur 200.000$ zum Pledgen aus, das sind 50.000$ weniger, die die Oculus Rift damals nötig hatte. Und: Am Ende konnte man 91 _Millionen_ US-Dollar einfahren, zumindest ist es der Betrag, den Oculus VR eingenommen hat, als man noch eine unabhängige und sympathische Klitsche mit Vision war. Ka-Ching! Ca$h!

Für die Chinaschnitzel-Version sind bereits jetzt 166.000$ drin. Und die Aktion läuft noch 33(!) Tage. Das zeigt, welcher Buzz in dem ganzen Thema VR neuerdings liegt. Ich bleibe bei meiner Meinung, dass sich vor dem Facebook-Deal keine Sau für so eine Brille interessiert hat; außer die, die ein wenig Ahnung von der Materie haben versteht sich.

Der Name der „Firma“ nennt sich ANTVR. Ihr dürft nun Wetten abschließen, welche Vollidioten-Company sich die unter den Nagel reißen wird.

Ich tippe auf: Academi, ehemals Blackwater. Warum? Ganz einfach: Um chinesische VR-Cyber-Soldaten zu verhindern! Und: Weil das eine Firma ist, die mit der Materie so viel am Hut hat wie Facebook mit Oculus.

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exoskelett-news

powerloader-exoskelett aus italien
Bildquelle

Neues aus der Welt der Exoskelette, die ja spätestens seit Cyborg Ninja aus „Metal Gear Solid“ (1999) vielen ein Begriff sein dürften:

Die Forscher vom italienischen Perceptual Robotics Laboratory (Percro) haben den Body Extender gebaut. Eine Maschine, die getragen werden kann und mit der es möglich ist, 50kg zu heben. Mit jeder Mecha-Hand.

Laut Fabio Salsedo, der das Projekt leitet, ist das der bisher „komplexeste tragbare Roboter der Welt“. Es gibt ein ziemlich cooles Video dieses Ungetüms in Aktion, zwei Minuten lang, man denkt auch teilweise, man befinde sich in einem Videogame:

http://bbc.com/news/technology-26418358.

Anwendungsgebiete speziell für dieses Gerät sind wohl der Flugzeugbau und die Rettung von Erdbebenopfern. Bevor man solche Dinger mit Katana-Schwertern ausstattet, natürlichst.

Panasonic arbeitet ebenfalls in diesem Bereich: Deren Erfindung nennt sich Powerloader und soll 8km/h schnell laufen. Markteinführung 2015, wenn alles klappt.

Die ganze Welt forscht eifrigst: Aus Japan kommt noch die Firma Cyberdyne (LOL!?) mit Hal (hybrid assistive limb) für Fabriken, aus den USA sind die Militärfirmen Raytheon (XO2-System für Soldaten) und Lockheed Martin (mit „Hulc“) dabei. In Israel beweist Argo Medical Technologies hingegen, dass man diese Technik auch für medizinische Zwecke einsetzen kann, eine ähnliche Taktik verfolgt Hocoma aus der Schweiz mit dem „Lokomat“.

Wie man sieht gehört dieser Technik die Zukunft. Es gibt jedoch noch drei größere Probleme zu lösen:

1) das Kontrollsystem ist nicht ausgereift genug
2) die Materialien sind (noch) nicht optimal
3) die (Energie-)Systeme zum Betrieb dieser Dinger sind am schwersten zu entwickeln

Fazit: Bevor das alles so abläuft, wie man das eben aus Games oder Filmen kennt (Mech-Wars, anyone!?), werden kleine und weniger entwickelte Systeme für alte Menschen zu haben sein oder man findet sie eben irgendwo in der Medizin. Und das Skynet muss ja auch erst noch umgesetzt werden. Es bleibt also noch ein paar Tage Zeit. Genießt diese.

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darpa open catalog

Wenn es die Matrix gibt, dann wurde sie von der DARPA erfunden.

Die US-militärische Technik-Innovations-Behörde, der wir so unbedeutende Dinge wie GPS und das Internet zu vedanken haben, macht einen auf humaner Freund: Sie haben den DARPA Open Catalog eingerichtet, http://darpa.mil/OpenCatalog/index.html, wo sie Quellcode und auch umfangreiche Datenbestände verfügbar machen, die für öffentliche DARPA-Projekte verwendet wurden/werden.

Das Ziel hilft uns nicht weiter:

„Making our open source catalog available increases the number of experts who can help quickly develop relevant software for the government,“ Chris White, the DARPA program manager behind the effort, said in a statement

Ihr sollt also anfangen eure eigene R&D-Community für die DARPA zu starten und ab jetzt direkt bei der Verbesserung der Matrix helfen. Echt nett!

Derzeit sind im Katalog 60 Projekte gelistet. Die meisten stehen unter einer BSD– oder ALv2-Lizenz.

Wie so oft bei denen, findet man unter den Projekten pathologisch verwendete Akronyme, die für irgendwelche abgefahrenen Programme stehen. Da gibt es z.B. LibNMF, das für high-performance, parallel library for nonnegative matrix factorization on both dense and sparse matrices steht. Oder wie wäre es mit SNAP, Stanford Network Analysis Platform? Vielleicht ist auch Neon interessant für euch: a framework that gives a datastore agnostic way for visualizations to query data and perform simple operations on that data such as filtering, aggregation, and transforms.

Ob dieser Katalog weitergeführt wird, ist vom Interesse abhängig. Ich denke wir brauchen so etwas nicht, die wirklichen Diamanten werden so nie erhältlich sein. Die DARPA entwickelt Dinge, die die Welt verändern. Und sie waren niemals gut darin, der Welt vorher zu sagen, was das sein würde. Und um Erlaubnis wurde bisher ebenfalls niemand gefragt.

Nun gut. Viel Spaß beim Weiterentwickeln der US-Streitmacht! Wasauchimmer.

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